AT233716B - Maschensicheres Gestricke sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung - Google Patents

Maschensicheres Gestricke sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung

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Ida Schwetz
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Ida Schwetz
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Description


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  Maschensicheres Gestricke sowie Verfahren und Vorrichtung zu dessen Herstellung 
Bei dem den Gegenstand der Erfindung bildenden, aus einem Oberfaden und einem Unterfaden bestehenden maschensicheren Gestricke liegt in jeder zweiten Maschenreihe jeweils einer   de : Seitenstege   in den einzelnen Maschen vor und der andere Seitensteg hinter dem   Quersteg der in Stäbchenrichtung   folgenden Masche. 



   Ein   bereits bekanntgewordenes Gestricke lässt glatte (rechte)   und verkehrte (linke) Maschen erkennen, wobei die Seitenstege der glatten Maschen an beiden Enden von vorne nach hinten durch die Maschenebene treten, wogegen die Seitenstege der verkehrten Maschen an beiden Enden von hinten nach vorne durch die Maschenebene führen. Ein solches Gestricke hat jedoch den Nachteil, dass es mit einem fortlaufenden Faden nur in einer Richtung hergestellt werden kann. Überdies ist dieses Gestricke nur in einer Richtung laufmaschensicher. Es wirkt gerippt und kann daher für moderne Strumpfware nicht verwendet werden. Die gleichen Nachteile weisen Gestricke mit teilweise vorgesehenen Maschen mit gekreuzten Seitenstegen auf. 



   Ein weiteres bekanntes, mittels   Stoss-und   Zugplatinen hergestelltes Gestricke besitzt abwechselnd rechte und linke Maschen, wovon die sich in eine Richtung erstreckenden Schlingen zwar nicht abgleiten können und am nächsten Faden hängenbleiben, wogegen die in die entgegengesetzte Richtung weisenden Schlingen ungehindert abgleiten können, so dass die Bildung von Laufmaschen bei einem solchen Gestricke nicht verhindert ist. 



   Die bisher aufgetretenen Mängel dieser bekannten Gestricke werden bei dem erfindungsgemässen maschensicheren Gestricke dadurch vermieden, dass jeweils die gleichen (rechten bzw. linken) Seitenstege aller Maschen jeder zweiten Reihe vor bzw. hinter den Querstegen der Maschen der folgenden Reihe liegen. 
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 kann nicht aus der ihr vorangehenden Masche gleiten, da ja ihr Faden an dem Faden der nachfolgenden Masche gehalten ist. 



   Die Erfindung hat ferner ein Verfahren zur Herstellung des maschensicheren Gestrickes zum Gegenstand, bei welchem die in Stäbchenrichtung hintereinanderliegenden Maschen jeweils zweier aufeinanderfolgender Maschenreihen zusammen mittels zweier Fäden gebildet werden, indem der eine zur Bildung der Maschen der ersten Maschenreihe vorgesehene Faden der Reihe nach durch jede Masche der letzten fertigen Maschenreihe des Gestrickes zweimal hintereinander unter Schlingenbildung eingeführt wird, wobei jedesmal durch die so gebildete Schlinge der zur Bildung der Maschen der zweiten Maschenreihe vorgesehene andere Faden mit seinem Vorrat (Spule) hindurchgeführt und sodann der erstgenannte Faden unter Bildung einer halben Umschlingung der beiden Fäden wieder hochgezogen wird, während der andere Faden an der Stelle des sich nachher ergebenden Quersteges festgehalten wird,

   wodurch die hintereinanderliegenden Maschen der beiden Reihen entstehen. 



   Weitere Erfindungsmerkmale erstrecken sich auf   einevorrichtung zur Durchführung   des oben gekennzeichneten Verfahrens, an welcher ähnlich wie bei einer Nähmaschine zur FUhrung des für die Maschen der ersten Maschenreihe vorgesehenen Fadens eine an einer heb-und senkbaren Nadelstange befestigte Ösennadel und des für die Maschen der zweiten Maschenreihe bestimmten andern Fadens ein entsprechend 

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 gelagertes Rundschiffchen mit Fadenspule vorgesehen ist, und ausserdem Halterungen für die Maschenrei- hen vorgesehen sind. 



   In der Zeichnung sind das erfindungsgemässe Gestricke sowie die wesentlichen Verfahrensschritte zu seiner Herstellung dargestellt, ohne dass die Erfindung darauf beschränkt sein soll. 



