AT228801B - Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 - 4Jänner 1943, S. 1 - 4, beschriebenen Messmethode für die spezifische Oberfläche von Pulvern) über 600   cm2/g,   wobei mindestens   50li ;   ein 100-Maschensieb nicht passieren sollen,   d. h.   eine Korngrösse von über 0, 15 mm besitzen. Diese Schuppen werden, wie dies zur Gewinnung von gewöhnlichem Aluminiumpulver an sich bekannt ist, durch Mahlen handelsüblicher Aluminiumfolien in Kugelmühlen,   u. zw.   in Gegenwart eines Schmiermittels, wie Stearinsäure, erhalten.

   Handelsübliche Aluminiumfolien enthalten eine Anzahl von Verunreinigungen, deren wichtigste insbesondere die folgenden sind : 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> Kalzium <SEP> etwa <SEP> 0, <SEP> 10/0
<tb> Kupfer <SEP> 0, <SEP> - <SEP> 0,03go <SEP> 
<tb> Eisen <SEP> 0, <SEP> 4-0, <SEP> 6 <SEP> % <SEP> 
<tb> Silizium <SEP> 0, <SEP> 1-0, <SEP> 5 <SEP> % <SEP> 
<tb> Titan <SEP> etwa <SEP> 0, <SEP> 1% <SEP> 
<tb> 
 
Es wird angenommen, dass diese Verunreinigungen den Grad der chemischen Aktivität der für das er- findungsgemässe Verfahren eingesetzten Schuppen beeinflussen. Es scheint, dass eine Herabsetzung des
Eisengehaltes unter   0, 4'10   mit Vorteil für die Herstellung eines praktisch farblosen Aluminiumalkylsesqui- chlorids angewendet werden kann. 



   Wegen der Blättchenform haben die Aluminiumschuppen nicht nur ein grosses Verhältnis Oberfläche/
Gewicht, sondern sie sind auch viel leichter im Reaktionsmedium in Suspension zu halten als Aluminium- pulver oder Körnchen, die sich leicht absetzen, wodurch ein besserer Kontakt zwischen dem Aluminium und der flüssigen Phase erreicht wird. Die Reaktionsgeschwindigkeit bei Verwendung von Aluminium- schuppen zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden aus Alkylchloriden wird so stark gesteigert, dass die Schuppen bei Reaktionsbedingungen verwendet werden können, bei denen mit körnigem Alumi- nium gar keine Reaktion bei Abwesenheit von Jod oder Brom als Reaktionsstarter zustande kommt. 



   Es wurde aber gefunden, dass die Anwendung von Aluminiumschuppen ein weiteres Problem aufwirft, welches bei Verwendung von körnigem oderpulverförmigem Aluminium mit Jod oder Brom als Reaktions- starter in dem Ausmasse noch nicht auftrat. Das Problem besteht darin, dass dann, wenn nicht besondere Vorkehrungen getroffen werden, bei der Reaktion eine beträchtliche Menge von Aluminiumtrichlorid ge- bildet wird ; dies ist nachteilig, weil nicht nur ein Verlust von eingesetztem Alkylchlorid und entstandenem Alkylaluminiumsesquichlorid auftritt, sondern weil es noch zu einem physikalischen Problem durch Verstopfung, insbesondere von Ventilen und Leitungen, kommt.

   Es wurde nun gefunden, dass dieses Problem ausgeschaltet oder zumindest weitestgehend unwirksam gemacht werden kann, wenn man dafür sorgt, dass die gesamte Oberfläche der Aluminiumschuppen während der ganzen Reaktionsdauer von der flüssigen Phase bedeckt ist. Dadurch wird bei Ausführung des erfindungsgemässen Verfahrens die Bildung von Aluminiumtrichlorid vermieden oder wesentlich vermindert. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von   Alkylaluminiumsesquichloriden,   bei welchem schuppenförmiges Aluminium mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens 600 cm2/g eingesetzt und seine Oberfläche während der ganzen Reaktion mit der flüssigen Phase des die übrigen Reaktionspartner enthaltenden Reaktionsmediums vollständig bedeckt bleibt, ist dadurch gekennzeichnet, dass man solches   schuppenförmigesAluminium   einsetzt, von welchem mindestens   50%   von einem Sieb mit einer Maschenweite von 0, 15 mm zurückgehalten werden, und dass man die Reaktionstemperatur über   1000C   hält. 



