AT234098B - Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von 1,2-DichloräthanInfo
- Publication number
- AT234098B AT234098B AT800162A AT800162A AT234098B AT 234098 B AT234098 B AT 234098B AT 800162 A AT800162 A AT 800162A AT 800162 A AT800162 A AT 800162A AT 234098 B AT234098 B AT 234098B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- dichloroethane
- chlorine
- ethylene
- postreactor
- main reactor
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 11
- WSLDOOZREJYCGB-UHFFFAOYSA-N 1,2-Dichloroethane Chemical compound ClCCCl WSLDOOZREJYCGB-UHFFFAOYSA-N 0.000 title description 8
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 4
- ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N Chlorine atom Chemical compound [Cl] ZAMOUSCENKQFHK-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 28
- 239000000460 chlorine Substances 0.000 claims description 28
- 229910052801 chlorine Inorganic materials 0.000 claims description 28
- VGGSQFUCUMXWEO-UHFFFAOYSA-N Ethene Chemical compound C=C VGGSQFUCUMXWEO-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 22
- 239000005977 Ethylene Substances 0.000 claims description 22
- SCYULBFZEHDVBN-UHFFFAOYSA-N 1,1-Dichloroethane Chemical compound CC(Cl)Cl SCYULBFZEHDVBN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 20
- 238000006243 chemical reaction Methods 0.000 description 6
- 239000000969 carrier Substances 0.000 description 3
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 3
- 238000004821 distillation Methods 0.000 description 3
- QPFMBZIOSGYJDE-UHFFFAOYSA-N 1,1,2,2-tetrachloroethane Chemical compound ClC(Cl)C(Cl)Cl QPFMBZIOSGYJDE-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- OTMSDBZUPAUEDD-UHFFFAOYSA-N Ethane Chemical class CC OTMSDBZUPAUEDD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N Hydrochloric acid Chemical compound Cl VEXZGXHMUGYJMC-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000004508 fractional distillation Methods 0.000 description 2
- 229910000041 hydrogen chloride Inorganic materials 0.000 description 2
- IXCSERBJSXMMFS-UHFFFAOYSA-N hydrogen chloride Substances Cl.Cl IXCSERBJSXMMFS-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- FBAFATDZDUQKNH-UHFFFAOYSA-M iron chloride Chemical compound [Cl-].[Fe] FBAFATDZDUQKNH-UHFFFAOYSA-M 0.000 description 2
- 239000007788 liquid Substances 0.000 description 2
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 2
- 238000002360 preparation method Methods 0.000 description 2
- 239000011541 reaction mixture Substances 0.000 description 2
- UOCLXMDMGBRAIB-UHFFFAOYSA-N 1,1,1-trichloroethane Chemical compound CC(Cl)(Cl)Cl UOCLXMDMGBRAIB-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- BFOCJTLAHDGAOO-UHFFFAOYSA-N 1,1-dichloroethane ethene Chemical compound C=C.CC(Cl)Cl BFOCJTLAHDGAOO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- FAPDDOBMIUGHIN-UHFFFAOYSA-K antimony trichloride Chemical compound Cl[Sb](Cl)Cl FAPDDOBMIUGHIN-UHFFFAOYSA-K 0.000 description 1
- VMPVEPPRYRXYNP-UHFFFAOYSA-I antimony(5+);pentachloride Chemical compound Cl[Sb](Cl)(Cl)(Cl)Cl VMPVEPPRYRXYNP-UHFFFAOYSA-I 0.000 description 1
- DAMJCWMGELCIMI-UHFFFAOYSA-N benzyl n-(2-oxopyrrolidin-3-yl)carbamate Chemical compound C=1C=CC=CC=1COC(=O)NC1CCNC1=O DAMJCWMGELCIMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 239000006227 byproduct Substances 0.000 description 1
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 description 1
- 238000005660 chlorination reaction Methods 0.000 description 1
- 238000010924 continuous production Methods 0.000 description 1
- 230000002349 favourable effect Effects 0.000 description 1
- RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K iron trichloride Chemical compound Cl[Fe](Cl)Cl RBTARNINKXHZNM-UHFFFAOYSA-K 0.000 description 1
- 239000000047 product Substances 0.000 description 1
- 238000000746 purification Methods 0.000 description 1
- 239000002994 raw material Substances 0.000 description 1
- 238000003756 stirring Methods 0.000 description 1
- 238000006467 substitution reaction Methods 0.000 description 1
Landscapes
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Dichloräthan
Die vorliegende Erfindung betrifft ein technisch besonders günstiges Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Dichloräthan durch Umsetzen von 1 Mol Äthylen mit 1 Mol Chlor, wobei unter ganz bestimmten Be- dingungen gearbeitet wird.
