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Verteilerkopf mit Rührwerk zur Herstellung von Matten geringer
Dichte aus lignocellulosehaltigen Fasern
Die Erfindung betrifft einen Verteilerkopf mit Rührwerk zur Herstellung von Matten geringer Dichtigkeit aus lignocellulosehaltigen Teilchen, insbesondere Holzfasern. Verteilerköpfe zur Herstellung sol- cher Matten sind etwa in den USA-PatentschriftenNr. 2. 757. 115 undNr. 2, 757, 150 beschrieben. Diesen Verteilerköpfen wird eine Mischung von Holzfasern und Bindemitteln zugeführt und von ihnen gleichmässig in
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Platte od. dgl. ausgeworfen, wobei sie vereinzelt werden. Zu diesem Zweck werden die Fasern durch die Perforationen mittels Bürsten od. dgl. nach aussen gebürstet, wobei diese Bürsten auf einem Rühr- werk im Verteilerkopf angebracht sind.
Das Rührwerk, ein q, iirlartiger Rotor, dient gleichfalls dazu,
Verstopfungen und Verkleisterungen der perforierten Haube zu vermeiden und eine gute Verteilung der Fasern im Verteilerkopf zu erreichen, so dass die Blasluft die Fasern einzeln austreiben kann.
Bei diesen vorbekannten Verteilerköpfen ist die Wirksamkeit des Rührwerks an der Peripherie am grössten, während der Raum in der Mitte des Rührwerks rund um die Antriebswelle kaum von der Rührwirkung erfasst wird. In dieser toten Zone besteht die Tendenz für die Faser-Harz-Mischung, sich zu einer Masse zusammenzuballen, welche den weiteren Durchgang von Fasern durch diesen Raum blockiert.
Bei Faser-Harz-Mischungen mit einem Harzgehalt von 5% und weniger ist bei einem für Hartfaserplatten typischen Verteilerkopf diese Tendenz nicht gross genug, die Verteilung der Fasern zu der Matte erheblich zu beeinflussen. Wird der Harzgehalt jedoch grösser als 5%, dann besteht eine grosse Tendenz zur Zusammenballung, wodurch der gesamte Raum verstopft wird. Das tritt besonders dann ein, wenn thermoplastische Harze Verwendung finden. Diese Zusammenballungen vermindern allmählich die Menge der Fasern, die zur Matte gefördert werden können und beeinträchtigen die longitudinale Ausstreuung der Fasern zu der Matte. Teile der Zusammenballungen sind lose und verstopfen die Perforationen im Ausla. uf. Das beeinträchtigt die transversale Verteilung der Fasern in der Matte.
Es ist daher Gegenstand der Erfindung, einen Verteilerkopf vorzuschlagen mit einer gleichmässigen Faserverteilung, selbst wenn der Harzgehalt mehr als 5% beträgt. Es ist weiters eine Aufgabe der Erfindung, den toten Raum bei den bisher bekannten Rührwerke zu beseitigen.
Die oben erwahnten Ubelstande werden durch die Erfindung beseitigt. Der erfindungsgemässe Verteilerkopf mit Rührwerk zur Herstellung von Matten geringer Dichte aus lignocellulosehaltigen Teilchen ist gekennzeichnet durch auf einer Antriebswelle innerhalb eines Gehäuses befestigte Scheiben, durch einen zwischen den Scheiben eingesetzten und die Welle umgebenden Hohlzylinder, sowie durch axiale Stabbürsten, die entlang des Umfanges der Scheiben angeordnet sind. Die Stabbürsten sind also an den Scheiben befestigt und verbinden dieselben ausserhalb des Hohlzylinders nahe der durch die beiden Scheiben definierten zylindrischen Umfangsfläche. Durch den Hohlzylinder ist die tote Zone im Rührwerk versperrt, so dass sich hier keine Zusammenballungen bilden können.
