<Desc/Clms Page number 1>
Doppel-Antennensteckdos e
Die Erfindung bezieht sich auf eine Doppel-Antennensteckdose für Gemeinschaftsantennenanlagen des Rundfunk-und Fernsehbetriebes.
Derartige Steckdosen dienen zum Anschluss von Rundfunk- und Fernsehempfängern an das von einer
Antenne kommende Kabel, die Stammleitung, mittels einer Steckschnur. Mit den bisher verwendeten
Antennensteckdosen konnten die Frequenzen der Bänder I - III übertragen werden. Jedoch ist es mit den bekannten Steckdosen nicht möglich, die jetzt hinzugekommenen Frequenzen der Bänder IV und V ohne zusätzliche Dämpfung an die Empfängeranschlussleitungen abzugeben. Dies scheiterte bei den bisher bekannten Gemeinschaftsantennenanlagen, insbesondere bei Anlagen mit einer grösseren Teilnehmerzahl, hauptsächlich daran, dass es nicht mehr gelang, mit den zur Zeit vorhandenen Verstärkern die bei den hohen Frequenzen der Bänder IV und V stark ansteigende Dämpfung auszugleichen.
Bekanntlich setzt sich die Dämpfung einer Gemeinschaftsantennenanlage mit einer mit Antennensteckdosen belasteten Stammleitung aus der Kabeldämpfung und der Belastungsdämpfung zusammen. Die Kabeldämpfung ist eine von der Konstruktion des Kabels und von der Art des verwendeten Materials abhängige Grösse und kann selbst bei Verwendung sehr hochwertigen Dielektrikums kaum noch verbessert werden.
Die Belastungsdämpfung einer Stammleitung jedoch ist abhängig von der Anzahl der angeschlossenen Steckdosen und in bezug auf eine einzelne Dose abhängig vom Verbraucherwiderstand. Mit diesem Verbraucherwiderstand wird die Stammleitung an der jeweiligen Anschlussstelle belastet. Bei Anwendung einer Doppel-Antennensteckdose verringert sich dieser Widerstand auf die Hälfte, so dass die Stammleitung die doppelte Belastungsdämpfung erfährt.
Die beiden Steckbuchsen der Antennensteckdose stellen nun kapazitive Blindwiderstände dar, die zu den Verbraucherwiderständen parallelgeschaltet zu denken sind. Mit zunehmender Frequenz verringert sich dieser kapazitive Widerstand, so dass die Belastungsdämpfung insbesondere für die Frequenzen der Bänder IV und V stark ansteigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unter grösstmöglicher Verringerung der Anzahl der erforderlichen elektrischen Bauteile und damit des erforderlichen Raumbedarfes in der Steckdose sowie der notwendigen Lötanschlüsse, die Entkopplung bereits innerhalb der Steckdose vorzunehmen und zugleich den vorerwähnten Anstieg der Belastungsdämpfung der Stammleitung für die höheren Frequenzen der Bänder IV und V zu verringern.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass beide Steckbuchsen über einen gemeinsamen Entkopplungswiderstand an die Stammleitung angeschlossen sind und in an sich bekannter Weise eine Drosselspule zwischen eine der beiden Steckbuchsen und dem Entkopplungswiderstand eingeschaltet ist. Dadurch wird einerseits der Vorteil erzielt, dass an Stelle der bisher erforderlichen zwei Entkopplungswiderstände, nämlich für jede Steckbuchse einen, für beide Steckbuchsen nur ein einziger gemeinsamer Entkopplungswiderstand benötigt wird.
Zum andern wird der Vorteil gewonnen, dass infolge entsprechender Bemessung der die Drosselspule bildenden Induktivität ein weiteres Absinken des Belastungswiderstandes bei den höheren Frequenzen der Bänder IV und V verhindert wird und die zwei Steckbuchsen durch diese
<Desc/Clms Page number 2>
Frequenzen keine zusätzliche Belastung mehr darstellen. Diese sich in elektrischer Hinsicht ergebenden
Vorteile werden erreicht unter Verwendung von nur zwei elektrischen Bauteilen, was eine wesentliche Material- und Raumersparnis mit sich bringt, die insbesondere bei Massenprodukten, wie die hier betrachteten Steckdosen, von Bedeutung ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine schaubildlich Darstellung der Doppel-Antennensteckdose nach der Erfindung, bei der der Abdeckkranz fortgelassen worden ist. Fig. 2 ein Schaltbild der Erfindung mit dem gemeinsamen Entkopplungswiderstand und der Drosselspule.
In Fig. 2 ist zur Erläuterung der Erfindung ein elektrisches Schaltbild der an die Stammleitung angeschlossenen Doppel-Antennensteckdose angegeben. Es stellt 1 die als Koaxialkabel ausgeführte Stammlei- tung der Gemeinschaftsantennenanlage dar. An den Innenleiter 2 sind an der Anschlussstelle der Steckdose die beiden Steckbuchsen 3 und 4 über den Entkopplungswiderstand 13 angeschlossen. Zwischen die Steckbuchse 4 und den Entkopplungswiderstand 13 ist die Drosselspule 7 eingeschaltet. Die Steckbuchsen 3 und 4weisen eine Kapazität gegen Masse auf, wie es durch die in Fig. 2 eingezeichneten Kapazitäten CB angedeutet ist. Diese beiden Kapazitäten stellen für die Stammleitung einen kapazitiven Belastungswiderstand dar, der bei ansteigenden Frequenzen immer kleiner wird.
In Fig. 1 ist die Doppel-Antennensteckdose nach der Erfindung schaubildlich dargestellt. Auf einer Grundplatte 8 sind die beiden Steckbuchsen 3 und 4 befestigt. Jede Steckbuchse weist einen äusseren Mantel 9 bzw. 10 und einen Anschluss für den Innenleiter des Koaxialsteckers der als Steckschnur ausgebildeten Empfängeranschlussleitung auf, der für die Steckbuchse 3 bei 11 sichtbar ist. Von den Anschlüssen ist jeweils ein. Leiter isoliert durch den Mantel nach aussen geführt. Der Anschluss für den Innenleiter der Stammleitung ist bei 12'zu erkennen.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, ist der Entkopplungswiderstand 13 an den Anschluss 12 der Stammleitung angelötet. Der Anschluss 11 der Steckbuchse 3 ist direkt mit dem andern Ende des Entkopplungswiderstandes 13 verbunden, der Anschluss der Steckbuchse 4 ist über die Drosselspule 7 an den Entkopplungswiderstand angeschlossen.
Die Induktivität der Drosselspule 7 ist derart bemessen, dass alle Frequenzen bis zu den Frequenzen des Bandes III über die Drosselspule 7 an die Steckbuchse 4 gelangen. Für die höheren Frequenzen der Bänder IV und V jedoch stellt die Drosselspule einen hohen Widerstand dar, so dass die Kapazität CB der Steckbuchse 4 für diese Frequenzen keine Verringerung des Belastungswiderstandes und damit keine Erhöhung der Belastungsdämpfung erzeugen kann.
Die Frequenzen der Bänder I, II und III oder des KLM-Bereiches und des Bandes II können daher wahlweise über beide Steckbuchsen abgenommen werden. Die Frequenzen der Bänder IV und V jedoch werden an der Steckbuchse 3 entnommen.