     Fig. 1 zeigt einen vergrösserten Ausschnitt   aus der   erfindungsgemässen Warenbahn. Fig. 2   zeigt die am eigentlichen Herstellungsvorgang der Warenbahn unmittelbar teilnehmenden Maschinenteile, Fig. 3,4 und
5 zeigen einzelne Schritte während der Maschenbildung. 



   Wie aus Fig.   l   zu erkennen ist, liegen bei dem Gestricke in jeder zweiten, durch den Oberfaden 1 gebildeten Maschenreihe die rechten Seitenstege aller Maschen vor den Querstegen der Maschen der fol- genden, durch den Unterfaden 2 gebildeten Maschenreihe. Die linken Seitenstege der erstgenannten Ma-   schenreihe   verlaufen unterhalb der Querstege der zweitgenannten Maschenreihe. 



   Reisst   z. B.   die Masche des Unterfadens 2 an Stelle 3, so gleiten zwangsläufig die beidenFadenenden durch die darunter liegende, durch den Oberfaden 1 gebildete Masche. Diese Masche wird somit ihres Haltes beraubt und fällt herunter. Es gelingt ihr jedoch wegen der erfindungsgemässen halben Urnschlin- gung nicht, aus der darunterliegenden, vom Unterfaden gebildeten Masche herauszugleiten, was das weitere Fallen der Maschen verhindert. 



   Fig. 2 zeigt die unmittelbar an der Herstellung der Ware beteiligten Maschinenteile. An der heb-und   senkbaren Nadelstange 4   ist in bekannter Art dieösennadel 5 zur Führung des Oberfadens 1 befestigt.   Un-   terhalb der Nadel 5 ist die Spule 6 für den Unterfaden 2 angeordnet. Das Schiffchen, das die Spule in der   z. B.   bei Nähmaschinen bekannten Art umschliesst, ist wegen der Übersichtlichkeit der Zeichnungweggelassen. Die Spannungswalze 7 ist mit Stiften 8 ausgestattet, deren Abstand auf dem Umfang der Walze 7 gleich der Maschenlänge ist. Der Stiftabstand in der Richtung der Längsachse der Walze 7 entspricht der gewünschten Maschenbreite. Parallel zur Walze 7 in entsprechendem Abstand von ihr sind konzentrisch zwei Hakenkämme 9 und 10 um die Achse 11 drehbar angeordnet.

   Der Abstand zwischen derobe-   renStiftreihe   derWalze7 und denHaken des Kammes 9 beträgt eine Maschenlänge. Die Haken des Kammes 9 und des Kammes 10 sind so angeordnet, dass zwischen je zwei Stiften der Walze 7 je ein Haken des Kammes 9 und des Kammes 10 liegt. Die beiden Kämme 9 und 10 sind gegeneinander um einen einstellbaren Winkel   et   versetzt. Zur Verschiebung des Unterfadens dient der Greifer 12. 



   Zu Beginn   der Warenfertigung   wird der Unterfaden 2 zwischen den Stiften 8 der Walze 7 und denHaken des oberen Kammes 9 gespannt. Wird die Maschine in Betrieb genommen, so senkt sich die Nadel 5 mit dem Faden 1 in die gespannte Masche. Das Rundschiffchen schwingt um die Drehachse der Spule 6 um einen vorher bestimmten Winkel und zieht dabei den Oberfaden 1 in bekannter Art und Weise über die Spule 6 des Unterfadens 2, worauf sich die Nadel 5 wieder hebt. Da das eine Ende des Oberfadens 1 bereits im Maschenverband verankert ist und die Umfangsgeschwindigkeit des Schiffchens grösser ist als die Geschwindigkeit der Nadel, die ja im Augenblick der Bewegungsumkehr stillsteht, wird von der nicht dargestellten Oberfadenvorratsspule Faden abgezogen, der die Schlaufe bildet.