Darüber hinaus bringt die Erfindung den Vorteil einer gleichmässigen Faserverteilung, selbst wenn der Harzgehalt mehr als SOlo beträgt, und irgendwelche Verstopfungen können nicht mehr auftreten.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen Fig. 1 den neuen Verteilerkopf mit Mattenbildungsraum in Ansicht bei teilweise abgenommener Vorderwand, Fig. 2 eine
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Draufsicht auf den Verteilerkopf mit Ausschnitten zum Erkennen der Innenkonstruktion.
Der Verteilerkopf 10 ist in bekannter Weise vertikal oberhalb des Vakuumförderbandes 20 angeordnet, auf welchem sich die Fasern zur Matte 30 niederschlagen. Der Verteilerkopf 10 besteht aus einem Gehäuse 40 mit einer Einwurföffnung 41 am oberen Ende, durch welche das Faser-Harz-Gemisch zugeführt wird. Das eingeführte Faser-Harz-Gemisch wird dann durch die Haube 42 ausgestossen, die zu diesem Zweck mit Perforationen versehen ist und vorzugsweise halbkreisförmigen Querschnitt hat. In den Stirnwänden 45 und 46 des Gehäuses 40 sind Lager 43 und 44 vorgesehen, in welchen die Welle 51 des Rührwerks 50 gelagert ist. Die Welle kann irgendeinen geeigneten Antrieb haben.
Im Gehäuse 40 sind auf der Welle 51 Scheiben 52 und 53 befestigt. Diese runden Scheiben 52 und 53 weisen eine Serie von Löchern 47 auf und haben gegenüber den Wänden 45 und 46-einen gewissen Abstand, damit sie frei laufen können. Beide Stirnwände 45 und 46 haben eine Zuführung 49 für Druckluft, die durch die Löcher 47 in das Innere des Rührwerks eintreten kann.
Zwischen den beiden Scheiben 52 und 53 ist eine Anzahl Bürsten 60 angeordnet, die sich in axialer
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angebracht, an welchem die Bürsten 62 mittels Bolzen 63 befestigt sind. Die Stäbe 61 sind in den Scheiben 52 und 53 befestigt. Die Bürsten 62 bestreichen mithin in der ganzen Ausdehnung bei der Rotation des Rührwerks die Abschlusshaube 42 und treiben dabei zusammen mit dem Luftdruck dasfaserge- misch durch die Perforationen, so dass sie mit erheblicher Geschwindigkeit, hervorgerufen durch den Luftdruck, im Verteilerkopf und den Unterdruck unter der Matte sich auf die Matte niederschlagen und eine gute Verfilzung bewirken.
Um den toten Raum bei den bisherigen Rührwerke zu beseitigen, ist auf den beiden Scheiben 52 und 53 ein Hohlzylinder 70 befestigt, der den toten Raum ausfüllt, so dass kein Fasergemisch hier eindringen kann. Der Hohlzylinder umschliesst dabei den Raum, der den Hauptteil des toten Raumes innerhalb des Rotors ausmacht, wobei es sehr vorteilhaft ist, den Hohlzylinder so nahe bei den Bürsten anzuordnen, dass diese die dem Hohlzylinder 70 anliegenden Fasern bestreichen.
Gemäss einem Ausführungsbeispiel werden mit einem Rotor mit einem Durchmesser von 61 cm und einem Hohlzylinder mit einem Durchmesser von 30,5 cm gute Ergebnisse erzielt. Die Geschwindigkeit des Rotors konnte in weiten Grenzen variiert werden, wobei Verstopfungen und Zusammenballungen nicht mehr auftraten.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verteilerkopf mit Rührwerk zur Herstellung von Matten geringer Dichte aus lignocellulosehalti- gen Teilchen, gekennzeichnet durch auf einer Antriebswelle (51) innerhalb eines Gehäuses (40) befestigte Scheiben (52, 53), durch einen zwischen den Scheiben (52, 53) eingesetzten und die Welle (51) umge- benden Hohlzylinder (70), sowie durch axiale Stabbürsten (60), die entlang des Umfanges der Scheiben (52, 53) angeordnet sind.