AT230779B - Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeitsgängen - Google Patents

Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeitsgängen

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  Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeitsgängen 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeit- gängen. 



   Normalerweise wird Zwirn in einem Arbeitsgang auf der Ringzwirnmaschine hergestellt. 



   Zu diesem Zweck werden die Gespinstfäden gefacht dem Lieferwerk der Zwirnmaschine   zugeführt.   



  Diese Arbeitsweise hat jedoch den Nachteil, dass sich die noch parallel liegenden Fäden gegenseitig in ihrer Längsrichtung verschieben und einen minderwertigen Zwirn ergeben können. 



   Man ist deshalb einen Schritt weitergegangen und hat das Zwirnen in zwei Arbeitsgänge aufgeteilt. 



  Im ersten Arbeitsgang werden die Einzelfäden auf einer Ringzwirnmaschine bei maximaler Liefer- und Läufergeschwindigkeit mit einem geringen Schutzdrall gefacht und verzwirnt. Diesel Drall genügt, um die Einzelfäden beim zweiten Arbeitsgang, bei dem der endgültige Drall erteilt wird, am gegenseitigen Verschieben zu hindern. Die Verzwirnung erfolgt dabei in üblicher Weise entgegengesetzt der Gespinstdrallrichtung. 



   Bei dieser Arbeitsweise besteht aber die Gefahr, dass Gespinstfäden, die sehr wenig Drall haben, durch den geringen entgegengesetzt gerichteten Zwirndrall während des ersten Arbeitsganges einen Teil ihrer Haltbarkeit einbüssen und zerfliessen, also Fadenbrüche verursachen. Dabei können die Fadenbrüche möglicherweise auch erst beim nachfolgenden zweiten Arbeitsgang eintreten. Die Ursache von hohen Fadenbruchzahlen ist deshalb beim zweiten Arbeitsgang in den meisten Fällen im teilweisen Auflösen des Gespinstdralles während des ersten Arbeitsganges zu suchen. Besonders gefährdet sind dabei weichgedrehte Gespinstfäden. 



   Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es nun, die Fadenbruchzahl auf ein Minimum herabzubringen. 



  Gelöst wurde diese Aufgabe durch ein Verfahren, nach dem die Fäden im ersten Arbeitsgang im gleichen Sinn wie ihre Drallrichtung mit geringem Drall vereinigt und im zweiten Arbeitsgang in dem zu ihrer Drallrichtung entgegengesetzten Sinn mit höherem Drall verzwirnt werden. 



   Scheinbar ergibt dieses Verfahren zwar einen Verlust, weil der Drall des ersten Zwirn-Arbeitsganges wieder aufgelöst wird und zusätzliche Spindeldrehungen notwendig sind. Aber in Wirklichkeit handelt es sich hiebei zum grössten Teil um Zwirne mit geringem oder mittlerem Drall, bei denen mit Rücksicht auf die   höchstmögliche Liefergeschwindigkeit   der Zwirnmaschine sowieso nicht mit der vollen Spindeltourenzahl gearbeitet werden kann. Es wird also bei gleicher Liefergeschwindigkeit und etwas höherer Spindeltourenzahl gezwirnt. Die Produktion in der Zeiteinheit wird also von diesem Gesichtspunkt aus beibehalten, sie erhöht sich aber auch durch den Wegfall der Verlustzeiten für die vermiedenen Fadenbrüche. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeitsgängen, dadurch gekenn- <Desc/Clms Page number 2> zeichnet, dass die Fäden im ersten Arbeitsgang im gleichen Sinn wie ihre Drallrichtung mit geringem Drall vereinigt und im zweiten Arbeitsgang in dem zu ihrer Drallrichtung entgegengesetzten Sinn mit höherem Drall verzwirnt werden.
AT497062A 1961-07-27 1962-06-20 Verfahren zum Verzwirnen von Fäden gleicher Drallrichtung in zwei Arbeitsgängen AT230779B (de)

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