AT228359B - Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende LackeInfo
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Description
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Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke Zur Vermeidung von Lackverlusten durch Hautbildung oxydativ trocknender Lacke werden diesen allgemein Inhibitoren, sogenannte Hautverhinderungsmittel, zugesetzt. So ist es bekannt, oxydativ trocknenden Lacken alkylierte Phenole, Ketoxime, Aldoxime oder Gemische derselben zur Verhinderung der Hautbildung zuzusetzen.
Während die alkylierten Phenole nur äusserst langsam aus den Lacken entweichen und so häufig Ursache einer unerwünschten Trocknungsverzögerung sind, verflüchtigen sich aliphatische und cycloaliphatische Ketoxime und Aldoxime infolge ihres höheren Dampfdruckes nach erfolgtem Anstrich verhältnismässig rasch und werden daher als Hautverhinderungsmittel für eine grosse Anzahl verschiedenartiger Lackfarben mit Vorzug angewendet.
Bei ihrer Herstellung geht man im allgemeinen von reinen Aldehyden oder Ketonen aus, die mittels Hydroxylammoniumsalze zu den entsprechenden Oximen umgesetzt werden. Die gewonnenen Oxime werden anschliessend einer destillativen Reinigung unterworfen und dann mit organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Alkoholen oder einer Benzinfraktion mit einem Siedebereich von 130 bis 180 C, zu einer etwa 50% eigen Lösung verdünnt, von der den Lacken zur Verhinderung der Hautbildung etwa 0, 5-gJjo zugesetzt werden.
Die bekannte Herstellung von Hautverhinderungsmitteln auf Oximbasis läuft mithin über mehrere Stufen und ist daher umständlich.
Es wurde nun gefunden, dass es in besonders einfacher Weise gelingt, Hautverhinderungsmittel für oxydativ trocknende Lacke durch Oximierung von aliphatischen und bzw. oder cycloaliphatischen Aldehyden und bzw. oder Ketonen mittels Hydroxylammoniumsalze herzustellen, wenn man die Aldehyde und bzw. oder Ketone im Gemisch mit 20-70 Gew.-% eines oder mehrerer organischer Lösungsmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches, oximiert und die erhaltene, in bekannter Weise von der wässerigen Unterschicht abgetrennte Oberschicht als Hautverhinderungsmittel einsetzt.
Durch die Oximierung der Aldehyde und Ketone im Gemisch mit organischen Lösungsmitteln wird ein Reaktionsprodukt erhalten, das unmittelbar, d. h. ohne jede weitere Aufarbeitung, als Hautverhinderungsmittel mit ausgezeichneten Eigenschaften den Lacken in den üblichen Konzentrationen von 0,5 bis 3gO zugesetzt werden kann, wobei die bisher durchgeführten Arbeitsgänge zur Reinigung der Oxime und ihre anschliessende Ver- dünnung mit Lösungsmitteln entfallen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist es, dass die Umsetzung der Carbonylgruppen mit Hydroxylammoniumsalzlösung nahezu quantitativ verläuft, da die Reaktion infolge der Verdünnung durch das organische Lösungsmittel wesentlich beschleunigt wird und somit zu besseren Ausbeuten führt.
Ferner bewirken die im Ausgangsprodukt enthaltenen organischen Lösungsmittel eine Extraktion der gebildeten Oxime aus der wässerigen Unterschicht und erhöhen damit die Ausbeute an dem wirksamen Bestandteil des Hautverhinderungsmittels beträchtlich.
Mit Vorteil verwendet man als Ausgangsprodukte solche aliphatischen und bzw. oder cycloaliphati- schen Aldehyde und bzw. oder Ketone, die auf Grund ihrer Herkunft bereits 20 - 7CP/o organische Lösungmittel enthalten. Die Verwendung derartiger technischer Keton- bzw. Aldehyd-Lösungsmittel-Gemische hat den grossen Vorzug, dass ohne Reinigung der jeweiligen Aldehyde oder Ketone, die meist nur unter grossen Schwierigkeiten durchzuführen ist, unmittelbar Hautverhinderungsmittel mit vorzüglichen Eigenschaften erhalten werden.
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Beispiel 1 : 1520 kg einer technischen wässerigen Hydroxylammoniumsulfatlösung, die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von 20%igem Ammoniakwasser auf einen pHWert von 5 bis 6 eingestellt. Danach werden der Lösung 380 kg einer bei der Isobutylölsynthese anfallenden-Fraktion mit einem Siedebereich von 110 bis 130OC, die etwa zu 60% aus Ketonen und zu 4calo aus Alkoholen besteht, runter Rühren während 1 h zugegeben. Die Reaktionstemperatur beträgt dabei 200C. Das Reaktionsprodukt wird anschliessend auf eine Temperatur von etwa 500C erwärmt und 2 h bei dieser Temperatur gehalten. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird das Reaktionsprodukt mit 20%obigem Ammoniakwasser neutralisiert.
Anschliessend wird die wässerige Phase abgetrennt. Es ergeben sich 394 kg einer. organischen Flüssigkeit, die zu etwa 4fP/o aus Ketoximen und zu etwa 607o aus Alkoholen und nicht umgesetzten Ketonen besteht. Die erhaltene Lösung ist unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar. Durch Zusatz von 1 bis 2% dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden.
Beispiel 2 : 1520 kg einer technischen wässerigen Hydroxylammoniumsulfatlösung, die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von 20%obigem Ammoniakwasser auf einen PHWert von 5 bis 6 eingestellt. Danach werden der Lösung 180 kg eines technischen n-Butyraldehyds, der etwa 80% Butyraldehyd enthält, unter Rühren während 1 h zugegeben. Die Reaktionstemperatur beträgt
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Phase abgetrennt. Es verbleiben 210 kg einer organischen Lösung, die etwa 157 kg n-Butyraldoxim enthält und unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar ist. Durch Zusatz von 0, 5 bis 1% dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden.
Beispiel 3 : 1520 kg einer technischen wässerigen Hydroxylammoniumsulfatlösung, die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von 20% igem Ammoniakwasser auf einen PHWert von 5 bis 6 eingestellt. In diese Lösung wird unter Rühren und Kühlen ein Gemisch aus 180 kg technischem, 80loigem n-Butyraldehyd und 80 kg einer Benzinfraktion mit einem Siedebereich von 130 bis 1800C während 1 h eingetropft. Die Reaktionstemperatur liegt zwischen 10 und 200C. Anschliessend wird die Lösung noch 2 h bei 200C gerührt. Das Reaktionsprodukt wird dann durch Zugabe von 20%obigem Ammoniakwasser neutralisiert.
Nach Abtrennen der wässerigen Unterschicht verbleiben 280 kg einer organischen Lösung, die 167 kg n-Butyraldoxim enthält und unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar ist. Durch Zusatz von 1 bis 2% dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke durch Oximierung von aliphatischen und bzw. oder cycloaliphatischen Aldehyden und bzw. oder Ketonen mittels Hydroxylammoniumsalze, dadurch gekennzeichnet, dass die Aldehyde und bzw. oder Ketone im Gemisch mit 20 - 7fP/o eines oder mehrerer organischer Lösungsmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches oximiert werden und die erhaltene, in bekannter Weise von der wässerigen Unterschicht abgetrennte Oberschicht unmittelbar als Hautverhinderungsmittel eingesetzt wird.
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