AT225822B - Verfahren zur Herstellung stabiler wässeriger Pigmentdispersionen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung stabiler wässeriger Pigmentdispersionen

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AT225822B AT519560A AT519560A AT225822B AT 225822 B AT225822 B AT 225822B AT 519560 A AT519560 A AT 519560A AT 519560 A AT519560 A AT 519560A AT 225822 B AT225822 B AT 225822B
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  Verfahren zur Herstellung stabiler wässeriger Pigmentdispersionen 
 EMI1.1 
 

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 Küpenfarbstoffen oder von gegebenenfalls halogenierten Kupferphthalocyaninen verwendet werden. Da beim vorliegenden Verfahren die Pigmente in jedem Falle mit wässerigen Lösungen starker Alkalien in Berührung kommen, eignen sich hiefür nur alkaliresistente organische Pigmente. 



   Zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens geht man zweckmässig so vor, dass man den wasserhaltigen Pigment-Filterkuchen in einem geeigneten Rühr- oder Knetapparat mit dem ionenfreien Dispergiermittel der angegebenen Art vermischt. Man kann dabei auf 1 Gew.-Teil Trockenpigment etwa 0, 5-2 oder mehr   Gew.-Teile   Dispergiermittel verwenden. Vorzugsweise benützt man auf 1 Teil Pigment 0,   6-1, 0   Teil Dispergator. Sobald eine mehr oder weniger homogene wässerige Paste entstanden ist, fügt man dieser unter Kneten und gegebenenfalls Erwärmen auf erhöhte Temperatur,   z. B.   auf   35-90 C,   so vielAlkalihydroxyd zu, dass sich das Dispergiermittel aus der wässerig-alkalischen Lösung ausscheidet und eine separate Phase bildet.

   Zu diesem Zweck verwendet man konzentrierte, wässerige Alkalihydroxyde, 
 EMI2.1 
 
B. 30-5Woigekalihydroxydlösung erhalten wird. Durch diese Arbeitsweise tritt das Pigment in die wasserunlösliche Dispergatorphase über und bildet dann mit dem Dispergiermittel zusammen eine plastische Masse. Man trennt hierauf das aus dem Filterkuchen stammende Wasser mit dem darin gelösten Alkali grösstenteils ab ; ein geringer Teil der wässerigen   Alkalihydroxydlösung   verbleibt in dispergierter Form in der pigmentierten, wasserunlöslichen Dispergatorphase. 



   Die Überführung der pigmentierten, wasserunlöslichen Dispergatorphase in eine wässerige Lösung, die das Pigment in fein verteilter Suspension enthält, kann erfindungsgemäss in der Weise geschehen, dass man das in der plastischen Flushmasse verbliebene Alkali teilweise oder vollständig mit einer Säure, z. B. Eisessig, neutralisiert, mit der gewünschten Menge Wasser versetzt, und die gegebenenfalls erhöhte Temperatur wiederum auf Raumtemperatur herabsetzt. Man kann aber die Dispergatorphase auch durch blosses Zufügen von Wasser in eine wässerige, das Pigment in fein verteilter Suspension enthaltende Lösung überführen. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Dispergatorphase unmittelbar vor der Rückführung in wässerige Lösung nur eine geringe Menge Alkalihydroxyd enthält.

   Das Dispergiermittel lässt sich auch dadurch wieder in Lösung bringen, dass man der plastischen Flushmasse ein anionaktives Dispergiermittel,   z. B.   ein Fettalkoholsulfat, oder 2-heptadecyl-N-benzyl-benzimidazol-disulfonsaures Natrium zusetzt und mit Wasser verdünnt. 



   Falls die erfindungsgemäss erhältlichen stabilen, wässerigen Pigmentdispersionen neben dem Pigment noch weitere dauernd wasserunlösliche Stoffe wie natürliche oder synthetische Harze, insbesondere wasserunlösliche, härtbare Aminoplastharze, Lösungsmittel oder Weichmacher wie Dioctylphthalat, enthalten sollen, wird man diese dauernd wasserunlöslichen Stoffe mit Vorteil der gebildeten wasserunlöslichen Dispergatorphase einverleiben, da in diesem Falle mit Leichtigkeit eine vollkommen homogene Vermischung der Bestandteile gewährleistet ist. Gegebenenfalls können die genannten dauernd wasserunlöslichen Stoffe auch vor oder während der Bildung der wasserunlöslichen Dispergatorphase zugefügt werden.

