AT229461B - Wasch- und Reiningungsmittel - Google Patents

Wasch- und Reiningungsmittel

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AT229461B
AT229461B AT220262A AT220262A AT229461B AT 229461 B AT229461 B AT 229461B AT 220262 A AT220262 A AT 220262A AT 220262 A AT220262 A AT 220262A AT 229461 B AT229461 B AT 229461B
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sodium
acid
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AT220262A
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Karl Dr Herrle
Ludwig Dr Zuern
Oswald Dr Schmidt
Heinrich Dr Mertens
Sigismund Dr Heimann
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Basf Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Wasch- und Reinigungsmittel 
Es ist bekannt, Wasch- und Reinigungsmitteln, die grenzflächenaktive Verbindungen enthalten, Stoffe zuzusetzen, die das Schmutztragevermögen der mit ihnen hergestellten Waschflotten verbessern,   d. h.   die Resorption des abgelösten Schmutzes auf dem gereinigten Behandlungsgut verringern. Für diesen Zweck hat man schon Phosphate, Gelatine, Leim und Carboxymethylcellulose vorgeschlagen. Von diesen Stoffen hat sich die Carboxymethylcellulose am besten bewährt, obwohl auch sie in ihrer Wirksamkeit nicht voll befriedigt. Ausserdem ist Carboxymethylcellulose in der Regel nur ungenügend in Wasser löslich und neigt daher zum Ausflocken und zur Niederschlagsbildung. Nur unter erheblichem Kostenaufwand lässt sich in Wasser klar lösliche Carboxymethylcellulose herstellen.

   Man hat daher auch schon versucht, polymere Methacrylsäure als Waschmittelverbesserer zu verwenden, doch blieb deren Wirksamkeit hinter der Carboxymethylcellulose zurück. 



   Es wurde nun gefunden, dass Wasch- und Reinigungsmittel, die 0,   5-5 Gew.-%,   vorzugsweise 1 bis 3   Gew. -0/0,   bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel, an wasserlöslichen Salzen von Mischpolymerisaten der Acrylsäure und bzw. oder Methacrylsäure mit Vinylsulfonsäure enthalten, ein besonders gutes Schmutztragevermögen haben, das von den bekannten, Carboxymethylcellulose enthaltenden Wasch- und Reinigungsmitteln nicht erreicht wird. 



   Die in den neuen Waschmitteln in Salzform enthaltenen Mischpolymerisate können nach bekannten Verfahren aus   98 - 50 Gew. -0/0 Acryl- und   bzw. oder Methacrylsäure und   2-50 Gew.-%   Vinylsulfonsäure hergestellt werden. Besonders vorteilhafte Waschmittel erhält man mit Salzen von Mischpolymerisaten 
 EMI1.1 
 keit und ihrer besonders ausgeprägten Wirksamkeit. Die Waschmittel können beliebige wasserlösliche Salze dieser Mischpolymerisate enthalten, vorzugsweise die Alkalimetall-und Ammoniumsalze. Unter Salzen sind hier auch saure Salze zu verstehen, sofern sie wasserlöslich sind. 



   Die Wirksamkeit der Mischpolymerisate ist von ihrem Molekulargewicht abhängig ; zufriedenstellende Ergebnisse erhält man vorwiegend mit Mischpolymerisaten, die in Form ihrer wasserlöslichen Salze einen k-Wert von 50 bis 150, gemessen in Wasser, haben. Eine besonders gute Wirksamkeit haben Mischpolymerisate mit einem   k-Wert   von 100 bis 130 unter den oben genannten Bedingungen. Die wasserlöslichen Salze der Mischpolymerisate neigen nicht zur Abscheidung von   Niederschlägen.   



   Ausser den wasserlöslichen Salzen von Mischpolymerisaten aus Acryl- und bzw. oder Methacrylsäure und Vinylsulfonsäure enthalten die neuen Wasch- und Reinigungsmittel die in solchen Mitteln üblichen oberflächenaktiven Stoffe, die Kohlenwasserstoffreste mit bis zu 20 Kohlenstoffatomen enthalten, beispielsweise wasserlösliche Seifen, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Alkylarylsulfonate, Salze von Kondensationsprodukten aus Fettsäuren und   Aminosulfon- oder -carbonsäuren,   Eiweisskondensationsprodukte, Polyglykolätherderivate von Fettalkoholen, Fettsäureamiden, Fettsäuren, Fettalkylaminen, Harzsäuren und Alkylphenolen und quaternäre Alkylammoniumverbindungen.

   Die langkettigen Kohlenwasserstoffreste in   diesen Stoffen können verzweigt   oder unverzweigt, gesättigt oder ungesättigt sein ; sie können aus der Na- 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 tur gewonnenen Stoffen, wie Ölen, Fetten und Wachsen, entstammen oder synthetisch gewonnen sein, beispielsweise durch Polymerisation niedermolekularer Olefine, wie Propylen und Butylen. 
 EMI2.1 
 Stoffe, wie Alkalisilikate und   Alkaliortho-und-metaphosphate,   Neutralsalze, wie Kochsalz und Glaubersalz, Sequestrierungsmittel, wie   höherkondensierte Alkaliphosphate   und Alkalisalze von Aminopolycarbonsäuren, z. B.

