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Melderelais
Melderelais dienen zur Überwachung von Netzeinrichtungen und werden im allgemeinen in die
Schalttafeln von Netzzentralen eingebaut, wo sie die Aufgabe übernehmen, den Ausfall einer Einrichtung des Netzes oder irgendeine andere Störung im Normalablauf des Betriebes anzuzeigen. Diese Anzeige erfolgt in der Regel optisch durch Schauzeichen und gleichzeitig akustisch durch Summer od. dgl., die über einen Kontakt des Relais an die Versorgungsspannung gelegt werden. Eine solche akustische Warnung ist sehr lästig, wenn sie auch nach Kenntnisnahme der Meldung noch andauert.
Es ist deshalb eine Möglichkeitvor- gesehen, von aussen her die Kontakte des Melderelais in die vorherige Lage zurückzustellen, unabhängig davon, ob das Relais sich im normalen Betriebszustand befindet oder nicht.
Bei Meldeeinrichtungen für die obengenannten Zwecke sind ältere Ausführungen bekannt, bei denen die Schauzeichen räumlich getrennt von dem eigentlichen Melderelais, beispielsweise in Tableaus, zusammengefasst sind. In solchen Fällen ist es stets erforderlich, dass die Schauzeichen ein eigenes Ma- gnetsystem zu ihrer Betätigung erhalten, das von einem Kontakt des Melderelais gesteuert wird. Da eine quittierte Meldung auch optisch angezeigt werden soll, sind in diesem Fall die Rückstellvorrichtungen für das Quittieren räumlich mit dem Schauzeichen vereinigt. Es ergibt sich dann die Notwendigkeit, auch den Kontakt für die akustische Meldung an dieser Stelle vorzusehen.
Bei den modernen bekannten Meldeeinrichtungen kann auf ein besonderes Magnetsystem für die Betätigung des Schauzeichens ganz verzichtet werden, weil hier Melderelais, Schauzeichen und Rückstellvorrichtung in einem gemeinsamen Gehäuse mit einer Fensterfrontabdeckung untergebracht sind. Das Schauzeichen eines derartigen Relais, welches z. B. in der österr. Patentschrift Nr. 195297 beschrieben wird, ist bei diesen Ausführungen innerhalb des Gehäuses zwischen dem Frontfenster und dem dahinterliegenden Melderelais untergebracht und wird beiEr- oder Entregung des Melderelais direkt oder indirekt durch dessen Anker betätigt.
Als Quittierrückstellvorrichtung ist eine durch die Frontabdeckung des Gehäuses nach aussen geführte und mit einem Knopf ausgestattete Schubstange vorgesehen, die bei Betätigung das Schauzeichen verstellt und gleichzeitig den zur akustischen Meldung vorgesehenen Schliesserkontakt des Melderelais unabhängig von der Ankerstellung wieder öffnet.
Es ist ein wesentlicher Nachteil dieses Melderelais, dass durch die Anordnung des Quittierungsknopfes oder-Stiftes auf der allein zugänglichen Frontseite des Gehäuses wertvoller Raum nicht mehr für die Anzeigefläche der optischen Meldevorrichtung zur Verfügung steht. Da mit Rücksicht auf eine gute Erkennbarkeit der optischen Anzeige ein Mindestmass an Anzeigefläche eingehalten werden muss, wird die Anordnung eines solchen sogenannten Quittierstiftes dann besonders problematisch, wenn die für das Melderelais zur Verfügung stehende Einbaufläche sich dem erforderlichen Mindestmass an erforderlicher Anzeigefläche nähert.
Gegenstand der Erfindung ist ein Melderelais der zuletzt beschriebenen Ausführungsart, bei dem in einem gemeinsamen Gehäuse mit einer Fensterfrontabdeckung ein Relais, ein direkt oder indirekt vom Anker dieses Relais betätigtes mechanisches Schauzeichen und eine von aussen her betätigbare, nur auf das Schauzeichen und die Relaiskontakte einwirkende und zur Quittierung einer durch das Relais gemeldeten Störung vorgesehene Rückstellvorrichtung untergebracht sind.
Erfindungsgemäss besteht das Steuerglied für die Rückstellvorrichtung aus einem an der Montageplatte des Relais schiebbar befestigten und
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zur Gänze im Relaisgehäuse untergebrachten flachen Schieber, und es ist das Schauzeichen und die Fen- sterfrontabdeckung des Melderelais in einem besonderen, mit diesem Schieber in Wirkungsverbindungste- henden, den Frontteil des Melderelais bildenden Bauteil vereinigt, der ebenfalls an der Montageplatte schiebbar befestigt ist und selbst als von aussen zugängliches eigentliches Betätigungsorgan für die Rückstellvorrichtung dient.
