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Stufenloses Planetenreibradgetriebe, insbesondere für
Kraftfahrzeuge
Die Erfindung betrifft eine weitere Ausgestaltung des stufenlosen Planetenreibradgetriebes nach Patent Nr. 219988, durch welche das Getriebe besonders zur Anwendung bei Kraftfahrzeugen geeignet wird.
Das Getriebe nach dem Stammpatent besitzt im Antriebsteil durch Fliehkraft nach aussen getriebene kegelförmige Planetenräder, welche auf schräg oder senkrecht zur Getriebeachse liegenden Zapfen geführt
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per, das Drehmoment wandelnd, zusammenwirken, wobei das Planetenrad als Doppelkegel aus zwei mit- einander lösbar verbundenen Kegeln besteht, von welchen der eine mit dorn Abwälzkörper zusammenwirkt und der andere die ihm erteilte Drehung einem mit dem Abtriebsteil in Verbindung stehenden Getriebeteil vermittelt.
Die Verbesserung dieses Planetenreibradgetriebes besteht darin, dass erfindungsgemäss die Kegel der
Planetenräder, welche die ihnen erteilte Drehung einer mit dem Abtriebsteil in Verbindung stehenden Scheibe vermitteln, an einem Stiltzrad anliegen, welches auf der Getriebe welle oder auf einem auf dieser aufsitzenden Zwischenteil, z. B. auf einem Lager, auf einer Hülse od. dgl. ruht.
Weitere Merkmale Erfindung werden an Hand der Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausfuh- rungsbeispiel des erfindungsgemässen Planetenreibradgetriebes dargestellt ist ; die Figur zeigt das Getriebe in axialem Langsschnitt.
Der Aufbau des Getriebes ist im wesentlichen gleich jenem nach dam Stammpatent. In einem Gehäuse 1 ist eine Antriebswelle 3 gelagert, auf welcher ein Triestern 4 aufgekeilt ist, in dessen schrägen schwalbenschwanzförmigen Nuten 5 Gleitstücke 6 mit Zapfen 7 geführt sind, welche die aus zwei getrennten Kegeln 8 und 9 zusammengesetzten Planetenräder tragen. Von diesen Kegeln wälzt sich der innere 8 an einem axial verstellbaren Abwalzkörper 10 und der äussere 9 an einer mit dem Abtriebsteil 2 verbindbaren Scheibe 11 ab. Diese besitzt einen den Kegel übergreifenden ringformigen Fortsatz 12, dessen Abwälzfläche 13 an der Aussenseite, d. h., an der dem Getriebegehäuse zugewendeten Seite der Kegel 9 angreift.
Die Innenseite der Kegel 9 liegt an einem Stützrad 14 auf, dessen Abwälzfläche 15 mit der Abwälzfläche der Kegel 9 zusammenwirkt.
Das Stützrad 14 sitzt über ein Nadellager 16 auf einer Hülse 17, die ihrerseits auf der Antriebswelle 3 längsverschieblich gelagert ist und sich über ein Zwischenstück 18 an den Gleitstücken 6 abstützt.
Die Scheibe 11 besitzt eine Nabe 19 mit einem Innenzahnkranz 20, der in einen entsprechenden Aussenzahnkranz einer Hülse 21 eingreift, die zu der inneren Flache dachförmige Ausnehmungen 22 aufweist. In diesen sitzen Kugeln 23, die in dachförmige Ausnehmungen 24 einer zweiten, in der Hülse 21 gelagerten Hülse 25 eingreifen. Die Hülse 25 besitzt einen Absatz 26, gegen den sich ein Kugellager 27 abstützt, dessen Ring 28 in der Hülse 25 und dessen Ring 29 an der Hülse 17 aufsitzen. An das Kugellager 27 schliessen in Richtung des Kraftflusses von der Hülse 25 auf das Stützrad 14 Scheibenfedern 30, auf einem Gewinde der Hülse 17 aufgeschraubte Muttern 31 und ein Kugellager 32 an, wobei sich die Scheibenfedern 30 an einer Nase 33 der Hülse 17 anlehnen.
Die Arbeitsweise des erfindungsgemäss. : n Getriebes ist wie folgt : Der vom Motor kommende Antrieb kann bei einer bestimmten Einstellung des Getriebes direkt auf einen (nicht dargestellten) Abtriebsteil übertragen werden. Dieser Antrieb entspricht dem direkten Gang des Motorkraftfahrzeuges. Mit sinkender Geschwindigkeit des Fahrzeuges wird der direkte Gang ausgeschaltet und der Antrieb erfolgt über die Pla-
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netenräder, welche das ihnen von der Antriebswelle 3 über den Triebstern 4 erteilte Drehmoment' : über die Scheibe 11, die Verzahnung 20, die Hülse 21, die Kupplunskugeln 23, die Hülse 25 und weitere (nicht dargestellte) Getriebeteile auf den Abtriebsteil übertragen.
Bei der Kraftübertragung über die Planetenräder üben die Kugeln 23 auf die Hülse 25 einen Druck aus, welcher über das Kugellager 27 und die Scheibenfedern 30 auf die Hülse 17 und von dieser einerseits über das Zwischenstück 18 auf die Gleitstücke 6 zur Erhöhung der Anpresskraft des Kegels 8 am Ring 10 und anderseits über die Muttern 31 und das Kugellager 32 auf das Stützrad 14 zur Erhöhung der Anpresskraft der Kegel 9 an der Fläche 13 der Scheibe 11 übertragen wird.
Das Rad 14 erfüllt damitnicht nur die Aufgabe der Abstützung der Kegel 9, sondern überträgt auf diese zusätzlich noch die von der Feder 30 und dem Rückdruck herrührenden Kräfte zur Erhöhung der Anpresskraft ; ausserdem ermöglicht es die fliegende Lagerung der Planetenräder.
Selbstverständlich ist das Getriebe nicht nur für den Kraftfahrzeugbau, sondern auch für andere Zwecke geeignet ; so kann es beispielsweise mit Vorteil bei Werkzeugmaschinen verwendet werden. Dabei kann die Verstellung des axial beweglichen Abwälzkörpers 10 von einer handbetätigten Spindel über Zahnräder und eine Zahnstange erfolgen.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Stufenloses Planetenreibradgetriebe, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit im Antriebsteil durch Fliehkraft nach aussen getriebenen kegelförmigen Planetenrädern, welche auf schräg oder senkrecht zur
Getriebeachse liegenden Zapfen geführt sind. und mit einem axial zur Getriebeachse verschiebbaren und zentrisch zu ihr angeordneten Abwälzkörper, das Drehmoment wandelnd, zusammenwirken, wobei das
Planetenrad als Doppelkegel aus zwei miteinander lösbar verbundenen Kegeln besteht, von welchen einer mit dem Abwälzkörper zusammenwirkt und der andere die ihm erteilte Drehung einem mit dem Abtriebsteil in Verbindung stehenden Getriebeteil vermittelt, nach Patent Nr.
219988, dadurch gekennzeichnet, dass die Kegel (9) der Planetenräder, welche die ihnen erteilte Drehung einer mit der Abtriebswelle in Verbindung stehenden Scheibe (11) vermitteln, an einem Stützrad (14) anliegen, welches auf der Getriebewelle (3) oder auf einem auf dieser aufsitzenden Zwischenteil, z. B. auf einem Lager (16) und einer Hülse (17) sitzt.