Es ist bereits bekannt, dass man 1, 2-Dichloräthan erhält, wenn man 1 Mol Chlor mit 1 Mol Äthylen inDichloräthan in Gegenwart von Chlorüberträgern, wie Eisenchlorid und Antimonchlorid, umsetzt. Dieses Verfahren weist jedoch eine Reihe von Nachteilen auf. So setzt sich ein Teil des Äthylens im Reak- tionsgemisch nicht mit dem Chlor um und es entstehen durchden dadurch auftretenden Chlorüberschuss als
Nebenprodukte höherchlorierte Äthane. Aus diesem Grunde muss das Reaktionsgemisch in umständlicher
Weise, z. B. durch eine fraktionierte Destillation, zu 1, 2-Dichloräthan und höherchlorierten Äthanen aufgearbeitet werden (Ullmann, Enzyklopädie der techn. Chemie, 3. Aufl., Bd. 5 [1954], S. 421).
Es. wurde nun gefunden, dass man 1, 2-Dichloräthan in technisch günstiger Weise durch Umsetzen von Äthylen und Chlor im Molverhältnis 1 : 1 in flüssigem Dichloräthan in Gegenwart eines Chlorüberträgers erhält, wenn man in einem Hauptreaktor die Umsetzung unter Aufrechterhaltung eines Chlorüberschusses durchführt und das Reaktionsprodukt anschliessend durch einen Nachreaktor leitet, der von dem für die Dichloräthanherstellung verwendeten Äthylen durchströmt wird.
Nach dem erfindungsgemässen Verfahren wird also im Hauptreaktor mit einem kleinen Chlorüberschuss, im Nachreaktor jedoch mit einem sehr grossen Äthylenüberschuss gearbeitet. Unabhängig davon wird jedoch jeweils auf 1 Mol Äthylen nur 1 Mol Chlor eingesetzt.
Es ist als ausgesprochen überraschend zu bezeichnen, dass es erfindungsgemäss unter Aufrechterhaltung eines Molverhältnisses zwischen Äthylen und Chlor von 1 : 1 gelingt, die Bildung von höheren Chlorierungsprodukten praktisch vollkommen zu vermeiden. Das erfindungsgemäss erhältliche Reaktionsprodukt kann in den meisten Fällen unmittelbar ohne Reinigung weiter verwendet werden. Es ist keine fraktionierte Destillation erforderlich.
Das erfindungsgemässe Verfahren sei an Hand der Fig. 1 der Zeichnung erläutert. Im Hauptreaktor H befindet sich 1, 2-Dichloräthan, das eine geringe Menge Chlor enthält.
Über die Zuleitung C wird Chlor und über die Zuleitung A2 Äthylen dem Hauptreaktor zugeführt, wobei ein geringer Chlorüberschuss angewandt wird, der praktisch die restlose Umsetzung der gesamten Äthylenmenge bewirkt. Das gebildete Dichloräthan wird aus dem Hauptreaktor H über die Leitung A3 und die Pumpe P oben in den Nachreaktor N gepumpt. In den Nachreaktor N, der unter einem Druck von 0, 5 bis 10 atü steht, wird unten über die Leitung A1 Äthylen unter Druck eingeleitet. Nicht umgesetztes Äthylen verlässt den Nachreaktor N über die Leitung A2, in der es entspannt wird. Über die Leitung D und das Regelventil RV wird dem Nachreaktor N eine solche Menge Dichloräthan entnommen, dass sich im Nachreaktor N eine konstante Füllhöhe einstellt.
