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Nadelstreuschläger
In Gegenden mit geringem Getreideanbau, also etwa bewaldeten Gebirgsgegenden, ist es vielfach üblich, die Nadeln und kleinen Ästchen von Nadslholzbäumen an Stelle von Stroh als Streu in den Stal- lungen zu verwenden. Die Gewinnung dieses Streumaterials erfolgte meist in langwieriger und mühsamer
Handarbeit durch Zerhacken des bei Holzschlägerungen anfallenden Astwerks. Man hat daher schon ver- 'sucht, diese Arbeit zu mechanisieren und bediente sich dazu entweder der üblichen Häckselschneider oder etwa vorhandener Entrindungsmaschinen, meist solcher der besonders einfachen, mit Schlagelementen ar- beitenden Entrindungsgeräte. Die Ergebnisse konnten jedoch nicht befriedigen.
Im ersten Fall musste das
Astwerk von Hand vorzerkleinert werden, da es vermieden werden musste, auch die starken Hauptäste der Häckselschneidmaschine zuzuführen, welcher Beanspruchung diese Maschine nicht gewachsen wäre. Die ) an zweiter Stelle genannten Entrindungsmaschinen wieder boten keine Möglichkeit, die Schlagwirkung der stark wechselnden Stärke und Dichte der zugeführten Äste anzupassen.
Die Erfindung betrifft einen Nadslstreuschläger, der im Wesen den bekannten Entrindungsmaschinen ähnlich ist, welche eine motorisch angetriebene Welle, die mit frei verschwenkbaren Schlagwerkzeugen, insbesondere Ketten besetzt und durch ein Schutzgehäuse abgedeckt ist und einen darunter liegenden Zu- führungstisch aufweisen.
Die vorerwähnten Mängel sind jedoch erfindungsgemäss dadurch vermieden, dass der Zuführungstisch zumindest im Wirkungsbereich der Schlagwerkzeuge in seinem Normalabstand zur Schlagwerkzeugwelle veränderlich ist. Diese Verstellung soll gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung in besonders ein- facher Weise mittels Stellkeilen erfolgen, die in Nuten des Grundrahmens einerseits und in an der Unter- seite des Zuführungstisches angebrachten Nutenleisten anderseits verschiebbar geführt sind.
Weitere erfindungsgemässe Einzelheiten sind der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmen, welche den Nadelstreuschläger in Fig. l im Längsschnitt und in Fig. 2 im Querschnitt zeigt. In Fig. 3 ist im Schrägbild eine der in das Innere der Schutzverkleidung ragenden, gezahnten Reiss- oder Bremsleisten darges-ellt und Fig. 4 zeigt ebenfalls in Schrägansicht den Zuführungstisch und seine Lagerung auf den Stellkellen.
Die Maschine weist einen aus Längsholmen 8 und Querriegeln 8', zweckmässig auch Spannzangen 7 bestehende Grundrahmen auf, der die Seitenwände 6 trägt, welche oberseitig durch ein etwa dachför- miges Schut'gehäuse 5 verbunden sind. In den Seitenwänden 6 ist etwa mittels Kugellagern 11 die Schlag- werkzeugwel e 4 gelagert, die an ihren Enden Riemenscheiben 12 vorzugsweise verschiedener Grösse trägt und an der mi,. els Klemmschellen u. dgl. frei verschwenkbare Schlagwerkzeuge 15 lösbar und austausch- bar befestigt sine. Als Schlagwerkzeuge 15 können in bekannter Weise Ketten, Drahtseile oder an einem biegsamen Organ efestigte Schlagkörper beliebiger Art angeordnet sein.
Der Zuführung'. tisch 2 trägt unterseitig genutete Leisten. Korrespondierend dazu weisen auch die
Querriegeln 8'oder'.'ie Längsholme 8 Ausnehmungen bzw. Nuten auf, in denen Keile 3 geführt sind, bei deren Verschiebung d ; r Zuführuagstisch 2 gehoben oder gesenkt und dadurch in seinem Normalabstand zur Schlagwerkzeugweile 4 verändert wird. Weiters weist der Zuführungstisch 2 im Bereich der grössten
Annäherung des Flugkreise der Sctüa. gwerkzeuge eine muldenförmige Ausnehmung 2'auf. Es hat sich in der Praxis ergeben, dass durch diese Form des Tisches die Zuführung der Äste und dadurch die Bedienung der Maschine erleichtert wird.
Dem Zuführungstisch 2 ist eine durch Seitenwände trogartig ausgebildete Auflegefläche 10 vorge- schaltet, vorteilhaft mittels Scharnier 9 angelenkt. Das dachartige Schutzgehäuse 5 weist ferner von Sei- tenwand zu Seitenwand reichende Schlitze auf, in welche gezahnte Reiss- oder Bremsleisten 1 einsteck-
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bar sind, welche mit ihrer gezahnten Kante bis in die Nähe des Schlagwerkzeug-Flugkreises ragen und einerseits mitgerissene Ästchen weiter zerkleinern, anderseits verhindern, dass sich längere, vom Haupt- ast losgerissene Ruten um die Schlagwerkzeugwelle schlingen. In ein Gehäuse ragende Reisskämme oder
Zinken sind an sich bei Maschinen zum Aufarbeiten von Matrazenfüllmaterial oder von Textilabfall bekannt.
Der Antrieb der Vorrichtung kann durch Motoren beliebiger Art erfolgen oder auch von der Riemen- welle eines Traktors abgeleitet werden. Der Zuführungstisch 2 und die Keile 3 können von beiden Seiten zwischen die Seitenwände 6 eingeschoben werden, wodurch die Zubringerrichtung den jeweiligen räum- lichen Verhältnissen leicht angepasst werden kann.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Nadelstreuschläger, mit einer motorisch angetriebenen Welle, die mit frei verschwenkbaren
Schlagwerkzeugen, insbesondere Ketten besetzt und durch ein Schutzgehäuse abgedeckt ist und mit einem darunterliegenden Zuführungstisch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuführungstisch (2) zumindest im
Wirkungsbereich der Schlagwerkzeuge (15) in seinem Normalabstand zur Schlagwerkzeugwelle (4) verän- derlich ist.