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Rahmengestell
Die Erfindung bezieht sich auf räumliche Rahmengestelle aus jeweils drei an den Gestellecken ver- bundenen Winkelstäben, die durch in die einzelnen Rahmen einzusetzende Wandplatten, insbesondere
Glasscheiben, zu kastenförmigen Behältern, vorzugsweise zu einem Aquarium oder Terrarium, ergänzt werden können. Die bekannten Rahmengestelle dieser Art bestehen meist aus Winkelstäben aus Holz oder Blech, von denen die drei jeweils in einer Ecke zusammenlaufenden Enden solcher Winkelstäbe miteinan- der durch Leimen, Löten, Schweissen oder auch durch Nägel, Schrauben oder Nieten miteinander verbun- den sind. Die Herstellung solcher Rahmengestelle in verkaufsfähiger Form ist durchwegs nur in Gewerbe- betrieben, und Werkstätten möglich und üblich.
Infolgedessen sind immer nur Rahmengestelle von be- stimmten Abmessungen und mit bestimmten Seitenlängenverhältnissen im Handel erhältlich. Davon ab- weichende Grössen und Abmessungen erfordern Sonderanfertigung in Fabriks- oder Handwerksbetrieben.
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aber doch sicher und dauerhaft miteinander zu verbindenden Einzelteilen besteht und von einem Inhaber eines Verkaufsgeschäftes oder auch vom Verbraucher selbst ohne spezielle handwerkliche Kenntnisse und Erfahrungen hergestellt werden kann, u. zw. in nahezu beliebigen Grössen und mit nahezu frei wählbaren Abmessungsverhältnissen.
Zu diesem Zweck besteht ein Rahmengestell der eingangs genannten Art erfindungsgemäss aus Winkelstäben aus schweiss- oder klebfähigem Kunststoff, die an ihren Enden eine absatzweise verringerte Wandstärke haben und von denen die in einer Ecke zusammenlaufenden Enden jeweils dreier Winkelstäbe mit einem Eckstück aus gleichem Werkstoff verbunden sind, dessen drei eine Ecke bildenden quadratischen Wände eine mit der Breite der Winkelstabschenkel übereinstimmende Seitenlänge und gleiche Dicke wie die Winkelstäbe zwischen ihren abgesetzten Enden haben, sowie an jeder freien Seite eine Verlängerung verringerter Dicke aufweisen, die das abgesetzte Ende eines Winkelstabes auf dessen volle Wandstärke ergänzt.
Aus zwölf Winkelstäben, von denen jeweils vier untereinander gleiche Länge haben müssen, sowie aus acht Eckstücken lässt sich jeweils ein Rahmengestell zusammenfügen, dessen Grösse und Abmessungsverhältnisse nur durch die gewählte Länge der einzelnen Winkelstäbe bestimmt ist. Die Verbindungen der in einer Ecke zusammenlaufenden Winkelstabenden mit den Eckstückes erfolgt einfach durch Aufeinanderlegen der in der Wandstärke verringerten Enden jeweils eines Stabes und zweier benachbarter Verlängerungen eines Eckstückes und Verschweissen oder Verkleben der aufeinanderliegenden Flächen.
Klebstoffe, die zum Verbinden von Kunststoffteilen geeignet sind, sind in grosser Auswahl auf dem Markt erhältlich. Es sind jedoch auch Kunststoffe bekannt, die in einem überall käuflichen Lösungsmittel, beispielsweise Toluol oder Benzol, löslich sind, so dass es möglich ist, durch Anlösen von Oberflächenteilen solcher Werkstücke, durch Aufstreichen eines geeigneten Lösungsmittels und Aufeinanderdrücken der angelösten Flächen diese miteinander zu verschmelzen.
Ein vornehmlich aus Kunststoff bestehendes Rahmengestell ist an sich bekannt. Jedoch bestehen die Längsstäbe und die Eckstücke dieses Rahmengestells aus weichem biegsamem Kunststoff, der die erforderliche Steifigkeit durch in Richtung der im Gebrauch auftretenden Belastungen eingelagerte Metallstäbe oder Rohrstücke erhält. Schon dadurch ist dieses Rahmengestell verhältnismässig schwer ; vor allem aber insbesondere wegen der komplizierten Form der Eckstückeinlagen teuer. Ausserdem sind die Teile des bekannten Rahmengestells dadurch miteinander verbunden, dass die Enden der Verstärkungsstäbe in die rohr-
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förmigen Verstärkungen der Eckstücke eingeschoben und in diesen mit Hilfe von in Querbohrungen gescho- benen Stiften gesichert sind.
Die Anfertigung genau passender Bohrungen ist aber für den Laien schwierig und auch das Durchtrennen metallischer Verstärkungseinlagen und Abtrennen der Kunststoffstäbe um die- se Einlagen herum ist nicht einfach. Ohne solche handwerkliche Massnahmen ist der Verbraucher aber inricht frei in der Wahl der Abmessungen des aus solchen Teilen zusammenzusetzenden Behälters.
