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Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung Angemeldet am 24. September 1960 (A 7263/60).-Beginn der Patentdauer : 15. Feber 1962.
Die Erfindung betrifft eine Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung, bei der zwischen der Abtasteinrichtung fur den Zeiger des Drehspulinstrumentes und mindestens einem Belichtungwertsteller fur Verschlusszeit und/oder Blende ein unter der Wirkung einer Antriebsfeder stehendes Hebel- Übertragungsgetriebe angeordnet und eine der Antriebsfeder entgegenwirkende, stärker bemessene, durch Betätigung des Auslösers für die Belichtungsregelvorrichtung unwirksam werdende Rückholfeder zumindest für das Übertragungsgetriebe vorgesehen ist.
Bei Kameras dieser Art muss zur Auslösung einer Messung bzw. einer Aufnahme die Kraft der Rückholfeder durch einen Fingerdruck auf den Auslöser der Regelvorrichtung überwunden werden. Da die Rückholfeder und die Antriebsfeder in entgegengesetzter Richtung zur Verstellung des Übertragungsgetriebes wirksam werden, ist es erforderlich, dass die kleinste Kraft der Rückholfeder die grösste von der Antriebsfeder abgegebene Kraft übersteigt. Hiedurch ergeben sich unerwünscht grosse Kräfte zur Betätigung des Auslosers, die insbesondere bei den Anordnungen, bei denen mittels des Auslösers der Belichtungsregel- vorrichtung gleichzeitig der Verschlussauslöser betätigt wird, leicht zu einer Verwackelung der Aufnahme führen.
Das gleiche Problem tritt auch bei Kameras auf, bei denen kein formschlüssig mit den Belichtungswerteinstellern gekuppeltes Übertragungsgetriebe vorgesehen ist, und die daher eine gesonderte Rückholfeder für die Belichtungswerteinsteller aufweisen.
Erfindungsgemass ist demgegenüber eine Kamera der genannten Gattung so ausgebildet, dass das Hebel-Übertragungsgetriebe zwei um gegeneinander versetzte Achsen schwenkbar gelagerte, ungleich lange, bewegungsschlüssig miteinander gekuppelte Übertragungshebel umfasst, zwischen denen die Antriebsfeder in gespannter Stellung angeordnet ist. Dabei sind zweckmässig die Übertragungshebel mittels Stift-SchlitzVerbindungen miteinander gekuppelt. Vorteilhaft ist die Antriebsfeder als Zugfeder ausgebildet und an über den Drehpunkt jedes Übertragungshebels verlängerten, etwa parallel zueinander angeordneten Laschen angeschlossen. Hiedurch wird erreicht, dass sich die Antriebsfeder über den gesamten Einstellbe- reich nur unwesentlich längt und somit die von ihr abgegebene Kraft im wesentlichen gleich bleibt. Die
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entsprechen.
Infolgedessen kann die Rückholfeder bei Anwendung der Erfindung schwächer bemessen werden, so dass die zur Betätigung der Kamera aufzuwendende Kraft kleiner ist.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung bildet der eine Übertragungshebel in an sich bekannter Weise den Träger der Abtastkurve und der andere Übertragungshebel kann dann als Winkelhebel ausgebildet sein, dessen einer Arm mittels einer Stift-Schlitz-Verbindung mit dem ersten Übertragungshebel verbunden ist und dessen anderer Arm einen Steuerstift für das weitere Übertragungsgetriebe zu dem oder den Belichtungswerteinstellern trägt. Durch diese Anordnung wird ein besonders einfacher Aufbau der erfindungsgemässen Anordnung erreicht und darüber hinaus sichergestellt., dass auch auf den Instrumentenzeiger unabhängig von seiner jeweiligen Lage stets eine ungefähr gleichbleibende Kraft ausgeübt wird.
Vorteilhaft sind die Übertragungshebel U-förmig ausgebildet und beiderseits des Drehspulinstrumentes gelagert. Hiedurch lassen sich wesentliche Teile der erfindungsgemässen Anordnung sehr raumsparend unterbringen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Steuerstift zur Justierung der Belichtungsregelvorrichtung in zwei zueinander senkrechten Richtungen verstellbar an den Übertragungshebel angeschlossen. Durch diese Massnahme kann ohne grösseren zusätzlichen Aufwand eine Justiermöglichkeit vorgesehen werden. Vorzugsweise ist der Steuerstift auf einen Halter aufgesetzt, der zwei in zueinander
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senkrechten Richtungen verlaufende Längsschlitze aufweist, in die je ein am Übertragungshebel gelagerter Exzenter eingreift.
Somit kann in einfachster Weise sowohl eine Justierung der Anordnung für einen Punkt, zweckmässig den Nullpunkt, als auch zusätzlich ein Angleich der Bewegungscharakteristik der Belichtungswerteinsteller an die Ausschlagcharakteristik des Drehspulinstrumentes durchgeführt werden, wobei beide Justierungen unabhängig voneinander durchgeführt werden können.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben. Es zeigen Fig. l die erfindungsgemäss wesentlichen Teile einer Kamera in Ansicht von oben bei abgenommener Kameradeckkappe,
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gemäss Fig. l in Blickrichtung des Pfeiles m.
In der Zeichnung sind das Drehspulinstrument mit 1 und der Instrumentenzeiger mit 2 bezeichnet.