   Dies ist besonders dann vorteilhaft, wenn weder das ionenfreie Dispergiermittel, noch der dauernd wasserunlösliche Stoff je für sich mit dem Pigment zusammen zur Bildung einer plastischen, vom Begleitwasser leicht abtrennbaren Flushmasse ausreichen. Nach   Rückführung   des Dispergiermittels der Flushmasse in eine wässerige Lösung verbleiben diese dauernd wasserunlöslichen Stoffe entweder für sich allein oder gemeinsam mit dem Pigment in fein dispergierter Form in der schliesslich als Endprodukt erhältlichen wässerigen Pigmentpaste. 



   Als wasserunlösliche, härtbare Aminoplastharze kommen   z. B.   solche Produkte in Frage, wie sie in   bekannter Weise durch Verätherung   von Methylolverbindungen der mit Formaldehyd härtbare Aminoplaste bildenden Substanzen von Amidcharakter, wie Guanidin, Dicyandiamid, Biuret, Thioharnstoff und insbesondere Harnstoff, ferner Aminotriazinen mit mindestens zwei mit Formaldehyd reaktionsfähigen, primären Aminogruppen, wie Benzoguanamin, Acetoguanamin, Formoguanamin und insbesondere Melamin, mit Alkoholen mit   4 - 8   Kohlenstoffatomen, beispielsweise mit Amylalkohol, Hexylalkohol, Cyclohexanol, Benzylalkohol und insbesondere n-Butanol, gewonnen werden.

   Weiterhin können solche   härtba -   ren, wasserunlöslichen, verätherten Methylolverbindungen verwendet werden, die neben den Ätherresten auch noch Acylreste von höhermolekularen Carbonsäuren mit mehr als 8 Kohlenstoffatomen, wie   Pelargon-'.   Laurin-, Myristin-,   Öl-,   Stearinsäure oder Sojafettsäure, enthalten. Wenn solche höhermolekularen Acylreste vorliegen, können sich die Verbindungen auch von Methyloläthern mit niedrigmolekularen, wasserlöslichen Alkoholen mit z. B. 1 oder 2 Kohlenstoffatomen,   z. B.   von Methylolmethyläthern, ableiten. Die Herstellung solcher härtbarer, wasserunlöslicher, verätherter Methylolverbindungen ist ebenfalls bekannt.

   Für das vorliegende Verfahren können demnach gegebenenfalls sowohl solche härtbaren, 

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 wasserunlöslichen, verätherten Methylolverbindungen von mit Formaldehyd härtbare Aminoplaste bilden- den Substanzen von Amidcharakter herangezogen werden, bei denen das Sauerstoffatom mindestens einer
Methylolgruppe mit einem Kohlenwasserstoffrest mit   4 - 8   Kohlenstoffatomen, verbunden ist, als auch solche, bei denen ein Sauerstoffatom mindestens einer Methylolgruppe mit einem Kohlenwasserstoffrest   mit l,   2 oder mehr, z. B. 3-4 Kohlenstoffatomen und ein Sauerstoffatom mindestens einer weiteren
Methylolgruppe mit einer Acylgruppe einer mehr als 8 Kohlenstoffatomen aufweisenden Fettsäure ver- bunden sind. 



   In den nachfolgenden Beispielen bedeuten Teile Gewichtsteile und Prozente Gewichtsprozente. Die
Temperaturen sind, wie in der vorangehenden Beschreibung, in Celsiusgraden angegeben. 



    Beispiel l : 1086 Teile eines mit 18, 4% 4, 4', 7, 7'-Tetrachlor-Thioindigo enthaltenden wässeri-    gen Filterkuchens (entsprechend 200 Teilen reinem Pigment) werden in einer Knetmaschine mit
350 Teilen eines ionenfreien Dispergators, welcher durch stufenweise Anlagerung von zuerst 9, 6 Mol
Propylenoxyd und anschliessend 10, 5 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol   p-tert.-Octylphenol   hergestellt wurde, vermischt. Man erhält nach einigem Durchkneten eine   dünnflüssige   homogene Paste. Nach Zufügen von
250 Teilen   30% figer   wässeriger Natronlauge trennt sich die Paste in zwei ineinander unlösliche Pha- sen. Unter weiterem Kneten und gleichzeitigem Aufheizen auf 600 ballen sich schliesslich Pigment und
Dispergator zu einer schmierigen wasserunlöslichen Masse zusammen.

