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Dehngefäss für ölgefüllte elektrische Apparate, insbesondere
Transformatoren
Es ist eine bekannte betriebliche Massnahme, das mit der Temperatur schwankende Ölvolumen etwa eines Transformators von einem sogenannten Dehngefäss aufnehmen zu lassen, welches im allgemeinen über dem Transformator angeordnet wird. Damit wird erreicht, dass nur eine verhältnismässig kleine und auch schon ziemlich abgekühlte Ölspiegelfläche mit der Aussenluft in Berührung kommt, womit die Auf- nahme von Sauerstoff und Feuchtigkeit aus der Aussenluft weitgehend vermindert ist.
Bei höheren Ansprüchen an eine über eine lange Zeit anhaltende Ölqualität reicht diese Massnahme jedoch nicht aus, auch nicht in Verbindung mit Trocknungseinlagen für die beim sogenannten Atmen in das Dehngefäss gelangende Luft, und man ist daher in jüngerer Zeit daran gegangen, dieses Atmen eines Transformators unter vollkommenem Abschluss seines Öles von der Aussenluft vor sich gehen zu lassen. Eine bekannte Lösung hiefür ist ein zweigeteiltes Dehngefäss, zwischen dessen Teilungsflanschen eine elastische Membran eingefügt ist, die den Ölspiegel gegen die Aussenluft abdeckt und doch zufolge ihrer Elastizität sich den Volumsschwankungen anzupassen vermag.
Auch ist bereits vorgeschlagen worden, die Öloberfläche entweder im Transformatorkessel selbst oder in einem besonderen Dehngefäss über einen Schwimmer abzudecken, um so für den grössten Teil der Ölspiegelfläche eine unmittelbare Berührung mit der Luft zu verhindern.
Gegenstand der Erfindung ist eine Verbesserung des in Rede stehenden Ölschutzes für Transformatoren und ähnliche ölgefüllte elektrische Apparate durch Abschluss des Ölspiegels gegen die Aussenluft.
Die Erfindung betrifft ein Dehngefäss für ölgefullte elektrische Apparate, dessen Ölspiegel über einen Schwimmer abgedeckt ist, insbesondere ein Dehngefäss für Transformatoren, wobei in erfindungsgemässer Weise der Schwimmer dem Querschnitt des in an sich bekannter Weise etwa in der Höhe des mittleren Ölspiegelstandes geteilten Dehngefässes angepasst an seinen Rändern dicht mit dem einen Ende eines schlauchförmigen Körpers aus biegeweichem Material verbunden ist, dessen anderes Ende zwischen den Teilungsflanschen des Dehngefässes eingeklemmt ist.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert werden. Fig. 1 zeigt ein erfindungsgemässes Dehngefäss in Auf- und Grundriss (Schnitt A-A) und die Fig. 2 - 5 Details des erfindungsgemässen Ölabschlusses in vergrössertem Massstab.
Wie die Fig. 1 erkennen lässt, besitzt das Dehngefäss 1 in allen zum Ölspiegel parallelen Ebenen gleiche Querschnittsform (im dargestellten Beispiel also etwa ovalen Querschnitt) und ist etwa in Höhe des mittleren Ölspiegelstandes in an sich bekannter Weise geteilt. Der Ölspiegel im Dehngefäss ist durch einen Schwimmer 3 abgedeckt, der dem Querschnitt des Dehngefässes in seiner Teilungsebene entspricht und an dessen Umfang das eine Ende eines schlauchförmigen Teiles 2 mit einem Querschnitt gleich dem des Dehngefässes in seiner Teilungsebene und aus biegeweichem Material hergestellt dicht befestigt ist, des- sen anderes Ende zwischen den Teilungsflanschen des Dehngefässes eingeklemmt ist. Die Länge des schlauch- förmigen Teiles 2 ist so gewählt,
dass auch in den Endlagen des Schwimmers 3 noch eingewisserÜberschuss
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am Schwimmer und in der höchsten Lage des Schwimmers (Fig. 3) noch eine Schlaufenbildung am Teilungsflansch ermöglicht. Mit 4 ist der Ölsumpf bezeichnet und mit 5 Auflagerippen für den Schwimmer in seiner tiefsten Lage. Der bei höchster Schwimmerlage von der Dehngefässwand und dem schlauchartigen Teil 2 eingeschlossene Raum 6 ist gleichfalls mit Öl gefüllt und der Schwimmer 3 ist, wie dies bei sonders die Fig. 5 erkennen lässt, an seinem für die Schlauchbefestigung vorgesehenen Flansch so hochgezogen, dass das Öl des Raumes 6, wenn der Schwimmer seine tiefste Lage einnimmt, in der nunmehr von Teil 2, dem Befestigungsflansch des Schwimmers und dem hochgezogenen Teil des Schwimmers gebildeten Rinne aufgenommen werden kann.