Das Drehspulinstrument 1 ist in an sich bekannterWeise an einer kamerafesten Platine 3 drehbar gelagert.
Zur Filmempfindlichkeitseinstellung ist auf eine fest mit dem Drehspulinstrument 1 verbundene Welle 4 ein
Einstellknopf 5 aufgesetzt. Das Ende des Instrumentenzeigers 2 spielt über einem Gegenlager 6 mit einem
U-förmigen Querschnitt.
An den beidenSeitenkanten der Platine 3 sind je zwei Lappen 7a, 7b bzw. 8a, 8b angeordnet. In Boh- rungen der Lappen 7a, 7b ist eine Achse 9 gelagert. Schwenkbar an der Achse 9 ist ein insgesamt mit 10 bezeichneter Übertragungshebel angeordnet. Der Übertragungshebel 10 umfasst beiderseits des Drehspul- instrumentes 1 je einen Schenkellla bzw. l1b, in den die von der Achse 9 durchsetzte Bohrung einge- schnitten ist. Die beiden Schenkel là, lib stehen miteinander über einen Steg 12 in Verbindung. An dem Steg 12 ist eine Abtastkurve 13 angeschlossen, die über dem Instrumentenzeiger 2 und dem Gegen- lager 6 angeordnet ist.
In fluchtenden Bohrungen der Lappen 8a, 8b ist eine Welle 14 gelagert, auf die starr zwei Schenkel
15a, 15b aufgesetzt sind, die zusammen mit der Welle 14 einen insgesamt mit 16 bezeichneten zweiten Übertragungshebel bilden. An den Enden jedes Schenkels 15a, 15b ist je ein Zapfen 17a bzw. 17b vorgesehen. Die Zapfen 17a, 17b greifen in Längsschlitze 18, die in die Schenkel lla, llb des Übertragungshebels 10 eingeschnitten sind, ein. Dabei ist der Übertragungshebel 16 wesentlich kürzer als der Übertragungshebel 10 ausgebildet und weist etwa ein Drittel der Länge des Übertragungshebels 10 auf.
An den Schenkeln lla und 15a der Übertragungshebel 10 und 16 sind je eine über die Achse 9 bzw. die Welle 14 hinaus verlängerte Lasche 19 bzw. 20 angebracht. Die Laschen 19, 20 sind dabei untereinander parallel angeordnet. Zwischen den Laschen 19, 20 ist eine als Zugfeder ausgebildete Antriebsfeder 21 gespannt.
Der Übertragungshebel 16 weist weiterhin einen abgewinkelten Arm 22 auf, dessen Unterkante mit einem Steuerstift 23 einer Auslöserstange 24 zusammenwirken kann. Die Auslöserstange 24 trägt weiterhin einen Auslöserknopf 25, an dem'das eine Ende einer als Druckfeder ausgebildeten Rückholfeder 26 anliegt. Das andere Ende der RUckholfedeI stUtzt sich aneinerfestenKameradeckkappe 27 ab. Die Rück- holfeder 26, die stärker als die Antriebsfeder 21 bemessen ist, hat somit das Bestreben, die Auslöserstange 24 in Richtung des Pfeiles y zu verschieben und dabei über den Steuerstift und den Arm 22 die Übertragungshebel 10, 16 entgegen der Richtung des Pfeiles x in ihre eine Endlage zu überführen.
Am Arm 22 des Übertragungshebels 16 sind schwergängig drehbar Niete 28 bzw. 29 angeordnet, die je einen Exzenter 30 bzw. 31 und einen geschlitzten Einstellkopf 32 bzw. 33 umfassen. Die Exzenter 30, 31 greifen dabei in je einen Längsschlitz 34 bzw. 35 eines Halters 36 ein. Die Längsschlitze 34, 35 sind in zwei senkrecht zueinander stehenden Richtungen verlaufend angeordnet. Der Halter 36 weist einen weiteren Längsschlitz 37 auf, durch den die Welle 14 hindurchragt.
Auf den Halter 36 ist weiterhin ein Steuerstift 38 aufgesetzt. Der Steuerstift 38 wird von dem gabelförmigen Ende eines Steuerhebels 39 übergriffen, dessen anderes Ende einen Schlitz 40 aufweist, in den ein Stift 41 eines Belichtungswertstellers 42 eingreift. An Stelle des dargestellten formschlüssigen Übertragungsgetriebes zwischen dem Übertragungshebel 16 und dem Belichtungswertsteller 42 kann auch ein kraftschlüssiges Übertragungsgetriebe Anwendung finden. In diesem Falle ist der Steuerhebel 39 lediglich mit dem Belichtungswertsteller 42 über eine Stift-Schlitz-Verbindung verbunden, während sein anderes Ende unter der Wirkung der Rückholfeder des : Belichtungswertstellers kraftschlüssig am Steuerstift 38 anliegt.
Um eine Übereinstimmung einer bestimmten Stellung des Belichtungswerteinstellers 42 mit einer bestimmten Stellung des Instrumentenzeigers 2 zu erreichen, wird der Einstellkopf 32 und damit der Exzenter 30 betätigt. Hiedurch ergibt sich eine Verstellung des Steuerstiftes 38 gegenüber dem Übertragungshebel 16 in bzw. entgegen der Richtung des Pfeiles a : Dieser Abgleich wird zweckmässig für die eine Endstellung des Belichtungswertstellers 42 durchgeführt. Ergibt sich nun, dass für weitere Einstellungen des
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