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Druckgas-Stelleinrichtung für Eisenbahnweichen, Signale u. dgl.
Vorliegende Erfindung betrifft durch Druckgas betriebene Vorrichtungen zur Be- tätigung von Signalen, Weichen u. dgl. Einrichtungen von Eisenbahnen ; das Wesen der Einrichtung liegt darin, dass für jede Bewegungsrichtung des Motors eine Druckleitung vorgesehen ist, durch welche einerseits das Druckmittel zur Betätigung des Motors diesem zugeführt wird und durch welche andererseits nach erfolgter Umstellung Druckmittel von höherer Spannung zwecks Betätigung einer Anzeigevorrichtung zum Stellwerk zurückgeleitet wird.
In den beiliegenden Zeichnungen ist Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Aus- führungsform der vorliegenden Erfindung in ihrer Anwendung auf Weichenstellvorrichtungen.
Fig. l a veranschaulicht schematisch die Anwendung der Erfindung bei einem Semaphor.
Fig. 2 stellt schematisch eine Abänderung der Vorrichtung nach Fig. 1 dar.
Einzelne Teile der gegenwärtigen Einrichtung sind in der österr. Patentschrift Nr. 7171 bereits beschrieben, beispielsweise das betätigende Ventil po, der Hebel Ll, die Knagge 11, die Sperrstange h, die Anzeigezylinder 11, 12 und der Zylinder C'und brauchen deshalb im nachfolgenden nicht eingehender erörtert zu werden.
Die in Fig. 1 schematisch dargestellte Einrichtung enthält das Reservoir HP mit Verteilungsrohren X1, welche das Reservoir mit verschiedenen Teilen der Anlage verbinden und ferner ein zweites Reservoir LP, das durch ein Rohr xl über ein Druckverminderungs-
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von beliebiger Einrichtung sein kann, bezweckt den Druck des Druckmittels in LP niedriger zu halten als in llP. Ein Hohl'x3 führt vom Behälter LP zum Spiegel des betätigenden Schiebers V10 und enthält ein Rückschlagventil x4 von beliebiger Einrichtung, welches den Abfluss von Druckmittel aus dem Behälter LP gestattet, aber ein Zurückströmen des Druckmittels durch das Rohr verhindert.
Der betätigende Schieber FRO leitet niedrig gespanntes Druckmittel aus dem Rohr x3 in das eine oder das andere von zwei Leitungs- rohren o, j und kann Druckmittel aus jedem dieser beiden Rohre entweichen lassen.
Die Einführung von Druckmittel in das Rohr pi bewirkt durch geeignete Mechanismen die Bewegung des Motorkontrollers oder Schiebers welcher den Ein-und Auslass des Druckmittels an einem Ende des Zylinders C steuert, während eine Druckerhöhung im Rohre ol in gleicher Weise den Druckmittel-Ein-und Auslass am anderen Ende desselben Motors steuert. Der Motor betätigt einen beweglichen Teil, beispielsweise eine Weiche, einen Semaphor, eine Bahnschranke etc.
An der Kolbenstange c des Motors oder Zylinders C ist eine Gleitplatte M befestigt mit dem bekannten Stellschlitz m. In der Gleitplatte M ist ausserdem ein Loch All von der Form eines schiefwinkligen Parallelogrammes angebracht, von dem zwei Seiten para arallel zur Bewegungsrichtung der Gleitplatte liegen ; die beiden anderen Seiten dagegen geneigt, jedoch zueinander parallel sind. In dieses Loch greift ein Zapfen oder eine Relle d0 an einer Schieberstange d, die mit dem Schieber der anzeigevorrichtung D ver-
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Ein-und Auslass an den beiden Enden des'Zylinders C steuert, und zwar durch die Ver- bindungsrohre cl, c2.
Die Öffnungen im Schieber C sind in punktierten Linien angedeutet. Dieser Schieber ist durch Rohre o11, pll mit dem Anzoigeschieber D verbunden. Daneben sind noch Zwoigleitungen vorgesehen, welche unabhängig durch diesen Schieber fuhren, und zwar für die Leitung o11 sowohl zur Speiseleitung Xl als auch zur Zweigleitung o10, und bei der Leitung p11 zur Speiseleitung Xi und zur Leitung p10.
