AT232983B - Verfahren zur Herstellung von Propionitril - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Propionitril

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  Verfahren zur Herstellung von Propionitril 
Es ist bekannt, Propionitril durch katalytische Hydrierung von Acrylsäurenitril unter Druck herzustel- len. Als Katalysator werden dabei metallisches Kupfer oder Raney-Nickel verwendet. Die katalytische
Wirksamkeit dieser Metalle lässt jedoch verhältnismässig rasch nach ; auch wurde bei deren Anwendung, verursacht durch weitere Hydrierung der Nitrilgruppe, eine anfängliche Bildung von Aminen beobachtet. 



   Zur Vermeidung dieser Nachteile ist ein Verfahren bekanntgeworden, bei dem Katalysatoren ver- wendet werden, die als wirksame Bestandteile Sulfide der Metalle der 6. und 8. Nebengruppe des periodi- schen Systems enthalten. 



   Die Reaktion verläuft unter hoher Wärmeentwicklung. Für die technische Durchführung des Verfahrens ist die Abführung der beträchtlichen Reaktionswärme besonders deshalb von grosser Bedeutung, weil das
Acrylsäurenitril bei hohen Temperaturen in verstärktem Masse zur Polymerisation neigt, wodurch der Hy- drierungsprozess vorzeitig zum Erliegen kommt. Es ist bekannt, diese Schwierigkeiten dadurch zu überwinden, dass man dem zu hydrierenden   Acrylsäurenitril   eine geringe Menge eines Stabilisators, beispielsweise Hydrochinon, zusetzt und die Reaktion in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vornimmt, die unter den Reaktionsbedingungen nicht verändert werden, wie beispielsweise gesättigte aliphatische oder cycloaliphatische Kohlenwasserstoffe oder Alkohole.

   Durch das Arbeiten in Gegenwart dieser Verdünnungsmittel wird einerseits die Abführung der Reaktionswärme erleichtert und zum andern die Stabilisierung des Acrylsäurenitrils, d. h. die Unterdrückung der Polymerisationsreaktionen, unterstützt. Der Zusatz der bisher bekannten Verdünnungsmittel hat jedoch den Nachteil, dass das entstandene Propionitril vor seiner Weiterverwendung in bekannter Weise, zweckmässig mit Hilfe einer rektifizierenden Destillation, vom Verdünnungsmittel abgetrennt werden muss. 



   Es wurde nun gefunden, dass die katalytische Hydrierung von Acrylsäurenitril unmittelbar zu einem reinen Propionitril führt und eine Abtrennung des Verdünnungsmittels vor dessen Weiterverarbeitung entfällt, wenn man als Verdünnungsmittel Propionitril verwendet. Da das Acrylsäurenitril sich praktisch quantitativ zu Propionitril umsetzt, wird nach dem erfindungsgemässen Verfahren ein Produkt erhalten, das ohne weitere Aufarbeitung verwendet werden kann. Zweckmässigerweise wird ein Teil des bei der Reaktion entstandenen Propionitrils unmittelbar wieder als Verdünnungsmittel eingesetzt. 



     Beispiel l :   Durch ein senkrecht   stehendes Hochdruckrohr werden über 1 Vol. -Teil   eines stückigen Katalysators der Zusammensetzung   2NiS. WSz   bei 250 at Druck und einer Katalysatorraumtemperatur von   130bisl50 C/h 5000-' ? 500 Vol.-Teile   komprimierter Wasserstoff (drucklos gemessen) und 0,5   Vol.-Tei-   le eines Gemisches geleitet, das aus 65   Vol.-%   Propionitril und 35   Vol.-%   mit Hydrochinon stabilisiertem Acrylsäurenitril besteht. Die Reaktionsgase werden auf   200C   abgekühlt, wobei sich das gebildete und das eingesetzte Propionitril in flüssiger Form abscheiden. Der überschüssige Wasserstoff wird dem Prozess wieder zugeführt.

   Das auf diese Weise unmittelbar erhaltene flüssige Propionitril besitzt eine Reinheit von 98 bis 99% und kann ohne weitere Aufarbeitung verwendet werden. Ein Teil davon wird als Verdünnungsmittel in den Prozess zurückgeführt. 



   Beispiel 2 : Unter den gleichen Reaktionsbedingungen wie in Beispiel 1 wird ein Gemisch aus   50 Vol.-%   Propionitril und   50 Vol. -%   mit Hydrochinon stabilisiertem Acrylsäurenitril kontinuierlich hydriert. Das erhaltene flüssige Propionitril besitzt eine Reinheit von 96 bis 98% und kann ohne weitere Aufarbeitung verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Propionitril durch katalytische Hydrierung von Acrylsäurenitril unter Druck in Gegenwart von Verdünnungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, dass als Verdünnungsmittel Propionitril verwendet wird.
AT798861A 1961-09-09 1961-10-23 Verfahren zur Herstellung von Propionitril AT232983B (de)

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