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Vorrichtung zum Messen hoher Gleichströme
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen hoher Gleichströme über 10000 Airpere, die mit einem im wesentlichen aus einem Transformator und Gleichrichter bestehenden, von einer Wechselstromquelle gespeisten Umwandlungssystem erzeugt werden.
Genaues Messen von Gleichstromstärken in Anlagen, die Gleichströme derart hoher Grösse erzeugen, nämlich in der Grössenordnung von 10 000 Ampere oder mehr aus einer Wechselstromkraftquelle, stellt oft ein schwieriges Problem dar. Anlagen, die Gleichströme derart hoher Stromstärke liefern, verwenden im allgemeinen ein standardisiertes Reihenwiderstandsverfahren zum Messen von Strom oder Um- wandler zur Durchführung der Strommessung. Beide vorerwähnten Systeme sind aber kompliziert und teuer, und die Grösse und Kosten der Anlage sind der Grösse der zu messenden Gleichströme proportional.
Zusätzlich zu den durch die räumliche Grösse und hohen Kosten der zur Durchführung der Messung von hohen Gleichströmen mit Systemen der genannten Art erforderlichen Einrichtung verknüpften Nachteilen gesellt sich noch, dass die Eichung der in diesen Anlagen verwendeten Messvorrichtungen ein ernsthaftes Problem bedeutet, da die Hersteller dieser Einrichtung im allgemeinen nicht über Gleichstrom derart hoher Grösse verfügen, mit dem sie diese Vorrichtungen eichen können. Demgemäss werden die meisten der betreffenden Anlagen aus Quellen mit niedrigen Gleichströmen durch Umrechnen auf extrem hohe Stromstärken geeicht.
Gemäss der vorliegenden Erfindung werden nun die Nachteile, die sich für gewöhnlich beim Messen von Gleichströmen hoher Stromstärken in elektrischen Anlagen zur Erzeugung von Gleichströmen in der Grössenordnung von 10000 bis 200000 Ampere oder mehr aus Wechse1stromkraftquellen ergeben, fast oder völlig vermieden. Demzufolge werden beträchtliche Verminderungen der Grösse und Kosten der zum genauen Messen von Gleichströmen in den vorerwähnten Grössenordnungen erforderlichen Anlagen erreicht. Ausserdem gestaltet die Verwendung von durch den Hersteller bequem geeichten Einrichtungen alle in der Anlage durchgeführten Messungen äusserst genau, wodurch wiederum eine besonders wirksame und empfindliche Gesamtmessung der Gleichstromwerte ermöglicht wird.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass Messgeräte zur Bestimmung der Wechselstromeingangsleistung und der Ausgangsgleichspannung vorgesehen sind und eine Messeinrichtung vorgesehen ist, welche den Quotienten aus den der Wechselstromeingangsleistung und der Ausgangsgleichspannung entsprechenden, von den betreffenden Messgeräten erzeugten Signalen bildet, wobei der Quotient mit einer dem Wirkungsgrad des elekr1schen Umwandlungssystems entsprechenden Grösse mulitpliziert wird.
Weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den beiliegenden Darstellungen von Ausführungsbeispielen sowie aus der folgenden Beschreibung.
Es zeigen : Fig. 1 eine Schaltungsanordnung der neuen Anlage zum Messen von hohen Gleichstromstärken und Fig. 2 eine Schaltungsanordnung einer zum Messen von Gleichstrom verwendeten Rechnungschaltung.
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die Leitungen 18a, 18b und 18c Wechselstrom an den Gleichrichter 3. In diesem Gleichrichter 3 erzeugter Gleichstrom stellt über die Sammelschienen 22 und 23 Gleichstromleistung zur Verfügung. An die Wech-
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. selstromleistungsleitungen 13a, 13b und 13c sind die Primärseite 11 eines Spannungstransformators angeschlossen. In Reihe mit den Leitungen 13a und 13c liegen Wicklungen 14 bzw. 15 eines Stromtransformators. Leitungen 16a, 16b und 16c von der Sekundärseite 12 des Spannungstransformators sind an einen sogenannten Lincolnumformer 10 elektrisch angeschlossen.
