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Schaltungsanordnung zum Synchronisieren eines Ortsoszillators mit Hilfe eines Phasendiskriminators
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zum Synchronisieren eines Ortsoszillators mit
Hilfe eines Phasendiskriminators, dem ein impulsförmiges Signal und ein sägezahnförmiges Bezugs- signal zugeführt werden, welche vom Eingangssynchronisiersignal bzw.
vom Ortsoszillatorsignal ab- geleitet sind, wobei die Ausgangsklemme des Phasendisl < riminators mit dem zu synchronisierenden
Oszillator verbunden ist, und in einer Summierschaltung das impulsförmige Signal und ein mit dem sägezahnförmigen Signal zusammenhängendes, zweites impulsförmiges Signal addiert werden, wo- bei das so entstandene Summensignal nach erfolgter Integrierung, und gegebenenfalls nach einer Pha- senumkehr, wenigstens einer Torschaltung zugeführt wird, die derart eingestellt ist, dass sie in einem Nicht-Synchronisationszustand während einer Periodenhälfte des dann aus dem Summen- signal durch Integrierung entstandenen Schwebungssignals geöffnet und während der andern Perioden- hälfte geschlossen ist.
Eine solche Schaltungsanordnung, die in der österr. Patentschrift Nr. 220687 beschrieben wird, ist unter anderem in Fernseh-Empfängern zum Synchronisieren des Zeilenoszillators verwendbar. Bei der in der erwähnten Erfindung beschriebenen Schaltungsanordnung kann der Fangbereich auf etwa 1/4 des
Haltebereiches des eigentlichen Phasendiskriminators vergrossert werden.
Bei der Schaltungsanordnung nach der Erfindung dagegen kann dieser Fangbereich noch beträchtlich weiter vergrössert und nahezu verdoppelt werden.
Um diese Verdopplung zu erzielen, weist die Schaltungsanordnung nach der Erfindung das Kennzei- chen auf, dass in einer zweiten Summierschaltung, deren Ausgangsklemme mit einer Eingangsklemme des Phasendiskriminators verbunden ist, zwei gegenphasige sägezahnförmige Vergleichssignale addiert werden und dass wenigstens eines der beiden sägezahnförmigen Signale über die Torschaltung der zweiten Summierschaltung zugeführt wird in der Weise, dass in einem Nicht-Synchronisationszustand das aus der Summierung der beiden sägezahnförmigen Signale entstandene Summensignal während einer Periodenhälfte des erwähnten Schwebungssignals eine Phase aufweist, die der während der andern Periodenhälfte auftretenden Phase entgegengesetzt ist, während im Synchronisationszustand die Phase des Summensignals stets gleich bleibt.
Einige mögliche Ausführungsformen von Schaltungsanordnungen nach der Erfindung werden an Hand der Zeichnung näher beschrieben. In Fig. 1 ist eine erste Ausführungsform dargestellt, bei der das eine sägezahnförmige Signal über die Torschaltung und mit einer zweimal so grossen Amplitude der zweiten Summierschaltung zugeführt wird als das zweite sägezahnförmige Signal, das unmittelbar und mit entgegengesetzter Phase gegenüber dem ersten Signal dieser Summierschaltung zugeführt wird. In Fig. 2 und 3 sind Kurven zur Verdeutlichung der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 dargestellt. In Fig. 4 ist eine zweite Ausführungsform dargestellt, bei der die sägezahnförmigen Signale je über eine Torschaltung der zweiten Summierschaltung zugeführt werden.
In Fig. 1 bezeichnet 1 eine Spannungsquelle, welche einen positiven Zeilenrückschlagimpuls 2 liefert. Die Quelle 1 kann z. B. von einer Wicklung eines Zeilenausgangstransformators gebildet werden, der im Ausgangskreis einer Zeilenausgangsstufe liegt. Die Zeilenausgangsstufe wird durch das vom Ortsoszillator, in diesem Beispiel also einem Zeilenoszillator, erzeugte Signal gesteuert. Die Quelle 3 stellt eine
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zweite Spannungsquelle dar, welche das demEingangsfernsehsignal entnommene positive Zeilensynchroni- siersignal 4 liefert. Auch die Quelle 3 kann eine Wicklung sein, u. zw. die Sekundärwicklung eines Trans- formators, dessen Primärwicklung die Zeilensynchronisierimpulse zugeführt werden.
