<Desc/Clms Page number 1>
Handbetätigter Hebelschalter
Die Erfindung betrifft einen Schalter, der mittels eines von Hand betätigten Hebels in vier verschie- denen, zueinander senkrecht stehenden Richtungen verstellt werden kann, wobei man von einer neutralen
Mittelstellung ausgeht.
Dieser Schalter ermöglicht Kombinationen, d. h. er kann durch ganz einfaches Auswechseln von standardisierten Teilen für verschiedeneschaltprogramme eingerichtet werden, die sich bei den verschie- denen möglichen Stellungen des Schalthebels ergeben.
Es wurde bereits ein Schalter vorgeschlagen, dessen Schalthebel sich um eine Achse schwenken lässt, wobei dessen feste Stellungen durch Zähne bestimmt sind, die am Hebel sitzen und sich auf der Oberflä- che eines Nockens abstützen, die mit Rasteinkerbungen versehen ist. Diese Nockenoberfläche besteht aus zwei sich ergänzenden Teilen, die einander gegenüber derart angeordnet sind, dass sie eine längliche Öff- nung für die Bewegungen des Hebels bilden, die sich von der Symmetrieebene der beiden sich ergänzenden
Teile gleich weit nach beiden Seiten erstreckt. Jede Rastkerbe, sei sie im einen oder andern der sich er- gänzenden Teile vorgesehen, überquert gewissermassen die erwähnte längliche Öffnung und setzt sich symmetrisch auf der andern Seite der Öffnung fort.
Es ist auch möglich, zwei derart zueinander gehörende Teile eines Nockens durch weitere anders geformte zu ergänzen, um die Kombinationsmöglichkeiten zu ändern.
Allerdings erlaubt diese Anordnung nur eine geradlinige Vorwärts-oder Rückwärtsbewegung des Hebels um seinen Schwenkpunkt heraus.
Es wurde auch bereits ein Schalter mit einem Gelenkhebel vorgeschlagen, der einen halbkugelförmigen Kopf mit einem herausragenden Zentralstift besitzt. Dieser Zentralstift kann in Nuten geführt werden, die in einer Schale vorgesehen sind und etwa ein Rad mit acht Speichen bilden, wobei die Radnabe und die Verbindungspunkte der Speichen mit dem Radkranz bei der Schale, in der sich der halbkugelförmige Kopf abstützt, die Raststellungen des Kopfes bilden.
Hiebei ist jedoch der Weg, der vom Kopf des Hebels zurückgelegt werden kann, unveränderlich.
Bei diesem Schalter ist eine runde Scheibe vorgesehen, die in ihrer Mitte vom Hebel durchdrungen wird und mit ihm aus einem Stück besteht ; diese Scheibe kann unmittelbar die Bedienungsknöpfe von vier Schaltern betätigen.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Hebelschalter für vielfache Kombinationen, bei dem der Hebel in vier verschiedenen, senkrecht zueinander stehenden Richtungen bewegt werden kann, wobei man von einer neutralen Mittelstellung ausgeht ; hiebei ist die Form der Nocke für jede Richtung auf je einem unabhängigen und bewegbaren Block von der Form eines schräg abgeschnittenen Zylinderausschnittes vorgesehen, der das Einsetzen zwischen andere Zylinderausschnitte ermöglicht.
Der Schalter ist mit Kontakten der Mikroschalter-Bauart versehen, die als Ganzes auswechselbar sind.
