AT228359B - Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke

Info

Publication number
AT228359B
AT228359B AT895160A AT895160A AT228359B AT 228359 B AT228359 B AT 228359B AT 895160 A AT895160 A AT 895160A AT 895160 A AT895160 A AT 895160A AT 228359 B AT228359 B AT 228359B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
paints
oxidatively drying
production
ketones
skinning agents
Prior art date
Application number
AT895160A
Other languages
English (en)
Original Assignee
Leuna Werke Veb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Leuna Werke Veb filed Critical Leuna Werke Veb
Priority to AT895160A priority Critical patent/AT228359B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT228359B publication Critical patent/AT228359B/de

Links

Landscapes

  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke   Zur Vermeidung von Lackverlusten   durch Hautbildung oxydativ trocknender Lacke werden diesen allgemein Inhibitoren, sogenannte Hautverhinderungsmittel, zugesetzt. So ist es bekannt, oxydativ trocknenden Lacken alkylierte Phenole, Ketoxime, Aldoxime oder Gemische derselben zur Verhinderung der Hautbildung zuzusetzen. 



   Während die alkylierten Phenole nur äusserst langsam aus den Lacken entweichen und so häufig Ursache einer unerwünschten Trocknungsverzögerung sind, verflüchtigen sich aliphatische und cycloaliphatische Ketoxime und Aldoxime infolge ihres höheren Dampfdruckes nach erfolgtem Anstrich verhältnismässig rasch   und werden daher als Hautverhinderungsmittel für   eine grosse Anzahl verschiedenartiger Lackfarben mit Vorzug angewendet. 



   Bei ihrer Herstellung geht man im allgemeinen von reinen Aldehyden oder Ketonen aus, die mittels Hydroxylammoniumsalze zu den entsprechenden Oximen umgesetzt werden. Die gewonnenen Oxime werden anschliessend einer destillativen Reinigung unterworfen und dann mit organischen Lösungsmitteln, wie beispielsweise Alkoholen oder einer Benzinfraktion mit einem Siedebereich von 130 bis 180 C, zu einer etwa   50% eigen   Lösung verdünnt, von der den Lacken zur Verhinderung der Hautbildung etwa 0,   5-gJjo   zugesetzt werden. 



   Die bekannte Herstellung von Hautverhinderungsmitteln auf Oximbasis läuft mithin über mehrere Stufen und ist daher umständlich. 



   Es wurde nun gefunden, dass es in besonders einfacher Weise gelingt, Hautverhinderungsmittel für oxydativ trocknende Lacke durch Oximierung von aliphatischen und bzw. oder cycloaliphatischen Aldehyden und bzw. oder Ketonen mittels Hydroxylammoniumsalze herzustellen, wenn man die Aldehyde und bzw. oder Ketone im Gemisch mit   20-70 Gew.-%   eines oder mehrerer organischer Lösungsmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches, oximiert und die erhaltene, in bekannter Weise von der   wässerigen Unterschicht abgetrennte Oberschicht   als Hautverhinderungsmittel einsetzt.

   Durch die Oximierung der Aldehyde und Ketone im Gemisch mit organischen Lösungsmitteln wird ein Reaktionsprodukt erhalten, das unmittelbar,   d. h.   ohne jede weitere Aufarbeitung, als Hautverhinderungsmittel mit ausgezeichneten Eigenschaften den Lacken in den üblichen Konzentrationen von 0,5 bis   3gO   zugesetzt werden kann, wobei die bisher durchgeführten Arbeitsgänge zur Reinigung der Oxime und ihre   anschliessende Ver-   dünnung mit Lösungsmitteln entfallen. Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemässen Verfahrens ist es, dass die Umsetzung der Carbonylgruppen mit Hydroxylammoniumsalzlösung nahezu quantitativ verläuft, da die Reaktion infolge der Verdünnung durch das organische Lösungsmittel wesentlich beschleunigt wird und somit zu besseren Ausbeuten führt.

