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Greiferzange, insbesondere für landwirtschaftliche Aufzüge
Die bekannten Greiferzangen für landwirtschaftliche Aufzüge, beispielsweise für Heuaufzüge, haben den Nachteil, dass ihre Zinken oft nur schwer in das aufzunehmende Gut eindringen.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, diesen Nachteil zu beseitigen und erreicht dies dadurch, dass zwi- schen ihrer Aufhängung und ihrem Greiferherzen eine Einrichtung zur Erzeugung einer im wesentlichen i lotrechten vibrierenden Bewegung des Greiferherzens gegenüber der Aufhängung angeordnet ist. Diese
Einrichtung kann vorteilhafterweise aus einem Zylinder mit beiderseitig beaufschlagbaren Kolben beste- hen, wobei einer der beiden relativ zueinander beweglichen Teile (Zylinder bzw. Kolben) an der Auf- hängung und der andere am Greiferherzen befestigt ist. Zweckmässig ist es, das Greiferherz mit Gewich- ten zu belasten.
Wird Pressluft für die Betätigung der Vibriervorrichtung verwendet, dann kann diese auch zum Öffnen bzw. Schliessen der Greiferhälften verwendet werden.
Es wäre aber möglich, an Stelle einer durch Pressluft betätigten Vibriereinrichtung auch eine solche zu verwenden, die auf hydraulischem oder elektrischem Wege wirkt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform einer erfindungsgemäss ausgestalteten Grei- ferzange schematisch dargestellt, u. zw. ist Fig. 1 eine schematische Seitenansicht und die Fig. 2 -,) stellen die Verbindung der einzelnen Druckluftleitungen untereinander für verschiedene Arbeitsvorgänge dar.
Mit dem Lasthaken 1 oder einer Seilflasche ist die Kolbenstange 2 eines Kolbens 3 verbunden, der in einem Zylinder 4 spielt. Dieser hat für eine hin-und hergehende Bewegung, wie bei Pressluftwerkzeugen üblich (siehe beispielsweise"Hütte"28. Auflage, Band HA, Seite 1182 ff.) eine mittlere Einströmöffnung die durch Druckluft einer Nut 6 des Kolbens zugeführt wird. Die Steuerung des Einlasses wird durch die beiden Nutenkanten, jene des Auslasses durch die Endkanten des Kolbens bewirkt. Mit 7 sind die beiden
Auslassöffnungen bezeichnet.
Der Zylinder 4 ist zweckmässigerweise federbelastet und trägt das Greiferherz 8, an dem die beiden
Greiferhälften 9 und 10 in üblicher Weise bei 11 angelenkt sind. Zum Öffnen und Schliessen der beiden
Greiferhälften 9 und 10 dienen in Zylindern 12 spielende Kolben 13, die mit den Greiferhälften verbun- den sind, während die Zylinder 12 an dem Greiferherzen angelenkt sind.
Zu jeder der beiden Seiten der beiden Kolben 13 führt je eine Leitung 14 bzw. 15, u. zw. sind die
Leitungen für die Öffnungsbewegung mit 14 und jene für die Schliessbewegung mit 15 bezeichnet. Die
Druckluft wird einer Steuervorrichtung 16 mittels eines Schlauches 17 zugeführt und von dort je nach Stel- lung auf die einzelnen Leitungen verteilt. Verschiedene Stellungen sind in den Fig. 2-5 dargestellt.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemäss ausgebildeten Vorrichtung ist folgende :
Man bringt die beiden Greiferhälften in eine Lage, wobei diese ganz geöffnet sind, die Zinken also im wesentlichen lotrecht stehen und lässt den Greifer in das aufzunehmende Gut, also beispielsweise Mist ein. Die Steuervorrichtung bringt man in die Stellung nach Fig. 5, in der Druckluft aus dem Schlauch 17 zu dem Kolben 3 und den Leitungen 15 für das Schliessen der Greiferhälften strömt. Durch die Druckluft wird also der Zylinder 4 mit dem an ihm angelenkten Greifer in lotrecht schwingende Bewegung versetzt und gleichzeitig werden die beiden Greif erhärten gegeneinander bewegt. Dadurch dringen die Zinken der beiden Greiferhälften besser in den Mist ein.
Verbindet man (nicht dargestellt) den Schlauch 17 nur mit der Einströmôffnung 5, dann wird nur der
Greifer in schwingende Bewegung versetzt, die Greiferhälften bleiben aber relativ zueinander unbewegt.
In der Stellung nach Fig. 2 wird der Greifer geöffnet, ohne in schwingende Bewegung versetzt zu
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werden, in der Stellung nach Fig. 4 werden die beiden Greiferhälften nur geschlossen, ohne dass der Greifer in schwingende Bewegung versetzt wird, und in der Stellung nach Fig. 3 werden die Greiferhälften ge- öffnet und gleichzeitig auch der Greifer in schwingende Bewegung versetzt.
Die Verbindung der einzelnen Leitungen untereinander kann in der verschiedensten geeigneten Weise erfolgen. die Steuerung dieser Bewegungen kann auch wieder mit Druckluft oder auf anderem Wege wie beispielsweise elektrisch oder hydraulisch bewirkt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Greiferzange, insbesondere für landwirtschaftliche Aufzüge, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen ihrer Aufhängung (1) und ihrem Greiferherzen (8) eine Einrichtung (2-7) zur Erzeugung einer im wesentlichen lotrechten vibrierenden Bewegung des Greiferherzens (8) gegenüber der Aufhängung (l) angeordnet ist.