Die Blöcke oder Nockensektoren können unter einem Winkel von vorzugsweise 450 gegenüber den beiden rechtwinklig aufeinander stehenden Bewegungsrichtungen verschoben sein
Die Steuerung jedes Mikroschalters erfolgt mittels eines elastischen Zwischengliedes, das den vom Hebel in einer Richtung zurückgelegten Weg stark verkleinert überträgt, wie dies für die Betätigungder
<Desc/Clms Page number 2>
Mikroschalter erforderlich ist ; hiebei werden durch heftige Bewegung des Hebels bedingte Stösse un- schädlich gemacht, die Weiterbewegung des Hebels ermöglicht, nachdem der Mikroschalter umgelegt ist, und eine Steuerung auch bei einer Verschiebung um 450 möglich gemacht.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung der Zeichnung hervor ; dort zeigt :
Fig. 1 einen Längsschnitt, teilweise, durch einen Schalter nach der Erfindung ; Fig. 2 den Grundriss eines Bechers zur Aufnahme von vier Blöcken oder Nockensektoren ; Fig. 3 einen Längsschnitt durch einen dieser Sektoten ; Fig. 3a eineDraufsicht'auf diesen Sektor ; Fig. 3b einen Schnitt gemäss der Linie A-Bin Fig. 3a ; Fig. 4 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform eines Sektors ; Fig. 4a eine Draufsicht auf diesen Sektor ; Fig. 4b und 4c Schnitte gemäss der Linien C-D bzw. E-F in Fig. 4 ; Fig. 5 einen Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform eines Sektors ;
Fig. 5a eine Draufsicht auf diesen Sektor ; und Fig. 6 die Seitenansicht einer Feder, die als Zwischenglied zwischen dem Hebel und den Mikroschaltern dient.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Schalter, der in vier rechtwinklig aufeinander stehenden Richtungen von einer neutralenmittelstellung aus betätigt werden kann, mit Blöcken oder Sektoren 1 versehen, die je zweckmässig die Form eines abgeschrägten Zylindersektors besitzen und in jeder der vier Richtungen eine andere und veränderliche Gestalt besitzen.
Die vorzugsweise aus einem Kunststoff bestehenden Sektoren 1 sind in einem Behälter oder Becher 2 untergebracht, der zweckmässig ebenfalls aus einem Kunststoff besteht.
In dem Becher sind die Sektoren mit einem Nippel 3 gesichert, der durch Bohrungen 4 im Boden des Bechers hindurchragt. Dieser Becher ist mit acht um 45 versetzten Bohrungen versehen, so dass es für das Einsetzen der Sektoren zwei verschiedene Möglichkeiten gibt, die eine um 450 verschobene Lage ergeben.
Auf ihren schrägen Teilen besitzen die Sektoren 1 eine Nut 5 zur Führung einer Kugel 6, die am Ende einer verschiebbaren Tülle 7 befestigt ist. Die Tülle 7 ist auf dem Handsteuerhebel 8 des Schalters verschiebbar. Sie kann gegen die Wirkung einer Feder 9 verschoben werden, die zwischen einem Innenkragen 10 eines Ringes 11 (der von einem Bund 7a der Tülle gestützt wird) und einem ringförmigen Anschlag 12 sitzt, der zweckmässig aus einem Kunststoff besteht. Dieser Anschlag ist so tief ausgebildet, dass er die Verschiebung der Tülle 7 zulässt.
Durch die Feder 9 wird die Kugel 6 gegen die Führungsnuten 5 der Sektoren 1 gepresst, die im Becher 2 angeordnet sind.
Der Hebel 8 trägt ein Kugelgelenk 13. Dieses Gelenk 13 kann in einem massiven zylindrischen Käfig 14 verschwenkt werden. Zur Abdichtung dienende Balgen 15 und 16 sind an ihren Rändern festgeschraubt, u. zw. der erste Balg zwischen dem Käfig 14 und einer Befestigungsmutter 17 einerseits sowie zwischen zwei Kragen 8a und 8b des Hebels 8 anderseits. Der zweite Balg ist zwischen dem Käfig 14 und einer Platte 18 einerseits sowie zwischen dem Anschlag 12 und dem Kugelgelenk 13 anderseits befestigt.
Zwischen der Platte 18 und einer weiteren Platte 19 sind Mikroschalter 20 befestigt. Für jede Bewegungsrichtung des Schalthebels ist ein Mikroschalter vorgesehen, aber in Fig. 1 sind zwecks grösserer Übersichtlichkeit nur zwei dieser Mikroschalter dargestellt.
Die Betätigung der Knöpfe 21 der Mikroschalter erfolgt mit Hilfe von Blattfedern 22 von schleifenartiger Gestalt. Jede Feder liegt mit einem Teil 23 des Schenkels 24 am Knopf 21. An den Teil 23 des des Schenkels 24 schliesst sich nach einem Knick 26 ein Teil 25 dieses Schenkels an. Der Teil 25 ist lose in einer Öffnung 27 gehalten, die sich in der Platte 19 befindet.
Das leicht weggekrümmte Ende 28 des Teils 25 ist mit Kerben 29 versehen, die zur Halterung der Feder in der Öffnung 27 der Platte 19 dienen.