Leitungen 17a, 17b und 17c von den Wicklungen - 14 und 15 des Stromtransformators sind ebenfalls an den Lincolnumformer 10 angeschlossen. Leitungen 4 und 5 sind an die Sammelschienen 22 und 23 angeschlossen und mit ihren andern Enden mit einem Gleichstrom-Spannungsmesser 6 verbunden, um ein Signal gemäss einer gegebenen Spannungsmessung durch entsprechende Mittel, wie Übertragungsmessdrähte od. dgl. zu erzeugen. Signale aus dem Spannungsmesser 6 werden über die Leitung 8 einer Gleichstrommessvorrichtung 7 zugefahrt Jn ähnlicher Weise werden elektrische Signale aus dem Lincolnumformer 10 über die Leitung 9 derselben Gleichstrommessvorrichtung 7 zugeführt.
Im Betrieb der Anlage nach der Fig. 1 wird über die Leitungen 13a, 13b und 13c Wechselstromleistung zur Primärwicklung 1 des Leistungstransformators gegeben. Die Leitungen 18a, 18b und 18c führen Leistung aus der Sekundärwicklung 2 des Leistungstransformators zum Gleichrichter 3. In diesem Gleichrichter wird die Wechselstromeingangsleistung in Gleichstromleistung umgeformt und über Leitungen 22 und 23 einem Gleichstromlastkreis zugeführt. Die Wechselstromeingangsleistung zum Leistungstransfor-
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geben.
Gleichstromspannung aus dem Gleichrichter 3 an den Sammelschienen 22 und 23 wird am Spannungmesser 6 gemessen. indem die Leitungen 4 und 5 des Gleichstrom-Spannungsmessers an die Sammelschienen 22 bzw. 23 angeschlossen werden. Die Ausgangssignale des Gleichstrom-Spannungsmessers 6 und des Lincolnumformers 10 werden so bestimmt, dass sie sich in Millivolt ablesen lassen, und werden über Leitungen 8 bzw. 9 einer Gleichstrom-Messvorrichtung 7 zugeleitet.
In dieser Messvorrichtung 7 wird die von der Spannung in der Leitung 9 dargestellte Ausgangsgrösse des Lincolnumformers durch die Ausgangsspannung des Gleichstrom-Spannungsmessers, wie sie von der an der Leitung 8 herrschenden Spannung dargestellt wird, dividiert und der Quotient mit dem Wirkungsgrad des Gleichrichtersystems 3 multipliziert, der eine Konstante ist und ein festgelegter Widerstand, ein Millivoltwert oder eine andere ähnliche elektrische Grösse oder Mittel sein kann. Diese Messung liefert eine genaue Anzeige der zu irgend einer Zeit in dem Gleichstromlastkreis fliessenden Gleichstromstärken.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Anordnung der elektrischen Glieder, um die unten beschriebenen Auswertungen oder Ausrechnungen auszuführen und die Ergebnisse in Gleichstromst rken aufzuzeichnen.
Leitungen 201 und 202, die am Gleichstromausgang eines elektrischen Umformungssystems zur Erzeugung von Gleichstrom aus einer Wechselstromleistungsquelle liegen, sind an ein Gleichstrom-Spannungsaufzeichnungsinstrument 206 angeschlossen. Dieses Instrument ist zweckmässigerweise ein übliches Nullausgleich-Potentiometer mit einem Spannungsbereich von 0 bis 1000/0'Am Aufzeichnungsinstrument 206 ist ein entsprechender, nicht veranschaulichter Anzeigearm vorgesehen, der auf Schwankungen der mittels dieses Instrumentes gemessenen Spannung beweglich anspricht.