Gegenüber den bekannten Melderelais besitzt das erfindungsgemässe Relais den
Vorteil, dass ein besonderer, nach aussen geführter Quittierungsknopf entfällt, so dass die gesamte Front- fläche des Relais auch voll als Anzeigefläche zur-Verfügung steht.
Das erfindungsgemässe Relais ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. l zeigt das Relais in einer Seiten- ansicht, während Fig. 2 einen Schnitt gemäss der Schnittlinie A - B in Fig. l zeigt und Fig. 3 einen Schnitt durch einen Teil des Relais gemäss der Schnittlinie C - D in Fig. 1, Fig. 4 zeigt in Seitenansicht nach
Fig. l einen Schnitt durch die optische Meldeeinrichtung des Relais. In den Fig. 5a - 7a sind Einzelheiten der Verklinkungseinrichtung und in den Fig. 5b - 7b Einzelheiten der optischen Anzeigeeinrichtung des
Melderelais in vergrössertem Massstab in den drei verschiedenen Relaisbetriebsstellungen dargestellt.
Wie aus der Schnittzeichnung nach Fig. 2 ersehen werden kann, ist der konstruktive Aufbau des Relais der eines Flachrelais üblicher Bauart mit dem Unterschied, dass der eine Schenkel 1 des U-förmig gebo- genen magnetischen Rückschlusseisens verlängert und an seinem Ende la um 90 abgewinkelt ist. Dieser verlängerte Schenkelteil dient insbesondere zur Befestigung der Verklinkungsvorrichtung und der Kontakt- sätze des Relais. Der Relaisanker 2 ist in an sich bekannter Weise, die ohne weiteres aus Fig. 1 ersichtlich ist, beweglich gelagert. Im stromlosen Zustand des Relais liegt er, gehalten durch die Kraft einer Zug- feder 3, an dem Anschlag 4 an.
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Betätigung der Relaiskontaktesteckter Schrauben 7 auf der Aussenseite des Schenkels 1 des magnetischen Rückschlusseisens gehalten ist.
Auf dem Schieber 5 sind zwei aus Isolierstoff bestehende Gleitstücke 8 (Fig. 3) befestigt, die durch ent- sprechende Längsschlitze 9 des magnetischen Rückschlusseisens 1 hindurchreichen und unter dem Druck von Blattfedern 10 aufliegende und auf diesen befestigte Kontaktmitnehmer 11 in der zeichnungsmässig dargestellten Ruhelage des Relais anheben. Dadurch wird der Mittelkontakt 12 des einen der beiden vorhandenen, in Fig. 2 und 3 nur einmal sichtbaren Wechslerkontaktsatzes entgegen der Vorspannkraft seiner
Blattfeder gegen den oberen Festkontakt 14 angedrückt. Bei einer Verschiebung des Schiebers 5 in seine rechte Endstellung, die, wie später noch erläutert wird, beim Anziehen des Ankers 4 erfolgt, senkt sich der Mitnehmer 11, so dass sich der Mittelkontakt 12, der Vorspannkraft seiner Blattfeder folgend, gegen den unteren Festkontakt 13 andrückt.
Die zum Schliessen der Kontakte 12 und 13 erforderliche Schubbewegung wird durch die Zugkraft einer vorgespannten Feder 15 (Fig. 1) bewirkt, die einerseits am Schieber 5 und anderseits am Schenkel 1 des Rückschlusseisens befestigt ist und zwischen dem in Höhe der Relaiswicklung liegenden verlängerten Langloch 6 des Schiebers 5 und einem in den Schenkel 1 eingefrästen Schlitz 16 liegt. Um den Schieber
5 in der in der Zeichnung dargestellten Mittellage zu halten, ist eine Verklinkungseinrichtung vorgesehen, die mit dem Relaisanker 2 in Eingriff steht und durch diesen bei seinem Anziehen gelöst wird, so dass der Schieber 5, der Zugkraft der Feder 15 folgend, in seine rechte Endstellung gerückt wird.
Die Verklinkungseinrichtung des Schiebers 5 besteht im wesentlichen aus einem dünnen Isolierstoffplättchen 17, dessen Form aus Fig. 1 der Zeichnung ersichtlich ist, einem Anschlagstück 18 (Fig. 2) und einer drehbar gelagerten Schaltscheibe 19, die über eine Stange 20 mit dem Relaisanker 2 verbunden ist.
