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Haushalt-Kaffee-und Teemaschine
Die Erfindung betrifft eine Haushalt-Kaffee- und Teemaschine mit einem Wasserbehälter, auf dessen Eingiessöffnung ein das fertige Getränk aufnehmender Getränkebehälter aufgesetzt ist, welcher einen
Deckel mit einem das auszulaugende Material aufnehmenden, über ein Steigrohr mit dem Wasserbehäl- ter verbundenen Filtereinsatz aufweist, und mit einem Heizelement, bestehend aus einem teilweise mit
Flüssigkeit gefüllten und evakuierten Gefäss, in welchem eine elektrsiche Heizwicklung angeordnet ist und an welchem ein vom Innendruck des Gefässes beaufschlagtes elastisches Organ vorgesehen ist, das auf ein den Heizstromkreis ein-und ausschaltendes Schaltorgan einwirkt.
Es ist allgemein bekannt, bei kleinen Kaffeemaschinen, wie sie im Haushalt Verwendung finden, einen Wasserbehälter vorzusehen, der oben eine Eingiessöffnung aufweist, auf die ein den fertigen Kaffee aufnehmender Behälter aufgesetzt ist. Es wurde auch schon vorgeschlagen, in einem Deckel des oberen
Behälters einen über ein Steigrohr mit dem Wasserbehälter verbundenenFiltereinsatz anzuordnen (Schwei - zer Patentschrift Nr. 337634).
Es ist auch bekannt, im untersten Teil des Wasserbehälters eine elektri- sche Heizung einzubauen, und es wurde bereits vorgeschlagen, im Boden des Wasserbehälters eine ela- stische Membran anzuordnen, die auf einen die Stromzufuhr zur Heizwicklung unterbrechenden Schalter einwirkt, wenn infolge Dampfentwicklung ein Überdruck im Wasserbehälter entsteht (USA-Patentschrift
Nr. 2, 708, 398). Eine solche Einrichtung ist jedoch nicht trockengangsicher, d. h. sie arbeitet n. cht, wenn sich kein Wasser mehr im Wasserbehälter befindet. Die Heizwicklung muss deshalb durch zusätzliche Einrichtungen vor Überhitzung geschützt werden.
Die Erfindung bezieht sich ferner-wie bereits eingangs dargelegt wurde-auf ein für diesen Zweck besonders geeignetes, an sich bereits bekanntes, elektrisches Heizelement (österr. PatentschriftNr. 205140). Es ist dies ein teilweise mit einer Flüssigkeit, z. B. Wasser, gefülltes und evakuiertes Gefäss, in welchem eine elektrische Heizwicklung angeordnet ist und an welchem ein vom Innendruck des Gefässes beaufschlagtes elastisches Organ vorgesehen ist, das auf einen den Heizstromkreis ein-und ausschaltenden Schalter einwirkt. Eine solche indirekte Beheizung bietet bei einer Kaffeemaschine grosse Vorteile. Die Maschine ist absolut trockengangsicher. Da das Heizelement automatisch eine bestimmte Temperatur einhält, kann keine Überhitzung auftreten.
Die Maschine kann auch unter Strom belassen werden, wenn alles Wasser aus dem Wasserbehälter in den Getränkebehälter verdrängt ist. Die Heizung hält dann den Inhalt des Getränkebehälters warm. Die Maschine benötigt somit keinerlei Aufsicht und arbeitet vollautomatisch.
Die bisher bekannten Heizelemente dieser Art beanspruchten verhältnismässig viel Platz und waren für den Einbau in kleine Geräte nicht gut geeignet. Die Erfindung bezweckt ein Heizelement der genannten Art zu schaffen, das wenig Platz beansprucht, sich für den Einbau in einer Kaffeemaschine besonders eignet, billig herzustellen ist. und bezüglich der Temperaturregelung sehr präzis arbeitet.
Erfindungsgemäss ist der ganze Boden des evakuiertenGefässes des Heizelementes als elastische Membran ausgebildet.
Vorzugsweise weist der als Membran ausgebildete Boden eine kreisringförmige Vertiefung auf, in wel- cher die Heizwicklung angeordnet ist. Ferner besteht gemäss einem weiteren Merkmal der Erfindung das evakuierte Gefäss vorzugsweise aus zwei kreisförmigen an ihrem Umfang miteinander verbundenen Pressteilen, wobei der starr ausgebildete Oberteil den Boden des Wasserbehälters bildet.
Durch diese Bauart kann die Membran möglichst grossflächig ausgebildet werden, was eine sehr prä-
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zise Temperaturregelung ermöglicht. Zudem ist die Herstellung des Gefässes einfach und billig, da es aus nur zwei Teilen besteht, die miteinander leicht verlötet werden können, und es sind keine besonderen Dichtungen für die Membran notwendig.
Es ist an sich bereits ein Heizelement bekannt, das ein teilweise mit Wasser gefülltes, evakuiertes . Gefäss aufweist, in dessen Boden eine den Heizstrom regelnde Membran eingesetzt ist (deutsche Patentschrift Nr. 270722). Diese Membran ist jedoch im Verhältnis zum Gefässboden klein ; sie arbeitet dadurch weniger präzis, d. h. es sind grössere Temperatur- bzw. Druckunterschiede notwendig, um den von der Membran beeinflussten Schalter zum Ansprechen zu bringen. Zudem ist die Membran in ein besonderes Gehäuse eingesetzt, das seinerseits unter Verwendung von Dichtungen in das evakuierte Gefäss eingeschraubt ist. Diese Bauart führt erfahrungsgemäss leicht zu Undichtheiten.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Sie zeigt einen senkrechten Schnitt durch eine Kaffeemaschine mit einem erfindungsgemäss ausgebildeten Heizelement.