    Das erfindungsgemässe Verfahren wird vorzugsweise bei Temperaturen zwischen 120 und 150 C, insbesondere 130-140 C, bei relativ geringem Überdruck, vorzugsweise unter 0, 7 atü, z. B. bei etwa   0, 35 atü durchgeführt. Vorteilhaft verwendet man solche Aluminiumschuppen mit einer spezifischen Oberfläche über 600   cm2 I g,   von welchen mindestens   75%   von dem Sieb mit einer Maschenweite von 0, 15 mm zurückgehalten wird. Besonders vorteilhaft sind Schuppen mit einer spezifischen Oberfläche von mehr als 1000   cm/g,   und solche, von denen mindestens 90% mehr als 0, 15 mm Korngrösse haben. 



   Das Alkylchlorid wird der Reaktionsmischung vorzugsweise in einem geringen Überschuss,   z. B.   von 5 bis   100/0   über der theoretisch in bezug auf das eingesetzte Aluminium erforderlichen Menge (1, 5 Mol Alkylchlorid auf 1 Mol Aluminium) zugeführt. Das überschüssige Alkylchlorid wird dabei, wenn es bei der Reaktionstemperatur gasförmig ist, mit a dern gasförmigen Nebenprodukten,   z. B.   einem Kohlenwasserstoff, abgeblasen. 



   Die nach dem erfindungsgemässen Verfahren hergestellten Alkylaluminiumsesquichloride eignen sich ganz besonders zur Umwandlung in Aluminiumdialkylchloride durch Reaktion mit den entsprechenden Aluminiumtrialkylen,   d. h.   mit solchen, die dieselben Alkylgruppen enthalten, oder auch durch Abspaltung von Halogen mit Natrium, z. B. dadurch, dass das nach dem erfindungsgemässen Verfahren erhaltene 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 125 g Jod vor der   Äthylchloridzugabe ;   es wurden dann 36, 2 kg   Äthylchlorid   innerhalb von 2 h umgesetzt. 



  Das bei dieser Arbeitsweise erhaltene Äthylaluminiumsesquichlorid wird aber durch die anfängliche Jodzugabe durch Jod verunreinigt und ist daher für die weitere Verwendung als Katalysator wenig geeignet, welcher Nachteil gerade nach dem erfindungsgemässen Verfahren vermieden wird. 



   Eine zweite Charge wurde in dem gleichen Reaktionsgefäss nach der erfindungsgemässen Vorgangsweise bei einer Temperatur von 130 bis 1400C unter einem Druck von 0, 35 atü mit einer Einsatzmenge von 14, 5 kg feiner   Aluminiumschuppen und 25, 4 kg Aluminiumdiäthylchlorid ausgeführt. Es wurde ge-   funden, dass in 3 h   50,     8 kg Äthylchlorid umgesetzt waren.   Nach 3 h war ein nichtumgesetzter Aluminiumrückstand von etwa 0, 36 kg vorhanden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden, deren Alkylgruppen   1 - 4   Kohlenstoffatome aufweisen, durch Einwirkung von etwa 1, 5 Mol des entsprechenden Alkylchlorid bei erhöhter Temperatur'auf eine flüssige Mischung,   die ein Alkylaluminium (sesqui) chlorid-vorzugsweise   mit derselben Alkylgruppe wie das Alkylchlorid - und 1 Mol schuppenförmiges Aluminium mit einer spezifischen Oberfläche von mindestens 600   cm/g   enthält, wobei während der ganzen Reaktion die Oberfläche des Aluminiums durch die Flüssigkeit bedeckt gehalten    wird,   dadurch gekennzeichnet, dass man schuppenförmiges Aluminium einsetzt, von welchem mindestens   50%   von einem Sieb mit einer Maschenweite von 0, 15 mm zurückgehalten werden,

   und dass man die Reaktionstemperatur über   100oC,   vorzugsweise zwischen 120 und 1500C hält.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man schuppenförmiges Aluminium einsetzt, von dem mindestens 750/0 von einem Sieb mit einer Maschenweite von 0, 15 mm zurückgehalten werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2.. dadurch gekennzeichnet, dass man ein schuppenförmiges Aluminium mit einer spezifischen Oberfläche von mehr als 1000 cm2/g einsetzt.
AT195761A 1960-03-11 1961-03-09 Verfahren zur Herstellung von Alkylaluminiumsesquichloriden AT228801B (de)

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