Das T-förmige Isolierstoffplättchen 17 ist in einen ebenfalls T-förmigen Schlitz des Schiebers 5 eingelegt und hat diesem gegenüber soviel Spielraum, dass. es frei beweglich bleibt, ohne sich zu verklemmen.
Durch eine am Schieber 5 befestigte Blattfeder 21 wird, wie aus Fig. 5a, welche in vergrössertem Massstab den wesentlichen Teil der Verklinkungseinrichtung in der Ausgangslage gemäss Fig. 2 zeigt, ersichtlich ist, das Isolierstoffplättchen gehalten und gegen den verlängerten Schenkel 1 des Rückschlusseisens, der an dieser Stelle mit einem Längsschlitz 22 geringerer Breite versehen ist, angepresst.
Auf den Schenkel 1 des Rückschlusseisens ist ein diesen Längsschlitz offenlassendes Winkeleisen befestigt, das als Lagerbock für die drehbar gelagerte Schaltscheibe 19 dient und mit einem abgebogenen Teil als Anschlag 18 für das Isolierstoffplättchen 17 des Schiebers 5 in den Schlitz 22 und den T-förmigen Schlitz des Schiebers 5 hineinragt. Die um die Achse 23 drehbare Schaltscheibe 19 ist mit einer Nase 24 versehen, die in der gezeichneten Lage auf dem Isolierstoffplättchen 17 aufliegt und dieses bei einer Drehung der Schaltscheibe 19 im Uhrzeigersinn soweit nach unten drückt, dass es vom Anschlag 18 abgehoben wird. Der Schieber 5 wird dann in diesem Fall durch die Kraft der Feder 15 in seine rechte Endstellung gerückt, welche aus Fig. 6a der Zeichnung ersichtlich ist.
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Bei dem in der Zeichnung dargestellten Relais wird dieser Vorgang bewirkt, wenn der Relaisanker 2 anzieht. In vielen Fällen ist es aber auch erforderlich, dass dieser Vorgang beim Abfallen des Ankers be- wirkt wird. Gemäss der Erfindung ist für solche Fälle eine Massnahme getroffen, die eine universelle Ver- wendung des gleichen Relais für beide Arten der Auslösung sicherstellt. Wie man aus Fig. 2 ersehen kann, ist die Schaltscheibe 19 mit einer Zusatzbohrung 25 versehen ; der Abstand dieser Bohrung vom Drehpunkt
26 der Stange 20 am Relaisanker 2 ist so gewählt, dass er bei angezogenem Anker und der eingezeichneten
Stellung der Schaltscheibe 19 dem Abstand zwischen den Drehpunkten 26 und 27 der Stange 20 bei der ein- gezeichneten Stellung von Anker und Schaltscheibe genau entspricht.
Die Stange 20 kann je nach Erfor- dernis in die eine oder andere der Bohrungen 25 und 27 eingesteckt werden, so dass die Verklinkung entweder beim Anlegen des Relais an Spannung oder beim Stromloswerden gelöst wird,
Bei Melderelais ist nun bekanntlich noch eine Möglichkeit zur Quittierung der Meldung vorgesehen.
Hiezu dient die dritte, aus Fig. 7a der Zeichnung ersichtliche Stellung des Schiebers 5, bei der dieser in seine linke Endstellung gerückt ist. Wie aus Fig. 3 ersehen werden kann, ist in dieser Lage die gleiche
Stellung der Kontakte wiederhergestellt, die vor der Betätigung des Relais vorhanden war. Die Verklin- kung in dieser Endstellung erfolgt durch die Nase 24 der Schaltscheibe 19 (Fig. 7a), gegen deren Hinter- kante das Isolierstoffplättchen 17 dann anschlägt, wenn nach erfolgtem Einrücken des Schiebers 5 in sei- ne linke Endstellung der Anker 2 des dargestellten Relais noch angezogen bzw. bei Verwendung des Relais als Ruhestromrelais der Anker noch abgefallen, die gemeldete Störung also noch nicht behoben ist.
Sobald die gemeldete und quittierte Störung behoben ist, fällt bei dem dargestellten Relais der Anker wieder ab bzw. zieht der Anker eines in Ruhestromschaltung verwendeten Relais wieder an und schnellt der Schie- ber 5 automatisch wieder in seine aus Fig. 2 und 5a ersichtliche Mittelstellung zurück.
