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Drucktisch an Mehrfarbendruckmaschinen
Zum Herstellen von Mehrfarbendrucken auf Papier oder Metall- oder Kunststoffolien auf Schablonen- druckmaschinen wird vorgeschlagen, die zu bedruckende, luftundurchlässige Folie für den intermittierenden
Transport über den Drucktisch entweder auf einem als Transportband dienenden, luftundurchlässigen
Untertuch aufzukleben, das durch eine Mitnehmervorrichtung schritt- oder rapportweise fortbewegt wird, oder die Folie unmittelbar auf der mit Saugöffnungen versehenen Tischfläche pneumatisch fest- zuhalten, wobei der Drucktisch einen Vorschubschlitten und zwei diesen beidseitig flankierende stationäre
Tischplatten aufweist. Die Folie wird beim Vorschub auf dem Schlitten und beim Rücklauf des Schlittens auf den Tischplatten festgehalten.
Das Untertuch ist sowohl für den Transport einer Folienbahn als auch von Folienbögen geeignet, weil sämtliche Saugöffnungen durch das luftundurchlässige Untertuch stets abgedeckt sind. Ein direkter, ohne Untertuch stattfindender Transport ist aber für Folienbögen nicht möglich, da diese infolge ihres mit der Grösse des Transportschrittes nicht übereinstimmenden Bogenformates in Abständen aufeinander folgen. Die somit an den ungedeckten Stellen der Tischfläche durch die Saugöffnungen eintretende Luft würde den Aufbau eines ausreichenden Unterdruckes unter den Folienbögen verhindern. Zur Beseitigung dieses Übelstandes müssen die mit Saugöffnungen versehenen und von den Folienbögen nicht bedeckten Tischflächenpartien nach Bedarf vom pneumatischen System abschaltbar sein.
Dieses Erfordernis wird beim erfindungsgemässen Drucktisch, der aus einem Vorschubschlitten und aus zwei zu beiden Längsseiten desselben feststehend angeordneten Teilen besteht, welche zusammen eine gemeinsame Tischfläche bilden, die mit Saugöffnungen zum Halten der Folien versehen ist, dadurch erfüllt, dass im Vorschubschlitten und in den beiden Tischteilen unter der Tischfläche getrennt nebeneinander liegende Kanäle quer zur Vorschubrichtung angeordnet sind, wobei jeder Kanal durch Saug- öffnungen, die zu seiner Längsrichtung in einer Reihe angeordnet sind, mit der Tischfläche verbunden ist, und ein Ventil in jedem Kanal angeordnet ist, das die Verbindung des Kanals mit einer Zuleitung wahlweise freigibt oder unterbricht.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch den Drucktisch, Fig. 2 ist eine Draufsicht auf einen Teil des Drucktisches mit teilweise weggebrochener Tischfläche, und Fig. 3 zeigt eine Einzelheit des Querschnitts nach Fig. 1 in grösserem Massstab.
Der Drucktisch besteht aus einem Vorschubschlitten 10 zum schrittweisen Transport von Folienmaterial und aus zwei diesen zu beiden Längsseiten desselben feststehend angeordneten Tischteilen 11, an welchen der Schlitten verschiebbar geführt ist. Der Schlitten 10, wie auch die beiden Tischteile 11 sind je mit einer Vielzahl von getrennt nebeneinander liegenden Kanälen 12 bzw. 13 versehen, die sich quer zur Bewegungsrichtung des Schlittens über annähernd die ganze Breite des betreffenden Tischteiles erstrecken und nach oben durch ein die ebene Tischfläche bildendes, auf dem Tischteil befestigtes Tischblatt 14 bzw. 15 abgedeckt sind. In jedem Tischblatt ist über jedem Kanal eine in der Kanalrichtung verlaufende Reihe von Saugöffnungen 16 gebohrt, durch welche der Kanal in die Tischfläche ausmündet.
Der Schlitten10 und die Tischteile11 besitzen je eine nach unten vorstehende parallel zur Bewegungsrichtung des Schlittens angeordnete Längsrippe 17 bzw. 18, die je eine an ein pneumatisches System angeschlossene Leitung 19 bzw. 20 aufweist, von welcher zu jedem der Kanäle eine Zuleitung 21 abzweigt.
Diese mündet am Boden 22 einer Vertiefung 23 (Fig. 3) jedes Kanals. Die Mündung ist mittels eines Schliessorgans 24 eines in der Kanalvertiefung 23 angeordneten Ventils wahlweise verschlossen oder frei. Das Ventil besteht aus einem zweiarmigen Hebel 26, dessen quer zur Kanalrichtung liegenden Schwenkachse 27 in einem U-förmigen, kopfstehend in den Kanal eingesetzten Bügel 28 gelagert ist und unter dem Druck einer am Bügel abgestützten Schraubenfeder 29 steht, welche den Hebel jeweils nach Überschreiten der Mittellage in die Offenstellung oder Schliessstellung kippt. Ein Ende jedes Hebels trägt das Schliessorgan 24.
Das Tischblatt 14 bzw. 15 liegt auf dem Steg des Bügels 28 auf.
