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Holzimprägniermittel
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a.,Auftragen spritzt und vom Holz abfliesst, statt von demselben aufgesaugt zu werden. Auf Grund der Anwesenheit der festen Salze hat es sich auch als unmöglich erwiesen, die Paste, selbst wenn sie mit Wasser verdünnt ist, mittels Spritzaggregat aufzubringen. Ein weiterer Nachteil bekannter pulverförmiger Gemische fester Imprägniersalze ist die Schwierigkeit, eine gleichmässige Verteilung der Bestandteile in der inhomogenen Paste zu erreichen, wodurch die bezweckte Fixierung im Holz erschwert oder unmöglich wird.
Nach einem andern bekannten Imprägnierverfahren, das ebenfalls auf einer Diffusion der Imprägniersalze beruht, wird das Imprägniermittel in Form von festen Patronen in Bohrungen eingeführt, die in das zu imprägnierende Holz, z. B. Schwellen oder Pfähle, gebohrt sind, und diffundiert von den Bohrungen in das Holz hinein. Die Verwendung fester Patronen ist unvorteilhaft und zeitraubend, da die festen Salze zu Patronen von gewünschtem Durchmesser gepresst werden müssen und diese beim Transport und Lagern leicht zerbrechen.
Bei Einführung der Patronen in die Bohrungen entsteht ein verhältnismässig grosser Ausfall und ferner dringen die die Bohrungen oft unzureichend ausfüllenden Patronen bzw. die zertrümmerten Bruchstücke der Patronen lediglich in unzureichendem Umfange oder mit grossem Zeitaufwand in das Holz ein, da nur diejenigen Teile der Patronen, die mit dem Holz in Berührung sind, die Möglichkeit zum Diffundieren haben. Da die Diffusionsgeschwindigkeit von der Feuchtigkeit des Holzes abhängt, kann es sogar vorkommen, dass die Salze der Patronen überhaupt nicht in das Holz hineindiffundieren. In diesem Fall, der insbesondere bei der Nachbehandlung von Schwellen eintritt, verhindern die nicht gelösten Patronen das nach einer solchen Imprägnierung immer erfolgende Zustopfen der Bohrungen.
Trotz zahlreicher Bestrebungen ist somit bisher kein in konzentrierter Form vorliegendes Holzimprägniermittel gefunden worden, dass die Wünsche in bezug auf leichte Handhabung und Auftragung, gute Deckkraft, Lagerungsbeständigkeit und Löslichkeit in Wasser in hoher Konzentration erfüllt.
Ein Beispiel für ein bekanntes diffundierend und fixierend wirkendes Holzimprägniermittel ist ein
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etwa 50% ig, d. h. von einer Konzentration, die unter Umständen nicht ausreichend ist, eine wirksame Schutzwirkung durch Diffusionsimprägnierung zu erreichen, so dass das feste Präparat, um eine wirksame Imprägnierung herbeizuführen, mit Wasser zu einer Aufschlämmung oder Suspension von festen Salzen mit den diesbezüglichen Nachteilen verrührt werden iuuss.
Es hat sich nun überraschenderweise gezeigt, dass man, wenn man gemäss der Erfindung einem Mittel von annähernd der angeführten Zusammensetzung Borverbindungen einer abgemessenen Menge einverleibt, eine feste Salzmischung mit ausgezeichneten Holzimprägniereigenschaften erhält, die bei Verdünnung mit nur so wenig wie etwa 5% Wasser eine zähflüssige, klare Lösung ergibt, die mit Wasser in beliebigen Verhältnissen mischbar ist.
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Asp 5100%.
Bei Verdünnung dieses festen Salzgemisches mit Wasser in einer solchen Menge, dass der gespan-le Wassergehalt des Gemisches einschliesslich des Kristallwassers etwa 30 Gel.-% beträgt, erhält man eine gelbbraune, klare, sirupartige Flüssigkeit mit einer Viskosität von etwa 9000 cP bei 25 C. Bereits durch Zugabe einer geringen weiteren Wassermenge, entsprechend einer Erhöhung des gesamten Wassergehaltes
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auf etwa 4000 cP, bei 250C gemessen.
Durch eine nur geringfügige Verdünnung des Mittels hat man somit die Möglichkeit, die Viskosität innerhalb weiter Grenzen zu variieren und dieselbe auf eine für das jeweilige Auftragungsverfahren gewünschte Konsistenz einzustellen, und trotzdem steht immer noch ein
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flüssiges Holzimprägniermittel einer zur Diffusionsimprägnierung gewünschten hohen Konzentration zur Verfügung. Auf Grund der Tatsache, dass das Imprägniermittel trotz seiner hohen Konzentration - etwa 90-95% feste Salze-in Form einer Lösung ohne irgendwelche aufgeschlämmt feste Teilchen vorliegt, lässt es sich ausserordentlich leicht auf das zu imprägnierende Holz aufbringen.
Besonders gut geeignet ist eine Auftragung mittels Spritzaggregate, aber auch eine Auftragung mit einem Pinsel oder-wie sich praktisch als günstig erwiesen hat-mittels einer langgestielten, kurzfaserigen Bürste oder Rolle (z. B. beim Imprägnieren von Schwellen) hat sich als sehr leicht durchführbar erwiesen. Beim Auftragen mit Spritzpistole entsteht keine Gefahr des Verstopfens der Düse.
Da die konzentrierte Lösung keine Feststoffe enthält, kann sie rasch in das Holz eindringen, auch wenn der Feuchtigkeitsgehalt desselben zu niedrig ist, um eine eigentliche Diffusion zu erlauben. Es besteht somit keine Gefahr, dass die Paste auf der Oberfläche des trockenen Holzes zurückbleibt und später vom Regen abgespült wird.
Es kann hier erwähnt werden, dass bereits Holzschutzmittel bekannt sind, die Verbindungen von Arsen, Chrom und Bor enthalten (deutsche Auslegeschrift Nr. 1076351). Diese Mittel unterscheiden sich jedoch vom Holzschutzmittel gemäss der Erfindung hinsichtlich der Gehalte an den Verbindungen von Arsen, Chrom und Bor. Bei diesen bekannten Mitteln ist Bedingung, dass der Chromgehalt bei Anwesenheit von Arsensäure so weit erhöht werden muss, dass für jedes Arsenation 1 Grammatom Cr im Überschuss vorliegt, d. h. als Überschuss über diejenige Menge hinaus vorliegt, die einer Menge von 1 Grammatom Cr auf 1, 2 bis 2,5 Grammatome B entspricht.
Ein Vergleich mit dem Mittel gemäss der Erfindung zeigt, dass in diesem selbst beim höchsten Chromgehalt (24% Cru J und den niedrigsten Gehalten an Arsen und Bor (23% As0und8%B0) nur mehr 0, 25 - 0, 75 Grammatome Cr pro Grammatom As vorliegen können. Ferner ist aber noch festzuhalten, dass bei den erörterten, zum Stande der Technik gehörenden Mitteln die Borkomponente fixierend wirkt und Chrom anwesend sein muss, um die Fixierung zu gewährleisten. Gemäss der Erfindung ist es hingegen wesentlich, dass Bor als diffundierend wirkende Komponente dient.
Schliesslich ist noch festzuhalten, dass ein weiterer Vorteil des Imprägniermittels gemäss der Erfindung darin besteht, dass es in Form einer hochkonzentrierten Lösung vorliegen kann, die lediglich mit Wasser auf die erforderliche Gebrauchskonzentration verdünnt zu werden braucht, wogegen von den bekannten Mitteln nur Mischungen, nicht aber Lösungen von höherer Konzentration erhalten werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
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