Zu dem in Messung stehenden elektrischen Umformungssystem gerade zugeführte Wechselstromleistung gelangt über die Leitungen 211a, 211b und 211c eines nicht veranschaulichten Stromtransformators und über Leitungen 212a, 212b und 212c eines ebenfalls nicht veranschaulichten Spannungstransformators in den Lincolnumformer 210. Die Anschlüsse eines zur Durchführung dieser Leistungsmessung geeigneten Stromtransformators und eines Spannungstransformators sind aus der Fig. 1 ersichtlich. Die dem Umformer 210 zugeführte Leistung sorgt über die Leitungen 203 und 204 für eine Ausgangsspannung. welche der dem Umformer 210 zugeführten Eingangsleistung proportional ist.
An den Leitungen 203 und 204 liegen ein fester Widerstand R 1 sowie ein Potentiometer ? i. Letzteres ist mit einem Gleitkontakt 213 versehen Dieser Kontakt 213 ist über entsprechende mechanische Gelenkmittel 20 5 mit dem Aufzeichnungsarm des Gleichstrom-Spannungsaufzeichnungsgerätes 206 gelenkig verbunden. Die Einrichtung ist dabei derart getroffen, dass sich der Kontakt 213 an der Stelle (a) bei P1 bei 100 % Spannung und an der Stelle (b) bei 0 % Spannung befindet. Der Kontakt 213 bewegt sich längs P1 entsprechend den Änderungen der mittels des Aufzeichnungsgerätes 206 über die Gelenkverbindung 205 gemessenen Spannung.
Die Leitungen 208 und 209 (angeschlossen an die Widerstände R1 und Pl) sind mit ihren andern Enden an einen Widerstand R2 angeschlossen. Dieser Widerstand ist ein fester Widerstand mit einem Abgriff 214 an'einer Stelle, die für den Wirkungsgrad des elektrischen Umformungssystems repräsentativ ist. Der Ab-
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griff 214 ist als fester Anschluss veranschaulicht, kann jedoch durch entsprechende Ausbildung des Gerätes 207 auch beweglich sein, um eine Handeinstellung der Wirkungsgradkonstanten für veränderliche, in dem in Messung befindlichen elektrischen System gewonnene Lastbedingungen zu schaffen.
Die Leitungen 215 und 216 sind an das Aufzeichnungsinstrument 207 angeschlossen, das mit einer Skala und einem Zeiger ausgerüstet ist, um eine Anzeige in Ampere entsprechend der über die Leitungen 215 und 216 dacgebotenen Eingangsspannung zu bewirken.
Im Betrieb der Anlage nach der Fig. 2 wird eine konstante Ablesung der Gleichstromspannung des in Messung befindlichen elektrischen Umformungssystems über die Leitungen 201 und 202 geschaffen und an der Vorrichtung 206 aufgezeichnet. Wechselstromeingangsleistung zu dem in Messung befindlichen elek-
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212b und 212c einesStromtransformators bzw. eines Spannungstransformators bestimmt. die an den Gleichstromleistungseingang und den thermischen Umwandler 210 angeschlossen sind. Der Widerstand R 1 ist ein 100 Ohm-Widerstand und das Potentiometer Pl ist ein 900 Ohm-Widerstand. Der Umwandler 210 kann so ausgebildet und eingerichtet sein. dass er bei einer 100 % Eingangsleistung für einen 100 Millivolt Gleichstromausgang sorgt.
Beispielsweise kann der Umwandler 210 derart beschaffen sein, dass er für einen P90CO Kilowatt Wechselstromleistungseingang 100 Millivolt Ausgang liefert ; demzufolge würde bei die- sem Beispiel 100 % Wechselstromeingangsleistung 32000 Kilowatt Wechselstrom gleichwertig sein.
Wenn sich der Kontakt 213 in der Stellung (a) am Potentiometer FI befindet, beträgt also der Millivolt-Ausgang in den Leitungen 208 und 209 10 Millivolt. Der Widerstand Rist ein 100 Ohm-Widerstand mit einem Abgriff 214 an einem 95,6 Ohm darstellenden Punkt. Dieser Wert wird gewählt, wo der Wir-
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jener gegebenen Belastung bestimmt worden ist Der Abgriff 214 kann deshalb bei jedem beliebigen OhmProzentwert des Gesamtwiderstandes von Rz in Abhängigkeit vom Wirkungsgrad des gemessenen Systems gewählt werden. Wenn das System so bestimmt wurde, dass es einen Wirkungsgrad von 80 a ; o besitzt, wür- de sich der Abgriff 214 an einem 80 Ohm darstellenden Punkt befinden. Auf diese Weise lässt sich eine Berücksichtigung des Wirkungsgrades des gemessenen elektrischen Umformungssystems durchführen.
