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Vorrichtung zum Mischen von Stoffen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Mischen von Stoffen, z. B. von Beton in einem
Mischtrog. Zweck der Erfindung ist es, die Vorrichtung so auszubilden, dass in kurzer Zeit eine intensive
Mischung auch von Stoffen sehr unterschiedlicher spezifischer Gewichte möglich ist und dass weitcr. in d r
Aufbau der Vorrichtung betriebssicher und auch grösseren Belastungen gewachsen ist.
Es ist bekannt, die wischbewegung in einem Mischtrog von der Mitte nach aussen und dann wieder von aussen nach der Mitte des Troges durchzuführen. Bei diesen bekannten Vorrichtungen sind konzentrisch zueinander auf einer gemeinsamen Welle zwei Mischwerkzeuge mit entgegengesetzter Steigung angeordnet. Nachteil derbekannten Ausführungen ist es, dass die Umkehrstellen der \erschiedenen Misch- ströme sich nicht überschneiden.
Es sind bei den bekannten Ausführungen nur zwei gegeneinander gerichtete Mischströme vorhanden.
Es wird dann zwar innerhalb dieser Mischströme gut gemischt, dadurch aber, dass diese Mischströme voneinander getrennt sind, ist es möglich, dass das Mischungsverhältnis in den Mischströmen voneinander abweichend ist. Die Qualität der Mischung wird dadurch beeinträchtigt. Ein weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung ist es, dass besondersbiegungssteife WelleD verweudetwerdeamüssen, da dieMischwerk- zeugein in einem solchen Abstand von der Welle angeordnet sind, dass diese besonders versteift werden muss.
Das bedingt wieder einen grösseren Aufwand in den Lagern und in der ganzen Ausführung der Vorrichtung.
Sie wird dadurch schwerer und teurer.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine intensivere Mischung bei einer genauso stabilen, aber leichteren Vorrichtung durchzuführen. Die Lösung der Aufgabe nach der Erfindung besteht darin, dass das Mischwerkzeug in axialer Richtung aus zwei Teilen mit entgegengesetzter Steigung aufgebaut ist, so dass das eine, aus Schaufeln gebildete Mischwerkzeug das Mischgut von den Stirnwänden des Mischtroges zueinander und das andere, als geteiltes Schneckenband ausgebildete oder ebenfalls aus Schaufeln aufgebaute Mischwerkzeug das Mischgut voneinander auf die Stirnwände zu fördert.
Durch diese neue Ausbildung der Mischwerkzeuge wird erreicht, dass vier Mischrichtl1l1gen vorhanden sind. Durch die Überlappung des Anfangs und des Endes der auf Grund dieser vier Mischrichtungen sich bildenden vier Mischströme wird eine intensivere Mischung erzielt. Die Überlappung wird insbesondere dadurch erreicht, dass die Umkehrstellen der Förderrichtungen bei den Schaufeln versetzt zu den Umkehrstellen der Schneckenbänder angeordnet sind.
Die Versteifung der Welle durch die Mischwerkzeuge erfolgt noch dadurch, dass die Schaufeln am Umfang und in der Nähe der Stirnwände angeordnet sind, während sich das Schneckenband in der Nähe der Drehwelle befindet.
Weitere Möglichkeiten, die Mischströme zu beeinflussen und dafür zu sorgen, dass der Mischtrog von Stoffresten freibleibt, bestehen darin, dass die Schaufeln einstellbar auf Streben angeordnet sind und dass die verschiedenen, das Schneckenband bildenden Teile verschieden grosse Förderleistungen, z. B. durch unterschiedliche Bandbreite, besitzen.
Es ist ferner zweckmässig, dass bei den Schaufeln an den Stirnwänden ausser je einer aussenliegenden Schaufel an der andern Seite der Strebe weiter innen sich eine Schaufel befindet. Das Anbringen dieser zusätzlichen Schaufel soll verhindern, dass an den Umkehrstellen der Stirnwand sich Anhäufungen bilden, die entweder von dem Mischstrom der Förderschnecke oder den aussen umlaufenden Schaufeln herrühren könnten.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. l zeigt schematisch das
Innere ei, les Mischtroges mit den dort angeordneten Förderschnecken und Schaufeln und den Lagern, Fig. 2 entspricht einer Seitenansicht der Fig. l mit der Einfüllöffnung.