Die die Quellen 1 und 3 bildenden Wicklungen sind in Reihe geschaltet und an die Reihenschaltung eines Gleichrichters 5 und eines Integrationsnetzwerkes angeschlossen, welches aus einem Kondensator 6 und einem Widerstand 7 besteht und dessen Zeitkonstante hoch ist gegenüber einer Periode des Synchronisiersignals und für einen üblichen Fernsehempfänger etwa 10 msek betragen kann.
Wie eingangs erwähnt, dient die Schaltungsanordnung nach der Erfindung zur Vergrösserung des Einfangbereichs des noch näher zu beschreibenden Phasendiskriminators während eines Nicht-Synchronisationszustandes. Die Schaltung hat nämlich zwei Zustände, d. h. einen Synchronisationszustandundeinen Nicht-Synchronisationszustand. Zum guten Verständnis der Wirkungsweise der Schaltung wird zunächst ein Nicht-Synchronisationszustand und dann ein Synchronisationszustand beschrieben werden.
Während eines Nicht-Synchronisationszustandes kann man wieder zwei Fälle unterscheiden. Erstens der Fall, in dem die Frequenz f des Oszillatorsignals, und also die des impulsförmigen Signals 2, höher
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ist. .Der Fall, in dem f > f ist, ist in Fig,. 2 und derFall, indemf < f ist, ist in Fig. 3 dargestellt.
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In Fig. 2b sind die Zeilenrückschlagimpulse 2 und in Fig. 2c die Zeilensynchronisierimpulse 4 wiedergegeben. Wie sich aus einem Vergleich dieser Figuren ergibt, tritt Koinzidenz zwischen den Impulsen der Signale 2 und 4 nur in den Zeitpunkten t,tundt auf, und in diesen Zeitpunkten wird die Diode 5 leitend gemacht und der Kondensator 6 auf die Summenspannung der Amplituden der Signale 2 und 4 auf- geladen. Zwischen den Zeitpunkten, in denen Koinzidenz zwischen den Signalen 2 und 4 auftritt, kann sich der Kondensator 6 über den Widerstand 7 entladen, und am Integrationsnetzwerk erscheint ein mehr oder weniger sägezahnförmiges Schwebungssignal, das in Fig. 2d dargestellt und dessen Frequenz gleich fo - fs ist.
Dieses sägezahnförmige Signal wird über den Widerstand 8, den Gitterkondensator 9 und den Ableitwid & 'and 10 dem ersten Steuergitter einer als Torschaltung ausgebildeten Mehrgitterröhre 11 zugeführt. Der Kondensator 9 wird mit durch die positiven Teile des in Fig. 2d dargestellten Signals erzeugtem Gitterstrom aufgeladen, und ausserdem wird durch diesen Gitterstrom das sägezahnförmige Signal etwas abgeplattet, wie es durch die gestrichelten Linien 12 in Fig. 2d dargestellt ist.
Wird angenommen, dass die Linie 13 in Fig. 2d die Sperrspannung am ersten Steuergitter der Röhre 11 darstellt, so kann diese Röhre in einem solchen Nicht-Synchronisationszustand nur während der Perioden r Strom führen. Die Zeit ist naturgemäss von der Frequenz des Schwebungssignals abhängig und ist stets etwa gleich der Periodenhälfte des Schwebungssignals.
Dem zweiten Steuergitter der Röhre 11 wird das sägezahnförmige Signal 14 zugeführt, das durch Integrierung des impulsförmigen Signals 2 entstanden und in Fig. 2a dargestellt ist. Dazu ist mit derQuelle 2 ein aus einem Widerstand 15 und einem Kondensator 16 bestehendes Integrationsnetzwerk verbunden, an dessen Ausgangsklemme das integrierte sägezahnförmige Signal 14 entsteht, welches über einen Gitterkondensator 17 und einen Ableitwiderstand 18 dem zweiten Steuergitter der Röhre 11 zugeführt wird.
