<Desc/Clms Page number 1>
Schmiereinrichtung, insbesondere für Werkzeugmaschinen
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Fig. 1 eine prinzipielle Darstellung eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Einrichtung, Fig. 2 eine prinzipielle Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemässen Enrichtung, Fig. 3 eine Ansicht der Nockenscheibe 12 nach Fig. 2 und Fig. 4 eine prinzipielle Darstellung eines dritten Ausführungsbeispiels der Erfindung.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Einrichtung nach Fig. l wird ein Pumpenmotor 2, der eine Zahnradpumpe 3 treibt, periodischein-und abgeschaltet. Dies wird durch einen Kontaktgeber 1 erreicht, der z. B. als eine elektrisch betriebene Zeituhr ausgebildet ist. An diesem Kontaktgeber 1 handelsüblicher Bauart wird mittels eines verstellbaren Zeigers 4 an Hand einer Zeitskala 5 die Pcriodendauer t des Förderzyklusses der Zahnradpumpe 3 eingestellt. Die Periodendauer t besteht aus einer Einschaltdauer te, während welcher ein Schalter im Kontaktgeber 1 geschlossen ist, der den Pumpenmotor 2 einschaltet, und aus der Abschaltdauer ta, während welcher durch Öffnen dieses Schalters der Pumpenmotor 2 abgeschaltet bleibt.
Hiebei können die Einschaltdauer te und die Ausschaltdauer ta ebenfalls variierbar sein.
Der Kontaktgeber 1 wird durch eine nicht gezeigte Drucktaste oder einen sonstigen Schalter über Leitungen la eingeschaltet. Durch diese Drucktaste werden gleichzeitig Antriebsaggregate oder weitere Schaltmittel für die Erzeugung der Bewegung der zu schmierenden Maschinenteile eingeschaltet. An Werkzeugmaschinen ergibt sich diese Massnahme bei Einleitung von Haupt-, Vorschub- oder Eilgangbewegungen.. Bei Betätigen der genannten Drucktaste wird das Laufwerk des Kontaktgebers 1 eingeschaltet. und Pumpenmotor 2 und Zahnradpumpe 3 beginnen über die Einschaltdauer te hinwegzulaufen. Das während dieser Zeit geförderte Öl fliesst einerseits iiber ein Rückschlagventil 6 einem Druckbehälter (Druckflasche) 7 und anderseits einem Kolbenverteiler 8 einer bekannten Bauart zu. Aus dem Druckbehälter 7 wird den sich bewegenden Maschinenteilen, die einer dauernden Ölzufuhr bedürfen, z.
B. einem Schraubgewindetrieb 9,9a und einem Spindellager 41, kontinuierlich Drucköl zugeführt. Nach Ablauf der Einschaltdauer te steht während der Abschaltdauer ta der Pumpenmotor 2 und die Zahnradpumpe 3 still ; der Schraubgewindetrieb 9 und das Spindellager 41 aber werden aus dem Druckbehälter 7 weiterhin mit Öl versorgt. Nach Ablauf der Abschaltdauer ta, die wie die Einschaltdauer te durch den Kontaktgeber 1 zugemessen wird, setzt die Förderung des Öles durch die Zahnradpumpe 3 wieder ein. Der bei diesem Neuanlauf sich einstellende Druckstoss betätigt den Kolbenverteiler 8 und führt den Maschinenteilen, die nur einer periodischen Schmierung bedürfen, z. B. Führungsbahnen 11, eine dosierte Ölmenge stossweise zu.
Ein Überlaufventil 10 gibt bei Überschreitung des Maximaldruckes im System den Rücklauf des Öles in einen Ölbehälter'31 frei.
Das den Lagerstellen zugeführte Drucköl kann dabei neben seiner Schmierwirkung noch die Funktion der Dämpfung von Schwingungen ausüben, die während des Laufes am gelagerten Teil, z. B. einer Spindel, auftreten. Das Spindellager 41 erfüllt diese Aufgabe in bekannter Weise, indem zwischen einer Spindel 42, emem inneren Lagerring 43 und einem äusseren Lagerring 46 je ein Hohlraum 44 vorgesehen ist.
Den Hohlräumen 44, die durch Öffnungen 45 miteinander verbunden sind, wird Drucköl zugeführt. Beim Auftreten von Querschwingungen der Spindel 42 erfolgt sowohl durch die innere Reibung des Öls als auch durch den Widerstand beim zwangsläufigen Durchtritt des Öls durch die Öffnungen 45 eine Dämpfung dieser Schwingungen.