Die an die Leitungen 215 und 216 gelegte Ausgangsspannung wird im Aufzeichnungsgerät 207 gemessen, und durch entsprechende mechanische Mittel werden die Gleichstromamperewerte des elektrischen Systems an einer Skala angezeigt, wo 9,56 Millivolt Eingangswert 100 % volle Skalenablesung in Gleichstrom- amperewerten gleichwertig sein würden.
Das Potentiometer PI gestattet einen Widerstand abzugreifen, um einen Ausgangsspannungs-Reprä - sentativwert der Änderung der Stellung des Kontaktes 213 entsprechend den sich ändernden, im Gerät 206 aufgezeichneten Spannungen zu bewirken. Die folgende Tabelle veranschaulicht ein Ausbildungsschema der Instrumente nach der Fig. 2.
Ri = 10J Ohm
Pl= 900 Ohm
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<tb>
<tb> Spalu <SEP> ungs <SEP> wert <SEP> Potentiometer <SEP> - <SEP> Rl <SEP> Spannung <SEP> Gesamtspan- <SEP>
<tb> angezeigt <SEP> durch <SEP> Spannungs-Aus-in <SEP> Millivolt <SEP> nungsausgang
<tb> ein <SEP> Gleichstrom-gang <SEP> in <SEP> Milli- <SEP> bei <SEP> 100 <SEP> Mil- <SEP> für <SEP> die <SEP> Drähte
<tb> Spannungsinstru <SEP> - <SEP> volt <SEP> bei <SEP> 100 <SEP> livolt <SEP> Ein- <SEP> 208 <SEP> und <SEP> 209
<tb> ment <SEP> () <SEP> Millivolt <SEP> Ein-gang <SEP> (Millivolt) <SEP>
<tb> gang
<tb> 100 <SEP> 0 <SEP> 10 <SEP> 10,00
<tb> 90 <SEP> 1,11 <SEP> 10 <SEP> 11, <SEP> 11
<tb> 80 <SEP> 2, <SEP> 50 <SEP> 10 <SEP> 12, <SEP> 50 <SEP>
<tb> 70 <SEP> 4, <SEP> 28 <SEP> 10 <SEP> 14,28
<tb> 60 <SEP> 6,67 <SEP> 10 <SEP> 16.
<SEP> 67
<tb> 50 <SEP> 10, <SEP> 00 <SEP> 10 <SEP> 20, <SEP> 00 <SEP>
<tb> 40 <SEP> 15, <SEP> 00 <SEP> 10 <SEP> 25, <SEP> 00 <SEP>
<tb> 30 <SEP> 23, <SEP> 33 <SEP> 10 <SEP> 33, <SEP> 33 <SEP>
<tb> 20 <SEP> 40, <SEP> 00 <SEP> 10 <SEP> 50,00
<tb>
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Das Instrument war unterhalb 20 % normaler Eingangsspannung nicht befriedigend.
Die in der Fig. 1 der Zeichnung im allgemeinen als Gleichrichter bezeichnete Einheit kann irgend
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wie grosse Germanium-Gleichrichteranlagen,'grosse Silizium-Gleichrichteranlagen, Quecksilberdampf- Gleichrichteranlagen u. dgl. Zusätzlich kann die Einheit 3 auch ein Motorgeneratorsystem u. a. ähnliche elektrische Anlagen oder Einrichtungen aufweisen, die Gleichstrom extrem hoher Stromstärken aus einer Wechselstromkraftquelle erzeugen können.
