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Vorrichtung zur Überwachung von elektrischen Fadenabglüheinrichtungen an Strickmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Überwachung von elektrischen Fadenabglüheinrichtungen an Strickmaschinen, insbesondere an Rundstrickmaschinen zur Erzeugung von Strumpfware.
Maschinen, auf denen zum Abtrennen von Grund- und Verstärkungsfäden oder ganzer Gestricke aus künstlichem synthetischem Material elektrische Abglüheinrichtungen verwendet werden, mit einer Einrichtung zum Überwachen der Temperatur des z. B. die Form eines Bügels oder eines Messers ausWiderstandsdraht aufweisenden Heizelementes auszustatten, ist bis jetzt nicht bekannt. Infolge wiederholten Aufglühensund Abkühlensdes Widerstandsdrahtes schwächt sich dieser nach einer bestimmten Zeit soweit ab, dass es zum Durchbrennen und hiemit zur Unterbrechung des elektrischen Stromkreises kommt. Diese Stromkreisunterbrechung kann insoweit eine Maschinenstörung hervorrufen, dass sich der nicht abgetrennte Faden um die Nadeln, gegebenenfalls um deren Füsse, wickelt, was ein Abbrechen der Füsse zur Folge hat.
Bis jetzt war es notwendig, zeitweise den Zustand des Heizelementes zu kontrollieren und im Falle einer Abschwächung des Bügels oder des Messers, die eine Unterbrechung des Stromkreises hervorrufen könnte, diesen gegen einen neuen auszuwechseln. Bei der Bedienung einer grösseren Anzahl von Strickmaschinen gestaltete sich diese Kontrolle schwierig und zeitraubend, einerseits weil mit blossem Auge eine Abschwächung des an sich schon dünnen Widerstandsdrahtes nicht leicht festzustellen war, anderseits weil letzterer in manchen Fällen zwischen Maschinenteilen angeordnet ist, die ihn teilweise verdecken.
Diese unvorteilhafte Kontrolle wird bei der erfindungsgemässen Vorrichtung dadurch beseitigt, dass sich im Stromkreis der sekundären Wicklung eines Abglühtransformators in Serie mit dem Heizelement mindestens einer Abglüheinrichtung eine Stromwicklung eines Wächterrelais befindet und parallel zu dieser Serienschaltung eine Spannungswicklung des Wächterrelais angeschlossen ist, wobei die Strom - und Spannungswicklung gegeneinander wirken.
Durch die erfindungsgemässe Vorrichtung wird die Maschine sowohl bei zu schwachem oder zu starkem Glühen des Heizelementes als auch beim Unterbrechen des Widerstandsdrahtes selbsttätig ausgeschaltet.
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beispieles ersichtlich, welches in der Zeichnung veranschaulicht ist. Dabei zeigen Fig. 1 eine schaubildliche Ansicht auf einen bekannten Rippscheibenkopf mit Fadenführern, Fadenabsauggerät und Abglüheinrichtungen für Grund- und Verstärkungsfäden und Fig. 2 ein elektrisches Schaltschema mit einer Abglüheinrichtung.
Wie aus der Fig. 1 zu ersehen ist, dient die bekannte Abglüheinrichtung Ul zum Abtrennen ein-und ausgeschalteter Enden von Grundfäden 1, 2, d. i. beim Wechsel von Fadenführer 3,4, während die gleichfalls bekannte Abglüheinrichtung U für das Abtrennen ein-und ausgeschalteter Enden von Verstärkungsfäden 5,6, d. i. beim Wechsel von Fadenführer 7,8, sorgt. Die Abglüheinrichtung U ist z. B. unbeweglich auf einer Deckplatte 9 des Rippscheibenkopfes innerhalb des Nadelkranzes angeordnet und besteht aus zwei Haltern 10, in denen mittels Schrauben 11 verstärkte Enden eines Heizelementes 12 festgehalten sind, dessen Widerstandsdraht in Form eines Bügels 13 ausgebildet ist.
Letzterer befindet sich zwischen einer kreisförmigen Umfangskante 14 einer unbeweglichen Deckscheibe 15 und den im Kreis umlaufenden Zylindernadeln 16. Die Abglüheinrichtung U ist dagegen ausserhalb der Zylindernadeln 16
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in radialer Richtung zu und von diesen beweglich angeordnet, weil die Einschaltung in die Arbeitsstellung nur während der Verstärkung der Strumpfware erfolgt. Sie besteht gleichfalls aus zwei nicht dargestellten
Haltern, in denen verstärkte Enden eines Heizelementes 17 festgehalten sind, dessen Widerstandsdraht die
Form eines Bügels 18 hat. Auch dieser Bügel befindet sich in seiner Arbeitsstellung zwischen der Umfangs- kante i4 und der Deckscheibe 15 und den Zylindernadeln 16. Der zum Glühen beider Bügel 13,18 er- forderliche elektrische Strom wird mit Hilfe nicht dargestellter Kabel zugeführt.