Ein zweites Ausführungsbeispiel ist in Fig. 2 dargestellt. An die Stelle des Kontaktgebers tritt hier eine Nockenscheibe 12, welche neben andern Schaltzwecken dienenden Kurvenscheiben auf einer Welle 13 sitzt, die während eines Arbeitsspieles eines Kniehebeltriebes 14 eine Umdrehung vollzieht. Durch diese Zuordnung einer Umdrehung der Nockenscheibe 12 zu einem Arbeitsspiel des Kniehebeltdebes 14 wird bei jeder Umdrehung der Nockenscheibe 12 durch einen aufgesetzten Schaltnocken 15 der elektrische Schalter 16 geschlossen und einerseits einem Magnetschieber 17, der als ein übliches magnetisch betätigtes Ventil ausgebildet ist, und anderseits einem Pumpenaggregat 18 Strom zugeführt.
Der gezogene Magnetschieber 17 gibt die Zuleitung des Drucköles von einem Druckbehälter (Druckflasche) 19 zu Kniehebelgelenken 20,21, 22 frei. Durch eine entsprechende Bemessung des Zentriwinkels a des Schaltnockens 15 (Fig. 3) und der auf das Arbeitsspiel des Kniehebeltriebes abgestimmten Lage aufderNockenscheibe 12 kann Beginn und Dauer der Druckölzufuhr in den Bewegungsbereich der kleinen, allmählich ansteigenden Kniegelenkbelastungen des Kniehebeltriebes 14 gelegt werden. Das mit dem Magnetschieber 17 gleichzeitig eingeschaltete Pumpenaggregat 18 betätigt infolge des Einschaltdruckstosses einen Kolbenverteiler 29 und versorgt dadurch einen Maschinenteil23 während der Gleitbewegung auf
EMI2.1
ventil 26 den Druckbehälter 19 wieder auf.
Ein Überlaufventil 27 gibt bei einer Überschreitung des Maximaldruckes im System den Rücklauf des Öles in einen Ölbehälter 28 frei.
Bei einem weiteren Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 erfolgt die Steuerung einer Schmiermittelpumpe
<Desc/Clms Page number 3>
31 durch einen Schalter 32, der über Verbindungen 33 das Einschalten von Maschinenfunktionen, z. B. die Vorschubbewegung einer Bohrspindel, bewirkt. Durch die Schmiermittelpumpe 31 gelangt in der beschrieDenen Weise das Öl über ein Rückschlagventil 36 zu einem Druckbehälter 37. Dieser ist über einen Magnetschieber 35 der beschriebenen Art mit einer Lagerstelle 34 verbunden. Der Magnetschieber 35 wird durch den Schalter 32 betätigt.
Bei Betätigung des Schalters 32, der beispielsweise als Druckknopf in einem Kommandogerät der Ma- schiene angeordnetsein kann, erfolgt durch Anlauf des Pumpenaggregates 31 und Öffnen des Magnetschie- bers 35 eine Schmierung der Lagerstelle 34 so lange, bis der Schalter 32 wieder geöffnet wird. Diese An- ordnung kann in vorteilhafter Weise in Verbindung mit Lagerstellen verwendet werden, die gleichzeitig als Klemmeinrichtung wirken. Derartige bekannte Lager sind so ausgebildet, dass sîe im Ruhezustand ein negatives Lagerspiel besitzen und dadurch eine Umfangsklemmung des gelagerten Teiles, z. B. einer Spindel, bewirken.
Durch die Zuführung von unter Druck stehendem Öl in Hohlräume, die zwischen Spindel und Lager angeordnet sind, findet eine Aufweitung des Lagers statt, wodurch das negative Spiel beseitigt und die Klemmung der Spindel aufgehoben wird.
Das Lager 34 in Fig. 4 ist in dieser Weise ausgebildet. Eine Spindel 38, die durch einen nichtgezeigten Antrieb axial verschoben werden kann, ist in Ruhestellung durch das Lager 34 arretiert. Bei Betätigung des Schalters 32 gelangt vom Druckbehälter 37 Öl in die Hohlräume 39 des Lagers 34 und weitet dieses auf. Durch den Schalter 32 wird, wie bereits erwähnt, ein nichtgezeigter Vorschubmotor eingeschaltet, der mit einer bestimmten Verzögerung nach Wirksamwerden der Lageraufweitung die Spindel 38 axial verschiebt.
An Stelle des Schalters 32 kann hiebei auch ein Kontaktgeber 1 nach Fig. 1 oder ein Schalter 16 nach Fig. 2 Verwendung finden, wenn die Verschiebung der Spindel 38 in bestimmter seitlicher Abhängigkeit oder in Abhängigkeit von der Bewegung eines andern Teiles der Maschine erfolgen soll.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schmiereinrichtung, insbesondere für Werkzeugmaschinen, zur Schmierung von Gleitstellen, die eine dauernde oder periodische Schmiermittelzuführung erfordern, mit einer zeitweise durch einen Elektromotor angetriebenen Schmiermittelpumpe, dadurch gekennzeichnet, dass einem im Stromkreis des Pumpenaggregates und/oder im Stromkreis der in den Ölzuleitungen vorgesehenen Ventile angeordneten zeitweise betätigbaren Schalter (16) ein synchron mit den zu schmierenden Maschinenteilen arbeitendes Nockenorgan (12, 15) zugeordnet ist.