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Drosselventil
Die genaue Einstellung des Druckes eines strömenden Mediums sowie die ständige Überwachung dieses Druckes ist beispielsweise in dem Schmier-und Kühlölkreislauf der Lagerstellen von rotierenden
Maschinen besonders wichtig. Um an einer bestimmten Stelle vor dem Eintritt des Öles in das Lager einen definierten Druck zu erhalten, der mittels eines Manometers erfasst werden kann, hat man bisher an dieser Stelle eine sogenannte Lochblende in die Ölleitung eingebaut, deren Durchtrittsquerschnitt so bemessen war, dass im Lager die gewünschten Gleit- und Temperaturverhältnisse herrschten. Schwierigkeiten ergaben sich dann, wenn infolge neuer Betriebsverhältnisse andere Werte des Öldruckes und der Öltemperatur sowie der Ölmenge eingehalten werden sollten und zu diesem Zweck eine neue Lochblende in das Ölsystem eingebaut werden musste.
Bei einer Veränderung des Durchtrittsquerschnittes der Lochblende ergibt sich zwangsläufig eine Veränderung des Druckes, den das kurz vor der Lochblende angeordnete Manometer anzeigt. So hat beispielsweise eine Vergrösserung der Durchtrittsöffnung einen starken Abfall des Druckes und damit eine beträchtliche Erhöhung der Schmierölmenge zur Folge, während der Manometerdruck absinkt.
Durch die im folgenden beschriebene Erfindung wird ein einstellbares Drosselventil geschaffen, das frei von den erwähnten Nachteilen ist.
Die nachstehend beschriebene Steuer- und Messeinrichtung ermöglicht die Anzeige eines Öldruckes, der analog der Durchflussmenge ist, obwohl die Druckölmenge mit dem erfindungsgemässen Drehschieber in weiten Grenzen eingestellt werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist ein Drosselventil mit einem in dessen Strömungskanal angeordneten Drehschieber mit Drehkörper. Erfindungsgemäss hat der Drehkörper im Bereich der Eintrittsbohrung des Drosselventilgehäuses eine Ringrille, die einen ständigen Druckmittelzufluss bewirkt und dessen die Austrittsbohrung des Drosselventilgehäuses teilweise abdeckendes Ende eine an sich bekannte verstellbare Blende aufweist, wobei fernerhin vorwiegend ein Manometer so angeordnet ist, dass es, in Strömungsrichtung gesehen, hinter der Drosseleintrittsbohrung, aber vor der verstellbaren Blende an den Drehschieberzylinder angeschlossen ist.
Durch Drehung des Drehkörpers innerhalb des Drosselventils kann die Eintrittsbohrung des Drosselventilgehäuses in weiten Grenzen variiert werden, so dass auch die den nachgeschalteten Lagern zugeführte Ölmenge entsprechend geändert wird, und dennoch zeigt das Manometer, das der Öffnung des einstellbaren Drosselventils nachgeschaltet ist, ständig einen relativ hohen Öldruck. Die in den Drehschieber eingebaute verstellbare Blende lässt darüber hinaus eine einfache Einstellung des Öldruckes zu.
An einem Ausführungsbeispiel sei ein erfindungsgemässes Drosselventil, das einstellbar ist, geschildert.
Danach ist in dem Drosselventilgehäuse 1 eine Eintrittsbohrung 2 angeordnet, die an der Stelle 3 in die Hauptbohrung 4 des Drosselventilgehäuses 1 mündet. Die Stelle 3 der Eintrittsbohrung 2 wird in der dargestellten Lage des Drehkörpers J weitgehend von demselben abgedeckt und lediglich der freie Querschnitt der Ringrille 6 des Drehkörpers 5 gewährleistet einen ständigen Druckölfluss in Richtung der Pfeile 7 und 8, so dass auch das Manometer 9 ständig den vorhandenen Öldruck anzeigt.
Soll das hier nicht näher dargestellte Lager, das an die Hauptbohrung 4 angeschlossen ist, stärker gekühlt werden, so braucht lediglich der Drehkörper 5 mittels eines in seinen Schlitz 10 eingreifenden Hilfsgerätes gedreht zu werden und dadurch ergibt sich bereits eine stufenlose Steuerung des an der Stelle 3 der Eintrittsbohrung 2 strömenden Druckmittels.
Eine weitere Variation der Druckölmenge ist durch Veränderung der hinter dem Manometer 9 im Strömungsweg liegenden Lochblende 11 dadurch möglich, dass die Schraube 12 mehr oder weniger in den Drehkörper 5 hineingeschraubt wird, so dass ihr Kopf 13 die Austrittsbohrung 14 ausfüllt oder nicht.
Der Drehkörper 5 wird nach erfolgter Einstellung mittels der Frontplatte 15 an dem Drosselventilgehäuse 1 befestigt, so dass die einmal vorgenommene Einstellung der Durchtrittsquerschnitte nicht mehr verändert werden kann, ohne die Frontplatte 15 zu lösen.
In Fig. 2 ist ein Querschnitt durch den Drehkörper 5 entlang der Ebene 16, 17 dargestellt.