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Photographische Kamera
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spulinstrument 4 angeordnet. Neben dem Belichtungsmesser 3 befindet sich in bekannter Weise ein Su- cher 5,6, in den über Spiegel 7 und 10 und eine Linse 8 die Bildfeldbegrenzungsmarken 9 eingespiegelt werden.
Ein ausserhalb des Sucherstrahlenganges angeordneter lichtundurchlässiger Steg 11 weist gemäss den i Ausführungsbeispielen nach den Fig. l, 2 und 3 zwei Durchblicke 12 und 13 auf. Da sie seitlich im Steg 11 untergebracht sind, dient zu ihrer Einspiegelung in die Mitte des Sucherfeldes ausser einem Ausbruch 15 im Spiegel 7 und dem halbdurchlässigen Spiegel 10 noch ein Ablenkkeil 14. Gemäss der Erfindung ist der
Durchblick 12 mit einer grün-durchsichtigen Folie ausgelegt. Die beiden Durchblicke 12, 13 werden über einen Ausbruch 16 im Gehäuseoberteil l. welcher mit einer Sammellinse abgedeckt ist, und einen Spie- gel 17 beleuchtet. Da der eine Durchblick 13 ungefärbt und durchsichtig ist, erscheint bei ausreichender
Beleuchtung im Sucher nur der eingespiegelte grüne Durchblick 12.
Das Drehspulinstrument 4 ist so angeordnet, dass sein Zeiger 18 nur dann in den Bereich der beiden Öffnungen 12, 13 gelangt, wenn die von der Belichtungsregelvorrichtung einstellbaren Blenden-und Zeit- kombinationen bei der gegebenen äusseren Beleuchtung nicht mehr ausreichend sind. Auf dem Zeiger 18 sind Fahnen aufgebracht.
Gemäss der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 sind die beiden Durchblicke 12 und 13 senkrecht übereinander angeordnet, wobei die Öffnung 12 durchsichtig grün ausgelegt und die Öffnung 13 grösser ist. Auf den Zeiger 18 sind nun zwei Fahnen 19,20 ebenfalls senkrecht übereinander, in gleicher Höhe wie die Öffnungen 12 und 13 aufgebracht. Dabei ist die in der Höhe der Öffnung 12 angeordnete Fahne 20 undurchsichtig und grösser als die Fahne 19. Die Fahne 19 befindet sich in der Höhe der Öffnung 13 und ist beispielsweise rot-durchsichtig. Schwenkt nun bei unzureichender Beleuchtung der Zeiger 18 in den
Bereich der Öffnungen 12, 13, so deckt zuerst die grössere Fahne 20 die grün-durchsichtige Öffnung 12 ab.
Erst wenn diese völlig abgedeckt und daher im Sucher nicht mehr sichtbar ist, schwenkt die rot-durchsich- tige Fahne 19 allmählich vor die Öffnung 13, so dass nunmehr im Sucher die erheblich grösser erschei- nende rote Öffnung sichtbar wird. Da nach dieser Anordnung eine Farbmarke erst sichtbar wird, wenn die andere unsichtbar ist, liegen für den Benutzer, im Gegensatz zu den bekannten Vorrichtungen, immer klare Verhältnisse vor. Dabei ist es von Vorteil, wenn das Signal für unzureichende Beleuchtung leuch- tender, z. B. rot, und erheblich grösser wirkt als das Signal für ausreichende Beleuchtung, um den Benut- zer sofort aufmerksam zu machen.
Selbstverständlich können an Stelle der in den Beispielen zur Demonstration verwendeten Farben Rot und Grün beliebige andere Farben als unterschiedliche Signale verwendet werden. Auch ist es möglich, das grössere Fenster 13 beispielsweise rot-durchsichtig und das kleinere Fenster 12 neutral zu gestalten und dementsprechend die Fahne 19 undurchsichtig und grösser und die Fahne 20 grün-durchsichtig und kleiner auszuführen, wobei dann das Drehspulinstrument 4 so anzuordnen ist, dass der Zeiger 18 in den Bereich der Öffnungen 12, 13 gelangt, wenn ausreichende Beleuchtung herrscht.
Gemäss derAusführungsform der Fig. 3 sind die Durchblicke 12,13 nebeneinander angeordnet, so dass an Stelle der Fahnen 19,20 nur eine, deren grösserer Teil 21 undurchsichtig und deren kleinerer Teil 22 rot-durchsichtig ist, auf dem Zeiger 18 befestigt ist. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist die gleiche wie nachFig. 2.
In der Ausführungsform nach Fig. 4 weist der Steg 11 nur eine Öffnung auf, deren eine Hälfte 23 grün-durchsichtig und deren andere Hälfte 24 neutral-durchsichtig ausgeführt ist.
Die auf dem Zeiger 18 angeordnete Fahne 25 besitzt mindestens die Grösse der gesamten Öffnung und ist rot-durchsichtig. Bei unzureichender Beleuchtung schwenkt der Zeiger 18 mit der Fahne 25 vor die Öffnung 23,24 und überdeckt die gesamte Öffnung, so dass deren obere Hälfte 24 hellrot und deren untere, ursprünglich grün-durchsichtige Hälfte 23 dunkelrot erscheint. Auch durch diese Anordnung wird erreicht, dass das rote Feld als Zeichen für unzureichende Beleuchtung wesentlich grösser im Sucher erscheint als das grüne Feld als Zeichen ausreichender Beleuchtung und dass dadurch der Benutzer beson- ders aufmerksam gemacht wird.
Sämtlichen Ausführungsbeispielen nach den Fig. 1 - 4 ist der Vorteil gemeinsam, dass die Farbmarke für unzureichende Beleuchtung, nämlich die Rotmarke, erheblich grösser im Sucher sichtbar ist als die Farbmarke für ausreichende Beleuchtung, nämlich die Grünmarke. Dies hat zur Folge, dass durch die hiebei entstehende optische Wirkung, nämlich die zusätzlich zu den Farbunterschieden auftretenden Grössenunterschiede, der Betrachter noch unmittelbarer, fast schockartig, auf die
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auch ganz neutral ausgeführt und dafür der Beleuchtungsspiegel 17 z. B. grün-reflektierend sein kann.
Allerdings muss dann die Fahne 25 eine sehr intensive rote Färbung aufweisen, damit die Mischfarbe aus
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der Reflexionsfarbe desSpiegeIsl ? und der Durchlassfarbe der Fahne 25 sich wesentlich von der Reflexionsfarbe des Spiegels allein unterscheidet. Schliesslich wird nochmals betont, dass der Fifindungsgenstand nicht auf die gezeigten Ausführungsbeispiele beschränkt ist und insbesondere anStelle der zur Veranschaulichung verwendeten Farben rot und grün beliebige andere für Signale geeignete Farben Anwendung finden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Photographische Kamera, bei welcher durch einen Ausbruch im Gehäuse farbige, durch die Be- lichtungsregelvorrichtung gesteuerte Anzeigemarken beleuchtet und über Spiegel und Linsen in ein Be- trachtungsfenster, vorzugsweise den Sucher, eingespiegelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass eine lichtdurchlässige farbige Marke (12 bzw. 23) und eine lichtdurchlässige neutrale Marke (13 bzw. 24) fest angeordnet sind und durch mindestens eine weitere andersfarbige, mit dem Zeiger (18) der Belichtungsregelvorrichtung verbundene Marke (20,21, 25) bei unzureichenden Lichtverhältnissen überdeckbar sind und dass mindestens eine Marke (20,13 bzw. 21,13 bzw. 25) grösser ist als die anderen Marken (12,19 bzw. 12,22 bzw. 23 oder 24).