<Desc/Clms Page number 1>
Vorrichtung zur Luftumwälzung, insbesondere in Trockenräumen für Ziegel u. dgl. Formlinge
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Luftumwälzung in Räumen, insbesondere Trockenräumen für Ziegel und sonstige Formlinge der Baustoff-. und keramischen Industrie, bei der die Raumluft, vorzugsweise zusammen mit trockener Zusatzwarmluft von einem Ventilator durch einen vertikalen Führungsschacht bewegt, durch einen Auslass des Schachtes im wesentlichen horizontal gerichtet in den Raum geblasen wird, in dem sich das Trocknungsgut befindet und in dem die Luft hochsteigt und oben vom Ventilator zur erneuten Umwälzung mit der Zusatzluft wieder in den Führungsschacht gesaugt wird.
Es ist bekannt, die Luft durch einen vertikalen, um die Achse eines Schachtes rotierenden Schlitz in den Raum austreten zu lassen (deutsche Patentschrift Nr. 969589) oder eine vertikal übereinander liegende Strahl-und Saugdüse für einen vertikal gebündelten Luftstrahl im Raum mit dem Trocknungsgut hin und her zu verschieben (deutsche Patentschrift Nr. 255668), um auf diese Weise eine kräftige Bewegung und Wirbelbildung der Luft und damit eine möglichst gleichmässige Verteilung über den ganzen Raum zu erzielen und die Entstehung toter Bereiche zu verhindern.
Erfindungsgemäss lässt sich eine intensive und gleichmässige Einwirkung auf das gesamte Trockengut auf vollkommenere Weise dadurch erzielen, dass die Höhenlage des im wesentlichen in horizontaler Ebene angeordnetenAuslasses mitHilfe eines den Auslass auf und ab bewegendenHubwerkes Im Raume veränderbar ist.
Dabei kann derAuslass maschinell nach einem vorgegebenen Weg-Zeit-Programm, z. B. kontinuierlich einmal etwa in 2 min, auf und ab gefahren werden.
Der Luftauslass erstreckt sich zweckmässig ringförmig über den Umfang des Schachtes.
Die Bündelung des austretenden Luftstromes in einer Horizontalebene hat insbesondere den Vorzug, dass sie, besser als die bekannte Bündelung in einer vertikalen Ebene, die Bildung von bevorzugten Verti- kalgas. sen verhindert. Ferner bestehtder wesentliche Vorteil, dass durch Wahl verschiedener Weg-Zeit-Programme für die Höhenverstellung der Luftstrahlung eine weitgehende Anpassung an die jeweils vorliegenden betrieblichen Verhältnisse möglich ist und erreicht werden kann, dass trotz des zunehmenden Feuchtigkeitsgrades der durch das Trockengut hochsteigenden Luft eine im wesentlichen gleichmässig schnelle Trocknung in allen Höhenlagen erreicht wird.
ZurHöhenverstellung der Luftstrahlung kann der Führungsschacht mit seinem am oberen oder unteren Ende angebrachten Auslass teleskop- oder balgartig verstellbar sein. Zweckmässig ist hiezu das den Auslass bildende Schachtende mit einem Hubwerk, z. B. einem Kettentrieb, verbunden und an einer zentralen Säule geführt.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Fig. l zeigt eine Vorrichtung zur Luftumwälzung nach der Erfindung in Seitenansicht, teilweise im Axialschnitt, Fig. 2 einen Querschnitt nach der Linie LI-TRI der Fig. l.
Die in der Zeichnung dargestellte Vorrichtung ist mit einem Luftumwälzschacht versehen, der im wesentlichen aus einem vertikalen, teleskopartig verstellbaren Rohr mit z. B. fünf ineinander verschiebbaren Ringen 1 - 5 besteht. Der oberste Ring 1 wird von einem Querhaupt 6 getragen, das durch Mantelschlitze 7 des Ringes hindurchgeht und durch Winkelstücke 8, welche die Schlitze abdecken, fest mit dem Ring 1 verbunden ist. Das Querhaupt 6 geht aussen in einen flachen Ring 6a über und wird von drei Ankern
<Desc/Clms Page number 2>
9 getragen, die fest an einer an ihrer Unterseite mit Rollen 10 versehenen Grundplatte 11 angeordnet sind.
Der unterste Teleskopring 5 ist durch vertikale Stege 5b fest mit einem Boden 12 in Form eines mit seiner Spitze nach oben gerichteten Leitkegels verbunden, dessen äusserer Rand 12a zur Bildung eines für den Luftaustritt dienenden Ringschlitzes 13 in einem der gewünschten grössten Breite dieses Ringschlitzes entsprechenden Abstand h unter dem Rand 5a des Ringes 5 angeordnet ist. Die wirksame Schlitzbreite h' kann durch Höhenverstellung eines Ringschiebers 14 verändert werden.