   Natriumsalz der Aminotriessigsäure und Natriumsalz der Äthylendiaminotetraessigsäure, chemische Bleichmittel, wie Alkaliperborate, Alkalipercarbonate, Alkalihypochlorite, chlorierte Cyanursäuren und deren Alkalisalze und chlorierte Hydantoinderivate, optische Aufheller, wie Aminocumarinabkömmlinge   und Derivate der Diaminostilbendisu1fonsäure   und des Bisstyrylbenzols, Faserschutzmittel, wie Eiweisshydrolysate, Schaumverbesserer, wie Fettsäureamide, Schaumverhinderer, wie Alkohole mittlerer Kettenlänge und Triaryl- oder Trialkylphosphate. 



   Die neuen Wasch- und Reinigungsmittel können in fester oder pulveriger Form, in Form von Lösungen oder in Form von Pasten vorliegen. Im letzteren Fall können sie Verdickungsmittel, wie mehrwertige Alkohole, enthalten. 



   Die neuen Mittel eignen sich hervorragend zum Waschen und Reinigen von Gegenständen aller Art, 
 EMI2.2 
 
B.Geschirrspülmittel. Bevorzugte Anwendung finden sie jedoch als Waschmittel für beliebiges Textilgut, da es gerade beim Waschen solchen Gutes mit sehr grosser Gesamtoberfläche besonders wichtig ist, die Wiederablagerung des gelösten Schmutzes zu verhindern. Gegenüber bekannten Waschmitteln erleichtern die neuen Mittel den Waschvorgang ; sie erhöhen den Weissgrad der Wäsche, verkürzen die Waschzeit, erlauben die Anwendung niedrigerer Waschtempera. turen und sind sparsamer im Verbrauch. 



   Die in den Beispielen genannten Teile und Prozente sind Gewichtseinheiten. 



     Beispiel l :   Es wurden Waschmittel folgender Zusammensetzung hergestellt : 
7 Teile Natriumsalz der Dodecylbenzolsulfonsäure
50 Teile Soda kalz. 
 EMI2.3 
 
32 Teile Wasser
2,5 bzw. 0,. 5 Teile Glaubersalz wasserfrei   1 bzw. 3 Teile Waschmittelverbesserer  
100 Teile. 



   Als Waschmittelverbesserer wurden folgende Stoffe verwendet : a) Ein Mischpolymerisat aus 75 Teilen acrylsaurem Natrium und 25 Teilen vinylsulfonsaurem Natrium mit dem k-Wert   123,   b) ein Mischpolymerisat aus 75 Teilen acrylsaurem Natrium und 25 Teilen vinylsulfonsaurem Natrium mit dem k-Wert 91, c) ein Mischpolymerisat aus 85 Teilen acrylsaurem Natrium und 15 Teilen vinylsulfonsaurem Natrium mit dem k-Wert 121, d) ein Mischpolymerisat aus 85 Teilen acrylsaurem Natrium und 15 Teilen vinylsulfonsaurem Natrium mit dem k-Wert 77, e) polyacrylsaures Natrium mit dem k-Wert 99, f) polyacrylsaures Natrium mit dem k-Wert 80. 



   Mit diesen Waschmitteln wurde ein beschmutztes Baumwollgewebe unter folgenden Bedingungen gewaschen : 
 EMI2.4 
 
<tb> 
<tb> Waschmittel-Konzentration <SEP> : <SEP> 8 <SEP> g/l
<tb> Temperatur <SEP> : <SEP> 950C <SEP> 
<tb> Waschdauer <SEP> : <SEP> 30 <SEP> min
<tb> Flotte <SEP> : <SEP> 1 <SEP> : <SEP> 50
<tb> Wasserhärte <SEP> : <SEP> 120 <SEP> dH
<tb> 
 
Ausserdem wurde ein gleiches Gewebe unter den gleichen Bedingungen mit einem Waschmittel der oben genannten Zusammensetzung gewaschen, das jedoch keinen Waschmittelverbesserer enthielt. 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 



   Die Ergebnisse dieser Versuchsreihe sind in Tabelle 1 aufgeführt. Aus ihnen geht hervor, dass die neuen Waschmittel mit den Zusätzen   a) - d)   den Weissgrad des Waschgutes beträchtlich verbessern, während Natriumsalze von Polyacrylsäuren eine geringere Wirkung haben. 