Da, wie oben erwähnt, die Röhre 11 in einem Nicht-Synchronisationszustand nur während der Perioden T Strom führen kann, wird das Signal 14 nur während dieser Perioden T verstärkt, und die so entstandene Ausgangsspannung wird über den Kondensator 68 der Primärwicklung eines Transformators 19 zugeführt, an dessen Sekundärwicklung 20 ein sägezahnförmiges Signal mit einer Gestalt nach Fig. 2e entsteht.
Das in Fig. 2e dargestellte Signal hat die richtige Phase, da einmal eine Phasenumkehr in der Röhre 11 und einmal eine Phasenumkehr im Transformator 19 erfolgt, so dass das Signal an der Sekundärwicklung 20 des Transformators 19 die gleiche Phase aufweist wie die des Signals 14.
Das Signal 14 wird gleichzeitig der Primärwicklung eines Transformators 21 zugeführt, an dessen Sekundärwicklung 22 das Signal nach Fig. 2f entsteht. Das Signal 14 wird im Transformator 21 in der Phase umgekehrt, so dass die Signale an den Wicklungen 20 und 22 gegenphasig sind.
Die Sekundärwicklungen 20 und 22 sind in Reihe geschaltet, so dass am Leiter 23 die Summe der in den Fig. 2e und 2f dargestellten Signale entsteht. Nun ist dafür gesorgt, dass die Amplitude des Signals an der Wicklung 20 während der Perioden eine etwa zweimal so grosse Amplitude aufweist wie das Signal an der Wicklung 22. Dies kann unter anderem durch eine solche Einstellung der Verstärkung der Röhre 11 bewirkt werden, dass das Signal 14 zweimal verstärkt wird, oder durch eine richtige Wahl der Transforma- tionsverhälmisse der Transformatoren 19 und 21.
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Synchronisierimpulse bzw. der Sägezahn nur während einer Periodenhälfte des Schwebungssignals in einem Nicht-Synchronisationszustand weitergegeben.
Die dabei erhaltene Steuerspannüng beträgt also nur die Hälfte der Sieuerspannung, welche mit Hilfe der Schaltung nach der Erfindung in einem Nicht-Synchronisationszustand erzeugt werden kann. Der Einfangbereich ist daher gegenüber dem in der älteren Schaltung nahezu verdoppelt.
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che Bedeutung wie in Fig. 2. Wie aus dieser Figur ersichtlich ist, sind die positiven Impulse im Signal 3g vorherrschend gegenüber den negativen Impulsen im Signal 3h. Folglich wird dem Zeilenoszillator 37 in diesem Nicht-Synchronisationszustand eine positive Steuerspannung zugeführt, so dass der Oszillator gerade zur gegenüberliegendenseite nachgeregelt wird gegenüber dem Falle, in dem fo > fg war.
Auch hier be- trägt die erzeugte positive Steuerspannung etwa die Hälfte der grösstmöglichen Steuerspannung, die in einem Synchronisationszustand erzeugt werden könnte.
Es ist einleuchtend, dass die Schaltung nach Fig. 1 nur beispielsweise angegeben ist. So kann die erste Addierschaltung, welche die Signale 2 und 4 summiert, in anderer Weise ausgebildet werden und z. B. aus zwei Quellen bestehen, die ihre Spannungen über Summierwiderstände der Diode 5 zuführen.
Auch die aus den Wicklungen 20 und 22 bestehende zweite Addierschaltung kann in vielerlei Weise ausgebildet werden. So ist es z. B. nicht notwendig, das über die Torschaltung verstärkte Signal abermals in der Phase zu drehen. Man kann auch die Ausgangsspannung der Röhre 11 unmittelbar zum Signal 14 addieren und die resultierende Summenspannung dem Phasendiskriminator zuführen. Dieser Phasendiskri- minator muss dann aber diesen geänderten Verhältnissen angepasst werden, da die der Anzapfung 25 zuge- führte Sägezahnspannung gegenphasig zu dem in Fig. 1 dargestellten Falle ist. Ausserdem ist es nicht not- wendig, die Röhre 11 in einem Synchronisationszustand stets geöffnet zu halten. Man kann z.
