AT227154B - Verwendung von Doppeltuben für ein Verfahren zum Mischen von Zweikomponentenharzen - Google Patents
Verwendung von Doppeltuben für ein Verfahren zum Mischen von ZweikomponentenharzenInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Verwendung von Doppeltuben für ein Verfahren zum Mischen von Zweikomponentenharzen Zweikomponenten-Harze müssen wegen ihrer Reaktionsfähigkeit miteinander stets getrennt verpackt werden. Hiefür werden z. B. Flaschen, Büchsen, Tuben und auch Plastikbeutel benutzt. Zur Verwendung dieser Zweikomponenten-Harze müssen diese innig vermischt werden, was durch Verrühren, Verkneten oder in anderer Weise geschieht. Für dieses Vermischen der Harze werden nun Gefässe und Gerätschaften benötigt, die nach der Benutzung sofort sehr gründlich gereinigt werden müssen, da sie sonst unbrauchbar werden. Beim Verrühren als der üblichen Mischmethode wird in grossem Masse Luft mit eingerührt, die nur durch aufwendiges Entgasen wieder entfernt werden kann. Belässt man dagegen die Luftblasen in der Mi- schung, so werden die Eigenschaften der resultierenden Produkte sehr verschlechtert. Es wurde nun gefunden, dass sich das Mischen von Zweikomponenten-Harzen unter Vermeidung der vorstehend angeführten Nachteile ausführen lässt, wenn man Doppeltuben verwendet, die unterschiedlich grosse Mundöffnungen haben, wobei die kleinere Mundöffnung einer kleineren Tube in die grössere Mund- öffnung der grösseren Tube einbringbar ist. Bei der erfindungsgemässen neuen Verwendung einer derartigen Zweituben-Plastikverpackung als Mischvorrichtung für Zweikomponenten-Harze wird das Harz aus der kleineren Tube in die grössere Tube, die nur so weit gefüllt ist, dass sie den Inhalt der kleineren Tube noch zusätzlich aufnehmen kann, eingedrückt, diese grössere Tube dann verschlossen wird, und dann die beiden Harze durch Kneten der Tube vermischt werden. Mit diesem Mischverfahren, das praktisch nur in einem kurzzeitigen, leichten Kneten der Tube besteht, erzielt man eine nahezu blasenfreie, innige Mischung der beiden Harze. Wird die fertige Mischung aus der Tube herausgedrückt, so platzen restliche Luftblasen an der Mundöffnung. Eine weitere Verbesserung des Verfahrens besteht darin, dass man es in einem Warmwasserbad vornimmt. Dadurch wird die Viskosität der Harze herabgesetzt, und träger reagierende Harze werden aktiviert. Ausserdem wird dadurch die Plastiktube weich und elastisch gemacht, wodurch das Kneten erheblich vereinfacht wird. Zweckmä- ssig ist auch die Verwendung durchsichtigen Plastikmaterials, wodurch die Harze jederzeit gut sichtbar sind. 1Jlese Verpackungsan, dle besonders tür Gebinde bis zu l 1/2 kg geeignet ist, und das daran geknüpfte Mischungsverfahren besitzen erhebliche Vorteile gegenüber bisherigen Verpackungsweisen. Einmal werden fehlerhafte Mischungsverhältnisse, wie sie beim Abwiegen aus grösseren Gebinden vorkommen können, verhindert. Eine mengengerechte Abpackung für jeden Zweck vermeidet Überschüsse, die unverbraucht aushärten und verworfen werden müssen. Wie bereits angeführt, ist eine blasenfreie homogene Durchmischung in kürzester Zeit möglich. Bei Verwendung eines Wasserbades sind die erfindungsgemässen Gebinde leichter zu handhaben als Blechgebinde. Das Mischen geschieht ohne Verwendung von Mischwerkzeugen, wodurch ein erheblicher Aufwand an Apparaten und an Reinigungsarbeit eingespart wird. Da die Verarbeitung direkt aus der Tube geschieht, können physiologische Begleiterscheinungen beim Vermischen von Harzen, die an sich irgendwelche Reizwirkungen ausüben, ausgeschaltet werden. Die erfindungsge- mässen Tubensind ausserdem erheblich leichter als Blechgebinde gleichen Inhalts. Bei Verwendung einer durchsichtigen Plastiktube sind die Harze jederzeit sichtbar. Nach Probeentnahmen ist ein einwandfreier Verschluss möglich, was bei Verwendung von Plastikbeuteln nicht der Fall ist. Die Verwendbarkeit des in der Tube gemischten Zweikomponenten-Harzes hängt von der Topfzeit dieses Harzsystems und der Temperatur ab. Das in der Tube vorgemischte Zweikomponenten-Harz kann für alle Einsatzzwecke dieser Harze verwendet werden. Als besonders vorteilhaft erweist sich die Erfindung beispielsweise beim Ausgiessen von Kabelmuffen und Abspannklemmen, beim Vergiessen von Fugen sowie Verklebungen aller Art.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Verwendung von Doppeltuben für ein Verfahren zum Mischen von Zweikomponenten-Harzen, wobei die beiden Doppeltuben unterschiedlich grosse Mllndöffnungen haben und die kleinere Mundöffnung einer kleineren Tube in die grössere Mundöffnung der grösseren Tube einbringbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Harz aus der kleineren Tube in die grössere Tube, die nur so weit gefüllt ist, dass sie den Inhalt der kleineren Tube noch zusätzlich aufnehmen kann, eingedrückt, diese grössere Tube dann verschlossen wird und dann die beiden Harze durch Kneten der Tube vermischt werden.
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| AT629161A AT227154B (de) | 1961-08-14 | 1961-08-14 | Verwendung von Doppeltuben für ein Verfahren zum Mischen von Zweikomponentenharzen |
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1961
- 1961-08-14 AT AT629161A patent/AT227154B/de active
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