   Nach Abgiessen von
1000 Teilen der wässerigen, stark alkalischen Flüssigkeit erhält man
686 Teile Flushmasse, welche im Kneter zurückbleiben. Man neutralisiert nun das in der Flushmasse zurückgebliebene Alkali mit
13 Teilen Eisessig und erhält, nach Verdünnung mit
301 Teilen Wasser,
1000 Teile einer homogenen, feindispersen Pigmentpaste von   2calo   Pigmentgehalt. 



   Beispiel 2 : 530 Teile eines wässerigen Filterkuchens, enthaltend   37, 7'/0 (=   200   Teile) ss-Kupfer-   phthalocyanin werden in einer Knetmaschine mit
214 Teilen eines durch Anlagerung von 7, 5 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol   p-tert.-Octylphenol   herge- stellten, ionenfreien Dispergators zu einer homogenen Paste vermischt. Nach Zufügen von
20 Teilen   30% iger wässeriger   Natronlauge und allmählichem Aufheizen auf 800 tritt die Phasentrennung ein, und das Pigment vereinigt sich mit dem wasserunlöslich gewordenen Dispergator zu einer knetbaren Masse. Nach Abgiessen von
135 Teilen wässeriger Alkalilösung verbleiben im Kneter
430 Teile Flushmasse. 199 Teile Wasser sind während des Knetprozesses verdampft.

   Die Flushmasse enthält, wie sich durch Titration ermitteln lässt, noch etwa 2 Teile Natriumhydroxyd. Durch Zufügen von
50 Teilen   2-heptadecyl-N-benzyl-benzimidazol-disu1fonsaurem   Natrium und Verdünnen mit
320 Teilen Wasser werden ohne Neutralisation
800 Teile einer feindispersen wässerigen Pigmentpaste erhalten. 



   Beispiel 3 : 705 Teile eines Pigment-Filterkuchens, enthaltend   341o     (= 240   Teile) chloriertes Kupferphthalocyanin, werden in einem Knetapparat mit
240 Teilen eines Dispergators, welcher durch Anlagerung von 15 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Hydroabietylalkohol erhalten wurde, vermischt. Man erhält nach kurzer Zeit eine dünnflüssige, jedoch nicht ganz homogene Paste. Nun werden
200 Teile   30% igue   Natronlauge zugefügt, wobei sich die Paste sofort in zwei Phasen trennt.

   Beim weiteren Kneten tritt das Pigment allmählich in die Dispergatorphase über und man erhält nach einiger Zeit zwei getrennte Phasen, nämlich
750 Teile einer weichen, knetbaren Masse, welche das Pigment, den Dispergator und noch 270 Teile einer etwa   90% gen   wässerigen Natronlauge enthält, und eine flüssige Phase, bestehend aus
395 Teilen   9% figer   Natronlauge. Letztere wird anschliessend aus dem Knetapparat entfernt. Zur weiteren Konzentrierung der Flushmasse knetet man mehrere Male mit je 500 Teilen   20% figer   Natronlauge weiter. Das Gewicht der Flushmasse verringert sich dadurch schliesslich auf 
 EMI3.1 
 das Gewicht der Knetmasse nicht mehr weiter vermindert werden ; es verbleibt jedoch in diesem Fall wegen der höheren Laugenkonzentration schliesslich mehr Natriumhydroxyd in der Knetmasse.

   Verwendet man dagegen zum Waschen Lauge geringerer Konzentration, so nimmt die Flushmasse an Gewicht wiederum   zu :   Mit   15% iger Natronlauge   erhält man   z. B.   580Teile Flushmasse, wovon 100 Teile Natronlauge, mit   10% figer   Lauge   z. B.   640 Teile Flushmasse, wovon 160 Teile Natronlauge. Daraus ergibt sich, dass die 

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   20% igue   Lauge eine optimale Konzentration darstellt, weil in diesem Falle die in der Masse zurückblei- bende Menge Natriumhydroxyd ein Minimum durchläuft.