Jede Öffnung 27 steht mit einer zentralen Öffnung 30 in Verbindung, die in der Platte 19 vorgesehen ist und dazu dient, den Becher 2 aufzunehmen.
Da es so vieleFedern wieRichtpfade für den Schalthebel gibt und diese Richtungen rechtwinklig aufeinander stehen, befinden sich die Öffnungen 27 paarweise einander gegenüber, u. zw. auf zwei sich rechtwinklig schneidenden Durchmessern der Zentralöffnung 30.
Der Becher 2 ist so geformt, dass er schräge Tragflächen 31 aufweist, deren Neigung mit der Richtung des Teils 25 der Federn 22 übereinstimmt.
Der andere Schenkel 32 jeder Feder ruht'auf dem Ring 11, der auf die verschiebbare Tülle 7 aufge- schobden ist. Dieser Ring ist ballig geformt, um die Betätigung der Federn 22 zu erleichtern, gleichviel welche Stellung die Tülle 7 und demzufolge die Kugel 6 in einer der Nuten 5 der Sektoren 1 einnimmt.
Bei der in den Fig. 1, 3,3a und 3b dargestellten Ausführungsform besitzt jeder Sektor 1 eine Nut 5, deren Neigung den Hebel 8 und seine Kugel 6 in ihre neutrale Stellung zurückzukehren zwingt, wenn der
<Desc/Clms Page number 3>
Hebel freigegeben wird, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Bei der Ausführungsform gemäss Fig. 4,4a, 4b und 4c ist die Nut des Sektors 1 dachartig abgeknickt, so dass sich zwei geneigte Bahnen 5a und 5b ergeben. Entsprechend dieser Ausbildung der Nut befindet sich
EMI3.1
hebel versehen.
Die Federn 22 wandeln den vom Ring 11 zurückgelegten Weg in einen sehr viel ktirzeren Weg um, wie er für die Betätigung der Mikroschalter benötigt wird.
Sie vermeiden ferner Stösse, die bei einer energischen Bewegung des Hebels auftreten können und an- dernfalls auf die Druckknöpfe 21 der Mikroschalter übertragen würden.
Weiterhin ermöglichen sie eine Weiterbewegung des Hebels noch nach der Betätigung des Mikroschal- ters.
Sind schliesslich die Sektoren 1 um 45 verschoben in ihren Becher eingesetzt, so ergibt sich, da die übrigen Teile des Schalters in ganz unveränderter Weise eingebaut sind, folgendes : der Ring 11 kommt dann mit den Federn 22 in Verbindung, die sich ein wenig verwinden aber nichtsdestoweniger die Bewegung auf den Knopf 21 übertragen, da der letztere nur einen sehr kurzen Weg (2 - 3 mm) zurücklegen muss.
Die drei vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Sektoren ermöglichen, ganz abgesehen von einfachen Änderungen der erzielten Stellung durch Drehung des ganzen Apparates um eine viertel oder halbe Umdrehung, dreiundzwanzig Arten verschiedener Schaltvorgänge.
Es ist auch möglich, den Sektoren noch andere besondere Formen zu geben ; beispielsweise kann ein Sektor mit einemHohlkegel versehen sein, der es ermöglicht, von einer Richtung unmittelbar in die andere überzugehen ohne die Nullstellung zu durchlaufen, oder man kann einen Sektor mit einem Buckel in der Mitte versehen, wobei der Schalter zwei stabile Aussenstellungen (bezogen auf den neutralen Punkt) aufweist,
Allgemein sei bemerkt, dass die vorstehende Beschreibung nur beispielhaft zu werten ist und keine Begrenzung darstellen soll : die Erfindung kann noch in zahlreichen andern Ausführungsformen verwirklicht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hebelschalter mit Kugelgelenk und einem seinen Schaft umgebenden Steuerteil, der Schaltkontakte betätigt, für Mehrfachschaltung in vier, ausgehend von einer neutralen Mittelstellung, verschiedenen, senkrecht aufeinander stehenden Richtungen, wobei jede Richtung einem Schaltkontakt entspricht und die andern Stellungen durch eine Nockenfläche mit Schrägungen, Führungsbahnen und Anschlägen festgelegt sind, dadurch gekennzeichnet, dass diese Nockenflächen aus der Vereinigung von vier unab-
EMI3.2