B. durch das
Anlegen einer Vorspannung diese Röhre in einem Synchronisationszustand, in dem ihrem ersten Steuer- gitter keine Wechselspannung zugeführt wird, gesperrt halten, so dass ausschliesslich das an der Wicklung 22 vorhandene Signal wirksam ist. Auch dadurch ist das im Synchronisationszustand an der Anzapfung 25 wirksame Signal gegenphasig zu dem Fall, in dem im Synchronisationszustand die Röhre 11 dauernd ge- sperrt ist. Dadurch aber, dass wieder der Phasendiskriminator und nötigenfalls die Phase des Signals 14 diesen Verhältnissen angepasst wird, kann auch im Falle einer im Synchronisationszustand gesperrten
Röhre 11 eine gut arbeitende Schaltung erzielt werden, die in einem Nicht-Synchronisationszustand in entsprechender Weise, wie oben angegeben wurde, arbeitet.
Es ist ebenfalls einleuchtend, dass es nicht notwendig ist, nur eines der beiden sägezahnförmigen
Signale über eine Torschaltung der zweiten Summierschaltung zuzuführen.
Es ist auch möglich, wie in Fig. 4 dargestellt, die sägezahnförmigen Signale je über eine Torschal- tung zuzufÜhren, wobei aber in einem Nicht-Synchronisationszustand eine Torschaltung geöffnet ist, wenn die andere geschlossen ist, und umgekehrt.
Um dies zu erreichen, wird in Fig. 4 das in den Fig. 2d und 3d dargestellte sägezahnförmige Schwe- bungssignal sowohl einer ersten von der Röhre 38 gebildeten Torschaltung als auch einer zweiten, von der
Röhre 39 gebildeten Torschaltung zugeführt. Dabei weist das dem ersten Steuergitter der Röhre 39 zuge- führte sägezahnförmige Signal eine Phase nach den Fig. 2d und 3d und das dem ersten Steuergitter der
Röhre 38 zugeführte Signal eine der Phase nach diesen Figuren entgegengesetzte Phase auf. Die Röhre 39 ist daher während der Perioden T stromführend, während die Röhre 38 gerade in den übrigen Perioden des
Schwebungssignales stromführend ist.
Dem zweiten Steuergitter der Röhre 39 wird ein sägezahnförmiges Signal 40 mit einer Phase zuge- führt, welche der des in den Fig. 2a und 3a dargestellten, durch Integration der Zeilenrückschlagimpulse
2 erzielten Signals entgegengesetzt ist. Dem zweiten Steuergitter der Röhre 38 wird ein sägezahnförmiges
Signal 41 zugeführt, welches die gleiche Phase wie das in den Fig. 2a und 3a dargestellte Signal aufweist.
Die Röhren 38 und 39 sind im übrigen parallelgeschaltet, haben einen gemeinsamen Anodenwiderstand 42 und sind über den gemeinsamen Kopplungskondensator 43 mit der Mittelanzapfung 25 der Sekundärwick- lung des Transformators 24 verbunden.
Im Nicht-Synchronisationszustand wird daher am Widerstand 42'ein sägezahnförmiges Signal ent- wickelt, welches der Gestalt nach den Fig. 2e und 3e entspricht und die Ausgangsspannung der Röhre 39 darstellt, die nur während derPerioden T das Signal 40 verstärken kann. Während der übrigen Perioden des
Schwebungssignals ist die Röhre 38 stromführend und verstärkt das Signal 41, so dass während dieser üb- rigen Perioden am Widerstand 42 ein sägezahnförmiges Signal auftritt, welches die gleiche Amplitude, jedoch eine entgegengesetzte Phase aufweist gegenüber dem Signal, das an ihm während der Periode T
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erhalten wird.