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lung sein. Er kann auch Spartransformatoren des Typs mit Abgriffwechsel unter Last oder irgendeinen sonstigen entsprechenden Transformator zum Speisen von Leistung für die Umformung an ein Gleichstrom erzeugendes Leistungssystem aufweisen.
Obwohl der Transformator 1 - 2 aus Zweckmässigkeitsgründen als
Dreiphasentransformator in Anschluss an einDreiphasen-Wechselstromleistungseingangssystem veranschau- licht ist, versteht sich, dass auch Einphasen-, Zweiphasen-, Sechsphasen oder Vielphasensysteme für das offenbarte Verfahren und die Einrichtung in Betracht kommen. Ausserdem kann die Einheit 3 bei der praktischen Ausführung eine Mehrzahl von parallelen Gleichrichtern oder Gleichrichterkreisen oder paral- lel oder in Reihe geschaltete Motorgeneratoren oder Kombinationen aus Reihen-und Parallelkreisen auf- weisen.
In ähnlicher Weise können die veranschaulichten Leistungstransformatoren eine Mehrzahl parallel geschalteter Einheiten statt des nur einen veranschaulichten Transformators sein, und lassen sich die je- dem von einer Mehrzahl von Transformatoren zugeführten Eingangsleistungen einzeln messen und dann summieren. Diese summierte Eingangsleistung würde dann gegen die gesamte Gleichstromausgangsspan- nung entweder aus einem einzelnen Gleichrichter von einer Mehrzahl von Gleichrichtern oder von einer durch eine Mehrzahl von einzelnen Gleichrichtern gespeisten Gleichstromsammelschiene oder Bürde ge- messen werden.
Der Lincolnumformer 10 ist eine wohl bekannte elektrische Vorrichtung zum genauen Messen von
Wechselstromleistung in irgendeinem beliebigen Wechselstromleistungssystem. Die Wechselstrom-Spannung sowie die Wechselstrom-Stärken liegen am Umformersystem, wo die dem Umformer zugeführten elektrischen Impulse in Wärmeenergie umgewandelt werden, die ihrerseits eine elektrische Gleichstromausgangsspannung aus dem Umformer erzeugt, welche der Wechselstromeingangsleistung proportional ist und gemessen werden kann.
Der Gleichstromspannungsmesser 6 ist ein normaler Millivoltmeter-Potentiometer-Messer zum Messen von Spannungen sowie zum Umwandeln derselben in andere Einheiten zum Aufzeichnen oder weiteren Messen durch Erzeugung eines Signals, welches der tatsächlichen, über die Leitungen 4 und 5 gemessenen Spannung proportional ist, und zum Weiterleiten des Signals über die Leitung 8.
Die Gleichstrom-Messvorrichtung 7 kann aus normalen oder standardisierten elektrischen Anlagen oder Kreisen aufgebaut sein, welche die Grösse des Einganges 9 durch die Grösse des Einganges 8 teilt und sie mit dem Wirkungsgrad des Gleichrichters 3 multipliziert, der von einer elektrischen Konstanten dargestellt wird, die zur Eingabe in den Messkreis bestimmt ist. Fig. 2 veranschaulicht eine Ausführungsform der Anlage, mit welcher diese Vorrichtung versehen werden kann, um die aufgezeigten Ziele zu erreichen.
Obwohl die Einheit 7 hauptsächlich als elektrische Vorrichtung behandelt worden ist, kann sie auch mechanische Merkmale aufweisen. Demgemäss können z. B. der elektrische Impuls der Leitung 9 und der elektrische Impuls der Leitung 8 durch denDurchschnittssachverständigen wohlbekannte Verfahren in Luftdrücke umgewandelt, und können die Division und die Multiplikation der Ausgänge des Voltmeters 6 sowie des Umwandler 10 und des Wirkungsgrades des Gleichrichters 3 durch ebenfalls wohlbekannte pneumatische Mittel genau verwirklicht werden.