In der Fig. l ist ein Mischtrog 1 dargestellt, der eine Einfüllöffnung 2 besitzt. Der Mischtrog ist auf der Drehwelle 3 gelagert, wobei die seitlichen Lager 4,5 in an sich bekannter Weise im Gestell 6 befestigt sind. Ein Kettenrad 7 dient zum Antrieb der Drehwelle 3. Auf der Drehwelle 3 sind Streben 8 befestigt, welche die Welle durchsetzen und noch ein kürzeres Ende 9 besitzen. Auf diesen Streben sind
Schaufeln 10 aufgesetzt, wobei zweckmässig diese Schaufeln auf Rohren 11 befestigt sind, die auf die Streben 8 geschoben und dann dort befestigt werden. Die Schaufeln 10 fördern auf der linken Seite des Mischtroges 1 durch entsprechende Schrägstellung in Pfeilrichtung 12 und auf der rechten Seite in Pfeilrichtung 13. Auf der Linie 14, die il1 der Fig. dargestellt ist, liegt der Umkehrpunkt dieser beiden Förderrichtungen.
Auf den Streben 8 bzw. auf der Drehwelle 3 sind ferner Förderschnecken 15 befestigt.
Diese Förderschnecken bestehen aus einem längeren Teil, gebildet von einem Schneckenband 16 und einem kürzeren, in der entgegengesetzten Richtung fördernden Schneckenteil, gebildet von dem Schneckenband 17. Der Umkehrpunkt in der Förderrichtung dieser beiden Schneckenbänder liegt auf der gestrichelten Linie 18, d. h., das kürzere Schneckenband 17 fördert in Pfeilrichtung 20 und das längere Schneckenband 16 in Pfeilrichtung 19 von der Mitte weg nach den Stirnwänden 21,22. Man erkennt, dass die Umkehrpunkte, gekennzeichnet durch die Lage der Linie 14 und 18, eine Überlappung von der Länge des Abstandes 23 zwischen der Linie 14 und 18 aufweisen.
Es erfolgt also eine rasche und gute Durchmischung, sowohl innerhalb der im Gegenstrom mischenden beiden Mischzonen als auch in der Überlappungsstrecke der Mischzonen. Das Mischgut, welches, wie die Pfeile 26 andeuten, in den Mischtrog eingeworfen wird, kann also in kurzer Zeit wieder entnommen werden.
Selbstverständlich ist die Vorrichtung genauso anwendbar für ein kontinuierliches Mischen. d. h., wenn von der einen Stirnseite her beschickt und von der andern Stirnseite her abgenommen wird, wobei eine entsprechende Schrägstellung der Mischtrommel bzw. des Mischtroges l vorzusehen wäre. Die Schaufeln 10 haben von den Stirnwänden 21, 22 einen Abstand 27 bzw. vom Mischtrog 1 den Abstand 28, der ausreichend ist, dass sich kein Beton an den Trogwänden festsetzen kann. Abweisringe 29, die in der Nähe der Lagerböcke 30 angeordnet sind, schleudern etwa austretendes Mischgut oder austretende Flüssigkeit ab ; dabei sind die Lagerböcke 30 so geformt, dass zwischen den Stirnwänden und dem Lager ein Abstand bleibt, wobei der Lagerbock nach unten offen ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Mischen von Stoffen, z. B. von Beton, in einem Mischtrog, in dem konzentrisch zueinander auf einer gemeinsamen Welle zwei Mischwerkzeuge mit entgegengesetzter Steigung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Mischwerkzeug in axialer Richtung aus zwei Teilen mit entgegengesetzter Steigung aufgebaut ist, so dass das eine, aus Schaufeln (10) gebildete Mischwerkzeug das Mischgut von den Stirnwänden (21, zo) des Mischtroges (1) zueinander und das andere, als geteiltes Schneckenband (16, 17) ausgebildete oder ebenfalls aus Schaufeln aufgebaute Mischwerkzeug das Mischgut voneinander auf die Stirnwände zu fördert.