Das in einem Nicht-Synchronisationszustand am Widerstand 42 entwickelte sägezahnförmige Summen- signal hat daher die gleiche Gestalt, wie es in den Fig. 2g und 2h bzw. in den Fig. 3g und 3h dargestellt ist. Die Wirkungsweise des Phasendiskriminators ist im übrigen also ähnlich der nach Fig. 1.
Das Erzeugen des Schwebungssignals nach den Fig. 2d und 3d erfolgt hier aber auf eine etwas andere
Weise als in Fig. 1. Das Addieren der impulsförmigen Signale 2 und 4 erfolgt nämlich in der Mehrgitter- röhre 44. Dazu wird das impulsförmige Zeilensynchronisiersignal 4 über einen Gitterkondensator 45 und einen Ableitwiderstand 46 dem ersten Steuergitter der Röhre 44 zugeführt. Das Zeilenrückschlagsignal 2 wird über den Gitterkondensator 47 und den Ableitwiderstand 48 dem zweiten Steuergitter der Röhre 44 zugeführt. Im Anodenkreis dieser Röhre befindet sich das aus dem Kondensator 6 und dem Widerstand 7 bestehende Integrationsnetzwerk.
Es ist einleuchtend, dass die Röhre 44 nur bei Koinzidenz der Impulse 2 und 4 Anodenstrom führen kann. In einem Nicht-Synchronisationszustand wird daher der Kondensator 6 bei Koinzidenz der beiden
Impulse über die Röhre 44 entladen und zwischen zweiKoinzidenzzeitpunkten aufgeladen. Das sägezahn- förmige Schwebungssignal hat daher eine entgegengesetzte Phase zu der in den Fig. 2d und 3d. Das der
Anode entnommene Signal wird über den Kondensator 49 dem Transformator 50 zugeführt, in dem es in der Phase umgekehrt wird, so dass das an der Sekundärwicklung dieses Transformators erzeugte Signal eine
Gestalt nach den Fig. 2d und 3d aufweist.
Dieses Signal wird über den Gitterkondensator 51 und den Ab- leitwiderstand 52 dem ersten Steuergitter der Röhre 39 zugeführt, so dass diese Röhre in einem Nicht-
Synchronisationszustand nur während der Perioden T Strom führen kann, wie es bereits vorsstehend be- schriebenwurde. Gleichzeitigwird das derAnode derRöhre 44 entnommene Signal über denWiderstand 53, den Gitterkondensator 54 und den Ableitwiderstand 55 dem ersten Steuergitter der Röhre 38 zugeführt, so dass diese Röhre nur während der von den Perioden T abweichenden Perioden des in den Fig. 2d und 3d dargestellten Schwebungssignals Strom führen kann.
Die Zeilenrückschlagimpulse 2 werden mit Hilfe des Integrationsnetzwerkes 15, 16 integriert und über den Gitterkondensator 56 undaenAbleitwiderstand 57 als sägezahnförmiges Signal 41 dem zweiten Steuer- gitter der Röhre 38 zugeführt. Das integrierte Signal wird gleichzeitig dem Transformator 58 zugeführt, in der Phase umgekehrt und über den Gitterkondensator 59 und den Ableitwiderstand 60 als sägezahnför- miges Signal 40 dem zweiten Steuergitter der Röhre 39 zugeführt. Dadurch, dass in der vorstehend be- schriebenen Weise die verschiedenen Steuerspannungen den verschiedenen Steuergittern der Röhren 38 und 39 zugeführt werden, entsteht an dem als zweite Summierschaltung wirkenden Anodenwiderstand 42 in einem Nicht-Synchronisationszustand das gewünschte sägezahnförmige Signal.
Für den Synchronisationszustand müssen aber besondere Massnahmen getroffen werden, um dafür zu sorgen, dass dennoch das gewünschte sägezahnförmige Bezugssignal der Anzapfung 25 zugeführt wird, denn im Synchronisationszustand besteht dauernd Koinzidenz zwischen den Impulsen 2 und 4 Der Kon- densator 6 bleibt daher nahezu dauernd entladen, so dass an der Anode der Röhre 44 nahezu eine Gleich- spannung entsteht. Dies bedeutet, dass für die ersten Steuergitter der Röhren 38 und 39 keine Steuerspannung vorhanden ist. Diese Röhren würden daher im Synchronisationszustand dauernd geöffnet sein.
