AT232910B - Kammerwand für Gußkästen - Google Patents
Kammerwand für GußkästenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Kammerwand für Gusskästen Die Erfindung bezieht sich auf eine Kammerwand für Gusskästen in Gipsform- und Giessmaschinen zur Herstellung von masshaltigen Gipsplatten hoher Oberflächengüte und hoher Masshaltigkeit, die stehend in der Formmaschine gegossen und aus ihr unter Druck ausgestossen werden. Ein bekannter Vorschlag sieht vor für die Wände des zerlegbaren Giesskastens Glas oder ein glasähnli- ches Material vorzusehen. Als wesentlich muss jedoch in diesem Falle betrachtet werden, dass es sich dabei um einen zerlegba- ren Giesskasten bzw. um eine zerlegbare Giessform handelt, aus der der gegossene Körper drucklos entnom- men werden kann. Beim Gegenstand dieses Vorschlages handelt es sich also um eine Giessform, aus der der gegossene Körper erst dann genommen wird, wenn die Form zerlegt ist. Der Giessvorgang ist wie folgt : Die zu gie- ssende Masse wird in die Form in üblicher Weise eingebracht und in ihr ausgetrocknet, bis sie erhärtet ist. Dann werden die Giessformwände nach unten geklappt und der gegossene Körper von der Unterlage ent- fernt. Diese bekannte Form dient zum Giessen von Beton- bzw. Zementkörpern. Die Zement- bzw. Be- tonmasse hat die Eigenschaft, dass sie beim Abbinden ihr Volumen beibehält bzw. geringfügig verkleinert, so dass von der Giessform ausser dem Gewicht der Masse keine andere Kraft aufgenommen werden muss. Beim Gegenstand, auf den sich die Erfindung bezieht, handelt es sich um eine Kammerwand für Gusskästen in Gipsformmaschinen für die Fertigung von Bauplatten, die zur Errichtung von Wänden dienen. Maschinen dieser Art bestehen im wesentlichen aus einer Reihe unmittelbar nebeneinander angeordneter, aufrecht stehender Formkammern, bei denen zwei einander gegenüber liegende Schmalseiten offen sind. Die eine Schmalseite nimmt einen hydraulisch bewegbaren Stempel auf, der über die gesamte Höhe der Kammer verschiebbar ist, die andere Schmalseite dient als Einbringeöffnung für den Gipsbrei. Ist der in die Formkammer eingebrachte Gipsbrei erhärtet, so wird die noch feuchte Platte mit dem hydraulischen Stempel aus der Form gepresst. Da der Gips beim Abbinden wächst, d. h. sein Volumen vergrössert, und dies zu einem nicht unerheblichen Masse, so treten beim Abbinden und während des Ausstossens enorme Kräfte auf, die von der Giessform aufgenommen werden müssen. Da die so hergestellten Gipsplatten höchste Masshaltigkeit und beste Oberflächengüte aufweisen sollen, müssen die Wände der Kammern in idealer Weise parallelliegen und eine vollkommen glatte Oberfläche besitzen. Um diesen schwierigen Bedingungen gerecht werden zu können, wurden bislang solche Formkästen ausschliesslich aus Metall gefertigt, wobei die mit dem Gipsbrei in Berührung kommenden Flächen verchromt ausgebildet worden waren. Dies nicht nur, um die Reibungskräfte zu vermindern und um möglichst klein zu halten, sondern auch, um der chemischen Angriffsfreudigkeit des im Gips enthaltenen Schwefel Einhalt gebieten zu können. Die Anfertigung von verchromten Platten als Zwischenwände für die Formkammern in solchen Gusskästen war mit äusserst hohen Kosten verbunden, da ja die Platten immer wieder geschliffen und poliert werden mussten, um die gewünschte und notwendige Glätte bzw. Parallelität zu erhalten. Trotz der hervorragenden Glätte des Chrombelages liess sich im Betrieb nicht verhindern, dass sich an den Kammerwänden stets wieder ein dünner Gipsfilm ansetzte, der, um die Qualität der zu giessenden Platten garantieren zu können, mühsam wieder entfernt werden musste, nachdem dazu die Maschine zerlegt worden war. Diese Nachteile vermeidet die Erfindung dadurch, dass die Kammerwand aus Glas besteht. An der Glasplatte setzt sich kein Gipsfilm an, so dass die Reinigung der Zwischenwände und die damit verbundenen Kosten entfallen. Eine besondere Behandlung benötigt die Glasplattenoberfläche nicht, da ihre Oberflächen nicht nur in besonderer Weise glatt, sondern dank des besonderen Herstellungsverfah- <Desc/Clms Page number 2> rens auch in idealer Art parallel sind. Dies wirkt sich vorteilhaft in den Fertigungskosten aus. So liegt z. B. der Preis für eine einbaufertige Zwischenwand aus Glas um zirka 850/0 niedriger als der Preis für eine ein- baufertige, verchromte Zwischenwand aus Metall, was in Hinblick darauf, dass der Giesskasten einer sol- chen Giessmaschine zur Fertigung derobenerwähntenPlattenimallgemeinenl8-20Zwischenwände auf- weist, einen enormen Preisvorteil bringt. Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Figuren der Zeichnung näher beschrieben, ohne dass die dargestellten Beispiele die Erfindung darauf beschränken sollen. Es zeigen : Fig. 1 einen aufrecht stehenden Formkammerkasten in Schrägsicht und Fig. 2 einige aufgerissene Formkammern mit aufgeleg- tem Rost zur Bildung von Federansätzen. Die in der Zeichnung (Fig. 1) dargestellten Formkammern werden durch die Längs- bzw. Quertrennwände 1 und 3 gebildet, die aus dickwandigem gehärtetem Glas bestehen. Die an der Breitwand der zu festigenden Gipsplatten anliegenden Trennwände 1 sind zwischen den Wangen 8 der U-förmigen Trägerschienen 2 verspannt und durch Schraubenbolzen 6 gegeneinander unverschiebbar festgehalten. Zwischen den Wangen 8 der Trägerschienen 2 eingeschweisste Platten 9, die vorzugsweise in der Nähe der Schraubenbolzen 6 angeordnet werden, verstärken die Druckfestigkeit und geben den Trägerschienen 2 die nötige Steifheit, so dass sie sich durch die Querdehnungskräfte des abbindenden Gipses nicht verformen. Zum leichten Zusammensetzen der Gipsplatten auf der Baustelle weisen diese Nuten und mit diesen korrespondierende Federn auf. Durch Einlegen von Schienen 7 in die Kammern des Formkastens an den entsprechenden Stellen werden die Vertiefungen bzw. Ansätze ausgespart. Für die Schienen verwendet man vorzugsweise nichtrostenden gehärteten Stahl. In der Fig. 2 sind die die Kammerunterseiten abschliessenden hydraulisch betätigbaren Pressstempel 4 und deren Aufbau dargestellt. Der Pressstempel 4 drückt von unten her über die Trägerschiene 10 und die Dichtungseinlage 5 gegen die zwischen denLängstrennwänden l bewegliche Quertrennwand 3 aus Glas. Die offene Schmalseite zum Eingiessen der Gussmasse bzw. zum Ausschieben der abgebundenenPlatte ist in der Fig. 2 durch den abhebbaren Rost 16. abgedeckt. Bei entferntem Rost wird die Vergussmasse eingeschüttet. Unmittelbar danach wird der Rost aufgelegt und die Vergussmasse quillt infolge ihrer Verdrängung durch die Schienen 14 des Rostes in die durch diese Schienen ausgesparte Öffnung 17, bindet ab und bildet dadurch im gezeigten Beispiel die gewünschte Feder. Sollte an dieser Stelle eine Nut gefordert sein, so kann diese durch einen Rost von analogem Aufbau erzielt werden. Der Rost besteht aus Schienen 14 aus rostfreiem Stahl, deren Abmessungen mit den Innendimensionen der Kammern korrespondieren. Diese Schienen sind durch Querriegel 15 miteinander fest und unlösbar verbunden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Kammerwand für Gusskästen in Gipsform- und -giessmaschinen zur Herstellung von masshaltigen Gipsplatten hoher oberflächengüte und hoher Masshaltigkeit, die stehend in der Formmaschine gegossen und aus ihr unter Druck ausgestossen werden, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Glas besteht.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT288162A AT232910B (de) | 1962-04-07 | 1962-04-07 | Kammerwand für Gußkästen |
| CH388363A CH407848A (de) | 1962-04-07 | 1963-03-27 | Formkasten mit serienweise angeordneten Kammern |
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| GB12997/63A GB1013765A (en) | 1962-04-07 | 1963-04-02 | Partitioned mould |
Applications Claiming Priority (1)
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| AT288162A AT232910B (de) | 1962-04-07 | 1962-04-07 | Kammerwand für Gußkästen |
Publications (1)
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| AT232910B true AT232910B (de) | 1964-04-10 |
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| Country | Link |
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| AT (1) | AT232910B (de) |
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1962
- 1962-04-07 AT AT288162A patent/AT232910B/de active
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