Wie ferner ohne weiteres einleuchtet, lässt sich die Messung von Gleichstromstärken durch die Anwendung der neuen Einrichtung aus bekannten, genauen elektrischen Ausrüstungen verhältnismässig billiger Ausführung und äusserst kleiner räumlicher Grösse, gemäss dem Verfahren der vorliegenden Erfindung bequem verwirklichen. Die verwendeten Vorrichtungen sind leicht einzubauen und zu eichen und erfordern nur ein Mindestmass an Wartung. Der Wirkungsgrad des die gesamte Gleichstromumwandlung vollführenden Systems 3 lässt sich ganz leicht durch eine Methode der Summierung der Verluste errechnen, wo der Ausgang des Systems, geteilt durch den Ausgang des Systems plus Verluste den Gesamtwirkungsgrad des Gleichstromumwandlungssystems ergibt. Auf diese Weise wird für ein gegebenes Gleichrichtungssystem z.
B. jeder Teil der in ihm enthaltenen Ausrüstung auf Verluste gemessen und eine Addition aller dieser Verluste aller Teile der im System enthaltenen Ausrüstung liefert dann die Gesamtverluste im
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ganzen System. Beispielsweise werden beim Messen der Verluste der im die gesamte Gleichstromleistung erzeugenden System verwendeten Transformatoren diese zuerst erregt, ohne dass sie Leistung fühlen. Die gesamte Watt-Eingangsleistung für die Transformatoren wurde hiedurch den gesamten Eisenverlusten gleichwertig sein. Eine zweite Messung würde dann derart vorgenommen, dass die Sekundärseite des Leii stungstransformators kurzgeschlossen und die bei 100 % Stromfluss erforderliche Eingangsleistung gemes- sen wird. Diese zweite Ablesung würde die gesamten Kupferverluste im Transformator liefern.
Durch wohlbekannte normale Rechenverfahren lassen sich hiedurch die gesamten Transformatorverluste unter gewöhnlichen Betriebsbedingungen bestimmen. Messungen solcher Art werden dann durch das ganze Lei-
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tern, der Gleichrichter selbst, aller Sammelschienen - oder Netzanschlüsse innerhalb des Gleichrichter- systems ; auf diese Weise werden die ganzen Gesamtverluste im ganzen System bestimmt. Dieses Verfah- ren hat sich als eine sehr wirksame Me'hode zur Bestimmung des Gesamtwirkungsgrades in irgendeinem elektrischen Leistungssystem und/oder elektrischen Umwandlungssystem erwiesen.
!'Demgemäss erlauben, wie ohne weiteres einleuchtet, die genauen Bestimmungen der gesamten Lei- stung des Gleichstromleistung erzeugenden Systems die Anwendung einer Messmethode, mittels deren
Wechselstromeingangsleistung und Gleichstromausgangsspannung gemessen werden, um in einem elektri- schen Gleichstromsystem erzeugte Gleichstromstärken zu bestimmen.
Die Wechse1stromeingangsleistungs- zufuhr, multipliziert mit dem Wirkungsgrad des Umwandlungssystems, gewährt tatsächlich eine Messung der Gleichstromeingangsleistung. Eine Division dieser Grösse durch die Gleichstromausgangsspannung des
Gleichrichtersystems oder des Gleichstromleistung erzeugenden Systems liefert eine Anzeige der Gleich- stromstärken, die genau ist und in jedem Augenblick die im Gleichstromlastkreis fliessenden Gleichstrom- stärken anzeigt.
Der Wirkungsgrad des oben beschriebenen und in den Zeichnungen veranschaulichten Gleichstromlei- stungserzeugungssystems wird für gewöhnlich durch ein Verfahren der Summierung der Verluste bestimmt.
Es versteht sich aber, dass beim Bestimmen des Wirkungsgrades irgend eines beliebigen Gleichstromlei- stung erzeugenden Systems durch diese Methode auf die von dem System geführten spezifischen Belastun- gen geachtet werden muss. Mit andern Worten schwankt der Wirkungsgrad des Gesamtsystems zu irgend- einer beliebigen Zeit mit der von dem System geführten spezifischen Belastung.