   Ist der Faden 1 hochgezo-   gen, so stösst   ein unter der Nadel angeordneter Greifer 12 den Faden 2 über den Haken 13 des Kammes 10 (Fig. 3). Nun senkt sich die Nadel 5 nochmals in die gleiche Masche. Das Schiffchen zieht den Oberfaden 1 wieder über den Unterfaden 2, worauf sich die Nadel hebt (Fig. 4). Damit ist eine Verbindung der in Stächenrichtung aufeinanderfolgenden Maschen der beiden gleichzeitig gebildeten Maschenreihen hergestellt, wie dies Fig. 5 zeigt. Kämme und Walze rücken nun um eine Maschenbreite weiter, worauf sich der bereits beschriebene. Vorgang wiederholt. 



   Aus der Darstellung und Beschreibung ist ersichtlich, dass jeweils gleichzeitig zwei in der Längsrichtung der Warenbahn hintereinanderliegende Maschen gefertigt werden. Ist eine Doppelreihe hergestellt, so dreht sich der obereHakenkamm9 um die Achse 11 und rückt an die Stelle des Kammes 10. Dabeilösen sich die Maschen vom Kamm 9. Der Kamm 10 steigt in die frühere Lage des Kammes 9 hoch und gleichzeitig zieht die Walze 7 die Warenbahn nach. Der eingangs beschriebene Zustand ist wieder erreicht und der Fertigungsvorgang beginnt in der beschriebenen Art aufs neue. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Maschensicheres Gestricke, bei welchem in jeder zweiten Maschenreihe jeweils einer der Seitenstege in den einzelnen Maschen vor und der andere Seitensteg hinter dem Quersteg der in der Stäbchenrichtung folgenden Masche liegt, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils die gleichen (rechten bzw. linken) Seitenstege aller Maschen jeder zweiten Reihe vor bzw. hinter den Querstegen der Maschen der folgenden Reihe liegen. <Desc/Clms Page number 3>
    2. Verfahren zur Herstellung des maschensicheren Gestrickes nach Anspruch l, dadurch gekennzeich- net, dass die in Stäbchenrichtung hintereinanderliegenden Maschen jeweils zweier aufeinanderfolgender Maschenreihen zusammen mittels zweier Fäden (1, 2) gebildet werden, indem der eine zur Bildung der Maschen der ersten Maschenreihe vorgesehene Faden (1) der Reihe nach durch jede Masche der letzten fertigen Maschenreihe des Gestrickes zweimal hintereinander unter Schlingenbildung eingeführt wird, wobei jedesmal durch die so gebildete Schlinge der zur Bildung der Maschen der zweiten Maschenreihe vorgesehene andere Faden (2) mit seinem Vorrat (Spule) hindurchgeführt und sodann der erstgenannte Faden (l) unterBildung einer halben Umschlingung der beidenFäden wieder hochgezogen wird.
    während der andereFaden (2) anderStelledessichnabhherergebendenQuerstegesfestgehaltenwird. wodurchdie bin- tereinanderliegenden Maschen der beiden Reihen entstehen.- 3. Vorrichtung zurDurchfUhrung desVerfahrens nachAnspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass ähn- lich einer Nähmaschine zur Führung des für die Maschen der ersten Maschenreihe vorgesehenen Fadens (1) eine an einer heb-und senkbaren Nadelstange befestigte Ösennadel (5) und des für die Maschen der zweiten Maschenreihe bestimmten andern Fadens (2) ein entsprechend gelagertes Rundschiffchen mit Fa- denspule (6) vorgesehen ist. und dass ausserdem Halterungen (8, 13) für die Maschenreihen vorgesehen sind.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass für die ausgespannte Halterungder letzten fertigenMaschenreihe derStrickware eine mit Stiften (8) ausgestattete Spannungswalze (7) einer- . seits und ein ersterschwenkbar gelagerter Hakenkamm (9) anderseits vorgesehen sind, wobei die drehbare Spannungswalze (7) mehrere Stiftreihen für den Weitertransport der fertigen Strickware aufweist, und dass ein zweiter konzentrisch zu dem ersten schwenkbarenHakenkamm (10) zum Halten der neu gebildeten Maschen angeordnet ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen maschinell gesteuerten, gegen den einen Hakenkamm (10) vorschiebbaren Greifer (12) zum periodischen Einhängen des Fadens (2) für die Maschen der zweiten Reihe in die Haken des zweiten Hakenkammes (10).
    6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannungswalze (7) und die Hakenkämme (9,10) gemeinsam in Richtung der Maschenreihen der Strickware verschiebbar und nach Bildung der einzelnen Maschen schrittweise weiterschaltbar gelagert sind.
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