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Die Erfindung bezieht sich auf eine Unterkonstruktion für Wandbekleidungstafeln, mit in vorbestimmten
Abständen etwa parallel zueinander verlaufenden Tragleisten, die durch mit der zu bekleidenden Wand verbundene Halteelemente, welche sich nach rückwärts, zur Befestigungswand hin, erstreckende Halteabschnitte der Tragleisten formschlüssig umgreifen, im Abstand von der Wand gehalten sind, insbesondere für vorgehängte und hinterlüftete Fassaden.
Es sind bereits Unterkonstruktionen für vorgehängte Fassadenverkleidungen bekanntgeworden, bei denen der Befestigung der eigentlichen Fassadenelemente dienende Profilschienen mittels in Dübel eingeschraubter
Befestigungsschrauben an einer Bauwand befestigt sind. Bei den bekannten Unterkonstruktionen bedarf es einer
Vielzahl verschiedenarig ausgebildeter Befestigungsmittel, deren Anbringung an einer mit einer Vorhangfassade auszurüstenden Bauwand erheblichen Montageaufwand erfordert.
Eine andere Anordnung zur Befestigung von Wandbekleidungstafeln an einer Bauwerkswand ist in der franz. Patentschrift Nr. 1. 504. 714 beschrieben. Bei dieser Anordnung sind als Tragleisten I-Profilschienen eingesetzt und dadurch an einer Bauwerkswand befestigt, dass die von den Verkleidungstafeln entfernten
Tragleistenflanschen von Halteelementen formschlüssig umgriffen sind, welche Halteelemente ihrerseits mittels einer Schwalbenschwanzführung in an der Bauwerkswand befestigten Ankerschienen formschlüssig aufgenommen sind. Unbefriedigend bei dieser vorbekannten Anordung ist der Mangel an Einstellbarkeit senkrecht zur
Bauwerkswand.
Eine derartige Einstellbarkeit ist jedoch unbedingte Voraussetzung für den rationellen Aufbau einer Unterkonstruktion für Wandbekleidungstafeln, weil notwendig an Bauwänden auftretende
Massabweichungen im Rahmen der Unterkonstruktionen ausgeglichen werden müssen.
Diesem Mangel begegnet eine andere bekanntgewordene Unterkonstruktion (deutsche Patentschrift Nr. 1943592), bei der unter Vermeidung zusätzlicher Befestigungselemente als Tragschienen für die Wandbekleidungstafeln Profilschienen eingesetzt sind, die lediglich mit Befestigungsschrauben an einer zu verkleidenden Bauwand befestigt und im gewünschten Abstand gehalten sind. Diese Profilschienen besitzen eine in Schienenlängsrichtung verlaufende Vertiefung, die von durch einen Längsschlitz unterbrochenen Flanschen teilweise abgedeckt ist. In die Vertiefung greifen die Köpfe hammerkopfartiger Befestigungsschrauben ein, die in der Montagelage schräg zur Schienenlängserstreckung gestellt und zwischen dem Boden der genannten Vertiefung und den letztere abdeckenden Flanschen eingeklemmt werden.
Während die an erster Stelle erläuterten Unterkonstruktionen neben erheblichem Materialeinsatz auch einen grossen Montageaufwand erfordern, erweist sich die zuletzt beschriebene Unterkonstruktion insofern als unzulänglich, als lediglich die Montage der Tragleisten in Vertikalanordnung gelingt und es jedenfalls dann zu Beschädigungen der Profilleisten im Angriffsbereich der Schraubenköpfe kommen kann, wenn die Schraubenlöcher in der Befestigungswand ungenau gebohrt sind und die Befestigungsschrauben nicht genau miteinander fluchten. Dies ist aber sehr häufig der Fall, z. B. infolge unvermeidbar beim Bohren von Aufnahmelöchern in Betonwänden auftretendem Bohrerversatz, der einerseits auf ungenau geschliffenen Bohrwerkzeugen, anderseits jedoch auch auf im Beton enthaltenen, unterschiedliche Härte aufweisenden Bestandteilen beruhen kann.
