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Doppelschienige Vorhangkarniese
Die Erfindung betrifft eine doppelschienige Vorhangkarniese mit Laufrollen, wie sie zur Verschiebung des Vorhanges bzw. des Stores allgemein Verwendung findet.
Die bislang verwendeten Storeprofile haben die Form eines "I" und werden aus preislichen Gründen aus Eisenblech gerollt. Sie haben eine geringe Steifigkeit und können daher nur auf kleinere Spannweiten von etwa 2 bis 3 m funktionsfähig an der Zimmerwand montiert werden, da grössere Spannweiten wegen des Durchhanges oder den mehrfachen Befestigungslaschen erfahrungsgemäss bald zu Betriebsstörungen führen. Im Handel sind derartige Storeprofile nur in Stangen von 6 m Maximallänge erhältlich, wobei ihre filigrane Ausführung es unmöglich macht, sie bündig zu verlängern, da erfahrungsgemäss die Stossstellen der Verlängerungsstücke, die mit Konsollaschen in der Wand befestigt sind, durch die leichte Deformation der Profile der Vorbeiführung der Laufrollen an der Stossstelle funktionsbehindernden Widerstand entgegensetzen.
Die heutige Architektur verlangt jedoch vielfach Fensterbreiten, die Karniesen von weit über 6 m Länge erforderlich machen, wodurch mit den bekannten Profilen das Auslangen nicht gefunden werden kann. Ausserdem haben die modernen Fenster zumeist Höhen, die knappunterdieZimmerdecke reichen und daher eine Befestigung der Karniesen an der Zimmerdecke erforderlich machen, die die bekannten Konstruktionen durch seitliche Laschenkonsolen nicht gestatten und besondere Flanschbohrungen des Profilsteges erfordern, die an Ort und Stelle von Fachkräften vorgenommen werden müssen.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass die die beiden Stege verbindende Schienenoberseite ihrer ganzen Länge nach mit Längsschlitzen versehen ist, wodurch auch jeder Nichtfachmann die Karniese mit beliebigem Schraubenabstand unmittelbar an der Decke befestigen kann.
Es ist bereits bekannt, an der Schienenoberfläche von Karniesen Schraubenlöcher vorzusehen, die der Befestigung der Karniese an der Decke dienen. Diese Schraublöcher legen aber die Verankerungsstelle fest. Sollte jedoch wegen der betreffenden Gegebenheiten oder wegen eines Mauerwiderstandes ander Schraublochstelle die Verankerung an einer Stelle zwischen zwei Schraublöchern erforderlich sein, muss an dieser Stelle erst ein neues Schraubloch in die Karniesenoberfläche am Montageort gebohrt werden, wozu Fachkräfte erforderlich sind. Die nur durch Materialbrücken unterbrochenen, der ganzen Länge der Karniese nach verlaufenden Längsschlitze vermeiden diesen Nachteil, indem sie ebensowohl die Deckenbefestigung ohne Vorarbeit an jeder gewünschten oder erforderlichen Stelle als auch die Verlängerung der Karniese an störungsfreien Stossstellen gestatten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes im Schaubild dargestellt.
Im dargestellten Ausführungsbeispiel besitzt die doppelschienige Vorhangkarniese im wesentlichen ein an sich bekanntes, nach unten offenes U-Profil, mit den beiden Stegen 2 und der Schienenoberseite 4, das ein biegungssteiferes Tragelement bildet. Die Schienenoberseite 4 ist ihrer ganzen Länge nach mit Längsschlitzen 1 versehen, die nur durch schmale aus Festigkeitsgründen erforderliche Materialbrücken voneinander getrennt sind. Diese Längsschlitze ermöglichen es, die Karniese ohne zusätzliche Bohrungen bei der Montage an jeder beliebigen Stelle festzuschrauben, wobei sowohl unter Zuhilfenahme von an sich bekannten Laschenkonsolen eine Wandbefestigung an den Enden bzw. auch in der Mitte der Karniese als auch eine Befestigung der Karniese an der Zimmerdecke mit beliebigem Schraubenabstand ermöglicht
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wird.
Auch die Stückelung bzw. Verlängerung der Karniese ist dadurch möglich, dass zwei derartige Profilstücke bündig zusammengestossen werden und an der Stossstelle eine Laschenkonsole in die benachbarten Längsschlitze 1 eingeschraubt wird. Durch die stabile Form des Karniesenprofiles und die beschriebene Art der Verlängerung ist ein störungsfreies Durchlaufen der Rollen gewährleistet. Durch diese leichte Art der Verlängerung entsteht auch beim Anfertigen kürzerer Karniesen kein Abfall, da auch kürzere Stücke in der beschriebenen Art ergänzt werden können.