AT223376B - Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren

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AT223376B
AT223376B AT394861A AT394861A AT223376B AT 223376 B AT223376 B AT 223376B AT 394861 A AT394861 A AT 394861A AT 394861 A AT394861 A AT 394861A AT 223376 B AT223376 B AT 223376B
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AT
Austria
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sep
din
polyester
elongation
production
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AT394861A
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English (en)
Inventor
Erwin Dr Mueller
Artur Dr Reischl
Konrad Dr Ellegast
Original Assignee
Bayer Ag
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren 
Es sind Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren bekannt, wobei man li- neare Polyhydroxylverbindungen mit einem Molekulargewicht über 1000 mit einem Überschuss eines or- ganischen Diisocyanats umsetzt und das Reaktionsprodukt nach Zugabe eines organischen Vernetzung- mittels in Formen giesst und aushärtet. Bei diesem Giessverfahren, das fur die Herstellung von Elastome- ren nach dem Isocyanat-Polyadditionsverfahren im Gegensatz zu dem in der Kautschukindustrie üblichen
Verfahren typisch ist, werden grosstechnisch bevorzugt Hydroxylgruppen aufweisende Polyester mit einem
Molekulargewicht von etwa 2000 bis 3000 eingesetzt. 



   Die nach diesem Verfahren erhaltenen Elastomere sind jedoch. durch den hydrophilen Charakter der
Polyester und deren Verseifbarkeit bedingt, nicht beständig gegenüber Säuren und Laugen. Selbst die Einwirkung von Feuchtigkeit bei Temperaturen oberhalb   700C   bewirkt nach kurzer Zeit eine weitgehen- de Zerstörung. Gewisse Fortschritte in bezug auf die Hydrolysenbeständigkeit werden erzielt durch die
Verwendung von Polyestern, die aus höheren Glykolen und Dicarbonsäuren aufgebaut sind. Derartige Polyester besitzen jedoch eine erhöhte Kristallisationstendenz, die in manchen Fällen noch durch den höheren Schmelzpunkt des Polyesters begünstigt wird. Das hat zur Folge, dass auch in fertigen Elastomeren eine Kristallisation der eingebauten Polyesterketten auftritt, die zu einer Verhärtung des Kunststoffes bei Raumtemperatur führt.

   Weiterhin weisen derartige Elastomere, durch die Kristallisation der Ketten bedingt, eine hohe bleibende Dehnung und geringe Kältefestigkeit auf, so dass ihre Anwendungsbreite sehr schmal ist. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist nunmehr ein verbessertes Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren, wobei man lineare Polyhydroxylverbindungen mit einem Molekulargewicht über 1000 mit einem Überschuss eines organischen Diisocyanats umsetzt und das Reaktionsprodukt nach Zugabe eines organischen Vernetzungsmittels in Formen giesst und aushärtet, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man als Polyhydroxylverbindung das durch Umsetzen eines aus Glykolen und Dicarbonsäuren mit je mindestens 5 Kohlenstoffatomen aufgebauten linearen Polyesters mit einem   Moleku-   largewicht von 900 bis 1200 mit   0,   4-0, 7 Mol eines organischen Diisocyanats erhaltene Polyesterurethan verwendet. 



   Durch dieses neue Verfahren wird eine doppelte Wirkung erzielt. Die aus Glykolen und Dicarbonsäuren mit je mindestens 5 Kohlenstoffatomen aufgebauten linearen Polyester mit einem Molekulargewicht von 900 bis 1200 sind an sich bereits hydrophob. Die dann unter Verlängerung verlaufende Umsetzung mit 0,   4 - 0,   7 Mol eines organischen Diisocyanats pro Mol Polyester liefert ein Polyesterurethan mit einem Molekulargewicht von etwa 2000 bis 3000 und bewirkt einerseits eine noch zunehmende Hydrophobierung und anderseits eine Verminderung der Kristallisationstendenz der Polyesterketten. Das eingebaute Diisocyanat wirkt also in der Hydroxylverbindung als Störkomponente, die gleichzeitig eine Schmelzpunktniedrigung herbeiführt.

   Werden nunmehr derartige Polyesterurethane in der an sich bekannten Weise mit einem Überschuss eines organischen Diisocyanats umgesetzt und das Reaktionsprodukt nach Zugabe eines organischen Vernetzungsmittels in Formen gegossen und ausgehärtet, so erhält man vernetzte homogene 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 227 <SEP> kp/cm2
<tb> Bruchdehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 465%
<tb> Weiterreissfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53515 <SEP> 24 <SEP> kp/cm
<tb> (nach <SEP> Craves)
<tb> Shorehärte <SEP> DIN <SEP> 53505 <SEP> 850
<tb> Spannungswert <SEP> bei <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 108 <SEP> kg/cm2
<tb> 300% <SEP> Dehnung
<tb> Stosselastizität <SEP> DIN <SEP> 53512 <SEP> 4'21'/0
<tb> Bleibende <SEP> Dehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 12%
<tb> 
 
 EMI3.2 
 



   Hat man dagegen unter sonst gleichen Bedingungen an Stelle des beschriebenen Polyesterurethans einen üblichen Glykoladipinsäurepolyester (OH-Zahl 58) als Polyhydroxylverbindung verwendet, so erhält man ein Elastomer mit folgenden Eigenschaften : 
 EMI3.3 
 