Darüber hinaus müssen bei einer derartigen Unterkonstruktion in geringen Abständen voneinander längs einer jeden Tragleiste Befestigungsschrauben angebracht werden, da die auftretenden Lasten die Befestigungsschrauben auf Biegung beanspruchen. Schliesslich gelingt mit der vorbekannten Unterkonstruktion nur die Montage von Wandbekleidungstafeln in vergleichsweise geringen Abständen von den zu bekleidenden Bauwänden. Dies ist insbesondere dann unzulänglich, wenn, wie bei vorgehängten Fassaden üblich, unmittelbar auf die Bauwände Isolierstoffmatten aufgebracht werden, durch die sich die Verankerungselemente hindurcherstrecken müssen.
Ausgehend von dem vorstehend erläuterten Stande der Technik soll durch die Erfindung eine einfache montierbare Unterkonstruktion geschaffen werden, bei der einerseits auftretende Massungenauigkeiten an Bauwänden leicht ausgleichbar sind und anderseits der Abstand der Bekleidungstafel von der zu bekleidenden Bauwand innerhalb grösserer Grenzen als bei der zuletzt beschriebenen Unterkonstruktion wählbar ist, ohne dass dadurch Beeinträchtigungen der Festigkeit der Unterkonstruktion zu befürchten sind. Schliesslich soll die zu schaffende Unterkonstruktion eine für viele Einsatzfälle erforderliche Horizontalmontage der Tragleisten ebenso wie die bekannte Montage in Vertikalanordnung ermöglichen.
Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe ist, ausgehend von einer Anordnung gemäss der franz. Patentschrift 1. 504. 714, bei einer Unterkonstruktion der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst, dass die Halteelemente in Tragleistenlängsrichtung in vorbestimmten Abständen voneinander angeordnet und mit ihrerseits fest an die Befestigungswand angeschlossenen Ankerteilen fest, jedoch in einer Richtung senkrecht zur Ebene der Befestigungswand einstellbar, verbunden sind.
Im Gegensatz zum Stande der Technik sind erfindungsgemäss den einzelnen Befestigungspunkten der Tragleisten spezielle Haltelelemente zugeordnet, die ihrerseits in geeigneter Weise an der zu bekleidenden Bauwand befestigt sind und hinterschnittene Halteabschnitte der Tragleisten formschlüssig umgreifen.
Die von den Halteelementen formschlüssig umgriffenen Halteabschnitte der Tragleisten können an sich beliebig gestaltet sein, wobei es lediglich auf die Vermittlung einer formschlüssigen Halterung ankommt. Eine zweckmässige Ausführung der Erfindung ist jedoch dadurch gekennzeichnet, dass die Tragleistenhalteabschnitte
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Die feste Verbindung zwischen dem mit der Bauwand-10-fest verbundenen, als Ankerteil dienenden Winkelprofil--12--und den genannten Halteabschnitten der Tragleisten--18--vermitteln die Halteelemente-17-, die bei der Ausführungsform gemäss Fig. 1 aus zwei Halteklammern --25-- der in Fig. 2 perspektivisch dargestellten Art bestehen und die flanschenartigen Halteabschnitte--23, 24--der Tragleiste C-förmig umgreifen. Die die Halteflanschen--23, 24--hintergreifenden Abschnitte--26--der
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sich von den die Halteflanschen umgreifenden Abschnitten parallel zueinander verlaufende Schenkel--17-fort, in denen Langlöcher --28-- angeordnet sind.
In der in Fig. 1 gezeigten Gebrauchslage sind die Halteklammern --25-- in bezug auf eine Mittelebene der Halteelemente--17--spiegelbildlich zueinander angeordnet und zwischen den sich nach rückwärts, zur Bauwand hin erstreckenden Schenkeln--27--ist der sich rechtwinkelig von der Bauwand forterstreckende Schenkel des Ankerprofils--12--aufgenommen. Fest miteinander verbunden sind die den Schenkeln--15--des Ankerprofils--12--zwischen sich aufnehmenden Schenkel--17--der Halteklammern--25--mittels Schrauben--29--, die sich durch die Langlöcher --16, 28--in den genannten Schenkeln hindurcherstrecken.
