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Anordnung zur Steuerung von Förderanlagen mit am Förderstück angeordneten Zielkennzeichen
Bei Förderanlagen ist es vielfach üblich, das Förderstück mit dem Zielkennzeichen zu versehen und auf der Förderstrecke Abtasteinrichtungen anzuordnen, die das Zielkennzeichen feststellen und den För- derweg entsprechend diesem Kennzeichen steuern. Das Zielkennzeichen, das meistens aus mehreren
Teilkennzeichen besteht, befindet sich dabei an einer bestimmten Stelle des Förderstuckes. Werden die Förderstücke alle in einer Richtung der Förderanlage zur Beförderung Ubergeben, so arbeitet diese Steuereinrichtung exakt nach den Wünschen des Absendenden.
Wenn jedoch das Förderstück, in Förderrichtung gesehen, in verkehrter Lage in die Förderanlage eingebracht wird, so erfolgt zwar unter bestimmten Vor- aussetzungen ebenfalls eine richtige Abtastung des Zielkennzeichens und eine der Abtastung des Kenn- zeichens entsprechende Steuerung des Förderweges. Viele Förderanlagen können aber durch das falsche
Einlegen von Förderstücken in ihrem Betrieb gestört und beschädigt werden.
Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, zu verhindern, dass falsch eingelegte Förderstucke solche Störungen hervorrufen. Insbesondere muss verhindert werden, dass irgendwelche Weichen der Förderanlage gestellt werden, da gerade diese Elemente gegen falsch eingelegte Förderstucke empfindlich sind. Die Förderstticke, die in falscher Richtung eingelegt sind, sollen einem besonderen Behälter zugefuhrt werden, aus dem sie zur nochmaligen Aufgabe entnommen werden können.
Die Erfindung richtet sich auf eine Anordnung zur Steuerung des Weges einer Förderanlage durch Kennzeichen, die am FörderstUck, d. h. am Fördergut oder am Fördergutträger, angebracht sind. Diese Kennzeichen werden von an der Förderstrecke angebrachten Abtasteinrichtungen abgetastet und schliessen bei Übereinstimmung des Kennzeichens oder der Kombination von Teilkennzeichen am FörderstUck mit den Merkmalen der entsprechenden Abtasteinrichtung die in Serie liegenden einzelnen Teilzeichen zugeordneten Schalter. Ausserdem soll eine besondere Vorrichtung vorgesehen sein, die die Steuerung bei in Fahrtrichtung falsch in die Förderanlage eingelegten Stücken verhindert.
Gemäss der Erfindung wird die genannte Aufgabe dadurch gelöst, dass allen Förderstilcken ein gemeinsames zusätzliches Kennzeichen zugeordnet ist, das das Schliessen eines Schalters bewirkt, der sich im Stromkreis der den Teilkennzeichen zugeordneten Schalter befindet. Die Betätigung dieser Schalter soll aber nur dann erfolgen, wenn die Abtastung des besonderen Kennzeichens in bestimmter zeitlicher Abhängigkeit von der des Zielkennzeichens erfolgt.
Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass alle FörderstUcke ein gemeinsames, zusätzliches, von den Zielkennzeichen örtlich verschieden, jedoch im wesentlichen in der Entfernung gleichbleibend angeordnetes Kennzeichen besitzen, weiters ein auf dieses zusätzliche Kennzeichen ansprechender besonderer Schalter vorgesehen ist, dieser besondere Schalter im Stromkreis des Schalters eingeschaltet ist, wobei der besondere Schalter durch eine Verzögerungseinrichtung bei Übereinstimmung des zeitlichen Abstandes des zusätzlichen Kennzeichens vom Zielkennzeichen mit einem vorgegebenen zeitlichen Abstand betätigbar ist.
Weitere Varianten der Erfindung werden an Hand der weiteren Beschreibung offenbar.
Zur Erläuterung der Erfindung dienen die Zeichnungen, von denen Fig. 1 den vorderen Teil - in Förderrichtung gesehen-eines Fördergutbehälters für Hochkantförderanlagen zeigt, bei dem das Kennzeichen in lichtelektrischer Weise abgetastet wird. Fig. 2 zeigt denselben Fördergutbehälter in entge-
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nung zum Ansprechen gebracht werden, weil, wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, bei falsch eingelegtem För- derstUck die erforderliche Zeit nicht eingehalten wird.
Ausserdem entsteht durch diese Anordnung noch der Vorteil, dass Förderstucke, die sich infolge Rutschens oder Klemmens nur sehr langsam bewegen, ebenfalls keine Beeinflussung der Schalteinrichtung ergeben, da der Kondensator dann bereits voll aufgeladen ist, bevor die Lichtschranken L/Tr und L/Tr wieder geschlossen werden. Da der Zeitpunkt der Weichenrückstellung durch die Abfallzeit des Relais R bestimmt wird, könnte bei dem langsam fahrenden Fördergut ein Verklemmen durch eine zu früh zurückstellende Weiche erfolgen. Es ist deshalb auch wichtig, solches Fördergut von der Beförderung durch die erfindungsgemässe Anordnung auszuschliessen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung zur Steuerung von Förderanlagen mit am Fördersttick (Fördergut oder Fördergutträger) angeordneten Zielkennzeichen, die von an der Förderstrecke angeordneten Abtasteinrichtungen abgetastet werden und bei Übereinstimmung des Kennzeichens oder der Kombination mehrerer Teilkennzeichen am Fördcrst1.
ick mit den Merkmalen der entsprechenden Abtasteinrichtung einen im Stromkreis einer Steuereinrichtung liegenden, dem Kennzeichen zugeordneten Schalter schliessen, mit besonderer Vorrichtung zum Verhindern der Steuerung des Förderweges bei in Fahrtrichtung falsch in die Förderanlage eingelegten Förderstücken, dadurch gekennzeichnet, dass alle Förderstücke ein gemeinsames, zusätzliches, von den Zielkennzeichen örtlich verschieden, jedoch im wesentlichen in der Entfernung gleichbleibend an-
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L1zeichen mit einem vorgegebenen zeitlichen Abstand betätigbar ist.