<tb> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 295 <SEP> kp/crn <SEP> ? <SEP> 
<tb> Bruchdehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 610%
<tb> Weiterreissfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53515 <SEP> 24 <SEP> kp/cm
<tb> (nach <SEP> Craves)
<tb> Shorehärte <SEP> DIN <SEP> 53505 <SEP> 85 
<tb> Spannungswert <SEP> bei <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 84 <SEP> kp/cm2 <SEP> 
<tb> 300% <SEP> Dehnung
<tb> Stosselastizität <SEP> DIN <SEP> 53512 <SEP> 53%
<tb> Bleibende <SEP> Dehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> wo
<tb> 
 
 EMI3.4 
 



     Beispiel 2 :   200 g des in Beispiel 1 beschriebenen Polyesterurethans   (OH-Zahl 58)   werden nach Zugabe von 5 Tropfen konzentrierter Salzsäure bei 130 C/12 Torr entwässert. Nach Einrühren von 60 g 1, 5-Naphthylendiisocyanat wird 20 Minuten auf 130-140 C erwärmt, dann werden 14, 3 g 1, 4-Butandiol zugegeben und in vorbereitete Formen gegossen.

   Nach 24sttindigem Nachheizen bei 1000C erhält man ein Elastomer mit folgenden Eigenschaften : 
 EMI3.5 
 
<tb> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 222 <SEP> kp/cm2
<tb> Bruchdehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 390go
<tb> Weiterreissfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53515 <SEP> 50 <SEP> kp/cm
<tb> (nach <SEP> Craves)
<tb> Shorehärte <SEP> DIN <SEP> 53505 <SEP> 94 
<tb> Spannungswert <SEP> bei <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 181 <SEP> kp/cm2
<tb> 300% <SEP> Dehnung
<tb> Stosselastizität <SEP> DIN <SEP> 53512 <SEP> 43%
<tb> Bleibende <SEP> Dehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 31%
<tb> 
 
Nach 14tägiger Alterung bei   700C   und 95% relativer Luftfeuchtigkeit beträgt die Zugfestigkeit 223 kp/cm2, die Bruchdehnung   390%   und der Spannungswert bei 300% Dehnung 173 kp/cm2. 



   Hat man dagegen unter sonst gleichen Bedingungen an Stelle des beschriebenen Polyesterurethans 

 <Desc/Clms Page number 4> 

 einen üblichen Glykoladipinsäurepolyester   (OH-Zahl 58)   als Polyhydroxylverbindung verwendet. so erhält man ein Elastomer mit folgenden Eigenschaften : 
 EMI4.1 
 
<tb> 
<tb> Zugfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 245 <SEP> kp/cm <SEP> ? <SEP> 
<tb> Bruchdehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 495%
<tb> Weiterreissfestigkeit <SEP> DIN <SEP> 53515 <SEP> 32 <SEP> kp/cm
<tb> (nach <SEP> Craves)
<tb> Shorehärte <SEP> DIN <SEP> 53505 <SEP> 94 
<tb> Spannungswert <SEP> bei <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 171 <SEP> kp/cm2
<tb> 300% <SEP> Dehnung
<tb> Stosselastizität <SEP> DIN <SEP> 53512 <SEP> 52%
<tb> Bleibende <SEP> Dehnung <SEP> DIN <SEP> 53504 <SEP> 34%
<tb> 
 
 EMI4.2 
 



   Beispiel 3 : 5 kg eines aus 3, 42 kg   Hexandiol-(1,6), 1,18kg2-Dimethyl-1,3-propandiolund   4, 3 kg   Adipinsäure hergestellten   Polyesters   (OH-Zahl 120, Säurezahl 1,   5) werden mit 486 g Toluylendiisocyanat umgesetzt. Man erhält ein bei Raumtemperatur flüssiges Polyesterurethan mit der OH-Zahl 56. 



   200 g dieses Produktes werden nach dem Entwässern bei   1300C   mit 36 g 1. 5-Naphthylendiisocyanat umgesetzt. Nach etwa 20 Minuten rührt man bei der gleichen Temperatur 4g   Butandiol-(1,4)   ein und giesst die Schmelze in vorbereitete Formen. Nach 24stlindigem Nachheizen bei 1000C entsteht ein Elastomeres, das sich neben seiner guten Hydrolysenbeständigkeit durch eine tiefe Einfriertemperatur auszeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von vemetzten homogenen Elastomeren, wobei man lineare Polyhydroxylverbindungen mit einem Molekulargewicht über 1000 mit einem Überschuss eines organischen Diisocyanats umsetzt und das Reaktionsprodukt nach Zugabe eines organischen Vernetzungsmittels in Formen giesst und aushärtet, dadurch gekennzeichnet, dass man als Polyhydroxylverbindung das durch Umsetzen eines aus Glykolen und Dicarbonsäuren mit je mindestens 5 Kohlenstoffatomen aufgebauten linearen Polyesters mit einem Molekulargewicht von 900 bis 1200 mit 0, 4 - 0, 7 Mol eines organischen Diisocyanats erhaltene Polyesterurethan verwendet.
AT394861A 1960-05-31 1961-05-19 Verfahren zur Herstellung von vernetzten homogenen Elastomeren AT223376B (de)

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DE223376X 1960-05-31

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