<Desc/Clms Page number 1>
Füllnippel zum Einstecken eines Einsteckstiftes für einen dickwandigen, aus thermoplastischem Kunststoff, z. B. Polyvinylchlorid, bestehenden, hart aufzublasenden Ball und Einsteckstift hiezu
Die Erfindung betrifft einen Füllnippel zum Einstecken eines Einsteckstiftes für einen dickwandigen, aus thermoplastischem Kunststoff, z. B. Polyvinylchlorid, bestehenden, hart aufzublasenden Ball und einen
Einsteckstift hiezu.
Bälle mit Ventilen nach An von LU : ll1Jatratzenventilen sind vielfach in Gebrauch ; jedoch sind dies nicht Sportbälle im Sinne von hart aufzublasenden Fussbällen, sondern leichte, meist im Wasser verwen- dete Bälle, die eine dünne Wandung haben und deren Innendruck im aufgeblasenen Zustand so gering ist, dass er ohne Anstrengung mit der Atemluft aufgebracht werden kann.
Die vorliegende Erfindung hat ausschliesslich auf dickwandige Bälle im Sinne von hart aufblasbaren Sportbällen Bezug. Bälle dieser Art werden in der Regel beim Abschluss ihres Erzeugungsvorganges fabriksmässig ein für allemal gefüllt und in diesem Zustand verkauft. Mit dieser Vorgangsweise ist jedoch der erhebliche Übelstand verbunden, dass Lagerung und Versand solcher Bälle sehr viel Raum beanspruchen.
Das Füllen dieser Bälle geht dabei so vor sich, dass der von der Ballwandung nach innen vorstehende Füllnippel mit einer Hohlnadel durchstochen und Pressluft durch diese Nadel eingeführt wird. Nach Herausziehen der Nadel aus dem gefüllten Ball wird die Einstichöffnung in der Regel noch verklebt.
Die vorliegende Erfindung schafft Füllnippel zum Einstecken eines dicht passenden, glattwandigen Einsteckstiftes für einen dickwandigen, aus thermoplastischem Kunststoff, z. B. Polyvinylchlorid, bestehenden, hart aufzublasenden Ball, wobei der Nippel aus demselben Material wie die Ballhülle besteht und mit ihr ein Stück bildet. Die Erfindung besteht darin, dass der Nippel ein zentral angeordnetes Einsatzröhrchen aus ebenfalls thermoplastischem, artgleichem Material, jedochgrösserer Härte aufweist, welches mit dem umgebenden Nippelmaterial dicht verbunden ist. Das Füllen des Balles erfolgt dann durch Einstecken einer Fülldüse, des Schlauchendes einer Fahrradpumpe oder einer Tankstellenluftpumpe od. dgl. in dieses Einsatzröhrchen.
Besonders günstige Ergebnisse erzielt man, wenn der mit erfindungsgemässem Füllnippel verwendeteEinstecRstift aus einemKunststoff, z B. Polystyrol, besteht, welcher Weichmacher aus dem Einsatzröhrchen aufnimmt, so dass es zu einer Verklebung zwischen Einsteckstift und Einsatzröhrchen kommt.
Es ist überraschend, dass es auf diese einfache Art gelingt, einen Ballverschluss zu schaffen, der, ohne besondere Massnahmen anzuwenden, zu einem sicheren, d. h. die Gefahr des selbsttätigen Öffnens des Ventils ausschliessenden, dauernd dichthaltenden Verschluss führt. Bei den sogenannten Folienbällen werden nietförmige Verschlussstifte, also stöpselartig wirkende Körper, in rohrförmige Ventilansätze, die in das Innere des Balles vorstehen, eingeschoben, wonach der flache Kopf dieser Stifte in einer Art Tasche, die an der Balloberfläche ausgeführt ist, versenkt wird. Ein solches Ventil ist aus mehreren Gründen kein Vorbild für erfindungsgemässe Füllnippel.
Zunächst handelt es sich dabei um einen dünnwandigen Spielball, dessen Innendruck vergleichsweise niedrig ist, so dass das Problem des Dichthaltens weniger in Erscheinung tritt. Ferner : Der rohrförmige Ventilansatz ist ebenfalls dünnwandig und legt sich daher besser an den Verschlussstift an, zumal dies vom Innendruck, der im Ball herrscht, begünstigt wird. Im vorlie- genden Fall handelt es sich jedoch darum, das Dichthalten eines Verschlussstiftes in einem relativ dickwandigen Nippel und bei beträchtlichen Drücken zu gewährleisten, wie sie beispielsweise bei Verwendung des Balles als Fussball auftreten. Bemerkt sei noch, dass bei solchen Bällen Aussenventile nicht verwendet werden können.