Jedes Ende der Arme 25 der Hebel 26 befindet sich unter mindestens einer der dem Kanal zugeordneten Saugöffnungen 16, wodurch eine Hebelbetätigung im Sinne der Ventilschliessung durch Nieder-
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drücken des Hebelarms 25 mittels eines durch die entsprechende Saugöffnung eingeführten Stiftes analog im Sinne der Ventilöffnung durch Niederdrücken des Endes 30 des Hebelarms 25 ermöglicht wird. Bei den nebeneinander liegenden Kanälen jeder Platte 10 bzw. 11 befinden sich einerseits die zum Öffnen und anderseits die zum Schliessen der Ventile 24 dieser Kanäle zu benützenden Saugöffnungen 16 mit regelmässigen Abständen in einer geradlinigen Reihe.
Anstatt die Ventile nacheinander mittels eines einzelnen Stiftes zu betätigen, können Kämme vorgesehen sein, bei denen die Anordnung ihrer Zähne mit der Anordnung der Saugöffnungen dieser Reihen übereinstimmt. Die Zähne können somit gleichzeitig durch die Saugöffnungen einer Reihe eingeführt werden, um mittels jedes Zahns ein Ventil zu betätigen.
Für verschiedene Formate von zu bedruckenden Folienbögen können entsprechend lange Kämme vorhanden sein, mittels welchen die Zonen für pneumatisches Festhalten auf dem Drucktisch in einfacher Weise nach Bedarf vorbereitet werden können.
Die ortsfest angeordneten Tischteile könnten bei grosser Breite, z. B. zwei nebeneinander liegende Reihen von Kanälen 13 aufweisen, damit auch in der Querrichtung des Drucktisches eine Veränderung der Zonen für pneumatisches Festhalten möglich ist. Es könnte aber ebensogut ausserhalb der Reihe von Kanälen 13 eine Zone mit einer geringeren Anzahl von Saugöffnungen in den Tischteilen vorgesehen sein, durch welche in jedem Tischteil ein separater, an die Leitung 20 angeschlossener Hohlraum nach aussen mündet, der bei Nichtbedarf mittels eines Ventils gegen die Leitung 20 abschliessbar wäre und dessen Evakuierung im Bedarfsfall bei nicht vollzählig bedeckten Saugöffnungen infolge Lufteintritts durch wenige jeweils unbedeckt bleibende Saugöffnungen dieser Zone nicht erheblich beeinträchtigt würde.
Sofern die zum pneumatischen Festhalten von Folienbögen erforderliche Zone schmäler als die die Saugöffnungen aufweisende Tischfläche ist, können die aussenseitig der Zone verbleibenden Randstreifen auch in einfacher Weise mit passenden Deckstreifen belegt werden, die auf der Tischfläche, z. B. durch Kleber, lösbar befestigt werden.
Entsprechend dem Format der auf dem Drucktisch zu bedruckenden Folienbögen werden alle diejenigen Zonen der ganzen Tischfläche, welche vor oder nach dem Rapportschritt von einem Folienbogen bedeckt werden, in vorbereitender Weise durch Öffnen der zu diesen Zonen gehörenden Ventile 24 mit dem pneumatischen System der Druckmaschine verbunden, um mittels den in diesen Zonen befindlichen Saugöffnungen 16 pneumatisch arbeitsfähig zu sein. Die übrigen, unbedeckt bleibenden Zonen der Tischfläche werden durch Schliessen der zugehörigen Ventile vom pneumatischen System abgeschaltet. Dabei
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unwirksamen Zone zu rechnen und somit zu schliessen.
Der einzelne, auf eine Flächenzone des Drucktisches gebrachte Folienbogen wird vor Beginn seines Transportes um einen Rapportschritt zur nächstfolgenden Druckstelle nur an den zu dieser Zone gehörenden Saugöffnungen des Vorschubschlittens mittels durch das pneumatische System erzeugten Unterdrucks angesaugt und festgehalten. Dann führt der Schlitten den Vorschub aus und trägt den Folienbogen auf die nächste Druckstelle, wo nun die pneumatisch wirksame Flächenzone der feststehenden Tischteile mittels Unterdrucks den Folienbogen ansaugt und festhält. An der entsprechenden Flächenzone des Schlittens wird der Unterdruck durch das pneumatische System aufgehoben und vorzugsweise ein leichter Überdruck erzeugt, damit der Folienbogen nicht länger an der Schlittenfläche haftet. Anschliessend gleitet der Schlitten in die Ausgangsstellung zurück.
In gleicher Weise und im gleichen Arbeitsgang transportiert der Schlitten alle weiteren Folienbögen zu den übrigen Druckstellen des Tisches.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drucktisch an Mehrfarbendruckmaschinen zum Bedrucken von luftundurchlässigen Folien, wobei der Drucktisch aus einem Vorschubschlitten und aus zwei zu beiden Längsseiten desselben feststehend angeordneten Tischteilen besteht, welche zusammen eine gemeinsame Tischfläche bilden, die mit Saug- öffnungen zum Halten der Folien versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass im Vorschub schlitten (10) und in den beiden Tischteilen (11) unter der Tischfläche (14 bzw. 15) getrennt nebeneinander liegende
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