AT227146B - Verfahren zur Herstellung oxydischer Werkstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung oxydischer Werkstoffe

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AT227146B
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chlorides
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • B01J19/08Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor
    • B01J19/087Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy
    • B01J19/088Processes employing the direct application of electric or wave energy, or particle radiation; Apparatus therefor employing electric or magnetic energy giving rise to electric discharges

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description


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  Verfahren zur Herstellung oxydischer Werkstoffe 
Während in der deutschen Patentschrift Nr. 65b297, welche den Vorteil des Lichtbogensinters gegen- über dem Lichtbogenschmelzen ausnützt, an sich bekannte Methoden zur Stückigmachung von pulverförmigem Magnesit mit Hilfe von Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat (ergibt Sorelzement) erwähnt werden, wird vorliegendenfalls ein Verfahren zur Reinigung feuerfester Oxyde durch eine chlorierende Verfluchtigung der Verunreinigungen beim reduzierenden Lichtbogenschmelzen beschrieben. Bei Ausser-   achtlassung   der reduzierenden Atmosphäre erfolgt keine Chlorierung der Verunreinigungen und der beschriebene Reinigungseffekt tritt nicht auf. 



   Beim Niederschmelzen von Oxyden, wie z. B. Magnesiumoxyd, Aluminiumoxyd, Berylliumoxyd, Zirkonoxyd oder Mischungen derselben, unter Zugabe von Chloriden bzw. Salzsäure, erfolgt eine chlorierende Verflüchtigung der Verunreinigungen wie z. B. Eisenoxyde, Manganoxyde, Boroxyd, aber auch Alkali aus Tonerde wird restlos ausgetrieben, wenn ein genügend grosses Angebot an Chlorid vorhanden ist. Im Stammpatent Nr. 217943 wird das Niederschmelzen mit reaktorreinen bzw. aschenarmen Graphitelektroden beschrieben. Bei Zugabe von Salzsäure oder Chloriden ist es jedoch möglich, sehr reine Produkte auch dann zu erhalten, wenn normale Graphitelektroden verwendet werden, da die Verunreinigungen des Graphits beim Schmelzbetrieb chloriert und verflüchtigt werden. 



   Eine Verbesserung dieses Reinigungseffektes durch chlorierende Verflüchtigung beim Lichtbogenschmelzen kann erzielt werden, wenn ausser den Chloriden bzw. der Salzsäure zusätzlich kohlenstoffhaltige Stoffe wie z. B. Graphit, Koks in Stücken oder als Pulver, Kohlepulver, Russ, Schweröl usw. zugegeben werden. 



   Diese Erhöhung des Reinigungseffektes tritt vor allem dann ein, wenn die durch die Graphitelektroden bedingte, reduzierende Atmosphäre zur Chlorierung nicht ausreicht. 



   Auch andere Halogenide wie z. B. Fluoride bewirken einen Reinigungseffekt beim Lichtbogenschmelzen, indem die entsprechenden leichtflüchtigen Fluoride   z. B.   aus Eisenoxyden, Manganoxyden, Boroxyd usw. gebildet werden. Es können hier ebenfalls ausser reaktorreinen bzw. aschearmen Elektroden normale Graphitelektroden verwendet werden. Bei Zugabe von Fluoriden oder Flusssäure beim Lichtbogenschmelzen der Oxyde wird der Reinigungseffekt durch Zugabe von kohlenstoffhaltigen Stoffen oben genannter Art ebenfalls verbessert. 



   Dieser Reinigungseffekt tritt auch auf, wenn Mischungen von Chloriden, Salzsäure bzw. Fluoriden oder Flusssäure zugegeben werden. 



   Da beim chlorierenden bzw. fluorierenden schmelzen sehr gute Reinigungseffekte auftreten, können auch aus technischen Produkten wie z. B. Magnesit   (Rohmagnesit,   Kauster, Sintermagnesit) bzw. magnesiumoxydhaltigen Stoffen, tonerdehaltigen Stoffen wie z.   B.   Bauxit oder aus andern oben genannte   Oxyde   enthaltenden Produkten bzw. Gemischen derselben, wie   z. B.   aus Gemischen von Magnesit und Bauxit, Produkte von besonderer Reinheit erschmolzen werden. 



   Magnesiumoxyd oder Magnesit wird vorzugsweise unter Zugabe von Salzsäure, Chlormagnesium (fest, wasserfrei oder kristallwasserhaltig oder als Lösung), Magnesiumfluorid, Flusssäure oder Mischungen derselben mit oder ohne Zugabe von kohlenstoffhaltigen Stoffen erschmolzen. 



   Beim Schmelzen von Tonerde und tonerdehaltigen Stoffen wie z. B. Bauxit hingegen wird vorzugsweise   Salzsäure.   Aluminiumchlorid in fester Form oder wässeriger Lösung,   Flusssäure   oder Aluminium- 

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 fluorid in fester Form oder wässeriger Lösung allein oder in Mischung mit kohlenstoffhaltigen Stoffen zugegeben. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung oxydischer Werkstoffe wie z. B. Magnesiumoxyd, Aluminiumoxyd, Berylliumoxyd, Zirkonoxyd oder Mischungen derselben von besonderem Reinheitsgrad durch Schmelzen der Ausgangsstoffe im elektrischen Lichtbogen unter reduzierenden Bedingungen und Verwendung von aschearmen oder sehr reinen wie z. B. reaktorreinen Graphitelektroden nach Patent Nr. 217943, dadurch gekennzeichnet, dass Fluoride oder Flusssäure und gegebenenfalls Chloride oder Salzsäure zugesetzt werden.

Claims (1)

  1. 2. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass normale Graphitelektroden verwendet werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ausser Chloriden, Salzsäure, Fluoriden, Flusssäure oder Mischungen derselben, noch kohlenstoffhaltige Stoffe, wie z. B. Graphit, Koks in Stücken oder als Pulver, Kohlepulver, Russ, Schweröl usw., zugegeben werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass technische Produkte, wie z. B. magnesiumoxydhaltige Stoffe, wie Magnesit, oder tonerdehaltige, wie z. B. Bauxit, oder Stoffe, welche die oben angeführten Oxyde enthalten bzw. Mischungen derselben, unter Zugabe von Chloriden, Salzsäure, Fluoriden, Flusssäure oder Gemischen dieser Halogenide, mit oder ohne Zugabe kohlenstoffhaltiger Stoffe im elektrischen Lichtbogen unter Verwendung von Graphitelektroden niedergeschmolzen werden.
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