   Ferner bewirken die im Ausgangsprodukt enthaltenen organischen Lösungsmittel eine Extraktion der gebildeten Oxime aus der wässerigen Unterschicht und erhöhen damit die Ausbeute an dem wirksamen Bestandteil des Hautverhinderungsmittels beträchtlich. 



   Mit Vorteil verwendet man als Ausgangsprodukte solche aliphatischen und bzw. oder cycloaliphati-   schen   Aldehyde und bzw. oder Ketone, die auf Grund ihrer Herkunft bereits   20 - 7CP/o   organische Lösungmittel enthalten. Die Verwendung derartiger technischer Keton- bzw. Aldehyd-Lösungsmittel-Gemische hat den grossen Vorzug, dass ohne Reinigung der jeweiligen Aldehyde oder Ketone, die meist nur unter grossen Schwierigkeiten durchzuführen ist, unmittelbar Hautverhinderungsmittel mit vorzüglichen Eigenschaften erhalten werden. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



     Beispiel 1 :   1520 kg einer technischen wässerigen   Hydroxylammoniumsulfatlösung,   die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von 20%igem Ammoniakwasser auf einen pHWert von 5 bis 6 eingestellt. Danach werden der Lösung 380 kg einer bei der Isobutylölsynthese anfallenden-Fraktion mit einem Siedebereich von 110 bis   130OC,   die etwa zu   60%   aus Ketonen und zu   4calo   aus Alkoholen besteht, runter Rühren während 1 h zugegeben. Die Reaktionstemperatur beträgt dabei 200C. Das Reaktionsprodukt wird anschliessend auf eine Temperatur von etwa   500C   erwärmt und 2 h bei dieser Temperatur gehalten. Nach Abkühlung auf Raumtemperatur wird das Reaktionsprodukt mit   20%obigem   Ammoniakwasser neutralisiert.

   Anschliessend wird die wässerige Phase abgetrennt. Es ergeben sich 394 kg einer. organischen Flüssigkeit, die zu etwa   4fP/o   aus Ketoximen und zu etwa   607o   aus Alkoholen und nicht umgesetzten Ketonen besteht. Die erhaltene Lösung ist unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar. Durch Zusatz von 1 bis   2%   dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden. 



   Beispiel 2 : 1520 kg einer technischen wässerigen Hydroxylammoniumsulfatlösung, die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von   20%obigem   Ammoniakwasser auf einen PHWert von 5 bis 6 eingestellt. Danach werden der Lösung 180 kg eines technischen n-Butyraldehyds, der etwa 80% Butyraldehyd enthält, unter Rühren während 1 h zugegeben. Die Reaktionstemperatur beträgt 
 EMI2.1 
 Phase abgetrennt. Es verbleiben 210 kg einer organischen Lösung, die etwa   157   kg n-Butyraldoxim enthält und unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar ist. Durch Zusatz von 0, 5 bis   1%   dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden. 



   Beispiel 3 : 1520 kg einer technischen wässerigen   Hydroxylammoniumsulfatlösung,   die 164 kg Hydroxylammoniumsulfat enthält, werden durch Zugabe von   20% igem Ammoniakwasser   auf einen PHWert von 5 bis 6   eingestellt. In diese Lösung wird   unter Rühren und Kühlen ein Gemisch aus 180 kg technischem,   80loigem n-Butyraldehyd   und 80 kg einer Benzinfraktion mit einem Siedebereich von 130 bis 1800C während 1 h eingetropft. Die Reaktionstemperatur liegt zwischen 10 und   200C.   Anschliessend wird die Lösung noch 2 h bei   200C   gerührt. Das Reaktionsprodukt wird dann durch Zugabe von   20%obigem   Ammoniakwasser neutralisiert.