Da die sägezahnförmigen Signale 40 und 41 aber den zweiten Steuergittern der Röhren 38 und 39 gegenphasig zugeführt werden, bedeutet dies, dass im Synchronisationszustand die verstärkten sägezahnförmigen Signale einander in den Anodenkreisen gerade ausgleichen, so dass keinsägezahnförmiges Signal über den Kopplungskondensator 43 der Anzapfung 25 zugeführt wird. Um diesen Nachteil zu vermeiden, muss im Synchronisationszustand eine der beiden Röhren 38 und 39 gesperrt werden, u. zw. diejenige, welche das sägezahnförmige Signal mit einer für diesen Synchronisationszustand unrichtigen Phase zugeführt erhält. Angenommen, dass dies die Röhre 38 ist, so muss diese Röhre in einem Synchronisationszustand gesperrt werden.
Dazu ist das freie Ende des Widerstandes 57 mit dem zweiten Steuergitter der Röhre 44 verbunden, denn in einem Nicht-Synchronisationszustand wird nur hin und. wieder Koinzidenz zwischen den Impulsen 2 und 4 auftreten. Das zweite Steuergitter führt daher durchschnittlich nur einen sehr kleinen Gitterstrom, so dass der Gitterkondensator 47 kaum aufgeladen wird. Das zweite Steuergitter erhält nur eine kleine negative Spannung, so dass der Anodenstrom der Röhre 38 nicht durch die über den Widerstand 57 dem zweiten Steuergitter der Röhre 38 zugeführte Spannung unterdrückt wird.
Im Synchronisationszustand dagegen besteht dauernd Koinzidenz zwischen den Impulsen 2 und 4.
Folglich fliesst viel mehr Gitterstrom zum zweiten Gitter der Röhre 44, so dass der Kondensator 47 in negativem Sinn aufgeladen und demnach der Anodenstrom der Röhre 38 gesperrt wird, so dass in diesem Synchronisationszustand das Signal 41 nicht weitergegeben werden kann. Naturgemäss sind obige Bedingungen auch realisierbar, wenn an die Röhre 38 eine negative Vorspannung gelegt wire, die in einem Nicht-
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Synchronisationszustand durch das dann entwickelte sägezahnförmige Schwebungssignal aufgehoben wird.
Als Besonderheit der Schaltungsanordnung nach Fig. 4 kann noch erwähnt werden, dass die Röhre 44 gleichzeitig als Verstärker für die Zeilensynchronisierimpulse 4 dient. Dazu ist das Schirmgitter 61 über einen Kopplungskondensator 62 mit der Primärwickling des Transformators 24 verbunden. Unabhängig von einem Synchronisationszustand oderNicht-Synchronisationszustand kann am Schirmgitterwiderstand 63 ein Synchronisierimpuls 4'entwickelt werden, der dem Phasendiskriminator zugeführt werden kann. Da- durch wird ein getrennter Synchronisierverstärker gespart und die Wirkung der als erste Summierschaltung dienenden Röhre 44 wird nicht beeinflusst.
An Hand der Fig. 1 und "4 ist ein symmetrischer Phasendiskiriminator nur einer Art beschrieben. Es ist aber einleuchtend, dass auch ein symmetrischer Phasendetektor der Art, dem das sägezahnförmige Signal zweimal und das impulsförmigeSignal nur einmal zugeführt wird, in der Schaltung nach der Erfindung anwendbar ist. In diesem Falle muss das in den Fig. 1 und 4 der Anzapfung 25 zugeführte Signal einer Phasenumkehrstufe zugeführt werden, der zwei sägezahnförmige Signale entnommen werden können, die miteinander gegenphasig sind und einem Phasendiskriminator der zuletztgenannten Art zugeführt werden können. Die Ausgangsklemme des das Signal 4 liefernden Zeilensynchronisierverstärkers kann unmittelbar mit einer Eingangsklemme dieses Phasendiskriminators gekoppelt werden.