<Desc/Clms Page number 2>
In der schematischen Zeichnung ist ein solcher Nippel und der anschliessende Teil der Ballwandung im Schnitt dargestellt. Man erkennt die Ballhülle 1 mit Füllnippel 2, bestehend beispielsweise aus Polyvinylchlorid, und das Einsatzröbrchen 3, das aus Polyvinylchlorid von grösserer Härte besteht. Die Herstellung von Bällen dieser Art (aber olne Einsatzröhrchen) kann bekanntlich so vor sich gehen, dass zuerst zwei Halbschalen hergestellt und diese dann durch Ausgelieren verbunden werden.
Im vorliegenden Fall wird bei ebensolcher Herstellung der den Ventilnippel aufweisenden Halbschale das Röhrchen 3 in eine entsprechende Ausnehmung des Nippels 2 eingesetzt. Im Zuge der weiteren Herstellungsschritte des Balles verbinden sich diese Teile innig miteinander.
Der auf bekannte Weise fertiggestellte, aber nicht gefüllte Ball, kann nun raumsparend zusammengedrückt und in diesem Zustand gelagert und versandt werden. Er wird unter Zuhilfenahme einer geeigneten Druckluftquelle erst im Zeitpunkt des Endverkaufs oder später gefüllt und einfachdadurchverschlossen, dass der aus Metall bestehende Verschlussstift 4 in den Kanal 3a gesteckt wird. Dieser Stift, der sich mit seinem flachen Kopf an die Balloberfläche anlegt, ist jedoch entfernbar. Wünscht man hingegen einen endgültigen Verschluss, so verwendet man einen aus Kunststoff bestehenden Verschlussstift, z. B. einensol- chen aus Polystyrol, welcher die Eigenschaft hat, Weichmacher aus dem umgebenden Röhrchen 3 aufzunehmen und dadurch eine feste, unlösbare Verklebung mit letzterem einzugehen.
Lässt man das harte Einsatzröhrchen 3 weg und versucht man den Stift 4 ohne dieses zu verwenden, so führt dies insoferne zu einem Fehlschlag, als dieser Verschluss ungenügend dichthält. Es ist dies überraschend, denn erwartungsgemäss müsste ein solcher Verschluss umso eher dichthalten, je weiter der Teil 2 ist und sich daher besser an den Stift anlegt, zumal er dabei von dem beträchtlichen Innendruck solcher Bälle unterstützt wird. Die Ursache für das günstige Verhalten der erfindungsgemässen Ausführung scheint aber darin zu liegen, dass das relativ harte Röhrchen 3 grössere Flächenpressungen zwischen dem Stift4, der glatt ist, und den umgebenden Röhrchen 3 erlaubt, welche Pressungen gewährleisten, dass der Stift auch bei stärksten Kompressionen des Balles, wie sie bei sportlicher Benützung desselben unvermeidlich sind, dichthält.
Das Einsatzröhrchen 3 besieht vorzugsweise aus einem stranggepressten Röhrchen. Kunststoff, der im Strang gepresst wird, erfährt, zumal der Formkörper nach Verlassen der Düse noch gereckt zu werden pflegt, eine Orientierung seiner Moleküle in der Streckrichtung und dies scheint ebenfalls dazu beizutragen, dass sich solche Einsatzröhrchen in der Praxis besonders bewährt haben.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Füllnippel zum Einstecken eines dicht passenden, glattwandigen Einsteckstiftes für eine dickwandigen, aus thermoplastischem Kunststoff, z. B. Polyvinylchlorid, bestehenden, hart aufzublasenden Ball, wobei der Nippel aus demselben Material wie die Ballhülle besteht und mit ihr ein Stück bildet, dadurch gekennzeichnet, dass er ein zentral angeordnetes Einsatzröhrchen (3) aus ebenfalls thermoplastischem, artgleichem Material, jedoch grösserer Härte aufweist, welches mit dem umgebenden Nippelmaterial (2) dicht verbunden ist.