AT222544B - Selbstvortriebsgeschoß - Google Patents

Selbstvortriebsgeschoß

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AT222544B
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Description


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  Selbstvortriebsgeschoss 
DieErfindung bezieht sich auf ein Selbstvortriebsgeschoss ; bei der Konstruktion und Verwendung der- artiger Geschosse mit einer Vortriebsladung bedarf es gewisser Vorsichtsmassnahmen, um die Sicherheit der Bedienungspersonen zu gewährleisten. 



   Ein Anstieg der Umgebungstemperatur   des Geschosses. ein Anstossen   des Abschussrohres oder auch schon die beschleunigte Verbrennung der Vortriebsladung durch unvorhergesehenen Zerfall der Treibladung in mehrere Teile können ein so starkes Ansteigen des Druckes zur Folge haben, dass der die Vortriebsiadung enthaltende Behälter gesprengt wird. 



   Um dies zu vermeiden, hat man vorgeschlagen, die Wände des Treibladungsbehälters zu verstärken, doch ergibt sich dadurch eine Gewichtserhöhung, die für die Leistung der   Vortriebsladung'nachteilig   ist. 



   Anderseits sind bereits Geschosse bekannt, bei denen neben dem Treibladungsbehälter eine Hilfskammer angeordnet ist. Diese Hilfskammer ist vom Treibladungsbehälter durch eine verschiebbare Wand getrennt, die beim Auftreten eines bestimmten Druckes zurücktritt. Durch eine solche Einrichtung wird wohl das Volumen des Treibladungsbehälters beim Auftreten jenes bestimmten Druckes vergrössert, jedoch ist die Volumsvergrösserung begrenzt und unzureichend, so dass bei einer grösseren Drucksteigerung keine genügende Sicherheit gewährleistet ist. 



   Die geschilderten Nachteile werden bei einem Selbstvortriebsgeschoss, bei dem hinter dem Geschosskörper ein die Treibladung enthaltender Behälter vorgesehen ist, erfindungsgemäss vermieden durch eine vor dem Treibladungsbehälter angeordnete Sicherheitskammer mit peripheren, nach aussen führenden Löchern, eine zwischen dem Treibladungsbehälter und der Sicherheitskammer angeordnete Zwischenwand mit einer Zone geringeren Widerstandes, die bei einem bestimmten Überdruck im Treibladungsbehälter nachgibt und geöffnet wird, wobei die Gase durch die Löcher der Sicherheitskammer entweichen können. 



  Die Zahl und Grösse dieser Löcher wird so gewählt, dass im Falle eines Zurücktreten der als Sicherheitsventil wirkenden Zwischenwand der Druck im Behälter den zulässigen Druck nicht übersteigt, möglichst aber doch in der Nähe des normalerweise auftretenden Druckes gehalten wird. 



   Die Sicherheitseinrichtung nach der Erfindung ist somit gleichzeitig ein Druckregler, der dafür sorgt, dass der Druck und damit der Vorschub unabhängig von den äusseren Verhältnissen einen möglichst gleichbleibenden Wert beibehält. 



   Die als Sicherheitsventil dienende Zwischen- bzw. Trennwand kann eine ringförmige Zone geringerer Wandstärke aufweisen, so dass sich im Falle des Berstens der Wand eine Durchtrittsöffnung von ganz bestimmter Grösse ergibt. 



   Der Durchmesser der dünneren Zone in der Trennwand wird vorzugsweise eindeutig grösser als der jeder der in   derUmfangswand der Sicherheitskammer vorgesehenenLöcher gewählt,   damit der aus der Zwischenwand   herausfliegende Teil nicht durch   eines   der Löcher entweichen und den Schützen   verletzen kann. 



   Die Erfindung lässt sich auch auf Übungsgeschosse anwenden. In diesem Falle befindet sich die Sicherheitskammer vorzugsweise im Innern des Geschossübungskörpers. Man erhält auf diese Weise eine Kammer, die im Verhältnis zum Treibladungsbehälter ein grosses Volumen aufweist, so dass sich zusätzliche Verbindungslöcher nach aussen erübrigen. Die Treibgase werden bei Wirksamwerden des Sicherheitsventils ausschliesslich in diese Kammer hinein entspannt, und dies genügt im Hinblick auf die Grösse 

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 der Kammer, um den Druck der Treibgase auf einen normalen Wert zurückzuführen, oder wenigstens auf einen Wert, der genügend niedrig ist, um die Treibladung gegebenenfalls aufzufangen. 



   In bevorzugter Ausführung weist bei Übungsgeschossen der vordere Teil des Geschosskörpers eine Zone geringerer Wandstärke auf, die die Kammer nach vorn abschliesst und beim Wirksamwerden der Sicherheitsvorrichtung nachgibt. Auf diese Weise kann man das Funktionieren der Sicherheitseinrichtung sichtbar machen. 



   Das Ventil kann auch durch   einescheibe   geringer Stärke gebildet sein, die mit ihrem Rand auf einer ringförmigen Schulter der Sicherheitskammer aufliegt und durch einen Halteteil gehalten wird. Die thermische Isolierung des Ventils wird durch eine entsprechende Umkleidung oder Platte, vorzugsweise aus Kunststoff, Karton, Filz, Nylon usw., erzielt. 



   Zweckmässig ist der mittlere Teil der Scheibe an einem starren Widerlager abgestützt, so dass die Scheibe bei einem Überdruck   im Treibladungsbehälter   einen ringförmigen Umfangsspalt freigibt. 



   In der Zeichnung ist die Erfindung an drei Beispielen veranschaulicht, u. zw. zeigen Fig. l eine Seitenansicht eines teils aufgeschnittenen scharfen Geschosses, Fig. 2 den Vortriebsteil des Geschosses, teils im Schnitt in grösserem Massstab, vor dem Öffnen der Sicherheitseinrichtung,. Fig. 3 den gleichen Teil nach dem Öffnen der Sicherheitseinrichtung, Fig. 4 eine Seitenansicht eines teils aufgeschnittenen Übungsgeschosses, Fig. 5 eine Seitenansicht eines teils aufgeschnittenen scharfen Geschosses etwas anderer Bauart und Fig. 6 eine Ansicht des in Fig. 5 geschnitten dargestellten Teiles des Geschosses in grösserem Massstab.- 
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AT722860A 1959-11-02 1960-09-23 Selbstvortriebsgeschoß AT222544B (de)

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