   Durch Neutrilisation mit
21 Teilen Eisessig und Verdünnen mit
429 Teilen Wasser erhält man schliesslich i 1000 Teile einer äusserst fein verteilten Dispersion des Pigmentes in Form einer homogenen, zügigen
Paste, welche   24 ?/0   Pigment und   24%   Dispergator enthält. Die Dispersion lässt sich   z. B.   zusammen mit geeigneten Bindemitteln zum Färben und Drucken von Textilien verwenden. An Stelle des ionenfreien
Dispergators aus 1 Mol Hydroabietylalkohol und 15 Mol Äthylenoxyd kann man auch einen solchen aus
1 Mol Dodecylamin und 15 Mol Äthylenoxyd oder einen solchen aus 1 Mol Octadecylalkohol und 25 Mol Äthylenoxyd verwenden. 



   Beispiel 4 : 470 Teile eines   Pigment-Filterkuchens, enthaltend 341o (= 160 Teile)   chloriertes
Kupferphthalocyanin werden in einem Knetapparat mit
160 Teilen eines Kondensationsproduktes (Dispergator) aus 1 Mol Oleylamin und 8 Mol Äthylenoxyd unter Zugabe von
183 Teilen   30% figer   Natronlauge verknetet. Es bildet sich anfänglich eine weiche, aus zwei Phasen bestehende Knetmasse, die sich ohne Temperaturerhöhung auch bei weiterem Kneten nicht verändert. 



   Wird nun durch Aufheizen des Knetapparates die Temperatur der Knetmasse allmählich erhöht, so ballt sich bei etwa 700 die ölige Phase, welche das Kondensationsprodukt (Dispergator) und das Pigment ent- hält, unter Austritt von wässeriger Natronlauge zu einer weichen, knetbaren Masse zusammen. Es werden ohne vorherige Abkühlung
173 Teile wässerige, etwa   11%igue   Natronlauge abgegossen, während
640 Teile Knetmasse im Apparat verbleiben. Nach zweimaligem Durchkneten mit je
300 Teilen   30% figer   Natronlauge bei   35 - 500   und jeweiligem Abgiessen des wässerigen Anteiles ver- ringert sich das Gewicht der Knetmasse unter Austritt weiterer Mengen wässeriger Natronlauge schliesslich auf
380 Teile.

   Die so erhaltene Masse besteht aus 160 Teilen Pigment, 160 Teilen Dispergator und 60
Teilen   27% figer   Natronlauge. Man neutralisiert zum Schluss mit
24 Teilen Eisessig und stellt das Gewicht der Knetmasse durch Verdünnen mit Wasser auf 
 EMI4.1 
 lich feiner Verteilung enthält. 



   Beispiel 5 : 363 Teile eines Pigment-Filterkuchens, enthältend 36, 3% (=132 Teile) des braunen Farbstoffes der Formel : 
 EMI4.2 
 werden zusammen mit
80 Teilen eines ionenfreien Dispergators, welcher durch Anlagerung von 25 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Ricinusöl hergestellt wurde, und
200 Teilen   30% figer   Natronlauge in einem Knetapparat vermischt. Es bilden sich sofort zwei Phasen : eine teigartige Paste aus Pigment und Dispergator, die in der andern aus wässeriger Natronlauge bestehenden Phase unlöslich ist. Nach Abgiessen von
393 Teilen wässeriger Natronlauge verbleiben im Kneter
250 Teile Flushmasse, die ausser dem Pigment und dem Dispergator noch 38 Teile wässeriger Natronlauge enthält.

   Man wäscht diese Masse durch zweimaliges Durchkneten mit je 200 Teilen   15% figer   Natronlauge und erhält schliesslich
258 Teile fertiger Flushmasse, bestehend aus   51, 1% Pigment, 31, 0%   Dispergator und   17, 90/0   wässeriger Natriumhydroxydlösung. Nach Neutralisation mit 

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20 Teilen Eisessig und Zufügen von
122 Teilen Wasser erhält man schliesslich
400 Teile einer   33%   Pigment enthaltenden, sehr fein dispersen Pigmentpaste, die mit Wasser beliebig verdünnt und   z. B.   zusammen mit geeigneten Bindemitteln zum Färben und Drucken von Textilien verwendet werden kann. An Stelle des ionenfreien Dispergators aus 1 Mol Ricinusöl und 25 Mol Äthylenoxyd kann man einen solchen aus 1 Mol Oleylamin und 8 Mol Äthylenoxyd verwenden. 