Auch ist es nicht notwendig, einen symmetrischen Phasendiskriminator zu benutzen ; auch bei einem unsymmetrischen Phasendiskriminator ist die Schaltung nach der Erfindung anwendbar. Der Leiter 23 oder der Kondensator 43 muss dann mit einem ersten Steuergitter einer Mehrgitterröhre gekoppelt werden, deren zweitem Steuergitter das negative Zeilensynchronisiersignal 4'zugeführt wird. Die Ausgangsspannung dieses unsymmetrischen Phäsendiskriminators hat daher in einem Nicht-Synchronisationszustand eine Gestalt wie in den Fig. 2g und 3g dargestellt.
Dabei überschreiten in Fig. 2g die Synchronisierimpulse nicht den Pegel, den sie erreichen würden, wenn in einemSynchronisationszustand keinPhasenunterschied zwischen dem Synchronisiersignal und dem Oszillatorsignal vorhanden wäre. In ähnlicher Weise wie im vorstehenden für den symmetrischen Phasendiskriminator beschrieben wurde, kann die vom unsymmetrischen Phasendiskriminator in diesem NichtSynchronisationszustand abgegebene Spannung wieder die Hälfte der maximalen Steuerspannung betragen, die er in einem Synchronisationszustand liefern könnte.
Eine ähnliche Argumentierung gilt im Zusammenhang mit Fig. 3g. Hier unterschreiten in einem Nicht-Synchronisationszustand die Impulse nicht den Pegel, den sie in einem Synchronisationszustand erreichen würden, bei dem kein Phasenunterschied zwischen dem Synchronisiersignal und dem Oszillatorsignal vorhanden wäre.
(Mit Ausnahme der in den Zeitpunkten t1'tz und i auftretenden Impulse, die jedoch wegen der grossen Zeitkonstante des Filters 36 das Ergebnis kaum beeinflussen.)
Werden dem zweiten Steuergitter des unsymmetrischen Phasendiskriminators keine negativen, sondern positive Zeilensynchronisierimpulse zugeführt, so ergeben sich in einem Nicht-SYl1chronisationszustand Signale nach den Fig. 2h und 3h, welche zu einem ähnlichen Resultat führen können wie die Signale nach den Fig. 2g und 3g.
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dasskann. Auch ist die erste. Summierschaltung nach Fig. 1 in Fig. 4 anwendbar.
Weiterhin ist es einleuchtend, dass andere Ausführungsformen als oben beschrieben möglich sind, um den Erfindungsgedanken praktisch durchzuführen. Hauptsache ist, dass zwei sägezahnförmige Signale gegenphasig addiert werden, bevor sie dem Phasendiskriminator zugeführt werden, und dass eines oder beide sägezahnförmigen Signale derart in einer oder zwei Toischaltungen getastet werden, dass in einem NichtSynchronisationszustand das der zweitenSummierschaltung entnommene Summensignal während der ersten Hälfte des Schwebungssignals eine Phase aufweist, die der während der zweiten Hälfte des Schwebungssignals entgegengesetzt ist.
Schliesslich sei bemerkt, dass obwohl im vorhergehenden stets Schaltungen zum Synchronisieren von Zeilenoszillatoren in Fernseh-Empfängem beschrieben wurden, die Erfindung darauf nicht beschränkt zu sein braucht. Jeder Ortsoszillator kann auf die oben beschriebene Weise synchronisiert und eingefangen werden, vorausgesetzt, dass nur ein impulsförmiges Synchronisiersignal mit einem dem Oszillator entnommenen sägezahnförmigen Signal verglichen werden kann. Auch könnte es dabei sinnvoll sein, dascsäge- zahnförmige Signal durch Integration aus dem impulsförmigen Synchronisiersignal 4 abzuleiten und mit diesem Signal sämtliche Handlungen zu vollführen, die jetzt mit dem aus dem Oszillatorsignal abgelei- teten Signal erfolgen.
Naturgemäss muss in diesem Falle ein dem Oszillatorsignal entnommenes impulsförmiges Signal dem Phasendiskriminator hinzugeführt werden.