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Hydraulische Fernsteuerung für die Reversiervorrichtung von Schiffen
Gegenstand der Erfindung ist eine hydraulische Fernsteuerung für die Reversiervorrichtung von Schif- fen, bei der das Druckmittel zwei gleichsinnig verschiebbare Kolben betätigt, die durch Vermittlung einer zwischen den Kolben angeordneten Kolbenstange das Steuerorgan aus der Mittelstellung in die der Schiffs- bewegung "Voraus" bzw. "Zurück" entsprechenden Grenzstellungen unter Spannung von zwei gegensinnig wirkenden Federn verstellt, welche die beiden Kolben und die Kolbenstange in die Ausgangsmittelstellung zurückführen.
Bei diesen bekannten Steuerungen hat es sich als nachteilig erwiesen, dass die beiden Rückführfeder unmittelbar auf die Kolben einwirken, so dass der Verteilerschieber, der das hydraulische System der Re- versiervorrichtung steuert, nicht immer genau in die Ausgangsmittelstellung zuruckkehrt. DieseUngenauig- keit in der Einstellung des Schiebers wird entweder durch die unterschiedlichen Federcharakteristiken oder durch Ermüden ihres Materials verursacht.
Die angeführten Nachteile werden durch die Vorrichtung gemäss der Erfindung dadurch beseitigt, dass die beiden Federn auf die zugeordneten Kolben über selbständig verschiebbare Federteller einwirken, die mit Bohrungen für die Zufuhr der Druckluft zu den Kolben versehen sind und die sich in der Mittelstellung der Kolben gegen Anschläge des Gehäuses der Steuerungsvorrichtung abstützen.
Die Zeichnungen zeigen in den Fig. 1 und 2 je einen Längsschnitt durch ein Ausführungsbeispiel der hydraulischen Fernsteuerung, u. zw. veranschaulichen Fig. 1 den Steuerungsmechanismus in der Ausgangsmittelstellung, Fig. 2 in einer der beiden Grenzstellungen, u. zw. in der Stellung "Zurück".
Die Verteilung des Drucköls zur Steuerung der Reversiervorrichtung besorgt in bekannter Weise ein Schieber, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Die Bewegung des Schiebers aus der Mittelstellung in die zwei Grenzstellungen für Fahrt "Voraus" oder "Zurück" ist von der Drehung der Welle 1 abgeleitet. An der Welle ist ein Handhebel 6 und ein Zahnritzel 7 aufgekeilt, das in die Zahnstange 2 eingreift, die im Lager des Gehäuses 8 axial verschiebbar ist. Das Gehäuse hat Zylinderform und ist symmetrisch zu der durch die Wellenachse 1 gelegten senkrechten Ebene. An beiden Gehäuseenden sind gleichachsige Bohrungen 9, 9'vorgesehen, die in Kammern 10, 10'grösseren Durchmessers übergehen, wodurch in der Gehäusewand ein Absatz entsteht, der die Anschläge 15, 15'bildet.
Die Kammern 10, 10'sind durch die Deckel 16, 16'geschlossen, an deren zentrale Bohrungen beidseits die durch Pfeile angeordneten Zuleitungen des Druckmittels, z. B. Pressluft, angeschlossen sind. In den Bohrungen 9, 9'sind beidseits kleine Kolben 3, 3'verschiebbar, welche die Form eines kleinen auf einer Seite offenen Hohlgefässes haben.
Die einander gegenüberliegenden Stirnwände der Kolben 3, 3'liegen gegen die Enden der Zahnstange 2 an. Zur Belastung der Kolben 3, 3'dienen die Federn 5,5', welche die Kolben 3, 3'sowie die Welle 1 samt dem Handhebel 6 und dem Verteilerschieber in die Ausgangsmittelstellung zurückbringen, falls sich der Hebel 6 nicht vorher in der Stellung für Fahrt"Voraus"oder"Zurtick"befand. Der Druck der Federn 5, 5'wirkt auf die Kolben 3, 3'mittels der zylindrischen, als Federteller wirkenden Büchsen 4, 4', die im Gehäuse 8 oder'in den Kammern 10, 10' verschiebbar angeordnet sind und einen Flansch 12 und einen mit zentralen Bohrungen 11, 11'versehenen Boden aufweisen.
Die Buchse wird vorteilhaft im inneren Hohlraum der Kolben 3, 3'so geführt, dass sich bei der mittleren Ausgangsstellung des Mechanismus die Unterlagen 4, 4'mit ihren Flanschen 12, 12'auf die Anschläge 15, 15'stUtzen. Der Abstand L zwischen den Aussenrändern der Kolben 3, 3'entspricht dem Abstande zwischen den beiden Anschlägen 15, 15'. Es wäre
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ebenso möglich, diesen Abstand etwas zu verkürzen und die Böden der Kolben und Buchsen aufeinander aufsitzen zu lassen.
Beim Reversieren des Motors wird Pressluft in die Kammer 10 eingelassen. Die Luft strömt durch die Öffnung 11 im Boden der Buchse 4 und verstellt durch Einwirkung auf den Boden des Kolbens 3 das ganze System, bestehend aus Kolben 3, Zahnstange 2, Kolben 3'und Büchse 4', aus der mittleren Ausgangsstellung "0" (Fig. 1) in die linke Grenzstellung für Fahrt "Zurück" (Fig. 2). Dabei wird die Feder 5'zusammengedrückt, während sich die Feder 5 nicht ausdehnen kann, da die mit ihrem Boden die Feder abstützende Büchse 4 durch ihren gegen den Anschlag 15 anliegenden Flansch 12 zurückgehalten wird. Nach Beendigung der Reversierbewegung wird die Zufuhr von Druckluft in die Kammer 10 unterbrochen, so dass die Feder 5'das System 4', 3', 2,1, 6 sowie den Verteilerschieber wieder in die Mittelstellung "0" zurückbringt.
In gleicher Weise erfolgt die Betätigung der Steuerung beim Umstellen aus der Mittelstellung "0" in die Stellung für Fahrt "Voraus".
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel verwendet man aus fertigungstechnischen Gründen zwei getrennte Kolben, die mit der gemeinsamen zwischenliegenden Kolbenstange nur kraftschlüssig zusammenwirken. ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, kann man die Kolbenstange mit den beiden Kolben auch fest verbinden oder aus einem Stück herstellen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hydraulische Fernsteuerung für die Reversiervorrichtung von Schiffen, bei der das Druckmittel zwei gleichsinnig verschiebbare Kolben betätigt, die durch Vermittlung einer zwischen den Kolben ange-
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stellt, welche die beiden Kolben und die Kolbenstange in die Ausgangsmittelstellung zurückführen, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Federn (5,5') auf die zugeordneten Kolben (3,3') über selbständig verschiebbare Federteller einwirken, die mit Bohrungen (11, 11') für die Zufuhr der Druckluft zu den Kolben versehen sind und die sich in der Mittelstellung der Kolben gegen Anschläge (15,15') des Ge- häuses der Steuerungsvorrichtung abstützen.