   Beispiel 6 : 231 Teile eines Pigment-Filterkuchens, enthaltend   43, 2% (= 100   Teile) des roten Pigmentes der Formel : 
 EMI5.1 
 
 EMI5.2 
 
 EMI5.3 
 werden in einem Knetapparat mit
100 Teilen eines ionenfreien Dispergators, der durch Anlagerung von 50 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Ölsäure erhalten wurde, vermischt. Man erhält eine dünnflüssige Paste. Dazu werden nun
50   Teile festes, 90% iges   Kaliumhydroxyd zugefügt. Nach Erwärmen auf 600 beginnt sich das Pigment unter Abscheidung einer pigmentfreien wässerigen Phase mit dem Dispergator zu einer plastischen Masse zusammenzuballen. Nach einiger Zeit können
135 Teile wässerige Kalilauge abgegossen werden.

   Nach Zufügen von weiteren
40 Teilen des oben erwähnten ionenfreien Dispergators wird die Knetmasse nacheinander je einmal mit
400 Teilen   ijziger   Kalilauge und mit 

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400 Teilen   20% figer   Kalilauge durch Kneten bei etwa 500 gewaschen. Nach Abgiessen der Waschflüssigkeit erhält man zum Schluss
334 Teile Flushmasse, die ausser dem Pigment und dem Dispergator noch 94 Teile etwa   20% figer   Kalilauge enthält. Man neutralisiert durch Zufügen von
12 Teilen Eisessig und stellt zum Schluss durch Verdünnen mit
154 Teilen Wasser auf ein Endgewicht von
500 Teilen ein. Man erhält einen feindispersen Pigmentteig, enthaltend   2calo   Pigment, der sich, zusammen mit geeigneten Bindemitteln, zum Färben und Drucken von Textilien verwenden lässt. 



   Beispiel 8 : 580Teile eines Pigment-Filterkuchens, enthaltend   41, 3% (= 240 Teile)   des Pigmentes aus diazotiertem   2, 5-Dichloranilin   und   2, 3-Oxynaphthoesäure-o-methoxyphenylamid   werden zusammen mit
40 Teilen eines Dispergators, welcher durch Anlagerung von 15 Mol Äthylenoxyd an 1 Mol Di-tert.butyl-p-Kresol erhalten wurde,
100 Teilen   30% figer   Natronlauge und 
 EMI6.1 
 aldehyd-Kondensationsproduktes in einem Knetapparat vermischt. Bei fortdauerndem Kneten vereinigt sich das Pigment mit dem Dispergator und dem Melaminharz zu einem weichen plastischen Teig. Nach einiger Zeit kann der grössere Teil des im Filterkuchen ursprünglich enthaltenen Wassers zusammen mit einem entsprechenden Teil der Natronlauge abgegossen werden.

   Nach einmaligem Waschen mit
500 Teilen   15% figer   Natronlauge erhält man eine kompakte, sehr gut knetbare Flushmasse. Man fügt nun weitere
100 Teile des oben erwähnten ionenfreien Dispergators hinzu, verknetet das Ganze zu einer homogenen Masse und wäscht nochmals mit weiteren
500 Teilen   15% iger Nationlauge   nach. Die Lauge wird abgegossen und die im Kneter verbleibende Flushmasse mit
50 Teilen Eisessig neutralisiert. Zum Schluss wird die Masse durch Zufügen von Wasser unter weite-rem Kneten auf
1000 Teile verdünnt. Man erhält eine feindisperse, stabile wässerige Dispersion, die   24%   Pigment, etwa   131o   Lackharz, 14% Dispergator und   490   Wasser enthält.

   Das im Lackharz ursprünglich enthaltene Butanol wird beim Flushprozess und dem nachfolgenden Waschen nahezu vollständig extrahiert, so dass die Dispersion zum Schluss praktisch keine flüchtigen Lösungsmittel mehr enthält. Das vorgenannte, mit n-Butanol verätherte Melamin-Formaldehyd-Kondensationsprodukt in n-Butanol kann in bekannter Weise   z. B.   durch Veräthern eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Melamin und etwa 4 Mol Formaldehyd mit einem   Überschuss   an n-Butanol und anschliessendes Einengen der erhaltenen Lösung auf einen Trockengehalt von etwa   75"/0   erhalten werden. 