Das Öl im Raum 6 kann ohne Nachteil mit der Aussenluft in Berührung kommen, es dient ja nur dazu, ein falten- und reibungsloses Abrollen des Schlauches 2 beim Atmen des Transformators sicherzustellen. Trotzdem wird man auch für die Verbindung des über dem Schwimmer 3 liegenden Raumes mit der Aussenluft eine Silikagel-Vorlage vorsehen, die man etwa bei 8 anbringt, so dass sich auch in diesem Raum nur entfeuchtete Luft befinden kann. Mit 7 ist der Anschlussstutzen für die Rohrleitung zum Transformatorkessel angedeutet. Weiterhin ist an der unteren Dehngefässhälfte eine Entlüftungsöffnung 9 und ein Ölfüllstutzen 10 vorgesehen.
Ein falten- und reibungsloses Abrollen des Teiles 2 bei Änderung des Ölspiegelstandes kann weiterhin dadurch gefördert werden, dass man in die vom Teil 2 gebildete Schlaufe eine perlenschnurähnliche Beschwerungskette 11 einlegt, wie dies in den Fig. 4 und 5 angedeutet ist. Die Perlen aus Metall oder Kunststoff werden je nach dem Material des Schlauches 2 und seiner Wandstärke einen Durchmesser von etwa 6 bis 8 mm erhalten. Sie sind auf einer ölfesten Schnur aufgefädelt und können beim Heben und Senken des Schwimmers mit dem Schlauch nach oben bzw. nach unten abrollen. Damit ist auch für höhere Schwimmerlage Gewähr gegeben, dass sich der Schlauch 2 faltenlos abrollt. Die Ölspiegel beidseitig des Schlauches werden sich nämlich durch eine mehr oder weniger starke Auswölbung nach der einen oder andern Seite auszugleichen versuchen.
Das Öl in dem Raum 6 verliert also in den oberen Schwimmerlage seinen Einfluss auf ein geordnetes, d. h. ohne Faltenbildung erfolgendes Abrollen des Schlauches 2, ist aber nach wie vor wichtig für die Trennung der Schlauchwandungen bei der Auf- und Abwärtsbewegung.
Der erfindungsgemäss vorgeschlagene Abschluss des Ölspiegels im Dehngefäss über einen auf ihm lagernden Schwimmer ist insofern gegenüber dem eingangs geschilderten Abschluss über eine elastische Membran vorteilhafter, als an das Material für den Teil 2 keine so strengen und wie die Praxis gezeigt hat nur in unbefriedigender Weise miteinander erreichbaren Anforderungen zu stellen sind, wie an eine Membran, weil das Material für den schlauchförmigen Teil 2 nur hinsichtlich seiner Fähigkeit, für Sauerstoff und Feuchtigkeit undurchdringlich zu sein, gewählt werden muss, aber keine Elastizität zu besitzen braucht und auch in mechanischer Hinsichtkeinen besonderen Beanspruchungen unterworfen ist.
Bei richtiger Dosierung derölmenge im Raum 6 lässt sich erreichen, dass die durch den schlauchförmigen Teil 2 gebildete Scheidewand stets beidseitig von chemisch gleichen Medien, nämlich Öl, beaufschlagt ist, somit beidseitig gleichen physikalischen und chemischen Bedingungen unterliegt, was ihrer Aufgabe, Sauerstoffund Feuchtigkeitszutritt zum eigentlichen Transformatoröl hintanzuhalten, aus naheliegenden Gründen zugute kommt. Der Vorteil des erfindungsgemässen Vorschlages gegenüber der bekannten Abdeckung des Ölspiegels über einen Schwimmkörper, der gegenüber den Wandungsteilen des Kessels oder des Dehngefässes nur gleitende Dichtungspackungen aufweist, liegt vor allem in der sicheren Verhinderung des Luftzutrittes auch an den Randzonen.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Dehngefäss für ölgefüllte elektrische Apparate, dessen Ölspiegel über einen Schwimmer abgedeckt ist, insbesondere Dehngefäss für Transformatoren, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwimmer (3) dem Querschnitt des in an sich bekannter Weise etwa in der Höhe des mittleren Ölspiegelstandesgeteilten Dehngefässes angepasst an seinen Rändern dicht mit dem einen Ende eines schlauchförmigen Körpers (2) aus biegeweichem Material verbunden ist, dessen anderes Ende zwischen den Teilungsflanschen des Dehngefässes eingeklemmt ist.