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Tablettenschachtel
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausbildung der durch das Patent Nr. 222813 geschützten Tablettenschachtel, bestehend aus Schachtelhülse und gefächertem Schuber, bei der an einer Vorderkante der längeren Hälfte der Schachtelhülse ein Anschlag vorgesehen ist, gegen den die Vorderseite der eingefächerten Tabletten bzw. die Hinterwand des mit einem Schlitz versehenen Schubers schubbegrenzend anschlägt und besteht darin, dass die beiden Hälften der Schachtelhülse nach Füllung des eingeführten Schubers durch unlösbaren Druckverschluss miteinander verbunden werden. Zu diesem Zweck sind die federnden Seitenwände der beiden Schachtelhülsenhälften mit Ausnehmungen bzw. Nasen versehen, die nach Zusammendrücken der beiden Hälften diese unlösbar verbinden.
Weitere Kennzeichen der Erfindung liegen in einer Sperre des Schuters in der Schachtelhülse sowie in einer besonderen Ausbildung des Anschlages zum Zweck der Erleichterung der Tablettenentnahme aus der Schachtel.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. l eine Draufsicht auf die Schachtel mit teilweise ausgezogenem Schuber, die Fig. 2 die zugehörige Seitenansicht und Fig. 3 den Querschnitt nach Linie A-A der Fig. 2.
Wie bereits im Stammpatent beschrieben, wird die Schachtelhülse zweiteilig angefertigt, wobei die obere Hälfte la kürzer als die Hälfte lb ist. Auf der unteren Vorderkante der unteren Schachtelhälfte lb ist ein Anschlag lc vorgesehen, gegen welchen die im Schuber 2 eingefächerten Tabletten beim Ausziehen des Schubers anschlagen, zu welchem Zweck der Schuber 2 einen langen Schlitz 2a besitzt, womit er an dem Anschlag lc der unteren Schachtelhälfte geführt wird und im leeren Zustand unbehindert durch den Anschlag Ic aus und eingeschoben werden kann, bis schliesslich eine Zunge 2b des Schubers oder dessen Hinterwand selbst an den Anschlag lc schubbegrenzend anstösst.
Da wegen des Anschlages Ic der unteren Schachtelhälfte 1 b der Einbau des Schubers in die Schachtelhülse nur möglich ist, wenn die Schachtel zweiteilig gestaltet und der gefüllte Schuber 2 in die untere Schachtelhälfte eingeführt ist, müssen die beiden Hälften la und lb der Hülse (wie bereits im Stammpatent beschrieben) nach der Montage des Schubers 1 miteinander fest verbunden werden. Nach dem Stammpatent wurde dies durch Klebung oder Schweissung bewirkt. Nach der vorliegenden Erfindung wird hiefür ein einfacher Druckverschluss vorgesehen, der etwa darin besteht, dass auf den beiden Seitenwänden der unteren Schachtelhälfte lb Nasen In vorgesehen sind (Fig. 2 und Fig. 3) und in der oberen Schachtelhülsenhälfte la entsprechende Ausnehmungen oder Schlitze ls.
Am Unterrand der unteren Schachtelhülsenhälften Ib ist ausserdem noch eine Längskante Im vorgesehen, die verhindert, dass nach erfolgtem Verschluss etwa mit einer Messerklinge die elastischen Seitenwände der Oberhülse la aufgebogen und der Verschluss daher (etwa zum Zweck der unbefugten Nachfüllung der Tablettenschachtel mit nicht vorschriftsmässigen Tabletten) unzulässig geöffnet wird.
Werden nun die aus Fig. 3 im Querschnitt ersichtlichen beiden Schachtelhälften la und lb nach Einführung des gefüllten Schubers 2 übereinander gelegt und durch Handdruck gegeneinander gepresst, so rutscht der elastische Unterrand der oberen Hälfte la über die Nasen In hinweg bis diese oberhalb des Unterrandes der Schlitze ls in die in Fig. 3 gezeichnete Stellung einschnappen, wodurch der Verschluss der Schachtel ohne Zerstörung derselben unlösbar wird.
Um eine Sperre der Schachtel in ihrer Vorratslagerung zu erzielen, trägt die obere Schachtelhälfte an ihrem Vorderrand einen mit ihr abreissbar verbundenen Winkel lw, der die Öffnung des eingeschobenen Schubers 2 so lange verhindert, bis durch Abreissen des Sperrwinkels lw (Fig. 2) (der etwa mit der Oberfläche der oberen Schachtelhälfte la durch Perforation oder einem Kerbrand leicht trennbar verbunden ist) die Sperre lw beseitigt und der Schuber bis zum Anschlag der ersten Tablette gegen den Anschlag
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lc geöffnet werden kann. Durch diesen Sperrwinkel Iw wird daher in einfachster Weise die Originalität der Schachtelfüllung gewährleistet, da ihr Inhalt ohne leicht erkennbare Abreissung des Sperrwinkelslw nicht ausgewechselt werden kann.
Um die Entnahme der Tabletten, die zwischen seitlichen Anschlägen 2e an den beiden Rändern des
Schubers 2 eingefächert sind, zu erleichtern, besitzt der Anschlag 1c gegen das Schachtelinnere zu ge- richtet keilförmige Auflaufflächen lk. Wird nun der Schuber 2 nach Abreissen des Sperrwinkels lw aus der
Schachtelhülse la, 1b ausgezogen so stösst die Vorderseite der Tablette T zunächst an die Unterkante der
Keilfläche 1k an, deren Neigung so gewählt wird, dass durch den Zug auf den Schuber die Unterkante der
Tablette T entlang der schiefen Ebene automatisch nach oben angehoben wird und solcher Art leichter aus der Tablettenschachtel entnommen werden kann (Fig. 2).
Durch die beschriebenen Verbesserungen ist daher einerseits die Originalität der Schachtelfiillung etwa für medizinische Rezepturtabletten sowohl bei der Füllung als auch nach der Öffnung des Schubers 2 gewahrt, da eine Öffnung der beiden Schachtelhälften la, 1b durch den Druckverschluss nicht mehr möglich ist und die Öffnung der Tablettenschachtel sofort daran erkennbar ist, dass der Sperrwinkel lw abgerissen werden musste, um die Schachtel öffnen zu können. Die Keilfläche lk erleichtert schliesslich die Entnahme der Tabletten aus der Schachtel.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Tablettenschachtel nach dem Patent Nr. 222813, bestehend aus Schachtelhülse und gefächertem Schuber, bei der an einer Vorderkante der längeren Hälfte der Schachtelhülse ein Anschlag vorgesehen ist, gegen den die Vorderseite der eingefächerten Tabletten bzw. die Hinterwand des mit einem Schlitz versehenen Schubers schubbegrenzend anschlägt, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Hälften (la, lb) der Schachtelhülse nach Füllung des eingeführten Schubers (2) durch unlösbaren Druckverschluss miteinander verbunden werden.