Dieses Dichloräthan wird einer Destillationsanlage zugeführt, in der es durch einfaches Übertreiben vom Katalysator befreit wird.
Das erfindungsgemässe Verfahren beruht darauf, dass, wie wir gefunden haben, Äthylen in Dichlor- äthan praktisch unlöslich ist (0, 221o bei 250C) und sich infolgedessen beim Einleiten äquimolarer Mengen Chlor und Äthylen nicht restlos umsetzt, sondern zum Teil gasförmig entweicht. Da Chlor in Dichlor- äthan eine wesentlich bessere Löslichkeit besitzt (185to bei 250C), wurde die fast restlose Umsetzung des
<Desc/Clms Page number 2>
Äthylens dadurch erreicht, dass in dem Dichloräthan ein Überschuss an Chlor aufrechterhalten wird.
Da dieses bei längererEinwirkungsdauer, insbesondere in Gegenwart von Licht und bei der höheren Temperatur in der anschliessenden Destillation das Dichloräthan durch Substitution in Tri-und Tetrachloräthan überführt, wird das in Dichloräthan gelöste Chlor in einem Nachreaktor durch Umsetzung mit einem gro- ssen Äthylenüberschuss durch Umwandlung in Dichloräthan entfernt. Hiezu wird erfindungsgemäss das für die Herstellung des Dichloräthans benötigte Äthylen benutzt, das, bevor es in den Hauptreaktor eintritt, durch den Nachreaktor geleitet wird. Gleichzeitig wird hiebei der Chlorwasserstoff ausgeblasen. z. B. bis auf einen Gehalt von < 0, 010/0. so dass die Rohware, die 98-99'%o Dichloräthan enthält, in dieser Form für
EMI2.1
Im allgemeinen ist es ausreichend, wenn man bei dem erfindungsgemässen Verfahren im Hauptreaktor einen Chlorüberschuss von 0, 1 bis 10 Molto, vorzugsweise 2-5 Mol-%, aufrechterhält. In den Hauptreaktor wird auf 1 Mol Chlor 1 Mol Äthylen eingeleitet, wobei bei der Dosierung zu berücksichtigen ist, dass letzteres vom Nachreaktor her eine kleine, dem Partialdruck des Dichloräthans entsprechende Menge Dichloräthandampf enthält. Vor dem Anfahren der Anlage ist es zweckmässig, im vorgelegten Dichlor- äthan im Hauptreaktor etwas Chlor aufzulösen.
Die Umsetzung kann in einem grösseren Temperaturbereich vorgenommen werden. Im allgemeinen arbeitet man zwischen-25 und +80 C, vorzugsweise zwischen +20 und +50 .
Als Chlorüberträger kommen alle bekannten Chlorüberträger in Frage. Vorzugsweise verwendet man Eisentrichlorid, Antimontrichlorid oder Antimonpentachlorid.
Beispiel l : In einer wie oben beschriebenen Anlage besitzt der Hauptreaktor H, der mit Rühr-
EMI2.2
Äthylen zugeführt. Dann werden 117, 0 Nm3/h Chlor und 117, 0 Nm3Jh Äthylen in der oben beschriebenen Weise durch die Leitungen C bzw. A2 eingeleitet, wobei die Temperatur im Hauptreaktor 20-40 C beträgt. Alle 10 h wird 0, 5-1 kg Eisenchlorid in den Hauptreaktor gegeben, dessen Dichte laufend auf d2 = 1,255-257 gehalten wird. Die Pumpe P, die von einer Standmessung gesteuert wird, fördert so viel Di- chloräthan in den Nachreaktor N, wie bei der Umsetzung entsteht. Aus dem Nachreaktor N fliesst das Dichloräthan durch die Leitung D über ein von derStandmessung des Nachreaktors gesteuertes Regelventil RV in die Destillationsblase. Es werden 500 kg/h Destillat (95, 40/0 d.
