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Drehverschluss, insbesondere für der Aufbewahrung und Ausgabe von Speiseöl dienende, vorzugsweise aus ölfestem
Kunststoff gebildete Behälter Die Erfindung betrifft einen Drehverschluss, insbesondere für der Aufbewahrung und Ausgabe von Spei- seöl dienende, vorzugsweise aus ölfestem Kunststoff gebildete Behälter, welcher aus einem im Behälter- hals drehbar sitzenden und mittels eines Ringwulstes in eine Ringrille eingreifenden Pfropfen besteht, der nur in einer bestimmten Relativlage zum Behälterhals einen Ausgusskanal und einen in der Umfangsrich- i tung des Pfropfens versetzten Lufteinlasskanal freigibt.
Es sind auch Drehverschlüsse mit einem ein Gewin- de aufweisenden Pfropfen bekannt, bei welchem sowohl das Gewinde des Behälterhalses als auch das Ge- winde des Pfropfens in einer bestimmten Relativdrehlage des Pfropfens zum Hals einen Ausgusskanal frei- geben. Beide Verschlussarten sind für dünnwandige Behälter aus weichem Kunststoffmaterial insbesondere für die Ausgabe von Öl ungeeignet, weil der Behälterinhalt insbesondere bei vollem Behälter unter dem Fingerdruck der anfassenden Hand leicht aus der Ausgabeöffnung herausspritzt.
Um einen besonders für die Ausgabe von Öl aus sogenannten Plastikflaschen geeigneten Drehvers hluss zu schaffen, wurde dieser gemäss der Erfindung in der Weise ausgebildet, dass der Ausguss-und der Luft- einlasskanal sowohl im Bereich ihrer äusseren Mündungen als auch im Bereich ihrer behälterseitigen Mün- dungen durch je eine aus einer im Behälterhals und am Pfropfen angeordnete Ringnut und Je einen in die zugehörige Ringnut satt eingreifenden und an zwei Umfangsstellen mit einer Durchlassstdle versehenen Wulstgebildete Dichtung sperrbarsind, wobei an zwei Umfangsstellen des Pfropfens zwei an je einer Man- telerzeugenden übereinander liegende Durchlassstellen des Ausgusskanals und des Lufteinlasskanals vorhan- den sind.
Es wird hiebei mit Vorzug ein Pfropfen verwendet, der hohl und dünnwaudig ausgehiUft Ist nnd mit seiner dünnen Wandung mit Eigenelastizität an der Innenfläche des Behälterlialseiz anliegt.
Will man den Drehverschluss so gestalten, dass beim Drehen des Pfropfens vorerst nut eine der beiden
Dichtungen aufgehoben und erst bei voller Winkeldrehung beide Dichtungen in die Ausgabelage gelangen, dann werden die Nut- und Wulstunterbrechungen der unteren, behälterseitigen Dichtung gemäss der Erfin- dung über einen grösseren Winkelbereich der Pfropfenmantelfläche ausgedehnt als die Wulstunterbrechin- gen der ausgussseitigen Dichtung.
Auf diese Weise wird auch angestrebt, dass die Schliessbewegungde <
Pfropfens bedarfsweise in zwei Phasen, u. zw. in eine die Schliessung der äusseren Dichtung und eine nach einem weiteren Drehwinkel erreichbare Schliessung beider Dichtungen bewirkende Verdrehbewegung un- terteilt werden kann.
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rungsform bei geöffnetem Ausgusskanal in den Fig. l und 2 in zwei im rechten Winkel zueinander geführ- ten Vertikalschnitten veranschaulicht. Die Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch den Hals und den in Ausgabestellung stehenden Pfropfen nach der Linie III-III der Fig. 1, wobei der Griff des Pfropfens mit strichpunktierter Linie dargestellt ist.
In Fig. 4 sind der Hals und der in die Sperrlage verdrehte Pfropfen im Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 1 veranschaulicht.
Der Hals 1 eines z. B. aus einem gegen Speiseöl widerstandsfähigem Kunststoffmaterial gebildeten Behälters (nicht dargestellt) hat einen ausgeprägten Ausgusskanal 2 und zu diesem um die Halsachse um 1800 gegeneinander versetzt einen Lufteinlasskanal 3, die sich gegen ihr äusseres Ende konisch erweitern.