In der Zeichnung sind ein der Erfindung entsprechendes Rahmengestell und die zu seinem Zusammen- bau erforderlichen Teile näher veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. 1 ein vollständiges Rahmengestell in
Ansicht, Fig. 2 das eine Ende eines Winkelstabes in Ansicht, Fig. 3a gleichfalls in Ansicht ein Eckstück von innen und Fig. 3b ein gleiches Eckstück von aussen gesehen, sowie Fig. 4 das Ende eines Winkelsta- bes und ein Eckstück vor dem Zusammenfügen von oben gesehen. Fig. 5 und 6 zeigen Einzelheiten.
Das Rahmengestell besteht aus vier untereinander gleichen und gleichlangen Winkelstäben 1, vier gleichfalls untereinander gleichen und gleichlangen Winkelstäben 2 und weiteren vier gleichen und un- tereinander gleichlangen Winkelstäben 3 sowie aus acht Eckstücken 4. Wie aus den Fig. 2 und 4 ersicht- lich, sind die Enden der Winkelstäbe 1, 2 und 3 an deren Innenseite stufenförmig auf etwa halbe Wand- stärke abgesetzt.
Wie die Fig. 3a, 3b und 4 erkennen lassen, bestehen die Eckstücke aus drei eine Ecke bildenden quadratischen Wänden 6, deren Seitenlänge gleich der Breite der Winkelstäbe ist und deren
Dicke mit der vollen Wandstärke der Winkelstäbe übereinstimmt. Jede freie Seite dieser quadratischen
Wände 6 ist mit einer Verlängerung versehen, deren Dicke an der Aussenseite stufenförmig um so viel ver- ringert ist, dass sie ein auf sie aufgelegtes Ende eines Winkelstabes auf dessen volle Wandstärke ergänzt.
Im gezeichneten Beispiel bilden je zwei Verlängerungen miteinander eine Kante, was die Herstellung er- leichtert, jedoch für den Zusammenbau eines haltbaren Rahmengestells keineswegs erforderlich ist.
Selbstverständlich können die Stufen auch an den Eckstücken innen und an den Winkelstäben aussen liegen, ohne dass die Festigkeit des Rahmengestells darunter leidet.
In dem gezeichneten Beispiel haben die Enden der Winkelstäbe und die Verlängerungen der Eck- stückwände die halbe Dicke der Winkelstäbe bzw. quadratischen Eckstückwände, jedoch können ohne Be- einträchtigung der Festigkeit des Rahmengestells diese Dickenabmessungen anders gewählt werden, wobei jedoch Voraussetzung- ist, dass sich die Verlängerungen an den Winkelstücken und die Enden der Winkel- stäbe auf die volle Wandstärke der Winkelstäbe ergänzen, falls Wert darauf gelegt wird, dass nicht nur die
Innen--sondern auch die Aussenflächen der Winkelstücke und Winkelstäbe jeweils in einer Ebene liegen,
Ist dies nicht der Fall, kann auf ein Absetzen der Winkelstabenden auf geringere Dicke verzichtet wer- den,
so dass die Winkelstäbe auf beliebige Länge zugeschnitten und mit ihren dann vollwandigen Enden auf Verlängerungen der Eckstücke aufgelegt werden. Dann können die Abmessungen des Rahmengestells völlig frei gewählt werden. Dann müssen aber die Eckstücke eine grössere Wandstärke haben, als die Winkelstäbe und die Verlängerungen ihrer Seiten müssen innen um die Dicke der Winkelstäbe abgesetzt sein, damit am fertigen Rahmengestell die Innenflächen von Winkelstäben und Eckstücken in einer Ebene liegen. An der Aussenseite des Gestells stehen dann die Eckstücke über die Aussenflächen der Winkelstäbe vor, wodurch das Rahmengestell ein weniger gefälliges Aussehen hat, als wenn Winkelstäbe und Ecken auch mit ihren Aussenflächen in gleichen Ebenen liegen.
Zur Herstellung von Rahmengestellen, deren Seitenlänge grösser ist als die gerade verfügbarer Winkelstäbe, lassen sich auch zwei oder mehr solcher Winkelstäbe in Längsrichtung aneinandersetzen, indem man sie stumpf aneinanderstösst und durch je ein einfaches Winkelstück miteinander verbindet, das die Enden verringerter Wandstärke zweier solcher Winkelstäbe überdeckt und auf volle Wandstärke ergänzt.
Eine derartige Verbindung ist in Fig. 5 der Zeichnung veranschaulicht, in der die zu verbindenden Winkelstäbe mit 1 und das Winkelstück mit 8 bezeichnet ist.
Gleiche Winkelstücke 8 sind auch verwendbar, um in ein Rahmengestell eingelegte Wandplatten 9 festzulegen. Zu diesem Zweck wird nach Einlegen einer Wandplatte an einer oder mehreren Stellen des Winkelstabes 1 ein Schenkel eines Winkelstückes 8 so auf den von der Platte 9 nicht bedeckten Schenkel eines Winkelstabes aufgeklebt, dass ein Schenkel des Winkelstückes 8 an der Platte anliegt. Dies ist in Fig. 6 veranschaulicht.
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