<Desc/Clms Page number 1>
Fernbedienbare Kupplung
Die Erfindung betrifft eine fernbedienbare Kupplung zwischen einer Abtriebswelle eines antreiben- den Motors und einer Antriebswelle.
Bei einigen Anwendungsgebieten, wie sie z. B. in der Kerntechnik und in gewissen Zweigen der che- mischen Technik auftreten, ist es nötig, Ventile in fluidumdurchströmten Konstruktionen in Lagen anzu- ordnen, die für das Personal unzugänglich sind, wegen der durch das Vorhandensein von schädlichen At- mosphären in dem Bereich, in dem das Ventil angeordnet ist, gegebenen verschiedenen Gefahren. Auf
Grund ihrer Funktion müssen diese Ventile mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit bedient werden und, um die Zuverlässigkeit der Betätigung aufrechtzuerhalten, muss einerseits für ihre Entfernung und das Einsetzen einesErsatzventiles, oder anderseits für ihre Entfernung zur Instandhaltung und eines darauffolgen- den Wiedereinsetzens Vorsorge getroffen werden.
Um diese Möglichkeit des Austausches der Ventileinheit zu erhalten, ist es selbstverständlich, dass ein fix angeordnetes motorgetriebenes Zahnradgetriebe zur Betätigung des Ventiles unbrauchbar ist, und somit ergibt sich die Notwendigkeit, eine leicht ein-und ausrückbare Antriebskupplung zwischen einem entfernbaren Antriebsmotor und der Welle eines montierten Ventiles anzuordnen.
Erfindungsgemäss ist die fernbedienbare Kupplung zwischen einer Abtriebswelle eines antreibenden Motors und einer Antriebswelle dadurch gekennzeichnet, dass der Motor aufhängbar und vertikal absenkbar ist und Kupplungsbacken trägt, die um die Abtriebswelle angeordnet sind und beim Absenken mit Nuten der Antriebswelle in Eingriff kommen, wobei die mit den Nuten in Eingriff gebrachten Kupplungsbacken durch eine nachträglich abgesenkte, als zylindrische Hülse ausgebildete Schliessvorrichtung in ihrer Eingriffslage festgehalten sind. Diese fernbedienbare Kupplung arbeitet auch unter den ungünstigsten Betriebsbedingungen stets zufriedenstellend und sicher.
Die obigen und andere Eigenschaften der Erfindung können aus der nunmehr folgenden Figurenbeschreibung entnommen werden. Die Zeichnung illustriert schematisch eine Ausführungsform der Kupplung. Fig. 1 zeigt eine Ansicht der Kupplung im Schnitt. Fig. 2 gibt einen teilweisen Schnitt entlang der Linie III-III der Fig. 1 wieder.
Eine fernbedienbare Kupplung zur Durchführung von Arbeitsvorgängen, z. B. zum Öffnen und Schliessen eines Ventiles sowie auch zur Entfernung des Ventiles als Einheit, ist in Fig. 1 dargestellt, die gewisse Betätigungsteile des Ventiles in strichlierten Umrissen zeigt.
Der Antrieb für einen Zentrieransatz 19a einer Antriebsmutter 19 des Ventiles wird von einem Elektromotor 40, der einen Stator 40a und einen Rotor 40b hat, durch ein Exzenter 41 und Planetenräder 42 abgenommen. Die Ausgangsleistung wird davon durch ein Sonnenrad 43 abgenommen, in dessen Nabe ein federndes Kupplungsstück 44 angeordnet ist, das ein quadratisches Loch für die Aufnahme des Zentrieransatzes 19a besitzt. Wenn die Kupplung beim Ventil angewendet wird, so kommt das Kupplungsstück 44 mit dem Zentrieransatz 19a in Eingriff, nachdem irgendeine radiale Abweichung nach einem Teil einer Umdrehung korrigiert worden ist.
Der Motor 40 und das Getriebe, wie oben beschrieben, sind in einem zylindrischen Statorgehäuse 45 angeordnet, das eine zum Umschliessen der Ventilabdeckung 21 und zum Einführen in Nuten 47 (Fig. 1 und 2) geeignete Hülse 46 trägt. Innenliegende Rippen 46a der Hülse treten mit komplementären Rip-
<Desc/Clms Page number 2>
pen 47a in der Nut 47 in Eingriff (Fig. 2).