   Tabelle 1 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Zugesetzter <SEP> Waschmittelverbesserer <SEP> Weissgrad <SEP> des <SEP> Gewebes <SEP> bei <SEP> einem <SEP> Gehalt <SEP> des
<tb> Waschmittels <SEP> an <SEP> Waschmittelverbesserer <SEP> von
<tb> Zusammensetzung <SEP> k-Wert <SEP> 0% <SEP> 1% <SEP> 3% <SEP> 
<tb> a) <SEP> Mischpolymerisat <SEP> aus <SEP> 75 <SEP> Teilen <SEP> acrylsaurem <SEP> 123 <SEP> 60 <SEP> 66 <SEP> 65
<tb> Natrium/25 <SEP> Teilen <SEP> vinylsulfonsaurem <SEP> Natrium
<tb> b) <SEP> Mischpolymerisat <SEP> aus <SEP> 75 <SEP> Teilen <SEP> acrylsaurem <SEP> 91 <SEP> 60 <SEP> 66 <SEP> 64
<tb> Natrium/25 <SEP> Teilen <SEP> vinylsulfonsaurem <SEP> Natrium
<tb> c) <SEP> Mischpolymerisat <SEP> aus <SEP> 85 <SEP> Teilen <SEP> acrylsaurem <SEP> 121 <SEP> 60 <SEP> 71 <SEP> 72
<tb> Natrium/15 <SEP> Teilen <SEP> vinylsulfonsaurem <SEP> Natrium
<tb> d)

   <SEP> Mischpolymerisat <SEP> aus <SEP> 85 <SEP> Teilen <SEP> acrylsaurem <SEP> 77 <SEP> 60 <SEP> 68 <SEP> 69
<tb> Natrium/15 <SEP> Teilen <SEP> vinylsulfonsaurem <SEP> Natrium
<tb> e) <SEP> polyacrylsaures <SEP> Natrium <SEP> 99 <SEP> 60 <SEP> 63 <SEP> 63
<tb> f) <SEP> polyacrylsaures <SEP> Natrium <SEP> 80 <SEP> 60 <SEP> 62 <SEP> 62
<tb> 
 
Beispiel 2 : Ein sauberes Baumwollgewebe mit dem Weissgrad   94%   wurde in schmutzhaltigen Waschflotten behandelt. 
 EMI3.2 
 
0,3 g/l Natriumchlorid
3 g/l Soda
5   g/l"Höchster"Strassenschmutz"künstlich"  
0 bzw. 0,5 bzw. 1   g/l   Waschmittelverbesserer. 



   Als Waschmittelverbesserer wurden verwendet : a) Ein Mischpolymerisat aus 75 Teilen acrylsaurem Natrium und 25 Teilen vinylsulfonsaurem Natrium mit dem k-Wert 76, b) Carboxymethylcellulose. 
 EMI3.3 
 :Flotte : 1 : 50   Waschdauer : 1   h   TemperatUr : 950C.    



   Die so erhaltenen Versuchsergebnisse sind in Tabelle 2 wiedergegeben. Sie zeigen, dass das neue Waschmittel mit dem Natriumsalz eines Mischpolymerisates der Acrylsäure und Vinylsulfonsäure dem bekannten, Carboxymethylcellulose enthaltenden Waschmittel im Schmutztragevermögen weit überlegen ist. 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 



  Tabelle 2 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Zugesetzter <SEP> Waschmittelverbesserer <SEP> Weissgrad <SEP> des <SEP> Gewebes <SEP> bei <SEP> einem <SEP> Gehalt <SEP> der
<tb> Zusammensetzung <SEP> k-Wert <SEP> Flotte <SEP> an <SEP> Waschmittelverbesserer <SEP> von
<tb> 0 <SEP> g/l <SEP> 0, <SEP> 5g/l <SEP> l <SEP> g/l
<tb> Mischpolymerisat <SEP> aus <SEP> 75 <SEP> Teilen <SEP> acrylsaurem <SEP> 76 <SEP> 79 <SEP> 88, <SEP> 0 <SEP> 88,0
<tb> Natrium/25 <SEP> Teilen <SEP> vinylsulfonsaurem <SEP> Natrium
<tb> Carboxymethylcellulose <SEP> 79 <SEP> 82, <SEP> 0 <SEP> 84, <SEP> 0 <SEP> 
<tb> 
   PATENTANSPRÜCHE :    
1. Wasch- und Reinigungsmittel, gekennzeichnet durch einen Gehalt von 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Mittel, an wasserlöslichen Salzen von Mischpolymerisaten der Acrylsäure und/oder Methacrylsäure mit Vinylsulfonsäure.

Claims (1)

  1. 2. Mittel nach Anspruch 1, enthaltend wasserlösliche Salze von Mischpolymerisaten aus 90 bis 80 Gew.-% Acryl-und/oder Methacrylsäure und 10-20 Gew.-% Vinylsulfonsäure.
    3. Mittel nach den Ansprüchen l und 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie in ihnen enthaltenenMischpolymerisate aus Acryl- und/oder Methacrylsäure und Vinylsulfonsäure in Form ihrer Salze einen k-Wert von 100 bis 130 haben.
AT220262A 1961-03-16 1962-03-16 Wasch- und Reiningungsmittel AT229461B (de)

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