   Beispiel 9 : 918 Teile des im Beispiel 5 beschriebenen Pigment-Filterkuchens (= 333, 3 Teile trockenes Pigment) werden mit
200 Teilen   eine ionenfreien   Dispergators, der durch Anlagerung von Äthylenoxyd an ein Fettalkoholgemisch (erhalten durch Reduktion von Kokosfett) gewonnen wurde, und mit
500 Teilen   30% figer   Natronlauge in einem Knetapparat vermischt. Es bilden sich sofort zwei Phasen, wovon die eine aus wässeriger Natronlauge, die andere aus einem noch wässerige Lauge enthaltenden Teig besteht, welcher das gesamte Pigment und den ionenfreien Dispergator enthält. Durch weiteres Kneten kann die Teigphase zu einer zusammenhängenden Masse vereinigt werden, so dass die ausgeknetete wässerige Natronlauge durch Dekantieren leicht entfernt werden kann.

   Dabei erfolgt, sofern der verwendete ionenfreie Dispergator durch Anlagerung von weniger als etwa 30 Mol Äthylenoxyd, z.   B.   10 oder 20 Mol Äthylenoxyd pro Mol Fettalkohol gewonnen wurde, das Zusammenballen schon in kurzer Zeit bei Raumtemperatur (etwa 20 ). Verwendet man dagegen einenDispergator, der mehr,   z. B.   35 oder 100 Mol Äthylenoxyd pro Mol Fettalkohol enthält, so ist, um ein Zusammenballen der Flushmasse zu bewirken, auf höhere Temperaturen,   z. B.   auf   60 - 700   zu erwärmen. Nach dem Abgiessen der wässerigen Natronlauge wird die Knetmasse bei Raumtemperatur noch zweimal mit je
500 Teilen   15% igerNatronlauge   kräftig durchgeknetet, wobei die wässerige Natronlauge nach jedem Waschvorgang durch Dekantieren entfernt wird.

   Im Knetapparat verbleiben zuletzt
650 Teile einer weichen Knetmasse, die man durch Zufügen von etwa
50 Teilen Eisessig neutralisiert und durch Zufügen von etwa
300 Teilen Wasser auf
1000 Teile verdünnt. Man erhält einen zügigen Teig, enthaltend   33"Wo   des feinst verteilten braunen 

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   Pigmentfarbstoffes,   der mit Wasser beliebig verdünnt werden kann und sich z. B., zusammen mit geeigneten Bindemitteln, zum Färben von Papier in der Masse, zum Bedrucken oder Färben von Textilien oder Leder oder auch zur Herstellung von Dispersions-Anstrichfarben verwenden lässt. 



   Beispiel 10 : 976 Teile eines Pigment-Filterkuchens, enthaltend   21, 30/0 (=   208 Teile) des blauen Pigmentes der Formel 
 EMI7.1 
 werden in einem Knetapparat zusammen mit 
 EMI7.2 
 densationsproduktes in   n-Butanol,   55 Teilen Xylol,
140 Teilen eines ionenfreien Dispergators, welcher durch Anlagerung von 15 Mol Äthylenoxyd an
1 Mol   p-tert.-Octylphenol   hergestellt wurde, und
50 Teilen   SCoiger   Natronlauge verknetet. Man erhält nach einiger Zeit die Pigment, Dispergator und Harzlösung enthaltende Flushmasse als plastischen weichen Teig, von welchem ein Teil der kein
Pigment mehr enthaltenden wässerigen Lauge leicht abgegossen werden kann.

   Man wäscht die Flusmasse durch zweimaliges gründliches Verkneten mit je 500 Teilen   zuiger   Natronlauge und giesst jedes Mal die
Lauge von der immer kompakter werdenden Pigmentpaste ab. Man erhält schliesslich
650 Teile Flushmasse, welche nebst Pigment, Dispergator, Melaminharz und Xylol noch etwa
90 Teile   15 ? oiger   Natronlauge enthält. Man neutralisiert durch Zufügen von
20 Teilen Eisessig und verdünnt durch Zufügen von
152 Teilen Wasser unter ständigem weiterem Kneten. Man erhält schliesslich
832 Teile einer wässerigen, Pigment und Melaminharzlösung enthaltenden Dispersion als zügige, mit
Wasser beliebig verdünnbare Paste. Diese kann, zusammen mit geeigneten Bindemitteln zum Färben und
Bedrucken von Textilien verwendet werden. 