Th.) abgenommen, die über einen Kühler und erforderlichenfalls über einenätznatronturm, um Spuren Chlorwasserstoff zu entfernen, einem
EMI2.3
Anteile.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von 1,2-Dichloräthan durch Umsetzung von Äthylen und Chlor im Molverhältnis 1 : 1 in flüssigem Dichloräthan in Gegenwart eines Chlorüberträgers, dadurch gekennzeichnet, dass man in einem Hauptreaktor die Umsetzung unter Aufrechterhaltung eines Chlor- überschusses durchführt und das Reaktionsprodukt anschliessend durch einen Nachreaktor leitet, der von dem für die Dichloräthanherstellung verwendeten Äthylen durchströmt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren gemäss Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass man im Hauptreaktor einen Chlor- überschuss von 0, 1 bis 10 Mol-% aufrechterhält.3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Nachreaktor ein erhöhter Äthylendruck aufrechterhalten wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE234098X | 1961-10-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT234098B true AT234098B (de) | 1964-06-10 |
Family
ID=5889652
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT800162A AT234098B (de) | 1961-10-24 | 1962-10-10 | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT234098B (de) |
-
1962
- 1962-10-10 AT AT800162A patent/AT234098B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69007993T2 (de) | Verfahren zur Wiedergewinnung von Bromwasserstoffsäure und Methanol. | |
| AT234098B (de) | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan | |
| DE2263580A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alphachlorcarbonsaeurechloriden | |
| DE1261836B (de) | Verfahren zur Herstellung von Jodpentafluorid | |
| DE2542496A1 (de) | Verfahren zur herstellung von perfluoralkyljodidtelomeren | |
| DE2253720A1 (de) | Verfahren zur herstellung von dichloraethan | |
| DE1157592B (de) | Verfahren zur Herstellung von 1, 2-Dichloraethan | |
| DE2538158A1 (de) | Verfahren zur herstellung von monochlorbenzoylchlorid | |
| DE2828259C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylisocyanat | |
| DE2632565A1 (de) | Umsetzung aromatischer verbindungen mit chlor | |
| DE2840924A1 (de) | Verfahren zur herstellung von benzoylhalogenid und halosulfonylbenzoylhalogenid | |
| EP0022185B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Chloracetylchlorid | |
| DE2258747C2 (de) | Verfahren zur Herstellung von 2,4-Dichlortoluol | |
| DE219242C (de) | ||
| DE2719021A1 (de) | Verfahren zur herstellung von 1,1,1-trifluor-2-chloraethan | |
| DE2549435A1 (de) | Verfahren zur herstellung von thianthren | |
| EP0087558A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 4.5-Dichlor-1.2-dithiacyclopentenon-(3) | |
| AT353811B (de) | Verfahren zur herstellung von chlorcyan | |
| DE2910675A1 (de) | Verfahren zur kontinuierlichen herstellung von propylenchlorhydrinen | |
| AT241471B (de) | Verfahren zur Herstellung von neuen, hochchlorierten S-heterocyclischen Verbindungen | |
| AT210399B (de) | Verfahren zur Herstellung von Methylenchlorid | |
| DE2146254A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von 3-Chlor-2-cyanpropen und 1,3-Dichlor-2-cyanpropen | |
| DE1593181A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Aroylhalogeniden | |
| DE2441149B2 (de) | Verfahren zur herstellung von dimethylzinndichlorid | |
| CH335070A (de) | Verfahren zur Herstellung von Cyanursäure aus Harnstoff |