Der Hals 1 des Behälters ist beim dargestellten Beispiel zylindrisch und in ihm ist ein gleichfalls aus dem ölfesten Kunststoffmaterial wie der Behälter gebildeter, zweckmässig dünnwandiger zylindrischer Pfropfen 4 eingesetzt, der oben einen scheibenartigen oder ringförmigen Griff 5 besitzt, mittels welchem er im Be- halterhals l gedreht werden kann. Ver Hals 1 und der Pfropfen 4 haben sowohl knapp unter der Ausguss-
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alssenden Wulstring 7, 8 (Fig. 2), welche so ineinandergreifen, dass sie einen dichten Abschluss de Behälterhalses bilden und nur in einer bestimmten relativen Drehlage des Pfropfens 4 zum Hals 1 den Ausguss-und den Luftkanal 2, 3 freigeben.
Der Wulst 7 des Pfropfens 4 ist an zwei gegeneinander um 180 versetzten Stellen 10, 11 im Bereich des Ausgusskanales2 und des Luftkanales 3 vollständig flachgedrückt, so dass diese Stellen 10 und 11 mit der Zylindermantelfläche des Pfropfens übereinstimmen. Diese beiden Stellen 10 und 11 im Wulst 7 geben die Kanäle 2 und 3 frei, wenn sie diesen gegenübergestellt sind. Wird der Pfropfen 4 verdreht, dann greift der Wulst 7 in die Kanäle 2 und 3 ein und sperrt diese gegen den Durchfluss von Flüssigkeit. Der be- hälterseitige Wulst 8 des Halses 1 ist nach innen ausgeprägt, u. zw. an einer nahe dem Behälterkörper ge- 1egenen Stelle.
Dieser Wulst 8 des Halses 1 greift satt in eine Ringrille 9 des Pfropfens 4 ein und schliesst so den Behälter ab. Der nach innen ausgeprägte Wulst 8 ist nun in Übereinstimmung mit dem Ausgusskanal 2 und dem Luftkanal 3 bis zum Zylindermantel flachgedrilckt, so dass Durchtrittsstellen 14,15 für die Flüssigkeit bzw. die. Luft entstehen. Auch die Ringnut 9 ist an zwei gegeneinander um 180 ! m Kreis versetzten Stellen 12, 13 in Richtung zum Pfropfenboden erweitert, so dass zwei kurze Kanalstück entste-
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den Durchtrittsstellennäle 2 und 3 ab, weil die Durchtrittsstellen 12,13, 14,15 im Winkel gegeneinander versetzt sind, so dass weder Flüssigkeit noch Luft durch die Kanäle 2 und 3 im Hals 1 zirkulieren können.
Es sei noch erwähnt, dass im Griff 5 des Pfropfens 4 ebenfalls zwei gegeneinander um 1800 versetzte Aussparungen 16. 17 vorgesehen sind, die bei Einstellung des Pfropfens 4 in die Offenstellung die Ausgussmündung 2a und die Mündung des Luftkanals 3 freigeben, sonst aber sperren.
Es können auch die Nut- und Wulstunterbrechungen 12, 13, 14, 15 der unteren Dichtung sich über einen grösseren Winkelbereich der Pfropfenmantelfläche erstrecken, als-die Wulstunterbrechungen 10, 11 der oberen Dichtung, um die Schliessbewegung des Pfropfens bedarfsweise in zwei Phasen, u. zw. in eine die Schliessung der äusseren Dichtung 6,7 und eine nach einem weiteren Drehwinkel erreichbare Schlie- ssung beider Dichtungen 6, 7 und 8, 9 bewirkende Drehbewegung zu unterteilen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehverschluss, insbesondere für der Aufbewahrung und Ausgabe von Speiseöl dienende, vorzugsweise aus ölfestem Kunststoff gebildete- Behälter, welcher aus einem im Behälterhals drehbar sitzenden und mittels eines Ringwulsts in eine Ringrille eingreifenden Pfropfen besteht, der nur in einer bestimmten Relativdrehlage zum Behälterhals einen Ausgusskanal und einen in der Umfangsrichtung des Pfropfens versetzten Lufteinlasskanal freigibt, dadurch gekennzeichnet, dass der Ausguss-und der Lufteinlasskanal (2, 3) sowohl im Bereich ihrer äusseren Mündungen als auch im Bereich ihrer behälterseitigen Mündungen durch
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die zugehörige Ringnut satt eingreifenden und an zwei Umfangsstellcn mit einer Durchlassstellc (10,
11 bzw. 14,15) versehenen Wulst (7 bzw. 8) gebildete Dichtung sperrbar sind, wobei an zwei Umfangsstellen des Pfropfens (4) zwei an je einer Mantelerzeugenden übereinander liegende Durchlassstellen (10,14 bzw. 11,15) des Ausgusskanales (2) und des Lufteinlasskanales (3) vorhanden sind.