     Beispiel 11 : 1388Teile   eines Pigment-Filterkuchens, enthaltend   14, 40/0 (=   200 Teile)   a-Kupfer-   phthalocyanin werden in einem Knetapparat mit
180 Teilen einer etwa   zogen   Lösung in n-Butanol eines mit n-Butanol   verätherten Melamin-Form-   aldehyd-Kondensationsproduktes,
140 Teilen des im Beispiel 3 verwendeten ionenfreien Dispergators,
60 Teilen m-Xylol und
200 Teilen   zuiger   Natronlauge verknetet.

   Nach der spontan eintretenden Vereinigung von Pigment,
Dispergator, Melaminharz und Xylol zu einer plastischen Masse giesst man die wässerige Lösung, die den   grösstenTeil   des im Pigment-Filterkuchen enthaltenen Wassers und der Natronlauge enthält, ab und wäscht die Pigmentmasse noch dreimal mit je 500 Teilen   15loiger   Natronlauge. Man erhält schliesslich
650 Teile einer kompakten, knetbaren Masse, welche ausser dem Pigment, dem Dispergator und dem im Xylol gelösten Melaminharz noch etwa 100 Teile   15% igue   Natronlauge enthält. Man verdünnt diese
Masse mit
344 Teilen Wasser, neutralisiert mit
21 Teilen Eisessig und erhält schliesslich
1000 Teile einer zügigen, mit Wasser beliebig verdünnbaren Paste, welche Pigment und Melamin- harz in feinst verteilter Form enthält.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung stabiler wässeriger Pigmentdispersionen unter Verwendung von organi- schen Pigmenten und ionenfreienDispergiermitteln vom Typus der Polyglykolätherderivate, die in saurem bis schwach alkalischem Medium löslich, in konzentrierten wässerigen Alkalien jedoch unlöslich sind, dadurch gekennzeichnet, dass man einen wasserhaltigen Pigment-Filterkuchen mit einem ionenfreien Dispergiermittel vom Typus der Polyglykolätherderivate vermischt, dem erhaltenen Gemisch so viel Alkalihydroxyd zufügt, dass sich das ionenfreie Dispergiermittel aus der wässerig alkalischen Lösung ausscheidet und eine separate Phase bildet, das Pigment durch mechanisches Bearbeiten in die Dispergatorphase überführt, die sich bildende pigmentfreie,
    wässerige alkalische Lösung grösstenteils abtrennt und das ionenfreie Dispergiermittel in eine wässerige Lösung überführt, die das Pigment in fein verteilter Suspension enthält.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Trennung der wässerigen Dispergatorlösung in zwei ineinander unlösliche Phasen bei erhöhter Temperatur durchführt.
    3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man nach Abtrennung der wässerigen alkalischen Phase das Dispergiermittel durch Verdünnen mit Wasser wieder in Lösung bringt.
    4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Dispergiermittel unter gleichzeitigem Neutralisieren des noch vorhandenen Alkali durch Verdünnen mit Wasser wieder in Lösung bringt.
    5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das ionenfreie Dispergiermittel unter Mitverwendung eines anionaktivenDispergators durch Verdünnen mit Wasser wieder in. Lösung bringt.
    6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass manspätestens vor der Rückführung des ionenfreien Dispergiermittels in wässerige Lösung weitere wasserunlösliche Stoffe wie natürliche oder synthetische Harze, Lösungsmittel oder Weichmacher zufügt, welche sich mit der Dispergatorphase homogen vermischen und nach der Überführung des ionenfreien Dispergiermittels in eine wässerige Lösung gemeinsam mit dem Pigment oder für sich allein eine wasserunlösliche disperse Phase bilden.
AT519560A 1959-07-07 1960-07-06 Verfahren zur Herstellung stabiler wässeriger Pigmentdispersionen AT225822B (de)

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