Gemäss der Erfindung ist nun der die optische Anzeigeeinrichtung tragende Frontteil vom Relais ge- trennt und diesem gegenüber schiebbar gelagert und wird als Betätigungsorgan für den Quittierungsvorgang verwendet. Aus der Schnittzeichnung der Fig. 2 ist ersichtlich, dass der Frontteil 28 aus einem U-förmig abgewinkelten Blechstreifen besteht ; der eine Schenkel des U-förmigen Frontteiles 28 hat die aus Fig. 1 ersichtliche Form und ist mit Hilfe zweier Schrauben 30, die durch die Langlöcher 31 dieses Schenkels gesteckt sind, auf dem langen Schenkel des U-förmigen Rückschlusseisens 1 gehaltert. In gleicher Weise ist auch der andere Schenkel des U-förmigen Frontteiles 28 auf dem andern Schenkel des Rückschluss- eisens 1 mit Hilfe der durch die Langlöcher 33 gesteckten Schrauben 32 gelagert.
Die Fixierung des auf diese Weise schiebbar befestigten Frontteiles 28 in der eingezeichneten Lage erfolgt durch die vorgespann- ten Zugfedern 34 und 35, die in gleicher Weise befestigt sind wie die bereits näher erläuterte Feder 15.
Die optische Anzeigevorrichtung des Melderelais ist im schiebbaren Frontteil 28 angeordnet und be- steht, wie aus der Schnittzeichnung in Fig. 4 ersichtlich ist, im wesentlichen aus einer schiebbaren Schau- zeichentafel 36, einer davor angeordneten ebenfalls schiebbaren Blende 37 und einer vor dieser Blende ortsfest angeordneten weiteren Blende, die hier durch den einfach mit drei Blendenöffnungen 38 versehe- nen Mittelteil des U-förmig gebogenen Frontteiles 28 gebildet wird. Die schiebbare Blende 37 ist mit drei Blendenöffnungen versehen, die in der eingezeichneten Mittellage des Melderelais hinter den Öff- nungen 38 der ortsfesten Blende liegen, so dass der Durchblick auf die ganz hinten liegende Schauzeichen- tafel 36 freigegeben ist.
In Fig. 5b ist diese Stellung der Anzeigeeinrichtung noch einmal in vergrössertem
Massstab dargestellt, wobei aus Fig. 5a die zugehörige Stellung der Verklinkungseinrichtung ersichtlich ist.
Bei einem Vergleich dieser beiden Figuren und später beim Vergleich zwischen den Fig. 6a und 6b sowie 7a und 7b ist zu berücksichtigen, dass der Übersichtlichkeit wegen die Schnittzeichnungen der Fig. b in einer gegenüber den Schnittzeichnungen der Fig. a um 90 verdrehten Lage dargestellt sind. Wird nun beim Auftreten einer Störung die Verklinkung des Schiebers 5 gelöst, so schnellt dieser in seine Endstel- lung nach rechts (Fig. 6a) ; der am Ende des Schiebers 5 befestigte gekröpfte Mitnehmer 39 verdreht da- bei das Betätigungsglied 40 der optischen Anzeigevorrichtung im Gegenuhrzeigersinn, so dass die Blende
37 angehoben wird und deren Stege die davorliegenden Blendenöffnungen 38 schliessen (Fig. 6b).
Das Quittieren der Meldung erfolgt nun durch Hineindrücken des schiebbaren Frontteiles 28, dessen Kante 41 (Fig. 1) dabei gegen den Schieber 5 drückt und diesen somit ebenfalls verschiebt, bis er in seiner linken Endstellung (Fig. 7a) einrastet.
Da die gegenseitige Stellung zwischen Frontteil 28 und Schieber 5 bis zu diesem Vorgang keine relative Änderung erfährt, wird die Anzeigevorrichtung auch noch nicht verstellt. Erst bei der durch die Zugkraft der Federn 34 und 35 bewirkten Rückstellung des Frontteiles 28 in seine Ausgangslage tritt eine Relativbewegung zwischen dem nunmehr festgestellten Schieber 5 und dem Frontteil auf, was eine Verdrehung des Betätigungsgliedes 40 im Uhrzeigersinn über die Mittellage (vgl. Fig. 5b) hinaus zur Folge
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hat. Dabei wird zunächst die Blende 37 in die Ausgangsstellung (vgl. Fig. 5b) zurückgeschoben und daran anschliessend die Schauzeichentafel 36 um eine Blendenöffnungsbreite nach unten geschoben. In dieser
Endstellung nimmt die Anzeigeeinrichtung die aus Fig. 7b ersichlichte Lage ein.
Beim Fortfall der Störung fällt der Schieber 5 schliesslich automatisch in seine Mittellage zurück, so dass dann die Schauzeichenta- i fel 36, deren Mitnehmer 42 mitHilfe einer votgespannten Zugfeder 44 am Mitnehmer 43 der Blende 37 befestigt ist, durch die Rückstellkraft dieser Feder in die eingezeichnete Normallage zurückgestellt wird.