Auf einem Fuss 1 ist der Blechmantel eines Wasserbehälters 2 befestigt, der oben eine Öffnung 3 aufweist. Am Mantel des Wasserbehälters ist ein U-förmiger, hohler Bügel 4 angeordnet. Zwischen dem Bil- gel 4 ist auf den Wasserbehälter ein Getränkebehälter 5 aus Glas od. dgL aufgesetzt. Der Getränkebehälter 5 ist mit einem Ausgussschnabel 6 und einem nicht gezeichneten Handgriff versehen, der ein leichtes Einschieben zwischen den Bügel 4 gestattet. Damit der Getränkebehälter 5 genau in die Mitte über dem Wasserbehälter aufgesetzt werden kann, wird zweckmässig am Wasserbehälter 2 mindestens ein Anschlag 7 angeordnet, an dem der Getränkebehälter 5 einseitig anliegt, wenn er seine richtige Lage einnimmt.
Auf den Getränkebehälter 5 ist einDeckel 8 mit einem Verteilsieb 9 und einem Filtereinsatz 10 angeordnet, der zur Aufnahme des Kaffeepulvers oder der Teeblätter bestimmt ist. In der Mitte des Deckels 10 ist ein Verbindungsstück 11 mit einem kurzen Rohr 12 aufgesetzt, Der hohle Bügel 4 enthält ferner ein Rohr 13, dessen eines offenes Ende bis fast auf den Boden des Wasserbehälters 2 reicht, während sein anderes verschlossenes Ende 13a im Bügel 4 bis über die Mittelachse der Maschine hinaus verläuft. Genau in der Mittelachse ist im Rohr 13 eine Bohrung 13b angebracht, die nach unten, in das kleine Rohr 12 gerichtet ist. Im höchsten Punkt des Biigels 4 ist ferner eine Spannvorrichtung in Form eines um eine Achse 14 schwenkbaren Hebels 15 angeordnet. Dieser weist einen auf das Rohr 13 wirkenden Exzenter 16 auf. Das Ende des Rohres 13 ist im Bügel 4 elastisch beweglich.
Wenn der Hebel 15 sich in der gestrichelt gezeichneten waagrechten Lage befindet, wird das Rohrende durch eine im Bügel 4 angeordnete Blattfeder nach oben in die gestrichelt gezeichnete Lage gedrückt. In dieser Lage kann das Getränkegefäss 5 mit aufgesetztem Filter und Deckel leicht aufgesetzt werden. Hierauf wird der Hebel 15 in die ausgezogen gezeichnete Lage geschwenkt. Der Exzenter 16 drückt nun das Rohr 13 derart auf das Verbindungsstück 11, dass das Loch 13b auf das kleine Rohr 12 gepresst wird. Im Verbindungsstück 11 und zwischenDeckel8 und Filter 10 sind Dichtungen 18, 19 angebracht. Ferner ist zwischen dem Wasserbehälter 2 und dem Getränkebehälter 5 einDichtungsring20 angeordnet, der eine Dichtungslippe 20a aufweist, die sich unter dem Einfluss des Druckes im Wasserbehälter dicht an das Glas des Behälters 5 anlegt.
Der Wasserbehälter 2 ist somit durch das Rohr 13 druckfest mit dem Filtereinsatz 10 verbunden, während der Getränkebehälter 5 über den Ausgussschnabel 6 mit der Aussenluft in Verbindung steht.
Im Rohr 13 ist an der Stelle, wo es aus dem Wasserbehälter 2 in den Bügel 4 übertritt, ein kleines Loch 13c angebracht, das durch eine als Ventil wirkende Blattfeder 21 überdeckt ist.
Zum Aufheizen des im Wasserbehälter 2 vorhandenen Wassers dient ein elektrischesHeizelement 22.
Dieses besteht aus einem dichten Gefäss, das teilweise mit Wasser gefüllt und evakuiert ist. Es enthält ferner eine elektrische Heizwicklung 23. Die obere Gefässwand 24 bildet den Boden des Wasserbehälters 2, während die untere Gefässwand als druckempfindliche Membrane 25 ausgebildet ist. Diese wirkt mit einem elektrischen Schalter 26 zusammen, der den Heizstrom ein-und ausschaltet.
Die Wirkungsweise der Maschine ist folgende : Der Wasserbehälter 2 wird mit Wasser und der Filtereinsatz 10 wird beispielsweise mit Kaffeepulver gefüllt. Der leere Getränkebehälter 5 wird auf den Wasserbehälter 2 aufgesetzt und durch Schwenkung des Hebels 15 festgeklemmt. Nun wird das elektrische Kabel 27 an eine Stromquelle angeschlossen. Die Heizwicklung 23 erhitzt das im Heizelement 22 befindliche Wasser, das sofort verdampft, da das Gefäss des Heizelementes 22 evakuiert ist. Die Wärme tritt durch die obere Gefässwand 24 und erhitzt das Wasser im Gefäss 2. Im Heizelement 22 entsteht ein der Temperatur entsprechender Druck, der auf die Membrane 25 wirkt und diese nach unten drückt.
Der Schalter 26 wird mittels der Schraube 28 derart einge- stellt, dass die Membrane 25 bei Erreichen von etwa 1050 C so stark auf den Knopf 29 des Schalters 26 drückt, dass der Heizstrom unterbrochen wird.
Sobald das Wasser im Gefäss 2 zu kochen beginnt und die Dampfbildung einsetzt, wird es durch das
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