Auf den einander zugewandten Innenseiten sind die Schenkel--27--der Halteklammern--25--sowie die beiden Flächen des an den genannten Halteklammerschenkeln anliegenden Ankerschenkels--15--mit Profilierungen--30-versehen, die ein über die von der Schraube--29--vermittelte Klemmwirkung hinausgehendes, teilweise formschlüssiges Ineinandergreifen in der Spannlage gewährleisten.
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An Stelle der an jedem Punkt der Tragleistenlängserstreckung auf die Halteflanschen--23, 24-- aufsetzbaren, zweiteiligen Halteelemente-17-können auch einteilig ausgebildete Halteelemente-17'-- gemäss Fig. 3 Verwendung finden, bei denen sich an den Schenkel--27'--ein C-förmiger Abschnitt--26'-- einstückig anschliesst, der in Längsrichtung der Tragleisten auf die Halteflanschen--23, 24--aufschiebbar ist.
Das Halteelement--17'--wird ebenfalls in der Gebrauchslage mit dem Schenkel--15--des Ankerprofils --12-- mittels einer sich durch die Langlöcher --16, 28-- hindurcherstreckenden Befestigungsschraube verbunden. Ebenso wie die Kontaktflächen des Schenkels--15--des Ankerprofils sind die Kontaktfläche des Schenkels --27'-- mit einer Profilierung-30'--versehen.
Die in Fig. 1 veranschaulichten Befestigungspunkte der Tragschienen sind in vorbestimmten Abständen voneinander in Richtung der Tragleistenlängserstreckung angeordnet, wobei der an der Bauwand anliegende Schenkel des Ankerprofils--12--jeweils abwechselnd nach der einen und andern Seite bei in Tragschienenlängsrichtung aufeinanderfolgenden Befestigungspunkten gerichtet sein kann. Angesichts der Verschiebbarkeit der die Halteflanschen--23, 24--umgreifenden Halteelemente in Tragleistenlängsrichtung gelingt es bei dieser Unterkonstruktion, die Befestigungspunkte den jeweiligen Gegebenheiten des Einsatzfalles anzupassen, etwa in der Weise, dass die Steinschrauben--11--unter Beachtung vorhandener Mauerfugen gesetzt werden.
Selbstverständlich können an Stelle der veranschaulichten Steinschrauben in Dübel eingreifende Befestigungsschrauben Verwendung finden, wobei sich wieder die in Grenzen mögliche Wahl der Dübellöcher vorteilhaft auswirkt. Seitenverschiebungen sind innerhalb der durch die Längenerstreckung des Langloches --14-- im kurzen Schenkel--13--des Ankerwinkels--12--gegebenen Grenzen möglich.
Die die Halteflanschen--23, 24--umgreifenden Abschnitte--26--der Halteelemente können einerseits durch Einklemmung zwischen den genannten Halteflanschen und entsprechend verformten Abschnitten --31-- im Bereich der Befestigungsflanschen der Tragleisten axial festgelegt sein. Eine andere Möglichkeit der axialen Festlegung besteht darin, dass die Tragleisten am jeweils vorderen und hinteren Ende der die Halteflanschen umgreifenden Halteelemente mit zur Bauwand hingerichteten Einprägungen --31-- versehen sind, die einer Verschiebung der Halteelemente in Tragleistenlängsrichtung formschlüssig entgegenwirken. Die Tragleisten und Halteelemente können jedoch auch, wie bei derartigen Unterkonstruktionen schlechthin bekannt, durch Nieten od. ähnl.
Mittel axialfest miteinander verbunden sein. Bei-32-ist in Fig. 1 ein derartiger Niet angedeutet, der sich aus dem Bereich einer Einprägung -31-- der Tragleiste durch den Halteflansch--24-und die diesen umgreifenden Abschnitte des Halteelementes--17--hindurcherstreckt.
Es versteht sich von selbst, dass an Stelle der eingemörtelten Steinschraube--11--der Ankerteil --12-- in beliebiger, an sich bekannter Weise an der Bauwand befestigt werden kann. Erwähnt sei hier nur die
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