AT232271B - Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinen

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AT232271B
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Austria
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acid
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polyolefins
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unsaturated
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AT694961A
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English (en)
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Hans Dr Craubner
Gerhard Dr Illing
Kurt Dr Demmler
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Basf Ag
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Description


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  Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinen 
Polyolefine, wie beispielsweise Polyäthylen oder auch Polystyrol, haben neben ihren bekannten guten Eigenschaften auch   verschiedene : Mängel. So   laden sie sich leicht elektrostatisch auf und ihre Löslichkeit bzw. Quellbarkeit in aromatischen Losungsmitteln schränken ihre Verwendbarkeit ein. Auch lassen sich manche Polyolefine nur schwierig bedrucken und sind anfällig gegenüber Spannungskorrosion. 



   Es wurde nun gefunden, dass man modifizierte Polyolefine herstellen kann, indem man Gemische aus   Polyolefinenundbiszu50Gew.-%   ungesättigten Polyestern unter Zusatz von Aktivatoren intensiv knetet. 



   Polyolefine im Sinne der Erfindung sind die in üblicher Weise,   d. h.   nach Hoch- oder Niederdruckverfahren herstellbaren Polymerisate aus Olefinen, wie Äthylen, Propylen,   Butylen-1,   Butylen-2 und isobutylen mit Schmelzindizes zwischen 0, 1 und 30 sowie Polymerisate des Styrols. 



   Die   erfindungsgemäss   verwendeten ungesättigten Polyester sind modifizierte und unmodifizierte Polyester von Polyolen mit a,   ss-ungesätiigten   mehrwertigen Carbonsäuren mit Molekulargewichten über 500, vorzugsweise bei 1000-3000 bis etwa 6000, die in üblicher Weise hergestellt werden können. 



   Zu ihrer Herstellung eignen sich als   a,   ss-ungesättigte mehrwertige Carbonsäuren insbesondere Maleinsäure, Fumarsäure, Itaconsäure, Citraconsäure und Mesaconsäure sowie zusätzlich mehrwertige gesättigte Carbonsäuren, wie Adipinsäure, Phthalsäure, Isophthalsäure, Endomethylen-hexachlor-tetrahydro-phthalsäure, Dichlormaleinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Heptadecandicarbonsäure, Terephthalsäure,   Pyromellithsäure,     Tetrachlor- und Tetrabrom phthalsäure.   Geeignete Polyole sind insbesondere Äthylen-   glykol, Diäthylenglykol,   Propylenglykol, Butandiol-1, 4, Butandiol-1, 3, Neopentylglykol sowie Triäthylenglykol,   Endomethylen-hexachlor-dioxymethylcyclohexan,   Glyzerin, Pentaerythrit, Tetramethylolcyclohexanol, Sorbit, Mannit und ferner Butindiol.

   Derartige Carbonsäuren und Polyole werden bei der Herstellung der ungesättigten Polyester im allgemeinen in etwa äquimolaren Mengen verwendet. Man kann aber auch einen geringen Überschuss von bis zu etwa   10%   an Carbonsäure oder auch Polyol verwenden. Auch kann ein Teil der mehrwertigen Carbonsäuren durch einen geringen Anteil,   d. h.   bis zu etwa   10%,   durch Monocarbonsäuren, wie Abietinsäure, sowie durch höhere Fettsäuren, wie beispielsweise Stearinsäure oder Palmitinsäure, ersetzt werden. Ausserdem lässt sich ein Teil der Polyole durch einwertige Alkohole, wie z. B. Benzylalkohol und Furfurylalkohol, ersetzen.

   Ferner können die ungesättigten Polyester dadurch modifiziert sein, dass sie unter Zusatz geringer Mengen Isocyanate, wie beispielsweise Phenylisocyanat,   Isooctylisocyanat,   Toluylen-diisocyanat oder Hexamethylen-diisocyanat, in bekannter Weise hergestellt sind. Derartige ungesättigte Polyester werden erfindungsgemäss mit Polyolefinen in Mengen bis zu 50   Grew.-%,   vorzugsweise von 1 bis 30   Gew. -0/0,   bezogen auf die Gesamtmenge von ungesättigten Polyester und Polyolefin, verknetet. 



