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Ausführung einer Saugluftklappe für Rohrpostanlagen
Zum Verbinden zweier Fahrrohre, in denen sich unterschiedliche Drücke befinden, werden Klappen benutzt, die entweder durch eine Steuerung oder von der im Rohr sich bewegenden Rohrpostbüchse selbst betätigt werden.
Die bekannten Druck-oder Saugluftklappen sind in Gehäusen angeordnet, die in die Rohrleitung eingeschaltet werden. Es muss also eine feste Verbindung des Gehäuses mit den Enden der Rohrleitung hergestellt werden. Dies hat zum Nachteil, dass Reparaturen an den Druckluftklappen nur durch Öffnen des Gehäuses vorgenommen werden können, was je nach der Lage des Gehäuses mit entsprechenden Schwierigkeiten verbunden ist. Ausserdem muss während der Dauer der Reparatur die Rohrpostanlage ausser Betrieb gesetzt werden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, die Ausführung einer Saugluftklappe anzugeben, die diesen Nachteil nicht aufweist und insbesondere ein leichtes Entfernen der Klappeneinheit aus der Rohrpostanlage gestattet. Dadurch wird es möglich, eine reparaturbedürftige Saugluftklappeneinheit gegen eine betriebsfertige auszuwechseln. Die Unterbrechung des Rohrpostbetriebes beschränkt sich dann nur auf die Zeit, die für das Auswechseln erforderlich ist und beträgt nur wenige Minuten.
Die Erfindung bezieht sich grundsätzlich auf die Ausführung einer Saugluftklappe für Rohrpostanlagen zur Verbindung zweier Rohrleitungen mit verschiedenen Luftdrücken, die von der bewegten Büchse unmittelbar durch mechanische Hilfsmittel geöffnet wird, und sich selbsttätig, z. B. durch Federkraft, wieder schliesst. Die Erfindung besteht darin, dass die Klappe in einem seitlich zu öffnenden Gehäuse mit Vorrichtungen zum Verbinden des zuführenden und des abgehenden Rohres untergebracht und zu einer Einheit zusammengefasst ist, die in das seitlich zu öffnende Gehäuse eingesetzt ist und passgerecht mit den Rohrenden verbunden werden kann.
Zur Erläuterung der Erfindung dient die Zeichnung, in der perspektivisch ein in eine Rohrleitung eingebautes und geöffnetes Gehäuse mit der davorgesetzten und einschiebbaren Klappeneinheit gezeigt wird.
Das Gehäuse 1 ist mit Bunden oder Hülsen 2 und 3 versehen, die mit den Enden der Rohre 4 und 5 verbum- den sind. Das Gehäuse besitzt einen rechteckigen Querschnitt und ist nach vorn hin mit einem Flansch 6 versehen, auf den die Verschlussplatte 7 luftdicht aufgeschraubt werden kann. Die Klappeneinheit besitzt als tragendes Element eine Montageplatte 8, dessen Ebene senkrecht zur Rohrachse verläuft. Auf dieser Montageplatte sind sämtliche Elemente der Klappe befestigt. Das wesentlichste Merkmal dieser Elemente ist ein Rohrstutzen 9, der die Dichtungsfläche oder-flächen für die elastischen Klappenteil 10a und 10b trägt. Dieser Rohrstutzen durchdringt die Montageplatte, so dass sich auf deren Oberseite ein Bund 11 ergibt, der in eine Aussparung im Inneren des Bundes oder der Hülse 2 passgerecht eingesetzt werden kann.
Der Rohrstutzen 9 ist an seiner oberen Einführungsseite leicht trichterförmig ausgebildet, um ein leichtes Hineingleiten des Rohrpostbüchsenkopfes zu ermöglichen. Eine ähnliche trichterförmige Ausbildung befindet sich im Inneren des Bundes oder der Hülse 3, der das abgehende Rohr 5 aufnimmt. Die Dichtungsfläche des Rohrstutzens 9 kann zweckmässig satteldachartig ausgeführtsein und die Dichtungsklappenwerden in der Nähe der Montageplatte schwenkbar gelagert und so ausgeführt, dass sie sich in der Schneide der Dichtungsflächen berühren. Es ist aber auch eine andere entsprechende geeignete Klappenbauart an-
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wendbar. Zum Schliessen der Klappe dienen Federn 12, die konzentrisch zu den Schwenkachsen 13 ange- ordnet sind.
Die so gebildete Klappeneinheit kann leicht in das geöffnete Gehäuse 1 eingeführt werden. Der Bund 11 kommt mit der entsprechenden Aussparung im Inneren des Bandes oder der Hülse 2 in Eingriff, so dass die Lage der Klappeneinheit im Gehäuse festgelegt ist. Nunmehr wird die Platte 8 mittels Schrauben, die durch die Bohrungen 14 des Gehäuses in die vorbereiteten Gewinde 15 eingedreht werden, befestigt. Im Inneren des Gehäuses können noch elastische Klappenanschläge 16 vorgesehen sein, die das Öffnungsgeräusch vermindern. Auch kann das Gehäuse mit einem zusätzlichen Ventil zur Umluftregulierung versehen sein.
Nachdem die Klappeneinheit auf diese Weise im Gehäuse befestigt und durch den Deckel 7 die Öffnung des Gehäuses luftdicht verschlossen worden ist, ist die Klappe betriebsfertig.
PATENTANSPRÜCHE
1. Ausführung einer Saugluftklappe für Rohrpostanlagen zur Verbindung zweier Rohrpostleitungen mit verschiedenen Luftdrücken, die von der bewegten Büchse unmittelbar oder durch mechanische Hilfsmittel geöffnet wird und sich selbsttätig wieder schliesst, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappeneinheit in einem seitlich zu öffnenden und mit Bunden oder Hülsen (2,3) zur Aufnahme des zuführeaden (4) und des abgehenden Rohres (5) versehenen Gehäuse (1) untergebracht und passgerecht mit den Rohrenden verbunden ist.