AT232238B - Zweistoff-Gliederkessel - Google Patents

Zweistoff-Gliederkessel

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AT232238B
AT232238B AT498261A AT498261A AT232238B AT 232238 B AT232238 B AT 232238B AT 498261 A AT498261 A AT 498261A AT 498261 A AT498261 A AT 498261A AT 232238 B AT232238 B AT 232238B
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Oelfeuerungen Ag
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Zweistoff-Gliederkessel 
Die Erfindung betrifft einen Zweistoff-Gliederkessel für die gleichzeitige oder abwechselnde Verfeuerung zweier verschiedener Brennstoffe, bei dem eines der Zwischenglieder eine Scheidewand zwischen zwei für sich zugänglichen Feuerräumen aufweist und bei dem die Wasserräume sämtlicher Glieder vorzugsweise dauernd in Verbindung stehen. 



   Zweistoff-Kessel, namentlich für Zentralheizungen, sind Kessel, die sich entweder abwechslungsweise oder gleichzeitig sowohl mit festen, als auch mit flüssigen Brennstoffen beheizen lassen. Sie werden namentlich dort verwendet, wo feste Brennstoffe (z. B. Holzabfälle) in relativ geringen Mengen anfallen und verheizt, d. h. nutzbringend verwertet werden sollen, während normalerweise mit Öl geheizt wird. 



   Da die Ölflamme eine Auskleidung des Feuerraumes mit feuerfesten Steinen erfordertund diese ebenso wie der Brenner jedesmal entfernt werden mussten, wenn von Öl auf feste Brennstoffe übergegangen wird, werden diese Kessel meist mit zwei verschiedenen bzw. getrennten Feuerräumen versehen. 



   Es sind viele Konstruktionen solcher Zweistoff-Kessel in geschweisster Ausführung, d. h. Stahlkessel dieser Art, bekanntgeworden, während der gebräuchliche, gusseiserne Gliederkessel bisher für ZweistoffBetrieb nicht gebaut worden ist. Ein Kessel aus Gusseisen ist jedoch häufig vorteilhaft, da er eine weit bessere Korrosionsbeständigkeit besitzt. 



   Die Erfindung ist dadurch ausgezeichnet, dass die Scheidewand die beiden Feuerräume vollständig voneinander abschliesst. Nach einem weiteren Kennzeichen der Erfindung ist die Scheidewand mit dem Zwischenglied in einem Stück gegossen. In an sich bekannter Weise kann die Scheidewand auch hohl ausgebildet und der Innenraum derselben mit dem Wasserraum des Kessels verbunden sein. 



   Die Erfindung gibt die rationellste Lösung des Zweistoff-Kessel-Problems, da nur das Zwischenglied und eventuell ein Vorderglied (mit Rauchgasabzug) von den bisher erzeugten Gliedern abweichen. Es ist auch leicht möglich, bekannte und allgemein übliche Gliederkessel erfindungsgemäss umzubauen. Beim Umbau eines vorhandenen Kessels ist es bloss erforderlich, ein spezielles Zwischenglied einzufügen und das Hinterglied durch ein zweites Vorderglied zu ersetzen. 



   Ein Ausführungsbeispiel dieser Erfindung wird durch die Zeichnung veranschaulicht. Darin bezeichnet G die Zwischenglieder des Kessels,   Gl   ein Kesselendglied, G ein Kesselendglied mit Rauchgasabzug R und angebautem Ölbrenner B (die die Flamme des Ölbrenners umgebende Auskleidung des Feuerraumes ist nicht gezeichnet). GZ ist ein Kessel-Zwischenglied mit eingegossener, voller Wandung   W ;   Fa ist ein Feuerraum für feste Brennstoffe, F ein solcher für Heizöl, während mit dem Buchstaben E die Einfülltüren bezeichnet sind. 



   Durch die eingegossene, volle Wandung des Zwischengliedes GZ wird der Feuerraum des Kessels in zwei für sich abgeschlossene Teile Fl und F aufgeteilt. Das Eingiessen der vollen Wandung W stellt fabrikatorisch dazu die einfachste Möglichkeit dar ; es kann aber auch eine Platte auf irgendeine andere Art im Zwischenglied befestigt werden, insbesondere dann, wenn sie aus einem andern Material bestehen sollte. Auch kann die Wandung W als Hohlwand ausgebildet sein, z. B. um mit dem Wasserraum des Kessels verbunden zu werden, wobei dann die Rückwand der beiden Feuerräume zur Heizfläche würde. 



   Mit Vorteil wird derjenige Teil des Feuerraumes   F2   für Heizöl verwendet, an dessen Endglied G, sich derRauchgasabzugR befindet, weil auf dieser Seite die   Einfülltiire   E während des Betriebes nicht   zugang-   lich zu sein braucht. Es ist natürlich auch möglich, den Rauchgasabzug an einer andern Stelle des Kessels anzuordnen,   z. B.   das Zwischenglied GZ mit einem solchen auszurüsten. 

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   Die Trennung des Feuerraumes berührt selbstverständlich in keiner Weise den Wasserraum und die Rauchgaszüge. Daher müssen auch alle Klappen und Türen des Kessels gut schliessen, damit nicht bei der Beheizung des einen Feuerraumes Falschluft in den andern Feuerraum und in die Züge gelangt, was den Wirkungsgrad der Feuerung herabsetzen würde. 
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 nichtung von Abfällen,   z. B.   von Verpackungsmaterial dienen soll. in welchem Falle er entsprechend klein bemessen werden kann. 



   Statt für Öl und feste Brennstoffe kann der Kessel auch für Gas und feste Brennstoffe, für Öl und Gas oder auch für zwei verschiedene Brennstoffe gleichen Aggregatzustandes vorgesehen sein. So könnte es sich z. B. als vorteilhaft erweisen, einen solchen Kessel für. zwei verschiedene feste Brennstoffe, die eine ganz verschiedene Form des Rostes bedingen, zu verwenden. 



    PATENTANSPRÜCHE ;    
1. Zweistoff-Gliederkessel für die gleichzeitige oder abwechselnde Verfeuerung zweier verschiedener Brennstoffe, bei dem eines der Zwischenglieder eine Scheidewand zwischen zwei für sich zugänglichen Feuerräumen aufweist und bei dem die Wasserräume sämtlicher Glieder vorzugsweise dauernd in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheidewand die beiden Feuerräume vollständig voneinander abschliesst.

Claims (1)

  1. 2. Zweistoff-Gliederkessel nach Anspruch l mit gusseisernen Gliedern, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheidewand mit dem Zwischenglied in einem Stück gegossen ist.
    3. Zweistoff-Gliederkessel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in an sich bekannter Weise die Scheidewand hohl und der Innenraum derselben mit dem Wasserraum des Kessels verbunden ist.
AT498261A 1960-09-07 1961-06-27 Zweistoff-Gliederkessel AT232238B (de)

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