   Mit Vorteil kann auch ein Teil der ungesättigten Polyester durch olefinisch ungesättigte Monomere   srsetzt   werden. In diesem Fall verwendet man ein Gemisch aus ungesättigten Polyestern und olefinisch ingesättigten Monomeren, das zweckmässig aus 0, 01-50, vorzugsweise aus   10-40 Gew.-%, olefinisch     - ungesättigten   Monomeren besteht. Olefinisch ungesättigte Monomere im Sinne der Erfindung sind vinyl- 
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 tylperoxyd und 0,2 Teile   Benzoylperoxyd   zu. Dieses Gemisch wird in einem handelsüblichen zweiwelligen Scheibenkneter 50 sec bei   210 - 2300   C intensiv geknetet. Das Reaktionsprodukt wird anschliessend 
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 keit.

   Es lässt sich zu steifen, opaken Formkörpern verspritzen sowie zu Folien und Hohlkörpern verblasen. 



   Beispiel 2: Man vermischt 77,3 Teile Polyäthylen, das nach ASTMD 1238-T den Schmelzindex 19 g/10 min und die Dichte   0, 918 g/cm3   hat, 4,5 Teile Polypropylen, dab den Schmelzindex 3,51 g/ 10 min, das Molekulargewicht 445000 und die Dichte 0,90 g/cm3 hat, und 18,2 Teile einer   65% eigen   Lösung eines in üblicher Weise aus 148 Teilen Phthalsäureanhydrid, 196 Teilen Maleinsäureanhydrid und 242 Teilen Propylenglykol hergestellten ungesättigten Polyesters, der nach DIN   53 655   die Viskosität 1000 bis 1200 cp und die Säurezahl 34 hat, in Styrol. Dann setzt man 0,5 Teile   Di-tert.-butylperoxyd   zu. Dieses Gemisch wird anschliessend in einer handelsüblichen Doppelschneckenpresse 1 min bei 200 bis 2300C intensiv geknetet. Das Reaktionsprodukt wird dann in üblicher Weise gekühlt und granuliert.

   Man erhält ein modifiziertes Polyolefin, das kautschukartige Eigenschaften hat. Seine Dichte beträgt   0, 949 g/cm3,   sein Erweichungsbereich 129- 144 C, sein dielektrischer Verlustfaktor (DIN 53483) 
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 seine Dehnung 54,   Wo   (DIN   53 371).   Bei   Istündiger   Lagerung in siedendem Wasser nimmt es 0,33   Gew.-%   Wasser auf. Es kann auf den handelsüblichen Spritzgussmaschinen verarbeitet werden und eignet sich beispielsweise zur Herstellung von elastischen Formkörpern, von Folien für Isolierzwecke und für Kabelummantelung. Es kann wie andere Thermoplasten eingefärbt werden. 



     Beispiel 3 :   Auf ein Gemisch aus 54 Teilen Polyisobutylen, das die   Shorehärte A nach DIN 53505     = 30   und die Dichte   0, 92 g/cd   hat, 36 Teilen Hochdruckpolyäthylen, das den Schmelzindex 2,0 g/ 10 min und die Dichte 0, 918g/cnr hat, und 10 Teile eines in üblicher Weise aus 116 Teilen Fumarsäure und 90 Teilen Butandiol-1, 4 hergestellten ungesättigten Polyesters, der einen Erweichungsbereich von   1100C   (nach Krämer, Sarnow und Nagel) und die Säurezahl 25 hat, wird 1 Teil   Di-tert.-butylperoxyd   gesprüht. Dieses Gemisch wird in einem handelsüblichen zweiwelligen Scheibenkneter etwa 40 sec bei 200 - 2200C intensiv geknetet. 



   Man erhält ein kautschukelastisches modifiziertes Polyolefin, das eine Dichte von 0,929   g/cm   hat und das bei stündiger Lagerung in siedendem Wasser   0, 180/0   Wasser   aufnimmt. Es   eignet sich zur Herstellung von Filmen und Folien, insbesondere von Klebefolien. Auch kann es andern Kunststoffen und Kautschuk zur Verbesserung der mechanischen und thermischen Eigenschaften zugesetzt werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinen, dadurch gekennzeichnet, dass man Gemische aus Polyolefinen und bis zu 50   Grew.-%   ungesättigten Polyestern unter Zusatz von Aktivatoren intensiv knetet.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Gemische aus Polyolefinen und ungesättigten Polyestern, in denen bis zu 50 Gew.-% der ungesättigten Polyester durch olefinisch ungesättigte Monomere ersetzt sind, intensiv knetet.
AT694961A 1960-10-19 1961-09-12 Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polyolefinen AT232271B (de)

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