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Elektrische Entladungsröhre
Die Erfindung bezieht sich auf eine elektrische Entladungsröhre mit einem Elektrodensystem, das aus einer Kathode, wenigstens zwei Gittern, deren Drähte in der Laufrichtung der Elektronen gesehen, hintereinander liegen, und einer Anode, die mit der Kathode zugewendeten Zwischenwänden versehen ist, besteht.
Es ist nicht einfach, das Elektrodensystem einer solchen Röhre zu montieren. Um prüfen zu können, ob die Gitterdrähte nach der Montage des Systems in richtiger Weise hintereinander angeordnet sind, ist vorgeschlagen worden (USA-Patentschrift Nr. 2,878, 408), die Anode aus einem inneren schachtelförmi- gen Teil und einem darübergeschobenen äusseren schachtelförmigen Teil aufzubauen und die Flächen des inneren Teiles, die senkrecht zu den Elektronenbahnen stehen, mit Öffnungen zu versehen, die nach- täglich durch Aufschieben des äusseren schachtelförmigen Teiles verschlossen werden.
Anderseits ist es bekannt, eine Anode mit Zwischenwänden dadurch herzustellen, dass eine Anzahl rechteckig abgebogener Streifen in einem Rahmen angeordnet wird. Es ist dabei schwer, nach der Montage der Anode die gegenseitige Lage der Gitterdrähte zu kontrollieren. Ausserdem ist die Montage der Streifen im Rahmen schwierig.
Die Erfindung ermöglicht, die Vorteile der bekannten Ausführungsformen zu erhalten und dennoch auf sehr einfache Weise die Gitterdrähte zu kontrollieren und die Anode zu montieren. Zu diesem Zweck haben die zwei sich gegenseitig umgebenden schachtelförmigen Teile der Anode einen kreuzförmigen Querschnitt und der äussere Anodenteil besteht aus zwei Teilen, wobei sich die Kathode und die Gitterelektroden in Richtung der einen Arme des kreuzförmigen Querschnittes erstrecken und die Endflächen der zu diesen senkrecht stehenden Arme beim äusseren schachtelförmigen Anodenteil breiter als beim inneren schachtelförmigen Anodenteil sind, so dass nach dem Zusammensetzen der Hälften des äusseren Teiles diese Teile zusammen mit dem inneren schachtelförmigen Teil eine Anode mit Höhlungen bilden,
wodurch aus der Anode ausgelöste Sekundärelektronen verhindert werden, zu den Gittern zu gelangen. Die Verbindungsränder der äusseren Teile liegen in der Symmetrieebene des Elektrodensystems, die senkrecht zur emittierenden Kathodenoberfläche liegt.
Der innere schachtelförmige Teil dient als Stützglied für den äusseren Teil und ist zu diesem Zweck mit in Gliedern aus Glimmer angeordneten Zungen versehen.
Der innere schachtelförmige Teil wird vorzugsweise aus einem einzigen Stück auf einer besonderen Biegemaschine mit vier Schlitten hergestellt. Diese Ausführungsform hat den Vorteil, dass das ganze Elektrodensystem mit Ausnahme der äusseren Teile der Anode montiert werden kann, so dass die Öffnungen in den Flächen des inneren schachtelförmigen Teiles eine gute Kontrolle der Lage der Gitterdrähte gestatten. Die beiden Hälften des äusseren Teiles der Anode werden nachträglich über die geschlossenen Teile des inneren Anodenteiles geschoben und aneinandergeschweisst, ohne dass die Anordnung der übri- gen Elektrodenteile die geringste Änderung zu erfahren braucht. Die äusseren Anodenteile bilden zusammen mit dem inneren schachtelförmigen Teil eine Anode mit Höhlungen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, die in der Fig. 1 eine Röhre nach der Erfindung zeigt, Fig. 2 diese Röhre im Querschnitt und Fig. 3 ein perspektivisches Bild der Anode nach der Erfindung veranschaulicht.
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In Fig. 1 bezeichnet 1 den Kolben der Röhre, 2 einen gläsernen Bodenteil mit Kontaktstiften und 3 Zentrierglieder aus Glimmer. Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, besteht das Elektrodensystem aus einer Kathode 4, einem Steuergitter 5, einem Schirmgitter 6 und einer Anode, die durch einen inneren Teil 7 und einen aus zwei Teilen bestehenden äusseren Teil 8 gebildet wird. Der Innenteil 7 wird, wie in Fig. 3 veranschaulicht, aus einem einzigen Stück auf einer Biegemaschine mit vier Schlitten hergestellt, so dass nur eine einzige Naht 9 vorhanden ist. Der Teil 7 enthält sechs grosse rechteckige Öffnungen 10.
Nach der Montage der Kathode 4, der Gitter 5 und 6 und des inneren Teiles 7 kann durch die Öffnungen 10 die gegenseitige Lage der Drähte der Gitter 5 und. 6 über die ganze Gitterlänge kontrolliert werden, auch nachdem die Glieder 3'aus Glimmer mit diesen Elektroden verbunden und durch die Zungen 11 befestigt sind. Das ganze Elektrodenpaket ist jetzt fertig, mit Ausnahme der äusseren Teile 8 der Anode.
Diese Teile 8 werden jetzt über die nicht durchlochten Arme des kreuzförmigen Querschnitts des schach- telförmigen inneren Teiles 7 geschoben und mit den Rändern 12 aneinandergeschweisst, ohne dass die Anordnung der übrigen Elektroden dadurch beeinflusst wird. Die Teile 8 bilden zusammen mit dem Teil 7 eine Anode mit Höhlungen 13, wodurch sekundäre Elektronen, die an der Anode frei werden, nicht mehr nach dem Gitterraum ausweichen können. Die Ausführungsform nach der. Erfindung ermöglicht somit in sehr einfacher Weise eine genaue Kontrolle der Montage der Gitterdrähte und schafft eine mit Zwischenwänden und Höhlungen versehene Anode ohne verwickelte Bearbeitungen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Elektrische Entladungsröhre mit einem Elektrodensystem, das aus einer Kathode, wenigstens zwei Gittern, deren Drähte in der Laufrichtung der Elektronen gesehen hintereinander liegen, und einer Anode, die mit der Kathode zugewendeten Zwischenwänden versehen ist, besteht, wobei die Anode aus zwei sich gegenseitig umgebenden schachtelförmigen Teilen besteht und die senkrecht zu den Elektronenbahnen stehenden Flächen des inneren Anodenteiles mit Öffnungen zur Beobachtung der Gitter bei der Montage des Systems versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die schachtelförmigen Teile (7, 8) der Anode einen kreuzförmigen Querschnitt haben und der äussere Anodenteil (8) aus zwei Teilen besteht,
wobei sich die Kathode und die Gitterelektroden in Richtung der einen Arme des kreuzförmigen Querschnittes erstrecken und die Endflächen der zu diesen senkrecht stehenden Arme beim äusseren schachtelförmigen Anodenteil (8) breiter als beim inneren schachtelförmigen Anodenteil (7) sind, so dass nach dem Zusam- mensetzen der Hälften des äusseren Teiles diese Teile zusammen mit dem inneren schachtelförmi- gen Teil eine Anode mit Höhlungen (13) bilden, wodurch aus der Anode ausgelöste Sekundärelektronen verhindert werden, zu den Gittern zu gelangen.