Die Teleskopringe 1 - 5 sind oben bzw. unten mit einem gegen den Nachbarring gerichteten Bund 15 bzw. 16 versehen, in denen an den Zylinderwandungen des Nachbarringes laufende Kugeln 17 gelagert sind.
Zur Führung der vertikalen Teleskopbewegung dient eine zentrale Führungssäule 18 in Form eines Standrohres, an dessen Aussenseite drei um 1200 gegeneinander versetzte Rollenpaare 19, 19 laufen, die in einem nabenartigen, aus zwei Ringen 20, 21 und drei stegförmigen Rollenlagern 22 gebildeten Führungskörper angebracht sind. Zur Höhenverstellung des Ringschlitzes 13 ist ein endloser Kettentrieb mit Kette 23 und Kettenrädern 24, 25 vorgesehen. Das am Teleskopring 5 bzw. dem mit ihm verbundenen Boden 12 angreifende Kettentrum verläuft in der Mitte des Standrohres 18 und ist mit einem Arm 26 verbunden, der vom Ring 20 durch einen Schlitz 27 in das Rohr 18 hineinragt.
Die Führungssäule 18 ist oben mit dem Steg eines U-förmigen Mittelstückes 6b des Querhauptes 6 verbunden, zwischen dessen Schenkelteilen mit Hilfe von Bolzen 28 od. dgl. ein Motor 29 mit Ventilator 30 leicht auswechselbar gehalten ist.
Die Führungssäule 18 dient gleichzeitig-als Träger für das obere Kettenrad 25. Das andere Ketten- trnm liegt ausserhalb derSäule 18 und geht durch eine Öffnung 31 imBoden 12 zum unteren Kettenrad 24, das von einem auf der Grundplatte 11 montierten Motor 39 derart angetrieben wird, dass der Ringschlitz 13 beispielsweise innerhalb etwa 2 min einmal aus der tiefsten in die höchste Stellung und wieder zurück in die tiefstestellung gefahren wird. Der Richtungswechsel der Bewegung kann dabei durch Endlagenschalter gesteuert werden, die vom untersten Teleskopring 5 bzw. dem Boden 12 getastet werden.
Die Warmluft durchstreicht, dem natürlichen Auftrieb folgend, die Gestelle mit dem Trockengut im Raum um den Schacht nach oben und kehrt unterhalb der Decke wieder zum Umwälzschacht zurück. In der Decke über dem Umwälzschacht befindet sich in herkömmlicher Weise ein Einströmstutzen mit Re- sulierklappe, dem über eineSammelleitungWarmluft zugeführt wird, so dass vom Ventilator des Umwälzschachtes gleichzeitig mit der umgewälzten Raumluft trockene Zusatzwarmluft angesaugt wird.
Im Rahmen derErfindung sind noch mancherlei Abänderungen und andere Ausführungen möglich. Die Höhenverstellung des Luftaustrittes kann auch dadurch erfolgen, dass ein verhältnismässig kurzer, den Ventilator umschliessender Führungsschacht zusammen mit dem Ventilator höhenverstellbar angeordnet ist. Dabei kann der Führungsschacht auf der Saugseite des Ventilators mit einer flexiblen Warmluftleitung verbunden sein.
Die Einstellung des Ringschlitzes wird man im allgemeinen gleichmässig und kontinuierlich durchführen. Man kann die Höheneinstellung aber auch so vornehmen, dass sie schrittweise entsprechend der Anzahl der Etagen in den Trockengutgestellen erfolgt, u. zw. so, dass während kurzer Verweilzeiten die Luft gerade in den freienLuftraum geblasen wird, der sich in jeder Etage unmittelbar über dem Trockengut befindet. Zur Anpassung an verschiedene Raum-und Beschickungsverhältnisse kann die Steuereinrichtung für das Wegzeitprogramm der Höhenverstellung nach Zahl, Grösse und Zeit der Bewegungsstufen : instellbar ausgebildet sein.
An Stelle eines Ringschlitzes können auch mehrere in verschiedenen Höhenlagen vorgesehen sein, von welchen nach einem bestimmten Zeitprogramm jeweils einer geöffnet wird.
Die Höhenverstellung kann, wie in den Ausführungsbeispielen gezeigt, durch ein Hubwerk mit Kette xier Seil erfolgen, es können aber auch beliebig andere Antriebe, z. B. ein hydraulischer oder pneumaischer Antrieb vorgesehen sein.
Der Schacht kann statt teleskop- auch balgartig ausgebildet sein, wobei nur die beiden Balgenden lus starren Abschlussgliedern bestehen, von denen eines den Einlass und das andere den Auslass bildet, während anStelle der übrigenSchachtteile ein Faltenbalg tritt, in welchem jede Falte durch einen Stahling versteift ist, der den nötigen Halt gegen den auftretenden Luftdruck gibt. Das Material für den Falenbalg kann aus Chromleder oder Kunststoff, z. B. Neoprene-Glasfasergespinst, das in einen Gummiiberzug eingelegt ist, bestehen.