Um eine eindeutige und augenfä11igeAnzeige derdreiMelderelaisstellungen zu ermöglichen, ist eine verschiedenartige farbige Kennzeichnung der Blenden und derSchauzeichentafel erforderlich. Als ein Aus- führungsbeispiel ist die nachstehende Farbkennzeichnung zu betrachten : Die Grundfarbe für den Mittelteil desU-förmigenFrontteiles28 mitdendreiBIendenöffnungen38 und die Grundfarbe für die Schauzeichen- tafel 36 ist schwarz, während als Grundfarbe für die Blende 37 weisse Farbe gewählt wird. Auf die weisse Grundfarbe der beiden Stege zwischen den Öffnungen der Blende 37 und den unteren Rahmen- teil dieser Blende sind in roter Farbe Schräg- oder Querbalken aufgetragen, die demnach in der Melde- oder Warnstellung (Fig. 6b) sichtbar werden, wenn die Blende 37 nach oben geschoben ist.
Auf die schwarze Grundfarbe der Schauzeichentafel 36 sind entsprechend der Breite der Blendenöffnun- gen drei Längsbalken weisser Farbe derart aufgetragen, dass sie durch die hintereinanderliegenden Öffnun- gen beider Blenden dann sichtbar werden, wenn die Schauzeichentafel 36 nach unten geschoben ist und das Melderelais somit in der Quittierstellung steht (Fig. 7b). Die eingezeichnete Normalstellung (Fig. 5b) des Relais wird dann durch ein vollkommen schwarzes Feld angezeigt.
Um eine Beschädigung der Anzeigevorrichtung im Inneren des schiebbaren Frontteiles 28 zu verhin- dern, erfolgt eine Abdeckung durch die Glasscheibe 45, die durch eine mit einem entsprechenden Fen- sterausschnitt versehene Abschlusskappe 46 gehalten wird.
'Das erfindungsgemässe Melderelais ist in erster Linie für den Einbau in solche Instrumentengehäuse ge- dacht, die eine Vielzahl von Relais fassen können. Diese Gehäuse sind durch an der Frontseite angebrach- te rastenförmige Längs- und Querverstrebungen, die nur wenig in das Gehäuse hineinreichen und als vor- dere Halterungen für die einzelnen Relais dienen, fächerartig unterteilt ; im Inneren des Gehäuses sind auf dem Gehäuseboden als hintere Halterungen dienende Stecksockel befestigt.
Zur Montage des dann für das Melderelais erforderlichen Steckers ist das aus Fig. 2 der Zeichnung ersichtliche nach oben abgewinkelte Schenkelende la des U-förmigen magnetischen Rückschlusseisens 1 vorgesehen. Die vorderen rasterförmigen Halterungen für das Relais sind in Fig. 1 und 2 der Zeichnung teilweise und imSchnitt dargestellt und mit dem Bezugszeichen 47 versehen.
Um ein bequemes Einschie- ben des Relais und seinen festen Sitz in der vorderen Halterung 47 des Gehäuses sicherzustellen, sind die
Aussenmasse des Relais so gehalten, dass alle Relaisteile unbedingt innerhalb eines gedachten Quaders lie- gen, dessen äussere Begrenzung im Querschnitt einerseits durch die Schenkelbreite des U-förmigen Rückschlusseisens 1 gegeben ist und anderseits durch den Parallelabstand zwischen den Kopffischen der Befesti- gungsschrauben 32 auf der Ober- und 7 und 30 auf der Unterseite des Relais.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Melderelais, bei dem in einem gemeinsamen Gehäuse mit einer Fensterfrontabdeckung ein Relais, ein direkt oder indirekt vomAnker dieses Relais betätigtes mechanisches Schauzeichen und eine von aussen her betätigbare, nur auf das Schauzeichen und die Relaiskontakte einwirkende und zur Quittierung einer durch das Relais gemeldeten Störung vorgesehene Rückstellvorrichtung untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerglied für die Rückstellvorrichtung aus einem an der Montageplatte des Relais schiebbar befestigten und zur Gänze im Relaisgehäuse untergebrachten flachen Schieber (5) besteht und dass das Schauzeichen (36,37, 38) und die Fensterfrontabdeckung (45,46) desselben in einem besonderen, mit diesem Schieber in Wirkungsverbindung stehenden, den Frontteil des Melderelais bildenden Bauteil (28)
vereinigt sind, der ebenfalls an der Montageplatte schiebbar befestigt ist und selbst als von aussen zugängliches eigentliches Betätigungsorgan für die Rückstellvorrichtung dient.