Dies beeinflusst die Ge- nauigkeit der Messung der Gleichstromstärke aus einem solchen System insofern, als die den Wirkungs- grad des Gleichstrom erzeugenden Systems darstellende Konstante eine veränderliche Grösse sein kann.
Ist die Änderung bei unterschiedlichen Werten spezifischer Belastungen äusserst klein, in Ansehung des von dem System erzeugten Gesamtstromes, so lässt sich ein mittlerer, den durchschnittlichen Wirkungs- grad des Systems bei beliebiger gegebener Belastung darstellender Wert verwenden. Auf der andern Seite erlaubt, wenn es erwünscht ist, dass zu allen Zeiten äusserst genaue Messung des Systems zur Verfügung steht, eine einfache Anlage oder Schaltanordnung die Anwendung eines änderbaren Wertes oder Grösse in der Gleichstrommessvorrichtung, so dass sich für unterschiedliche Belastungen die Konstante bequem durch Drehen einer Skale wechseln lässt.
Auf diese Weise steht zu jeder Zeit eine vollständige und genaue Auf- zeichnung der Messung der Gleichstromstärken aus einem grossen, Gleichstromleistung erzeugenden Sy- stem zur Verfügung.
Obwohl die vorliegende Erfindung mit Bezug auf bestimmte spezielle Ausführungsformen von ihr be- schrieben und veranschaulicht worden ist, versteht es sich weiter von selbst, dass sich bei den zum Messen von Eingangsleistung und Ausgangsspannung verwendeten elektrischen Vorrichtungen viele Abwandlungen vornehmen lassen, ohne hiedurch das Wesen und den Umfang der vorliegenden Erfindung zu verlassen. Demgemäss ist die besondere Einrichtung der Schaltanordnung, der Messdrähte, Spannungsteiler u. dgl., wie sie für die Gleichstrommessvorrichtung verwendet ist, so lange ohne besondere Bedeutung, als sie die Ausgangsspannungsmessung aus dem Lincolnumformer durch die Ausgangsspannung aus den Gleichstrom-Spannungsmessmitteln teilen und den Quotient mit einer Spannung multiplizieren können, welche die Wirkungsgradkonstante des Gleichrichtungssystems darstellt.
Zur Verwirklichung der gemäss der vorliegenden Erfindung erforderlichen mathematischen Ausrechnungen verwendete Schalteinrichtungen und-anlagen lassen sich ebenfalls in weitem Ausmass ändern, da spezielle Hersteller handelsüblicher Geräte und Instrumente unterschiedliche Praktiken befolgen und elektrisches Zubehör verwenden, um die Ausrechnungen bei solchen Einrichtungen zu bewerkstelligen, so dass die Erfindung nicht auf die besondere veranschaulichte Rechenanlage beschränkt ist.
In ähnlicher Weise kann die Verwendung von mechanischen Mitteln zur Durchführung der in der Gleichstrommessvorrichtung stattfindenden Multiplikation und Division auf die wohlbekannte pneumati-
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sche Art erfolgen, und demzufolge ist die besondere Anordnung der Bestandteile eines derartigen Systems zur Durchführung dieser mathematischen Schritte ohne besondere Zwangsläufigkeit für die Erfindung.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Messen hoher Gleichströme über 10000 Ampere, die mit einem im wesentlichen aus einem Transformator und Gleichrichter bestehenden, von einer Wechselstromquelle gespeisten Umwandlungssystem erzeugt werden, dadurch gekennzeichnet, dass Messgeräte (10 bzw. 6) zur Bestimmung der Wechselstromeingangsleistung und der Ausgangsgleichspannung vorgesehen sind und eine Me/3einrich- tung (7) vorgesehen ist, welche den Quotienten aus den der Wechselstromeingangsleistung und der Ausgangsgleichspannung entsprechenden, von den betreffenden Messgeräten erzeugten Signalen bildet, wobei der Quotient mit einer dem Wirkungsgrad des elektrischen Umwandlungssystems entsprechenden Grösse multipliziert wird.