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Instandsetzungsbund für Verschlüsse von Stahltrommeln und
Verfahren zu seiner Aufbringung
Die Erfindung betrifft einen Instandsetzungsbund für Verschlüsse von Stahltrommeln, die einen auf- recht stehenden, aus dem Material der Behälterwand gebildeten Hals und innerhalb desselben eine zy- lindrische Spundbüchse aufweisen, die um das obere Ende des Behälterwandhalscs gebördelt und am unte- ren Ende einen nach aussen erstreckten Flansch und zwischen diesem Flansch und der Behälterwand eine i am Boden des Halses der letzteren eingelegte Dichtung aufweist.
Zur Instandsetzung von gebrauchten, während des Transportes häufig oberflächlich beschädigten Trom- meln entfernt man die Farbe oder den Lack von der Aussenseite der Trommeln, reinigt dann das Innere der Trommeln und versieht dann die Trommeln mit einem neuen Aussenanstrich.
Ein wichtiger Schritt ist dabei das Brennen (Ausheizen) der Trommeln in Öfen bei einer Temperatur von etwa 5400 C, wobei die Stahltrommel auf matte Rotglut kommt. Für die Verschlüsse der Trom- meln ist bisher kein wirksames Dichtungsmaterial zur Verfügung, das diesen Temperaturen gewachsen wäre. Dichtungen werden vielmehr zerstört, so dass die Verschlüsse lecken.
Diese Schwierigkeiten beseitigt bei Stahltrommeln der eingangs erwähnten Bauart der Instandset-
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Behälterwand gefertigte Instandsetzungsbund aus einem zylindrischen Mantel und aus einem mit diesem einstückigen, nach innen gerichteten Bördelrand besteht, der formschlüssig gegen den umgebördelten Teil der Spundbüchse anliegt und innenseitig derselben endet, während der Mantel des Instandsetzungsbundes sich am Bördelrand vorbei im Abstand von ihm ausserhalb des Behälterwandhalses über einen be- trächtlichenTeilderHöhe desselben nach abwärts erstreckt, wobei zwischen dem Mantel und der Aussenwand des Halses der Behälterwand eine Dichtung angeordnet ist, die den flüssigkeitsdichten Sitz des Bundes unterstützt und die anlasslich der Instandsetzung der Trommel ausgetalleue Spundbüchsendichtung ersetzt.
Ein solcher Instandsetzungsbund und seine Dichtung verhindert ein Lecken des Behälterinhaltes in einer Richtung und wirkt mit der Dichtung des Verschlussstöpsels derart zusammen, dass ein Lecken auch in der andern Richtung verhindert wird. Das Problem wird somit durch einen Instandsetzungsbund gelöst, der eine minimale Zahl von einfachen Teilen umfasst und leicht angebracht werden kann.
Die Zeichnung stellt in den Fig. 1 - 9 mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung dar. Es zeigt Fig. l eine Draufsicht eines erfindungsgemässen Instandsetzungsbundes, Fig. 2 einen Schnitt nach der Li- nie 2 - 2 der Fig. l, in Pfeilrichtung gesehen, Fig. 3 einen instandzusetzenden Verschluss, an dem bereits die Instandsetzungsdichtung angebracht ist und wobei der Instandsetzungsbund oberhalb des Verschlusses zum Aufsetzen auf die Dichtung bereit ist.
Fig. 4 zeigt den Verschluss im Vertikalschnitt, wobei der Instandsetzungsbund auf dem Verschluss aufgesetzt, aber noch nicht daran befestigt ist, Fig. 5 in einem ver- grösserten Vertikalschnitt einenTeil des Verschlusses, jedoch mit in den Flansch eingeschraubtem Stöpsel, wobei das Verschliesswerkzeug den Instandsetzungsbund in seine endgültige Stellung drückt, Fig. 6 zeigt den Zustand nach Betätigung des Werkzeuges, Fig. 7 in Ansicht, teilweise geschnitten, einen erfindunggemäss instandgesetzten Verschluss, und die Fig. 8 und 9 zeigen im Schnitt Teile abgeänderter Ausführungsformen von Instandsetzungsbunden.
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Der instandzusetzende Verschluss besteht normal aus einer Spundbüchse 1, die einen gewindetragen- den Hals 2 und einen sich um dessen unteres Ende flanschartig nach aussen erstreckenden Unterteil 3 auf- weist. Dieser Unterteil 3 wird in einer komplementären Ausprägung 4 aufgenommen, die im Material der
Trommelwand 5. um den Hals 6 der Behälterwand herum ausgebildet ist, die den Hals 2 der Büchse auf- i nimmt. In der Regel ist der Umfang 7 der Ausprägung 4 und der Umfang des Unterteiles 3 der Büchse viel- eckig, um eine Verdrehung der Buchse zu verhindern.
An ihrem oberen Ende ist die Spundbüchse bei 8 um das obere Ende des Trommelhalses 6 herumge- bördel, damit die Büchse 1 in der Öffnung festgehalten wird. Gleichzeitig drückt diese Bördelung die
Flanschdichtung 9 zusammen. die in der Tasche zwischen dem Unterteil 2 der Büchse und ihrem Flansch I 3 und dem gegenüberliegenden Teil des Behälterwandmateriales liegt, das zwischen der Ausprägung 4 und dem Hals 6 angeordnet ist. Diese Dichtung 9 wird durch die Hitze bei der beschriebenen Wiederin- standsetzung der Trommel angegriffen. Wenn die Dichtung 9 versagt, kann der Behälterinhalt zwischen dem Flanschteil 3 der Büchse, dem Trommelmaterial 4, den einander gegenüberliegenden Hälsen 2 und
6 und über die Innenseite des Bördelrandes 8 austreten.
