<Desc/Clms Page number 1>
Trockenvorrichtung, insbesondere für Wäsche
Die Erfindung bezieht sich auf eine Trockenvorrichtung, insbesondere für Wäsche, mit einer um eine liegende Welle drehbaren Trommel, die an der Innenseite der Zylinderwand mit mindestens parallel zur
Trommelachse liegenden Mitnehmerrucken versehen ist und an der rückwärtigen Stirnwand eine Öffnung für den Eintritt des von einem zur Trommel koaxialen Ventilator gelieferten Trockenluftstromes aufweist.
Bei den bekannten Vorrichtungen wird Trockenluft durch einen Zufuhrkanal mittels eines Ventila- tors in die Trommel geführt und verlässt, nachdem sie Feuchtigkeit aus der Wäsche aufgenommen hat, die
Trommel durch einen Abführkanal. In der Trommel befinden sich meistens Mitnehmerrücken, die die
Wäsche in Drehrichtung emporheben, wonach diese wieder herunterfällt und auf diese Weise durcheinan- der bewegt wird.
Diese Vorrichtungen können nur eine beschränkte Menge Wäsche zugleich behandeln, weil sonst durch das enge Zusammenpressen der Wäsche eine ungenügende Trocknung stattfindet und weil ausserdem eine starke Neigung zu Knäuelbildung eintritt, die für den Trocknungs-Vorgang nachteilig ist.
Die Erfindung verbessert die einleitend beschriebenen Trockenvorrichtungen in der Weise, dass die rückwärtige Stirnwand als in die Trommel ragender Kegelstumpf ausgebildet ist, desser, kleine Stirnfläche in der Trommel liegt und die Eintrittsöffnung für den Luftstrom bildet, und dass die Höhe der Mitnehmer- rücken zur konischen Stirnwand hin abnimmt.
Durch die Ausbildung der Stirnwand als Kegelstumpf, der einen Scheitelwinkel von ungefähr 900 aufweist, wird erreicht, dass erstens die Wäsche auf der schrägen Fläche des Kegelstumpfes dem zentralen
Luftstrom selbsttätig zugeführt wird, und dass zweitens in einfacher Weise der Ventilator in der Trommel montierbar ist (bei etwa ein Drittel der Trommeltiefe), so dass der Ventilator ohne Verlust und stark gegen die Wäsche bläst. Der Ventilator kann direkt vor der Öffnung in dem durch die Stirnwand gebildeten
Raum vorgesehen werden. Die Druckverluste sind dadurch auf ein Minimum reduziert, während überdies der Vorteil einer sehr kompakten Bauweise erzielt wird.
Durch die schräge Oberkante der Mitnehmerrücken mit der Neigung zur kegelstumpfförmigen Stirn- wand wird gleichfalls die Wäsche der Luftströmöffnung zugeführt, wodurch die Wäsche stets dem starken
Luftstrom zur Trocknung ausgesetzt ist. Durch die erfindungsgemässen Merkmale der Trockenvorrichtung wird ein hoher Wirkungsgrad für die Trocknung erzielt, ohne dass dabei hohe Wärmemengen notwendig sind.
Es sei nur bemerkt, dass die meisten bekannten Trockenvorrichtungen mit viel Wärme und kleiner
Luftzuführung arbeiten, wogegen in der Vorrichtung gemäss der Erfindung mit wenig Wärme und viel Luft gearbeitet wird, weshalb ganz andere Forderungen an die Ausbildung der Trommel gestellt werden, um die richtige Luftzirkulation zu bekommen. Obwohl die Wärmezuführung beim Erfindungsgegenstand klein ist, ist die Trockenzeit pro Trommelinhalt infolge der guten Wäsche- und Luftführung die gleiche wie bei Trockenvorrichtungen mit grossem Wärmeaufwand.
Im ganzen wird durch die erfindungsgemässen Massnahmen eine Trockenvorrichtung von einer robusten, kompakten Bauweise geschaffen, die bei derselben Kapazität eine wesentlich kleinere Tiefenabmessung hat als die bekannten Vorrichtungen und überdies billiger herzustellen ist.
In den Zeichnungen ist die Erfindung durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert. Fig. l zeigt einen
<Desc/Clms Page number 2>
vertikalen Schnitt der Trockenvorrichtung nach der Erfindung und Fig. 2 zeigt eine Hinteransicht der Trockenvorrichtung.
Eine um eine liegende Welle drehbare Trommel 1 der Trockenvorrichtung hat in der Vorderseite eine
EMI2.1
Stirnwand 3finden sich ein oder mehrere Mitnehmerrücken 4, die eine von der Vorderseite nach der Hinterseite der
Trommel hin abnehmende Höhe aufweisen.
In dem durch die kegelförmig verlaufende rückwärtige Stirnwand 3 der Trommel gebildeten Raum ist ein Ventilator 5 vorgesehen, wodurch Luft in die Trommel hineingeführt wird. Diese Luft wird durch eine elektrische Heizvorrichtung 6 erwärmt.
Die Luft kann die Trommel durch die Löcher 7 in deren Umfangswand und Vorderwand verlassen und wird bei 8 an der Unterseite abgeführt. Der Weg, längs welchem sich die Luft durch die Vorrichtung be- wegt, ist In Fig. 1 klar mit Pfeilen angegeben.
Die Trommel 1 wird in der Nähe der vorderen und der hinteren Stirnwand durch vier Rollen 9, wovon die Wellen gleichlaufend mit der Trommelwelle sind, unterstützt.
Die Trommel wird mittels eines Elektromotors 10 durch einen Treibriemen 11 angetrieben, wobei auch eine Spannrolle 12 vorgesehen ist. Von diesem Motor 10 wird zugleich durch einen Keilriemen 13 der Ventilator 5 angetrieben.
Die Trommel befindet sich in einem Gehäuse 14, das durch zwei Laufräder 15 und zwei feste Füsse
16 getragen ist.
Wenn die mitWäsche gefüllte Trommel vom Motor 10 über den Riemen 11 in Drehung versetzt wird, wird die Wäsche mittels der Rücken 4 nach dem von der rückwärtigen Stirnwand 3 gebildeten Kegelstumpf hin gedrängt werden. Die Wäsche wird an diesem Kugelstumpf abgleiten, wodurch sie vor die Öffnung kommt, wo sie durch die erwärmte, mittels des Ventilators 5 hineingedrängte Luft stark angeblasen und getrocknet wird.