Der Anzeigeschieber D ist tatsächlich ein Doppelschieber, welcher den Einlass von hochgespannten Druckmittel aus dem Rohr Xl in das Rohr o11 oder p11 steuert und auch die Verbindung der Rohre o11, mit den Zweigrohren o10, p10 der Rohre ol, pl beherrscht. Die Öffnungen des Schiebers D sind in punktierten Linien angedeutet. In Fig. 1 und 2 steuert der untere Teil des Schiebers D die Verbindung zwischen den Rohren oll, pll mit den Rohren o1, p1 und der obere Teil des Schiebers D steuert die Verbindung zwischen dem Zuleitungsrohr Xl und den Rohren o11, pll. In der Praxis worden letztere Rohre mit dem Spiegel des Schiebers verbunden und die übrigen Verbindungen und Kanäle an der rechten Seite des Schiebers werden im Spiegel untergebracht.
Der Klarheit wegen sind an diese Verbindungen und Kanäle ausserhalb des Schiebers gezeichnet, als ob sie aus Röhren bestünden.
Das Hauptleitungsrohr X1 führt hechgespanntes Druckmittel aus dem Behälter HP zu und steht mit den Schiebern j1, J2 im Stellwerk in Verbindung und führt durch die
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jeden der Schieber Jl, J2 wirken nebst den vorstehend angegebenen Diaphragmen und in entgegengesetzter Richtung hiezu weitere durch Druckmittel betätigte Diaphragmen K2, K4 von gleicher Stärke (soferne sie unter demselben Druck stehen), wie die zugeordneten Diaphragmen K1 bezw. K3. Zwei der durch Druckmittel betätigten Diaphragmen wie KI, K2 bilden im Verein mit ihrem Schieber j1 einen Anzeigekontroller und stellen einen entlasteten Anzeigeschieber dar.
Die beiden Zylinder I1, I2 können, wenn sie durch den Hebel L'verbunden sind, um eine doppelte Anzeige zu machen, als eine einzige Anzeigevorrichtung angesehen werden, welche zwei verschiedene Anzeigen gibt, und die vier korrespondierenden, entlasteten Anzeigeschieber bilden die Steuerungsvorrichtung für jeden
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auch Zylinder und Kolben wie Cl und C2 sein ; es ist @ber vorzuziehen, Diaphragmen mit Stangen/kl, A,/, k3, k4 zu benutzen, welche mit den Schiebern Jl, J2 verbunden sind oder dagegen drücken.
Man sieht, dass der niedrigere, im Rohr a ? s herrschende Druck des vom Behälter LP gelieferten Druckmittels stets auf das Diaphragma der Vorrichtungen K2, K4 wirkt, und sie daher beständig das Bestreben haben, die Schieber JI, J2 gegen die rechte Seite der Fig. 1 zu drücken, in welcher Stellung der Druckmittelzufluss zu den Zylindern JI, 7 abgesperrt, und der Auspuff derselben offen ist. Wenn auch das aus dem Behälter LP kommende Druckmittel durch die Rohre ol, o100 oder pl, po in die Vorrichtungen K1, K3 eintritt, wird der Schieber Jt bezw. J2 doch erst dann bewegt, wenn Druckmittel von höherer Spannung aus dem Behälter HP auf die Vorrichtungen oder.
K wirkt, um die Wirkung von K2 oder K4 zu überwinden.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Befindet sich die Weiche in der Normallage. - so wird zum Umstellen derselben der betätigende Schieber V10 verstellt, bis die Rolle i2 gegen die Anschlagfläche 102 im Hebel L trifft und in dieser Lage das Rohr x3 mit dem Rohr ol verbindet, und Druckmittel aus dem Behälter LP in den Zylinder C1 strömt, und der Schieber CO derart verstellt wird, dass er das Rohr c2 mit dem Auspuff, und das Rohr cl mit dem Rohr o11 verbindet. Letzteres ist mit dem Hochdruckleitungsrohr XI durch den Schieber D bereits in Verbindung gesetzt und es strömt nun Druckmittel in den Zylinder C durch das Rohr ei und bewegt unter Verschiebung des Kolbens dieses Zylinders die Gleitplatte M nach rechts, wodurch die Weichenspitzen S in die zweite Lage gebracht werden.
