AT223824B - Verfahren zur Herstellung von Verbundflächengebilden auf Basis von Polyolefinen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Verbundflächengebilden auf Basis von Polyolefinen

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  Verfahren zur Herstellung von Verbundflächengebilden auf Basis von Polyolefinen 
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 im Gemisch dieser Lösungsmittel mit aromatischen Kohlenwasserstoffen, z. B. Toluol, auf die mit gas- förmigem Chlor behandelte Oberfläche des Polyolefin-Flächengebildes aufgebracht. 



   Diese mit nachchloriertem Polyvinylchlorid beschichteten Polyolefinfolien lassen sich nunmehr mit
Polyvinylchloridfolien zu Verbundfolien verarbeiten. Zweckmässig geschieht dies durch einfaches Kaschie- ren auf entsprechend geheizten Walzen, wobei geringe Mengen von noch anhaftenden Lösemitteln die
Festigkeit des Verbandes erhöhen. 



   Man kann jedoch auch so vorgehen, dass man die extrudierte   Polyvinylchloridfolie   noch im warmen, plastischen Zustand auf die mitlaufende, mit nachchloriertem Polyvinylchlorid beschichtete Polyolefin- folie aufwalzt. 



   Man erhält auf diese Weise ein ideales Verpackungsmittel, das hohe Zerreissfestigkeit mit Wasser- dampf- und Gasundurchlässigkeit verbindet und weitgehende Beständigkeit gegen Öle, Fette und Säuren besitzt. 



   In vielen Fällen genügt bereits die einfache Beschichtung mit nachchloriertem Polyvinylchlorid, da hiedurch die Gasdurchlässigkeit   der Polyolefinfolie ganz beträchtlich   herabgesetzt wird. Die Folien zeigen einen sehr guten   Oberflächenglanz,   sind scheuerfest und miteinander verkleb-oder verschweissbar, ohne eine klebrige Oberfläche zu besitzen. 



     Beispiel l : Einepolyäthylenfolie (Molgewicht 55000)   wird beiRaumtemperatur 15 Minuten einer
Chlorgasatmosphäre ausgesetzt und anschliessend mit einer Lösung von 100 g nachchloriertem Polyvinyl- chlorid (65% Chlorgehalt) in 1000 cm3 Toluol und 250 g Methyläthylketon bestrichen. Nach Auftrocknen wird noch 1/2 Stunde bei   45 - 500C   nachgetrocknet. Man erhält beschichtete Folie mit hohem Oberflä- chenglanz. Die Beschichtung lässt sich mechanisch nicht mehr von der Polyäthylenfolie ablösen. 



   Beispiel 2 : Nach einer Vorbehandlung von zirka 15-20 Minuten in einer Chlorgasatmosphäre bei Raumtemperatur wird eine Polypropylenfolie mit einer Lösung von 100 g nachchloriertem Polyvinylchlorid in 1000 cm3 Toluol und 300 cm3 Methylenchlorid beschichtet. Eine Folie aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid wird aufgelegt, beide Folien zusammengepresst und 1/4 Stunde auf   10q - 1100C   erwärmt. Die Folien haben sich nach dem Erkalten fest miteinander verbunden. 
 EMI2.1 
 Chlorgas gefüllte Kammer mit solcher Geschwindigkeit   gezogen, dass   sich eine Verweilzeit von zirka 20 Minuten ergibt. Nach Durchlaufen der Kammer wird die Folie durch eine Streichvorrichtung mit einer der vorgenannten Lösungen von nachchloriertem Polyvinylchlorid beschichtet.

   Nach Verdampfung der Hauptmenge des Lösungsmittels läuft eine weichmacherfreie Polyvinylchloridfolie auf die Polyäthylenfolie auf, und man lässt nunmehr beide Folien eine geheizte Kaschierwalze passieren. Diese Arbeitsweise ergibt eine Verbundfolie von hoher Transparenz und ausgezeichneter Festigkeit. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung von Verbundflächengebilden auf Basis von mittels Niederdruckverfahren hergestellten Polyolefinen, insbesondere von hochmolekularen Polyäthylenen oder Polypropylenen, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Flächengebilde aus Polyolefin in an sich bekannter Weise mit Chlor in der Gasphase behandelt wird und anschliessend eine Lösung von nachchloriertem Polyvinylchlorid in einem Lösungsmittel auf die Oberfläche des Polyolefins aufgebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung des nachchlorierten Polyvinylchlorids geringe Mengen Weichmacher zugesetzt werden.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Lösungsmittel für das nachchlorierte Polyvinylchlorid Gemische von Aceton/Toluol, Butanon/Toluol und/oder Methylenchlo- rid/T oluol verwendet werden.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen l bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf die so beschichteten Polyolefinoberflächen Folien aus weichmacherfreiem Polyvinylchlorid durch Pressen oder Walzen in der Wärme aufgebracht werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Polyolefinfolien als auch die polyvinylchloridfolien eine Beschichtung von nachchloriertem Polyvinylchlorid nach den Ansprüchen 1 bis 3 erhalten.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschichtung mit nachchloriertem Polyvinylchlorid und das Aufbringen der Polyvinylchloridfolie kontinuierlich durchgeführt wird.
AT558959A 1958-11-14 1959-07-30 Verfahren zur Herstellung von Verbundflächengebilden auf Basis von Polyolefinen AT223824B (de)

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