Die Hülse 46 weist an ihrem Umfang acht Längsausnehmungen 48 auf, in die nach aussen federnde Federzungen 49 eingreifen, die an einem Ende der Hülse 46 durch Nieten 50 befestigt sind. Jede Feder- zunge 49 hat einen entsprechend geformten Führungsfinger 49a, der zum lösbaren Eingriff hinter eine ab- geschrägte Schulter 51 des Ventiles geeignet ist.
Das ganze Statorgehäuse 45 und seine Hülse 46 sind in ein eng anliegendes zweiteiliges Gehäuse 52 eingeschlossen, durch das die gesamte Kupplung getragen werden kann, wenn sie mit ihrer Achse vertikal auf das Ventil abgesenkt wird. Eine Schraubenfeder 53 ist zwischen dem Gehäuse 52 und dem Statorgehäuse 45 angeordnet, wobei die Feder zwischen einem Gehäuseboden 45a und einer inneren Schulter 52b des Gehäuses vorgespannt wird.
Das Gehäuse 52 sitzt, wie dargestellt, ziemlich lose auf dem Statorgehäuse 45 und ist darauf durch die Feder 53 gehalten. Das offene Ende des Gehäuses 52 bildet eine Schliessvorrichtung 52a, die gleitend mit den Federzungen in Eingriff tritt.
Will man mittels der erfindungsgemässen Kupplung den Antrieb mit dem Ventil verbinden, so muss die Kupplung mit dem Motor zuerst abgesenkt werden, wobei die Längsachse des Gehäuses 52 vertikal steht.
Das Gewicht des Motors 40 wird unter diesen Bedingungen die Gegenkraft der vorgespannten Feder 53 überwinden und die Feder weiter zusammendrücken, derart, dass die unteren Teile des Statorgehäuses 45 und die daran angeordneten Teile absinken und aus der Abdeckung heraustreten ; die Federzungen 49 können dann radial nach aussen springen. Dies erlaubt es den Federzungen 49, über die mit den Rippen 46a an der Hülse 46 inEingriff stehenden Rippen 47a zu gleiten, wobei der Antrieb relativ zum Ventil zentriert wird, so dass das Kupplungsstück 44 mit dem quadratischen Zentrieransatz 19a in Eingriff kommt.
Wenn das Statorgehäuse 45 und die Antriebseinheit nach dem Absenken zum Stillstand kommen, so liegen die Führungsfinger 49a der Federzungen 49 an den Schultern 51 an. Die Schraubenfeder 53 wird sich nun ausdehnen und die Schliessvorrichtung 52a über die Federzungen 49 schieben, so dass das Antriebsgehäuse fest in seiner Lage, sowohl axial als auch radial, gehalten ist.
Der Motor kann dann zur Rotation des Zentrieransatzes 19a und zur Betätigung des Ventiles eingeschaltet werden. Zweckmässigerweise kann der Motor durch einen entsprechenden Schalter, der bei 60 schematisch angedeutet ist, eingeschaltet werden, wobei der Schalter durch Absenken des Antriebes mittels eines Anschlages betätigt wird.
EMI2.1
Hebewerk gehoben. Die Sçhliessvorrichtung 52a mit dem Gehäuse 52 bewegen sich zuerst aufwärts, der Motor und der Antrieb bleiben unter ihrem eigenen Gewicht zurück. Auf diese Weise wird ein Zusammendrücken der Feder 53 hervorgerufen und das Ende der Schliessvorrichtung 52c gleitet axial über die Federzungen 49. Nach einer gewissen axialen Bewegung der Schliessvorrichtung 52a sind die Federzungen 49 frei, um sich nach auswärts zu bewegen und so ihre freien Enden von den Schultern 51 zu lösen.
DieRippen 46a können dann in den Nuten 47 axial gleiten und die Kupplung kann durch vertikales Abheben von der Ventileinheit entfernt werden.
, PATENT ANSPRÜCHE :
1. Fernbedienbare Kupplung zwischen einer Abtriebswelle eines antreibenden Motors und einer Antriebswelle, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (40) aufgehängt und vertikal absenkbar ist und Kupplungsbacken (46, 46a, 49, 49a) trägt, die um die Abtriebswelle angeordnet sind und beim Absenken mit Nuten (47) der Antriebswelle in Eingriff kommen, wobei die mit den Nuten in Eingriff gebrachten Kupplungsbacken durch eine nachträglich abgesenkte, als zylindrische Hülse ausgebildete Schliessvorrichtung (52a) in ihrer Eingriffslage festgehalten sind.