Gleichzeitig läuft die Rolle d über die untere wagerechte Seite und auf die linke schräge Seite der Öffnung MI und bringt den Schieber D in die zweite Stellung. Dadurch wird der Drnckmittelzutritt zum Rohr o11 abgesperrt und
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schrägen Schlitz l21 des Hebels L und führt den Hebel vollends nach links, wodurch der Schiebor V10 so verstellt wird, dass z3 abgesperrt ist und beide Rohre 01, p1 mit dem Auspuff verbunden werden. Damit wird auch der Auspuff aus dem linken Ende des Zylinders C herbeigeführt.
Auf diese Weise ist die Weiche verstellt worden und es ist auch eine Anzeige hierüber an die Hauptstelle abgegeben worden und die Teile sind zu einer neuen Tätigkeit bereit, weil durch das Entlüften des Rohres 01 der Druck auf das Diaphragma Kl aufgehoben wurde und der normale Druck in der Vorrichtung K2 den Schiober Jl in die Absperrstellung zurückgeführt, und den Zylinder 12 gegen den Auspuff geöffnet hat. Der Kolben des Zylinders 11 ist vermöge der Einwirkung des schrägen Schlitzes 120 in die tiefste Stellung herabgebracht worden, welche im wesentlichen der in Fig. 1 dargestellten Stellung des Kolbens und der Rolle des Zylinders 12 entspricht.
Natürlich ist die Sperrstange H auch so eingestellt worden, dass sie den zugehörigen Semaphorhebel je nach Umständen verriegelt oder entriegelt. Die Rückstellung der Weiche in die Normallage erfolgt in analoger Weise.
Der in Fig. 2 veranschaulichte Apparat ist mit dem in Fig. 1 dargestellten der Hauptsache nach identisch, nur ist ein HiJfsschieber C10 vorgesehen, welcher dem Schieber c gleichen kann. Derselbe wird durch die Rohre ol, p1 betätigt und ist in die Leitungen oll und pli eingeschaltet, um die Wirkung des niedrig gespannten Druckmittels in den Zylinder C1, C2 zu beherrschen. Der Schieber CI bezweckt, die Wirkung des Schiebers C0 beim Einströmen und beim Auspuff in bezw. aus den Zylindern Cl, C2 zu beschleunigen.
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offen steht, gegen das Rohr o11 aber abgesperrt ist, und umgekehrt.
Der Schieber C 10 steht unter der Einwirkung der Diaphragmen K, Ko, deren Stangen k, kl) auf die entgegengesetzten Seiten des Schiebers Co wirken, so dass, wenn eines dieser Diaphragmen unter Druck steht, der Schieber eine entsprechende Verstellung erfährt. Im übrigen sind die Vorrichtungen, die Rohre und die Wirkungsweise dieselben wie bei dem in Fig. 1 dargestellten Apparat.
Man sieht, dass bei den beiden in Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsformen der Vorrichtungen das Rohr ol dazu dient, di. ! 3 Bewegung der Weichenspitzen S in einer Richtung einzuleiten und eine Anzeige an die Hauptstelle zu geben, dass die Weiche tat- sächlich in dieser Richtung verstellt worden ist. Das Rohr pI dagegen dient zur Verstellung der Weiche in der entgegengesetzten Richtung und zur Abgabe der Anzeige hierüber. In jedem Falle leiten diese Rohre ol und p1 niedriger gespanntes Druckmittel, um die Bewegung der Weiche zu veranlassen, und die Spannung des Druckmittels in diesem Rohr wird erhöht oder die Richtung der Druckmittelbewegung umgekehrt, um die Anzeige über die stattgefundene Verstellung der Weiche zu geben.
Fig. l a zeigt eine Art der Betätigung eines Semaphors durch eine Vorrichtung nach vorliegender Erfindung. Die Semaphorsäulo A trägt einen drehbaren Semaphornügel J, der durch eine Stange al mit der Rolle mo der Gleitplatte M1 verbunden ist. Wird letztere durch ihren Motor in der vorstehend beschriebenen Weise verstellt, so bewegt sie auch die Semaphorscheibe, und die Anzeige hierüber wird an die Signalstolle durch eines oder beide Rohre zurückgeleitet, wie vorstehend beschrieben wurde.
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