Dies führt zu einem Flüssigkeitsaustritt an der Lii nie 10, an der sich das Ende des Bördelrandes 8 gegen den Hals 6 des Behälterwandmaterials anlegt.
Es ist versucht worden, äussere Abdichtungsorgane über jener Linie anzubringen, an der das Ende des
Bördelrandes 8 den Hals 6 berührt. Dies ist jedoch schwierig und bei der Anbringung der Mittel, mit de- nen derartige Abdichtungsorgane öder Hilfsdichtungen an Ort und Stelle festgehalten werden, gelangen die Dichtungen meist nicht in ihre vorgesehene Lage. Ausserdem kann ein bestimmter Teil des Halses 6 bei Herstellung. der Trommel vom oberen Rand weg nach abwärts gespalten werden. Solange die Dich- tung 9 wirksam ist, sind derartige Spalte ohne Bedeutung. Wenn die Dichtung 9 jedoch unwirksam ist, müssen sie berücksichtigt werden, weil sie ausser dem zum Ende des Bördelrandes 8 führenden Leckweg noch weitere Leckwege schaffen.
Angesichts dieser Umstände wird das Problem durch Anordnung von zwei Dichtungen gelöst. Die er- ste Dichtung ist eine einfache Ringdichtung 11, die auf dem Hals 6 angebracht wird und sich selbst darauf festhält. Die Dichtung befindet sich vorzugsweise zwischen der Stelle 10 und der Stelle 12, an welcher der Hals 6 in die Ausprägung 4 ausgerundet ist und deckt alle Spalte im Hals 6 ab, die in dem kleinen
Ausmass, in dem sie, wenn überhaupt, bestehen, über das Ende des Bördelrandes bei 10 abwärtsreichen.
Nach Anbringung dieser Dichtung wird der Instandsetzungsbund aufgesetzt. Er besteht gemäss Fig. 1,
2 und 3 aus schwachem Stahlblech und hat einen zylindrischen Mantelteil 15, der an seinem oberen En- de in einem einwärtsgerichteten Bördelrand 16 endet. Der Bördelrand 16 hat ein solches Profil, dass er sich an den Bördelrand 8 der Spundbüchse gleichmässig herumlegt. Der Bördelrand 16 endet an einer Li- nie 17, die gerade an dem obersten Gewindegang des Halses 2 liegt, so dass der Bördelrand 16 über der von dem Flansch gebildeten normalen Sitzfläche für die Stöpseldichtung liegt.
Der Mantelteil 15 hat eine solche Höhe.. dass bei über dem Verschlussflansch angebrachtem Bund der untere Rand 18 des Mantels 15 fastdasBehältermaterial an jener Stelle berührt, an der die Ausprägung 4 und die Abrundung 12 ineinan- der übergehen. Gemäss den Fig. 4 und 5 erstreckt sich der Mantel 15 des Bundes vom Umfang des Bördel- randes 8 gerade abwärts, so dass er eben über dem Aussenumfang der Dichtung 11 liegt.
Dieser Bund 15,16 besteht also aus wesentlich schwächere Metall als die ihm benachbarten Tei- le des Trommelverschlusses. Derzeit wird er vorzugsweise aus ()., 35 mm starkem Stahlblech hergestellt, während das Spundbüchsenmaterial 3 mm und das Trommelmaterial normalerweise 1, 2 mm oder in man- chenFällenl, 1, 6 mmstark ist. Der Instandsetzungsbund dient ja nicht als Bauelement, sondern nur als An- lagefläche und Halteorgan für eine Dichtung. Diese Funktion kann überraschenderweise schon von einem
Teil der angegebenen Stärke einwandfrei erfüllt werden.
Ausserdem wird die Materialstärke des Bundes so klein gehalten, dass der Verschlussstöpsel und eine Verschlusskappe in der gleichen Weise angebracht werden können, wie bei Verschlüssen, die keinen derartigen Bund aufweisen.
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geordnet ist, wird er durch radiales Einwârtsdrilcken seines Mantels 15 dort festgehalten. Hiezu wird der Verschlussstöpsel 20 in'die Büchse 1 eingeschraubt, bis die von dem Stöpsel getragene Dichtung 22 den Endrand 17 des Bundes zwischen der Oberseite des obersten Gewindeganges und der benachbarten Fläche des Bundteiles 16 überbrückt, wie die Fig. 5,6 und 7 bei 23 ersichtlich machen. Bei fortgesetztem Abwärtsdrehen des Stöpsels kommt der Endrand 24 seines Kopfes 25 mit dem abgerundeten Teil 16 des Instandsetzungsbundes in Berührung, der ein Weiterdrehen des Stöpsels verhinaert.
Die Stöpseldichtung 22 ist nun genügend zusammengedrückt und verhindert sowohl ein Aufwärtslecken zwischen den ineinander- greifenden Gewinden des Stöpsels 21 und des Halses 2, wie auch jedes Lecken um die Aussenseite des Bör- delrandes8herumund in den darüberliegenden Teil des Bördelrandes 16 hinein. Ausserdem hält der Stöp-
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