In Fig. 2 ist das'elektrische Schaltschema für die Abglüheinrichtung U dargestellt. Analog ist die
Schaltung für die Abglüheinrichtung U2 aufgebaut. Wie die Fig. 2 zeigt, ist ein Abglühtransformator TR mit seiner primären Wicklung 19 an das elektrische Stromnetz U über einen Regulierwiderstand RO für die richtige Bestimmung der Glühtemperatur beider Bügel 13, 18 der Heizelemente 12,17 ange- schlossen. An die sekundäre Wicklung 20 des Transformators TR ist die Abglüheinrichtung Ul bzw. U2 mit dem Heizelement 12 bzw. 17 und eine Stromwicklung 21 eines Wächterrelais HR in Serie angeschlossen.
Eine Spannungswicklung 22 des Wächterrelais HR ist parallel zum Heizelement 12,17, jedoch in ent- gegengesetzter Richtung zur Stromwicklung 21 angeschlossen. Das Wächterrelais HR ist mit einem Anker
23 und mit einem umschaltbaren Kontakt 24 ausgestattet, welcher eine Ruhelage "a" oder eine Arbeits- lage"b"einnimmt.
Die Arbeitsweise der Überwachungsvorrichtung'ist folgende : Ist der Transformator TR spannungslos, verbleibt der Kontakt 24 des Relais HR in der Ruhelage "a" (Fig. 2). Fliesst in der Wicklung des Trans- formators TR elektrischer Strom und ist der Widerstandsdraht des Heizelementes 12 der Abglüheinrichtung
Ul nicht unterbrochen, heben sich die magnetischen Einflüsse der einzelnen Wicklungen 21, 22 gegen- seitig auf, ohne auf den Anker 23 des Relais HR einzuwirken, weil beide Wicklungen 21,22 im ent- gegengesetzten Sinn zueinander angeschlossen sind. Letztere sind so gewählt, dass deren resultierende magnetische Wirkung auf den Anker 23 undsomitdenKontakt 24 des Relais während des normalen Betriebes ungefähr Null oder vernachlässigbar klein ist.
Wird der Bügel 13 des unbeweglichen Heizelementes 12 durch unerwünschte Ablenkung irgendeiner der im Kreis laufenden Nadeln 16 mechanisch beschädigt oder infolge Durchbrennens des schon abge- schwächten Widerstandsdrahtes unterbrochen, verkleinert sich der Strom in der Stromwicklung 21 desRelais oder setzt aus. Hiedurch wird der bisher ausgeglichene Zustand des Relais gestört und es beginnt bloss die Spannungswicklung 22 des Relais zu wirken, deren magnetisches Feld den Anker 23 anzieht und den Kontakt 24 aus der Ruhelage "a" in die Arbeitslage"b"umschaltet. Die Umschaltung des Kontaktes 24 wirkt gleichzeitig auf die Spule einer nicht dargestellten Nadelwächter- oder Fadenwächtereinrichtung ein, wodurch es zum Stillstand der. Maschine kommt.
Diese Einrichtung kann durch eine GlühlampenSignalisiereinrichtung ergänzt werden, welche die Bedienungsperson auf einen zu schwach oder zu stark glühenden Bügel 13 des Heizelementes 12 aufmerksam macht.
Das Relais HR kann auch als Schutz des Transformators TR in dem Falle dienen, wenn für den Bügel 1 13 oder 18 ein zu starker Widerstandsdraht oder ein ungeeignetes Widerstandsmaterial verwendet wird, was eine Zunahme des sekundären Stromes und eine Störung im Gleichgewichtszustand des Relais HR verursacht. Durch geeignete Wahl des gegenseitigen Verhältnisses zwischen der Windungsanzahl der Stromwicklung 21 und der Windungsanzahl der Spannungswicklung 22 des Relais HR kann eine Einschaltung des Relais und damit die Ausschaltung der Maschine erzielt werden, sobald der elektrische Strom im Transformator TR die zulässigen Maximalwerte erreicht.
Das Relais HR schaltet die Maschine auch in dem Fall aus, wenn zwischen dem Bügel 13 oder 18 des Heizelementes 12 oder 17 und der Klemme, die ihn festhält, ein vorübergehend erhöhter Widerstand durch Lockern der Klemme oder durch unzureichenden Kontakt und somit ein Temperaturrückgang des Heizelementes auftritt. In einem solchen Falle wird der durch das Heizelement fliessende elektrische Strom verkleinert und die Temperatur des Heizelementes soweit gesenkt, dass ein Abtrennen oder Schmelzen des Fadens unterbleibt. Durch geeignete Mittel und Wahl des gegenseitigen Verhältnisses zwischen der Windungsanzahl der Strom-und Spannungswicklung 21,22 des Relais HR kann dessen Einschaltung bei einer bestimmten, vorher festgesetzten Grenze des Minimalstromes und somit auch das Abstellen der Maschine erzielt werden.