   Nach Abtrennen der wässerigen Unterschicht verbleiben 280 kg einer organischen Lösung, die 167 kg n-Butyraldoxim enthält und unmittelbar als Hautverhinderungsmittel für Lacke einsetzbar ist. Durch Zusatz von 1 bis   2%   dieser Lösung zu oxydativ trocknenden Lacken wird deren Hautbildung für lange Zeit unterbunden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke durch Oximierung von aliphatischen und bzw. oder cycloaliphatischen Aldehyden und bzw. oder Ketonen mittels Hydroxylammoniumsalze, dadurch gekennzeichnet, dass die Aldehyde und bzw. oder Ketone im Gemisch mit 20 - 7fP/o eines oder mehrerer organischer Lösungsmittel, bezogen auf die Gesamtmenge des Gemisches oximiert werden und die erhaltene, in bekannter Weise von der wässerigen Unterschicht abgetrennte Oberschicht unmittelbar als Hautverhinderungsmittel eingesetzt wird.
AT895160A 1960-11-30 1960-11-30 Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke AT228359B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT895160A AT228359B (de) 1960-11-30 1960-11-30 Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT895160A AT228359B (de) 1960-11-30 1960-11-30 Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT228359B true AT228359B (de) 1963-07-10

Family

ID=3609888

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT895160A AT228359B (de) 1960-11-30 1960-11-30 Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT228359B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE976951C (de) Verfahren zur Herstellung von Phenolen durch unvollständige Oxydation von Benzolderivaten
AT228359B (de) Verfahren zur Herstellung von Hautverhinderungsmitteln für oxydativ trocknende Lacke
DE1237567B (de) Verfahren zur Herstellung von delta 5-6-Methylsteroiden
DE825547C (de) Verfahren zur Herstellung von cycloaliphatischen Oximen und Oxoverbindungen
DE574838C (de) Verfahren zur Darstellung von cyclischen Glykolen und ihren Derivaten bzw. von Ketonen
DE2654852C3 (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Amine aus a, ß-ungesättigten cycloaliphatischen Ketoximen
DE2605525A1 (de) Verfahren zum umwandeln von 1,1- diarylalkanen in die entsprechenden diarylketone
DE2603269A1 (de) Verfahren zur herstellung von cyclohexanon und alkylsubstituiertem oder unsubstituiertem phenol
DE2612749B2 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,6,6-Trimethyl-2-cyanmethyltetrahydropyran und 2-Methyl-2-c)&#39;anmethyl-5-isopropyltetrahydrofuran
EP0093425A1 (de) Ungesättigte, cyclische Ketone
DE2558806C2 (de) Substituierte 1-Alkeninyl-cyclohexanole und Verfahren zu deren Herstellung sowie deren Verwendung zur Herstellung von &amp;beta;-Damasconen
DE2547223C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 2,6,6-Trimethyl-cyclohex-2-en-1 -on
DE739259C (de) Verfahren zur Umlagerung von cyclischen Ketoximen in Lactame
DE3506473C2 (de)
DE809437C (de) Verfahren zur Herstellung von Zinkoxydkatalysatoren
DE1289523B (de) Verfahren zur Herstellung von ª†-Valero- oder ªŠ-Caprolacton
DE956948C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus cycloaliphatischen Ketonen und aliphatischen Aldehyden mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen
DE2730269C2 (de)
DE1793418B1 (de) Trimethylpolyclododecylmethylketone,Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung als Riechstoffe
DE851191C (de) Verfahren zur Herstellung von hoehermolekularen Hydroxyl- und bzw. oder Carbonylgruppen enthaltenden Kondensationsprodukten aus Alkoholen und Ketonen
DE1249425B (de)
DE2609566C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylheptenon
DE505404C (de) Darstellung von Vanillin
DE1144289B (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Oxo-spiro-(cycloalkan-1&#39;, 2-cumaranen)
DE1205531B (de) Verfahren zur Herstellung von Oximen cycloaliphatischer Ketone